Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    112
  • Kommentare
    541
  • Aufrufe
    4.100

Haben es zurückgezogene Einsiedler leichter im Fernstudium?

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
XPectIT

56 Aufrufe

Die Frage kam mir gerade in den Sinn als ich die Planung für die nächsten paar Tage geistig abstecken wollte.

Wie wird Freizeit des Fernstudenten eigentlich definiert? Die gängige Definition (z.b. bei Wikipedia zu finden) grenzt zur Arbeitszeit hin ab. Aber jede® Fernstudierende wird bestätigen, dass die Arbeitszeit nicht alleine mit der Freizeit konkurriert.

Da gibt es verschiedene Existenzen von Freizeit. FreiZeit mit Freunden, FreiZeit für sich, FreiZeit für Familie, FreiZeit für den Haushalt, FreiZeit zum Lernen, FreiZeit für Ungeplantes. Aber schon alleine die Formulierung "Freizeit für ..." widerspricht der Auffassung die Zeit ist zur freien Verfügung, denn sie ist ja für etwas.

Aktuell ist meine Frau mit einer richtig fiesen Erkältung / Halsschmerzen / Hustenattacken krank. Die soll sich schonen. Die Folge davon ist natürlich, dass Haushalt, kochen, einkaufen ... ich komplett mache und wir uns das nicht wie sonst teilen.

Es ist Vorweihnachts(frei)zeit und damit ist eh schon ständig irgendwo eine Weihnachtsfeier von der Arbeit, Weihnachtsfeier vom Sportverein, ein Glühweinmarktbesuch mit Freunden, Geschenkeeinkaufsmarathon (auch wenn dieser zunehmend online abläuft, gemacht werden muss er)...

Das im Berufsleben zum Jahresende alle durchdrehen, jeder irgendwelche kurzfristigen Termine setzt und man ständig Überstunden machen könnte, zählt ja nicht zur Frei- sondern zu Arbeitszeit, oder?

Und das sind Dinge die zum sowieso schon gespannten Zeitplan des Fernstudenten (der sich schließlich auch im Oktober nicht langweilt) dazukommen.

Ich wünsche mich gelegentlich auf eine einsame Insel, die alle 14 Tage vom Postschiff besucht wird und auf der es einen Internetzugang gibt. Aber das ist wohl etwas unrealistisch und den Realismus nicht zu verlieren liegt mir schon sehr am Herzen. Deshalb schneide ich meine Zeit in kleine Häppchen und verteile sie an die bedürftigen Existenzen, dabei hoffe ich natürlich, dass niemand verhungert.

Etwas konkreter, wie es läuft:

In Programmierung habe ich für die letzte EA noch ca. 2,5 Wochen Zeit. Das ist entspannt.

In Mathe bin ich etwas aus dem Rhythmus. Die aktuelle EA 4 habe ich bis auf die letzte Aufgabe, muss sie aber spätestens am Samstag bei der Post einschmeißen. Die neue Kurseinheit 5 soll am Mittwoch bei der Mentorenveranstaltung besprochen werden und ich habe gestern angefangen den SB zu lesen (nicht zu bearbeiten, sondern nur lesen).

Gestern bin ich um 4:30 Uhr aus dem Haus und kam um ca. 20:30 Uhr wieder, dazu eine kranke Frau und viele Hochzeiten auf denen ich tanzen soll. Heute komme ich erst gegen 23 Uhr wieder heim.

Kurz gesagt: stress. :(


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


5 Kommentare


Aber das ist wohl etwas unrealistisch und den Realismus nicht zu verlieren liegt mir schon sehr am Herzen.

Hmm, gegen die Krankheit kann ich dieses hier empfehlen. Der Teil in der Mitte ist vermutlich eine der wahrsten Wahrheiten, die ich je gehört hab. Ich hoffe mal, es ist verständlich. Wenn nicht, übersetz ich gerne ;)

http://www.youtube.com/watch?v=OLN2k0b3g70

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Sternschauerkuss

Geschrieben

Kommt mir auch bekannt vor deine Situation: Sa Klausur, am 11.12. schon die Nächste. Gestern bis Mitternacht Weihnachtsfeier. Im Dez: 20 Ü-Std beantragt. Am So Besuch von Familie, eine Woche (Unterkunft bereitstellen) und eigentlich Zeit miteinander verbringen. Aber wie?! Wenn man sich schon vorher anhören darf: "Du hast eh wieder keine Zeit, nichts Neues" Weihnachtsgeschenke sind auch noch nicht komplett :/ Ich lass es einfach auf mich zukommen - was für eine Möglichkeit hab ich auch?! ;-)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
...Der Teil in der Mitte ist vermutlich eine der wahrsten Wahrheiten, die ich je gehört hab. Ich hoffe mal, es ist verständlich. Wenn nicht, übersetz ich gerne ;) ...
Ich fands verständlich genug. ;)

Der Will hat ja großteils recht, aber das bedeutet auch, dass man ganz schön egoistisch "sein Ding" durchziehen muss. So gnadenlos will ich das Studium (um mal wieder aufs Thema zu kommen) nicht angehen, da liegt es in der Priorität eindeutig hinter anderen Dingen zurück.

Ich lass es einfach auf mich zukommen - was für eine Möglichkeit hab ich auch?!
Keine, aber nachdem wir uns dafür entschieden haben jammern wir mal nicht herum. ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
So gnadenlos will ich das Studium (um mal wieder aufs Thema zu kommen) nicht angehen

Ich hab mich da auch eher auf die Paradies-Insel bezogen ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Sternschauerkuss

Geschrieben

@XPectIT Richtig ;-) Könnte nur manchmal bissl einfacher von der Umwelt her sein...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • FeThe
      Von FeThe in SRH Riedlingen: Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) 5
      Es waren verrückte zwei Monate. Eine einzige Begegnung im Supermarkt (kitschig wie im Hollywood-Film) kann plötzlich alles durcheinander bringen. Und dann wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie viel Zeit das Fernstudium doch kostet.
       
      Irgendwie konnte ich mir die Zeit in den ersten Semestern gut organisieren. Das lag einfach daran, dass ich mich kaum nach jemandem richten musste. Der Arbeitgeber ist flexibel, ich bin in keinem Verein aktiv, der mir feste Termine vorschreibt, meine Familie wohnt so weit weg, dass ich den Kontakt häufig nur per Telefon pflege und auch meine Freunde nehmen so viel Rücksicht, dass sie mir bei Hausarbeiten und Klausurvorbereitung in keinster Weise „im Weg stehen". So war es kein Problem die Abende der Woche mal beim Sport oder mal vor der Studienbriefen zu verbringen. Ich kam gut durch und konnte meine selbst gesteckten Ziele einhalten.
       
      Doch dann kam der (zugegeben positive) Windstoß, der mein Kartenhaus-Zeitkonstrukt zusammenbrechen ließ. Plötzlich war da ein neuer Mensch mit dem man gern Zeit verbringen und ihn in den Alltag integrieren möchte. Und dann fällt auf, dass dafür im Fernstudien-Konstrukt gar kein richtiger Platz ist. Alle Wochentage waren mit Arbeit bis zum frühen Abend und mit Sport und Studium am Abend reserviert. Die Tage am Wochenende am Vormittag mit Studium, ab Nachmittag mit Freunden und Unternehmungen.
       
      In der Euphorie musste das Fernstudium in den letzten Wochen dann ganz hinten anstehen. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, weshalb das Kartenhaus gerade neu zusammengesetzt wird. Mein Respekt vor denen, die neben sich selbst und ihrer Motivation noch den Partner, Kinder und den vielleicht nicht ganz so flexiblen Arbeitgeber organiseren müssen, ist gehörig gewachsen.
       
      Und mein Stolz darauf, hoffentlich im nächsten Jahr das Fernstudium abzuschließen, wird sicher auch nicht weniger werden
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker
       
    • 0x6C23
      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
      Viele Probleme brachten mich vor einiger Zeit dazu das Gymnasium zu verlassen - meine wahrscheinlich dümmste Idee seit langem. Ich ging also auf die Realschule um wenigstens die mittlere Reife zu erlangen und danach zu entscheiden, wie es weiter geht. Ich war ehrlich gesagt total unterfordert, die Probleme in meinem Privatleben waren zudem noch immer präsent. Ich war sehr selten in der Schule, des öfteren wurde ich von einer Klassenarbeit in der ersten Stunde überrascht und obwohl ich kaum etwas vom Unterrichtsstoff mitbekam schrieb ich meistens die beste Arbeit. Schon witzig, das man als Klassenbester das Zeugnis verweigert bekommt, da man zu oft gefehlt hat. Ein Hoch auf das deutsche Schulsystem.
       
      Richtig. Mittlere Reife? Nope. Was tun? Externenprüfung! Also ging ich kurz darauf total unvorbereitet zur Externenprüfung und bestand diese auch. Da ist sie also, die mittlere Reife. Sie bringt mir jedoch nicht allzu viel, also muss es ein Abitur sein. Ich wollte schon immer Studieren, abgesehen von der Möglichkeit sich mit einer goldenen Idee selbständig zu machen ist das Studium der einzige Weg zum Erfolg. 
       
      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
      Themenschwerpunkte Mathematik: Fünf DinA4 Seiten. Geschichte? Biologie? ... Ich finde alles, nur nicht dass was ich finden will. Vielleicht findet es jemand weniger kompliziert als ich, oder hat schon mal einen solchen Plan erstellt und wäre dazu bereit mir weiterzuhelfen.
       
      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich.