Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Der Blogbeitrag voller Frust, Informationen und Gefühlsschwankungen

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HannoverKathrin

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Meine letzten Blogbeiträge erscheinen mir soweit weg. Irgendwie waren die letzten 2-3 Wochen ganz schön stressig, allerdings ist es hausgemachter Stress. Privat habe ich regelmäßig immer was erledigen wollen und gleichzeitig sollte das Studium auf Hochtur laufen. Eine gewisse Frustration ist da vorprogrammiert. :thumbdown:

Das Studium macht mir die letzte Zeit leider gar keinen Spaß. Selbst die interessanteren SB bei IUF (mit meinem Arbeitgeber hervorragender Praxisbezug) waren für mich eher eine Qual als ein Segen. Ich habe im Moment einfach keine Lust, kein Interesse, keine Motivation mich an die Hefte zu setzen. Und dabei sollte ich im Moment mind. 1,5 (eher 2) SB pro Woche schaffen.

Außer der Jammerei die ich nun am Vorabend verfasse und dann als Entwurf speichern werde/habe, gibt es aber auch positive Ereignisse zu berichten:

- Am 10.02. sind die VWT-Vorabmeldungen aus dem System genommen worden. Meine Note steht somit fest. Es ist eine 3,0 geworden. (hierzu nochmal Anmerkungen am Ende des Beitrages)

- Ich habe meine SSP-Wahl getroffen.

Im 6. Semester stehen ein großer Schwerpunkt und ein Wahlfach im Gebiet Recht an. Ich habe mich für Marketing und Vertiefung Wirtschftsprivatrecht entschieden. Die Gründe hierfür sind schnell erklärt.

Der Besuch beim SZ und das Durchsichten der Unterlagen haben sehr geholfen. Bereits beim Blättern der Marketingunterlagen war der ewige Favorit hoch im Kurs. Die SB sind schön gegliedert, haben einen recht geringen Umfang und behandeln eben eine unglaublich tolle Thematik :001_wub:

Die SB zu Unternehmenslogistik haben da weniger logisch gegliedert gewirkt. Die einzelnen Themen in den SB haben mich nicht so angesprochen und die Schlussbilanz mit über 100 Seiten mehr gegenüber Marketing hat mich bekräftigt. Ich werde nächstes Semester also nach Hamburg düsen. Da können Wahlaufgaben in der Klausur und stärkerer Praxisbezug zu meiner Abteilung nichts gegen ausrichten.

Die Wahl beim Rechtsmodul war schon schwieriger. Letztendlich habe ich mich darauf besinnt, dass ich beim normalen Wirtschaftsrecht 57 von 60 Punkten erreicht habe und somit (wenn man mir keine fiesen Fallen zu Vertragsarten die man sich nicht angesehen hat stellt) sehr gut mir Wirtschaftsrecht zurechtkomme. Beim Konkurrenten europäisches Wirtschaftsrecht erschienen mir einfach die Thematiken nicht so interessant und die Gesetze und Umfänge zu vielfältig. Dass man Vorgänge in mehreren Schritten prüft ist klar, aber bei Wirtschaftsprivatrecht waren es immer nur wenige Schritte. Bei EWR muss man schonmal 7 oder 8 Tatbestände prüfen ehe man eine Aussage machen kann. Die Gutachten im SB oder der Altklausuren waren einfach zu umfangreich und haben mich abgeschreckt. Ich hab mittlerweile keine Lust es mir aus Neugierde schwerer zu machen als nötig. Man könnte es den "Weg des geringsten Widerstandes" nennen.

So, nun sind 190 Blogbeiträge geschrieben. Das ist übrigens der Grund wieso ich den Weg eines Entwurfs gegangen bin und nicht einfach 2 Tage hintereinander gepostet habe. Ich hoffe mein 200. Beitrag wird wieder etwas positiver ausfallen.

Wobei... ich könnte mich nun ja seelisch etwas intensiver darauf konzentrieren, dass mein Grundstudium nun tatsächlich vorbei ist. Es ist geschafft. Mehr als Hälfte ist erledigt. Von der Klausuranzahl her sogar noch weit mehr. Ich denke wenn dieses Semester geschafft ist, dann kommt schon langsam Zielgeraden-Gefühl auf. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Aber ich bleib dran. Bin immerhin schon soooo weit gekommen und dabei sooo erfolgreich gewesen. Und ein tolles Belohnungsgeschenk zum erfolgreichen Studiumsabschluss hab ich auch schon im Auge ;)

Okay nochmal zu meiner Note von VWT. Hier einfach meinen Entwurf um die Note ergänzen und abschicken geht nun nämlich nicht. Ich habe 69,5 Punkte. Das bedeutet dass ich, WIEDER EINMAL mit einem halben Punkt an einer anderen Note vorbeigeschrabbt bin. Das bringt mich gerade in eine ziemliche Zwickmühle. Einerseits bin ich überrascht dass ich doch soviele Punkte gebekommen habe und eine solide glatte 3 geschafft habe. Aber andererseits frage ich mich ob das nun mein neues Schicksal ist. Immer knapp dran vorbei, immer nur ein schlichtes befriedigend. Hier macht sich klar bemerkbar, das Fernstudium ist ein Marathon, die Puste braucht man zum Schluss!


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5 Kommentare


VWT bestanden ist bestanden! Eine Klausur wie VWT kommt nun nie mehr im Studium ... also wird es eher leichter!

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Glückwunsch zu VWT. Der härteste Brocken ist also weg :)

Und eine Entscheidung gefällt zu haben betr. der SSPs und Wahlfach Recht, ist doch auch was :)

Einen Lustverlust hatte ich ebenfalls nach dem 4. Semester. Kam aber dann wieder.....so wird es dir auch gehen!

Schönes WE :)

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Wirst Du in VWT Einsicht nehmen? Ein halber Punkt ist ja eigentlich ein guter Grund dazu, aber... man sollte auch keine schlafenden Hunde wecken durch sowas :-)

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Dann sehen wir uns im Herbst auf der Autobahn, wenn ich nach Hannover zum SSP Wirtschaftsinformatik fahre

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Nachdem ich jetzt den Beitrag den ganzen Tag ganz oben gesehen habe, finde ich... dass der Titel dem Blog nicht gerecht wird. Klingt der Titel doch eher negativ, der Inhalt ist es aber gar nicht so sehr.

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    • FeThe
      Von FeThe in SRH Riedlingen: Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) 5
      Es waren verrückte zwei Monate. Eine einzige Begegnung im Supermarkt (kitschig wie im Hollywood-Film) kann plötzlich alles durcheinander bringen. Und dann wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie viel Zeit das Fernstudium doch kostet.
       
      Irgendwie konnte ich mir die Zeit in den ersten Semestern gut organisieren. Das lag einfach daran, dass ich mich kaum nach jemandem richten musste. Der Arbeitgeber ist flexibel, ich bin in keinem Verein aktiv, der mir feste Termine vorschreibt, meine Familie wohnt so weit weg, dass ich den Kontakt häufig nur per Telefon pflege und auch meine Freunde nehmen so viel Rücksicht, dass sie mir bei Hausarbeiten und Klausurvorbereitung in keinster Weise „im Weg stehen". So war es kein Problem die Abende der Woche mal beim Sport oder mal vor der Studienbriefen zu verbringen. Ich kam gut durch und konnte meine selbst gesteckten Ziele einhalten.
       
      Doch dann kam der (zugegeben positive) Windstoß, der mein Kartenhaus-Zeitkonstrukt zusammenbrechen ließ. Plötzlich war da ein neuer Mensch mit dem man gern Zeit verbringen und ihn in den Alltag integrieren möchte. Und dann fällt auf, dass dafür im Fernstudien-Konstrukt gar kein richtiger Platz ist. Alle Wochentage waren mit Arbeit bis zum frühen Abend und mit Sport und Studium am Abend reserviert. Die Tage am Wochenende am Vormittag mit Studium, ab Nachmittag mit Freunden und Unternehmungen.
       
      In der Euphorie musste das Fernstudium in den letzten Wochen dann ganz hinten anstehen. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, weshalb das Kartenhaus gerade neu zusammengesetzt wird. Mein Respekt vor denen, die neben sich selbst und ihrer Motivation noch den Partner, Kinder und den vielleicht nicht ganz so flexiblen Arbeitgeber organiseren müssen, ist gehörig gewachsen.
       
      Und mein Stolz darauf, hoffentlich im nächsten Jahr das Fernstudium abzuschließen, wird sicher auch nicht weniger werden
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Nanu, was ist das? Der Mount Everest vielleicht?
      Nein, es sind über 300 Seiten Statistik-Skripte aus MM1, die mir (inklusive die dazugehörigen Onlinevorlesungen) noch fehlen - bis Ende Januar. Nun ja, theoretisch würde bis Ende Februar ja ausreichen, denn die Klausur ist erst am 3.März. Aber daraus wird nichts, weil ich diesen Zeitraum für die Hausarbeit aus MM2 brauche. Als Vollzeit-Studi hat man ja gerade mal 3 Wochen Zeit, diese zu bewältigen  In 2 Wochen ist auch noch die dazugehörige Präsenzphase zur Hausarbeit vor Ort in Hagen. Glücklicherweise ist Hagen ja nur 1 Stunde Zugfahrt von hier entfernt - dennoch gibt es zum Teil nur mysteriöse Verbindungen dorthin. Teilweise habe ich schon überlegt, dort ein Hotel zu buchen, aber nee, ich mag nicht. 

      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
      Muss man jetzt durch.  
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker