Mein Fernstudium an der PFH

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    17
  • Kommentare
    26
  • Aufrufe
    1.248

Gibt es eine Zukunft für die VWA?

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
wooten

102 Aufrufe

Nach dem hier im Forum gerade eine sehr interessante Diskussion zum Thema VWA oder Fernstudium (hier: HFH) läuft, habe ich mir mal ein paar grundlegende Gedanken über die generelle Zukunft der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien gemacht...

Die generelle Zielgruppe der VWAen waren ja immer kaufmännische Angestellte ohne Abitur. Eine Zielgruppe, die "mehr" wollte, aber gleichzeitig nicht noch mal für viele Jahre das Berufsleben verlassen wollte. Die Türen der Hochschulen waren für diese Personengruppe vor einigen Jahren noch eisern verschlossen und so stellte die VWA eine interessante Alternative da (gerade weil sich die VWA im Vergleich zu den eher schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten der IHK sehr "uni-mäßig" präsentiert).

Genau aus dieser Motivationslage heraus, habe auch ich mich vor knapp drei Jahren für die VWA Nürnberg entschieden. Es war mit Sicherheit keine falsche Entscheidung. Doch würde ich sie heute noch mal treffen? Eher nicht.

In den letzten Jahren haben sich die Möglichkeiten für Nicht-Abiturienten explosionsartig entwickelt seitdem die Länder beschlossen haben, für beruflich Qualifizierte die Hochschultüren zu öffnen. Für die VWAen in ganz Deutschland könnte das der Genickbruch gewesen sein. Nun gibt es viele Möglichkeiten in der gleichen Zeitspanne (3 Jahre) einen richtigen/akademischen Abschluss zu erreichen. Und der Abschluss ist seit je her der strittigste Punkt an einem VWA-Abendstudium (zahllose Streiterein in diversen Foren belegen es...). Und die Alternativen beschränken sich nicht nur auf Fernstudienangebote, sondern es gibt auch zunehmend Präsenzangebote der lokalen Hochschulen die sich an berufstätige Studenten richten.

Wer verbleibt also als Zielgruppe der VWA? Was für die VWA spricht sind derzeit vor allem die sehr moderaten Studiengebühren (von ca. 370,- Euro) - steht der zu erreichende Abschluss also nicht im Fordergrund, dann könnte die VWA eine Alternative bleiben. Interessant bleibt die VWA wohl auch für "Studenten", die sich ein Hochschulstudium nicht zutrauen - sozusagen als Mittelweg aus "etwas tun wollen" und der Angst überfordert zu sein.

Es bleibt also m.E. nach insgesamt abzuwarten, wie es mit den VWAen weiter geht und welche Antworten sie auf die neue Konkurrenz finden (allein die Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen werden nicht reichen, da das zeitlich gesehen immer noch unattraktive Angebote sind...). Sicher ist aus meiner Sicht bereits jetzt, dass der Kuchen für die VWAen deutlich kleiner wird.


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


7 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für diese sehr interessanten und gut argumentierten Überlegungen.

Die VWA und die FOM gehören ja zum gleichen Konzern (BCW-Gruppe) - kann man hier sehr schön sehen:

http://www.fom.de/fom_bcw.html

Ich könnte mir vorstellen, dass eine Verlagerung in Richtung Stärkung der FOM stattfinden wird. Aber schauen wir mal.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Susanne Dieter

Geschrieben

Dass viele so unzufrieden sind, erklärt sich meiner Meinung auch damit, dass sich viele nicht richtig informieren, bevor sie eine Weiterbildung beginnen.

Ich bin in zwei Wochen Informatik-Betriebswirt (VWA) und kann für mich sagen:

Positiv:

- Leichter als Hochschulstoff (die Bachelor-Studenten hier haben offenbar fast einen doppelt so hohen Aufwand betrieben wie ich und werden meist auch nicht in sechs Semestern fertig)

- Günstiger als private FHs oder Unis

- Gute Dozenten (Hochschul-Professoren, die etwas von ihrem Fach verstehen, auch wenn sie manchmal didaktisch etwas geschickter sein könnten, aber so etwas gibt es immer und überall)

- Präsenzen (ziehe ich persönlich dem Fernunterricht vor)

- dadurch Austausch mit Kommilitonen

- Man kann durchaus einen verkürzten Bachelor FH oder BA nachholen.

Negativ (wenn man sich vorher informiert, weiß man das aber):

- Man hat kein Diplom bzw. keinen akademischen Abschluss.

- Bachelor an vielen Standorten teuer oder sogar mit Vorgaben wie Abschluss von mindestens 2,5, Einstufungsprüfung oder nur begrenzte Plätze verfügbar

- Viele Personaler wissen mit dem Begriff VWA nichts anzufangen.

Fazit (Zielgruppen) für mich:

- FH: Wenn noch Master oder Management angestrebt werden sollen.

- VWA: Für Berufserfahrene , die nicht mehr ins Top Management, aber verantwortungsvollere Aufgaben wollen oder einfach nur ihr Wissen erweitern wollen. Hier spielen bei der Bewerbung sicher Positionen wie Berufserfahrung, Alter (und Vitamin B nicht zu vergessen) eine größere Rolle als die Abschlussnote. Ebenfalls für Leute, deren innerer Schweinehund kein Fernstudent ist.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo Susanne,

ich bin ja gar nicht unzufrieden :).

Vor drei Jahren habe ich mich sicher nicht falsch entschieden. Mir ging es bei meinen Überlegungen ja eher darum, wie ich mich heute entscheiden würde bzw. wie sich die Situation allgemein zu Ungunsten der VWA verändert hat.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Susanne Dieter

Geschrieben

Wenn ich den Betriebswirt gemacht hätte, hätte ich wohl auch Bachelor vorgezogen.

Aber in Informatik war mir die Mathematik zu schwer. :) Und sonst gab es nur Fernkurse, wohl eher auf VHS-Niveau, zumindest von Personalern so gesehen, für den staatlich geprüften Informatiker oder Wirtschaftsinformatiker habe ich die Voraussetzungen nicht erfüllt und der staatlich geprüfte Betriebswirt Schwerpunkt Wirtschafsinformatik hatte mir zu wenig Informatik-Anteile.

Jetzt, nachdem ich mehr Grundlagen habe, traue ich mich auch noch mal auf eine FH in Informatik.

Aber dass soviele Absolventen recht negativ über die VWA reden (auch in der XING-VWA-Alumni-Gruppe gibt es hierzu weit über 100 Beiträge) liegt m.E. auch mit daran, dass sich viele nicht vorher richtig informieren.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

FOM, VWA und Hessische BA gehören zur BCW-Gruppe. Nur ist tatsächlich der Abschliß bei der VWA ein Problem.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

@Suse

Da wärst du mit w3l wahrscheinlich besser zum Bachelor gekommen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Susanne Dieter

Geschrieben

Jedi: Ist wohl auch individuell davon abhängig, wo man steht, wo man hin will, welche Berufserfahrungen man bereits hat und wie alt man ist. Ich befürchte, dass eine große Rolle bei einer Karriere vor allem Vitamin B und "Sichtbarkeit" (gesehen, wahrgenommen werden) spielen.

W3L - Danke, schreibe ich mir auf Wiedervorlage, falls mir mein normales Präsenzstudium in Angewandter Informatik nicht zusagen sollte. :-)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • graphita
      Von graphita in Zu Zweit zum Bsc - Wiwi an der FernUni Hagen 8
      Guten Morgen,
      ein bisschen hab ich überlegt, jetzt habe ich mich doch entschlossen einen Blog zu beginnen.  
      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 8
      Hallo liebe Blogleser,
       
      hier ganz druckfrische Informationen aus meinem Mitarbeiterentwicklungsgespräch:
      Der Master geht von Arbeitgeberseite her klar!
       
      Für die Pflicht-Präsenztage bekomme ich Dienstbefreiung, das Anerkennungs-Praktikum darf ich in unserer Einrichtung absolvieren (falls von Seiten der Diploma/MEU zulässig) und die Masterarbeit darf ich auch hier schreiben. Außerdem wird mir unser Ltd. Psychologe während des Studiums für fachliche Fragen zur Seite stehen.
      Nur Geld gibt´s keines. Womit ich aber leben kann, da die Studiengebühren ja als Werbungskosten geltend gemacht werden können.
       
      Jetzt bleibt nur noch die Hürde, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Genaue Infos gibt es aber leider noch nicht. Die Diploma geht davon aus, dass es in zwei Wochen soweit sein wird.
       
       
      Drückt mir die Daumen!
       
      So long...
      Forensiker
    • csab8362
      Von csab8362 in Mein Weg zur BILDUNGswissenschaft 6
      Für mein Biwi Fernstudium in Hagen habe ich mich nun extra bei Facebook angemeldet um etwas auf dem laufenden zu sein. Obwohl ich kein grosser Fan von Facebook bin, aber naja man muss irgendwie mit der Zeit gehen.
      Jedenfalls habe ich heute gesehen, dass sich der Modulplan jetzt verändert, und weiß noch nicht wie ich das für mich einordnen sollte. Modul 1d war Statistik und auf das habe ich mich eigentlich schon sehr gefreut das wird jetzt irgendwie so ähnlich im zweiten Abschnitt behandelt und dafür fallen die Psychologiemodule heraus. Gerade auf die hätte ich mich so richtig gefreut, anstelle gibt es jetzt irgendwelche Medienmodule.
      Irgendwie alles ein wenig frustrierend, da ich mir mit Planänderungen immer sehr schwer tue. Und wie mache ich das jetzt? 
      Wenn ich drei einser Module habe kann ich die zweier machen vielleicht geht sich dann das Psychomodul doch noch aus, aber dann hätte ich kein Statistikmodul (keine Ahnung ob das überhaupt geht). Ich glaube ich muss mal beim Studienzentrum vorbei, hoffentlich hat meine Betreuerin so starke Nerven mit allen Fragen die ich habe.
      Bearbeitet wird von mir gerade 1b und 1c und naja meine Begeisterung darüber hält sich in Grenzen. 1b (Bildung und Gesellschaft) geht noch, das kann mich irgendwie zumindest ein wenig interessieren, aber 1c ist sowas von mühsam, wenn ich eine Seite gelesen habe, und auf die nächste Seite blättere habe ich die vorige garantiert schon wieder  vergessen. 1c Bildung Arbeit und Beruf hat für mich zuerst wahnsinnig interessant geklunken, aber es ist für mich zu trocken, vielleicht weil ich null Bezug dazu habe, wie das deutsche Bildungssystem aufgebaut ist.
      Bleibt nur noch zu fragen:
      Alle Klarheit beseitigt?