Blog Fernstudienakademie

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Fernehrgang SachbuchatorIn: Warum kauft ein Leser ein bestimmtes Buch?

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Fernstudienakademie

174 Aufrufe

Im Moment habe ich wieder ein spannendes Thema unter den Händen, nämlich die Frage, warum ein Leser (eine Leserin) eigentlich ein Buch kauft.

Man kennt das ja selbst: Wenn man sich in ein „Buchkaufhaus“ wie Thalia oder Konsorten begibt, dann wird man fast erschlagen von der reinen Menge an Titeln.

Was macht ein Sachbuch (nicht einen Roman!) denn eigentlich so interessant, dass man es tatsächlich kauft? Ich denke, man erhofft sich davon Hilfe, Unterstützung oder einfach nur aktuelle Informationen zu einem bestimmten Thema.

Ein Leser möchte also in erster Linie etwas davon „haben“, wenn er ein Sachbuch kauft; dabei geht’s natürlich auch darum, dass das Buch der eigenen Unterhaltung dienen soll, aber der Unterhaltsaspekt ist bei der Textsorte „Sachbuch“ wohl weniger bedeutsam, als wenn man nach einem spannenden Krimi sucht.

In diesem Zusammenhang mal die Frage: Lest Ihr eigentlich gerne (auch abseits von Eurem Studienthema) Sachbücher? Wie wichtig ist Euch dabei der Unterhaltungsaspekt?

Anne Oppermann


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37 Kommentare




KanzlerCoaching

Geschrieben

Moin Anne!

Mein Lieblingssachbuch ist zur Zeit "Du Jane, ich Goethe"

http://www.amazon.de/Du-Jane-ich-Goethe-Geschichte/dp/3423346558

und es geht um Linguistik und das hat mir meinem Fachgebiet überhaupt nichts zu tun. Ich habe es gekauft wegen des Titels und weil mir in einer Rezension "versprochen" worden war, dass es auf höchst unterhaltsame Weise den Prozess der Sprachentwicklung von der Steinzeit bis heute vermittelt.

Stimmt! Tut es!!

Und damit habe ich beschrieben, wie und warum ich Sachbücher kaufe. Egal, zu welchem Thema.

:rolleyes:

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Hi Sabine

Sehe ich das jetzt richtig, dass Du am liebsten Sachbücher mit wohl nicht allzu knackigen Jungs (Goethe), aber dafür besonders hübschen Mädchen (Jane) kaufst?

Interessant!

Der Unterhaltungsfaktor spielt also bei Deiner Buchauswahl eine recht große Rolle...

Da ich ja weiß, dass ganz bald auch ein wun-der-bar-es Buch von Dir rauskommen wird ;): Wie hältst Du es denn bei Deinen eigenen Texten mit dem Unterhaltungsfaktor? Ein "Must-Have"? Oder "Nicht-Nötig"?

fragt neugierig

Anne

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Goethe war ja nicht immer ein alter Knacker und, wenn man so über ihn liest, muss der in seinen jungen Jahren schon ein wilder Feger gewesen sein. Und schreiben konnte er ja immer.

Im Ernst: Mit "unterhaltsam" meine ich nicht, dass der Autor einen Witz nach dem andern reißen muss und auch nicht, dass er sich ausschließlich in Drei-Wort-Sätzen ergehen muss. Aber eine gute Sprache erwarte ich schon. Sie darf gerne "goethemäßig" sein, muss aber nicht.

Der Unterhaltungsfaktor bei meinen eigenen Texten? Ja, schon! Die Leute sollen das Buch ja auch gerne bis zum Ende lesen und dann auch behalten wollen. Und nicht einfach nur verleihen, sondern zum Kauf empfehlen!

:sneaky2:

:

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Markus Jung

Geschrieben

Also mir muss ein Sachbuch schon eine Art von Nutzen bringen:

- beruflich

- persönlich

- Unterhaltsamkeit

- Spannung

Zum Buch "100 Fragen und Antworten" ist mir übrigens in Rezensionen und bei der Preisverleihung immer wieder aufgefallen, dass neben den sachlichen Inhalten auch die Fernstudenten-Zitate besonders herausgehoben wurden und in der Laudation auch in Beispielen zitiert wurden.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@Markus

Ich denke auch, die Zitate haben dem Buch echt gut getan und das Ganze aufgelockert.

Deshalb noch mal Danke an alle Zitategeber... ;)

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ich lese (grundsätzlich) auch gerne Sachbücher, wenn mich das Thema interessiert (im Moment aus Zeitmangel eher weniger)

das sind allerdings meist "halbwissenschaftliche" Bücher - d. h. Bücher, die zwar sachlich richtig sind, aber lockerer und verständlicher geschrieben sind, als "normale" Bücher

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werkstattschreiber

Geschrieben

Die Sachbücher, die ich kaufe, haben mit meinen Themen zu tun, wenn auch manchmal weit hergeholt. Ich orientiere mich meist an den gegebenen Literaturhinweisen, schaue dann, ob die Inhalte für mich passend sind. Manchmal lasse ich mich auch nur vom Cover/Titel verleiten. Der Vorschlag der Frau Kanzler wäre so ein Buch, das ich so kaufen/lesen würde, und wahrscheinlich auch werde. ;)

Was macht ein Sachbuch (nicht einen Roman!) denn eigentlich so interessant, dass man es tatsächlich kauft?

Ich erwarte mir einen Nutzen für mich, es sollte mir die Informationen liefern, die ich benötige, wenn möglich nicht zu staubtrocken daher kommen.

Viele Grüße

werkstattschreiber

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Warum ich ein Sachbuch kaufe? Weil mich das Thema interessiert. Aktuell habe ich für soetwas leider viel zu wenig Zeit, aber Sachbücher in meinem Regal oder meiner Einkaufsliste drehen sich stets um Themen, zu denen ich gerne mehr wissen möchte oder schon immer wissen wollte - .

Neurobiologie, Philosophie, Evolutionsbiologie, Glücksforschung, Verhaltensforschung ... wenn möglich natürlich mit Unterhaltungsaspekt.

"Wer bin ich und wenn ja wieviele" von Precht oder "Der Affe in uns" von de Waal verbinden Sachthemen auf hohem Niveau mit Unterhaltung. Mit trockener Materie kann ich wenig anfangen, solche Bücher landen dann meist im Regal und verstauben.

Beispielsweise das angeblich so unterhaltsame "Irre - wir behandeln die falschen" ging mir derartig auf die Nerven, dass ich es eigentlich nur gelesen habe, weil es so teuer war ... danach hab ich es gleich verkauft. Es wäre angeblich unterhaltsam, ich fand es nur anstrengend und trocken... aber hält findet man es nach Jahrzehnten der klinischen Psychatrie (als Arzt!) für einen Brüller ;)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

"....dass ich es eigentlich nur gelesen habe, weil es so teuer war..."

Das erinnert mich doch gewaltig an die Methode, sich möglichst teures Sportgerät zu kaufen, damit man es aus purem Geiz auch ganz bestimmt benützt....

:lol:

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Hallo

Aus all diesen Gründe finde ich es auch schöner, wenn man in einem "echten Buchladen" kauft: Da kann man ein wenig blättern und sich darüber klar werden, ob einem der Schreibstil des u.U. ja teuren Sachbuchs auch wirklich zusagt.

Bei Internetversendern gibt es dafür ja manchmal das "Look-Inside", aber eben nicht immer....

Und auch wenn ich mir als Autorin ins eigene Fleisch schneide: (Stadt-) Bibliotheken sind oft richtig gut sortiert... :rolleyes:

Und son bisschen hat man ja als Autor auch von guten Ausleihzahlen: Dann gibt es einen jährlichen Scheck der VG-Wort, mit der solche Ausleihen vergütet werden.:sneaky2:

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Aber als total gestresster Fernstudent ist es eben bequemer, wenn einem der Postbote das Büchlein auf die Treppe legt :)

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Markus Jung

Geschrieben

Außerdem haben die Online-Buchhändler einen großen Vorteil gegenüber dem "echten" Buchladen: Ich bekomme Rezensionen von anderen Lesern, die das Buch bereits komplett gelesen haben. Und das hilft mir oft mehr, als es im Laden nur kurz durchblättern zu können.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Irgendwie halb passend, aber trotzdem:

Mit dem Kauf in Online-Buchhandel oder bei Buchhandelsketten fördert man ein Vermarktungsprinzip, was für die Autoren und die Vielfalt von Verlagen (und damit des Angebotes an Büchern) schädlich ist. Das hängt mit der Art und Weise ab, wie Bücher in Regalen positioniert oder online vorgeschlagen werden, welche Rabatte der Handel von den Verlagen erwartet, welche Umsatzzahlen wie schnell pro Autor erwartet werden und wie Verlage damit die Inhalte von Büchern beeinflussen.

Bequemlichkeit muss also irgendwann bezahlt werden. Zum Lesen einen Link zu einem Blog, der dazu viel und regelmäßig schreibt. WEr nicht alles durchlesen will, gibt Suchbegriffe ein. Suchbegriffe wären z.B. "Verramschung" oder "Buchhandel"

http://cronenburg.blogspot.com/#uds-search-results

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Herr Jung, Sie wissen aber schon, wie viele Rezensionen gerade bei Amazon "bestellt" sind?!! Von daher: ne, kein Argument für online!!

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Markus Jung

Geschrieben

Ich lese mir bevorzugt die kritischen Kommentare durch - und die sind vermutlich eher nicht bestellt ;) Insgesamt (nicht nur Bücher) kaufe ich sehr viel über Amazon und die Rezensionen liefern mir der sehr oft ein passendes Bild und die Informationen, die gefehlt haben. Ich kann mich an keinen Fall erinnern, wo in den positiven Bewertungen etwas versprochen worden war, was das Produkt dann nicht halten würden. Sollte das doch einmal eintreten, geht das Produkt halt zurück.

Was den vorhergehenden Beitrag angeht. Die Prinzipien sind mir grundsätzlich bekannt. Wenn ich allerdings an das Buch von Anne Oppermann und mir denke, so ist das sicherlich kein Mainstream, sondern eher ein Nischenprodukt. Und ich bin sicher, dass ohne den Online-Handel nicht nach einem Jahr schon die Erstauflage verkauft wäre. Problematisch ist natürlich, dass vom Umsatz für den Verlag durch diese Vertriebswege nicht viel und für die Autoren fast garnichts übrig bleibt. Das ist sicherlich problematisch besonders für die Autoren, die von ihren Büchern leben möchten/müssen. Aber trotzdem kann man hier das Rad denke ich nicht zurückdrehen. Eher wird es vielleicht auch im Internet mal "Fair Trade" Buchhandlungen geben. Diese würde ich dann durchaus unterstützten.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Zu den "bestellten" Amazon-Kritiken.

Ja, die gibt es! ;-) Aber man merkt doch bem Lesen der Kritiken sehr schnell, wer "bestellt" ist und wer nicht. Und wie Markus schon sagt: Die schlechteren Kritiken sind bestimmt nicht bestellt.... ;)

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Hallo

Zum Thema Kettenbuchhandel und der Platzierung von Büchern gibts hier einen ganz interessanten Artikel:

http://www.kurt-wolff-stiftung.de/Grafik/jetzt.pdf

In einem späteren Blogbeitrag werde ich vielleicht noch mal auf dieses Thema zurückkommen. Et soll ja möglichst schpanned bleiben bei diesem Blog! ;-)

Schon mal - zwischendurch - ganz herzlichen Dank an alle engagierten Mitdiskutierer. :)

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Markus Jung

Geschrieben

Ja Anne, bitte gehe hier nochmal auf die Hintergründe des Buchhandels ein in einem späteren Post. Mich interessiert das sehr und ich hätte dazu gerne noch mehr Infos.

Frage vorab: Gibt es Internet-Buchhandlungen, die hier faire Konditionen anbieten und eher dem kleinen Buchladen vor Ort vergleichbar sind?

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Hi Markus

Deine Fair-Trade-Idee finde ich gut. Aber ich habe noch nie von einem solchen Ansatz gehört.

Ich frag aber mal meine Buchhändler-Schwester... ;)

Es gibt aber wohl örtliche kleinere (meist inhabergeführte) Buchhandlungen, bei denen man via Internet Bücher bestellen kann. Aber die muss man dann abholen bzw. lässt sie sich zuschicken - dann allerdings nicht immer portofrei.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Hallo Markus

Das mit der Fair-Trade-Idee hat allerdings einen gewaltigen Haken: Zum Glück (!) gibts in Deutschland ja die Buchpreisbindung .

vgl. auch hier: http://www.inwit.de/index.php/302/warum-deutsche-bucher-teurer-sind-als-englische/

Anders als bei "fair gehandeltem" Kaffee darf man also für "fair gehandelte" Bücher keine höheren Preise nehmen.

Wenn man also der Vormachtstellung der großen Buchhandelsketten, die Bestseller "machen" können, etwas entgegensetzen möchte, müsste man konsequenterweise eher beim Buchladen "um die Ecke" kaufen.

Und solche Buchhanädlerinnen wie meine Schwester (in ihrem inhabergeführten Geschäft) würden sich sicherlich sehr freuen, wenn sie Thalia und Co Kunden abspenstig machen könnten. ;) Wann immer ein großer Kettenbuchladen in einer Stadt eröffnet, gehen dort nämlich viele kleinere Buchandlungen über die Wupper....

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Und wenn man dann noch weiß, dass manche Verlage bei den großen Ketten gar nichts ins Sortiment vor Ort kommen....

Der Autor kann übrigens gar nicht so viel machen, der tritt seine Vermarktungsrechte ja an den Verlag ab.

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Markus Jung

Geschrieben

Das mit der Fair-Trade-Idee hat allerdings einen gewaltigen Haken: Zum Glück (!) gibts in Deutschland ja die Buchpreisbindung .

Sicher. Es geht denke ich dabei auch nicht um den Endpreis. Ich denke der ist okay. Sondern es geht um zwei Dinge:

1. Den Anteil, den der Verlag an den Buchhändler als Provision "abdrücken" muss

2. Gerade bei den großen Ketten die Einschränkung des Sortiments auf gängige Titel - was ich aber im Online-Bereich eher nicht sehe

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Hallo Markus

Wenn Du gegen diese "Provision-Abdrückerei" ein Zeichen setzen willst, dann bist Du bei kleinen Buchhandlungen wohl schon an der richtigen Adresse. Die lassen sich das Platzieren der Buchtitel an besonders prominenter Stelle im Laden eben nicht bezahlen.

Wenn es also in Richtung "Fair-Trade" gehen soll, ist man beim Buchladen um die Ecke wohl meist an der richtigen Adresse... ;-)

Obwohl ich bei unserem Buchprojekt schon sagen muss: Ohne den Internetbuchhandel wäre unser Buch wohl nie so (relativ) bekannt geworden.

Ich denke, dass kaum eine "kleine Buchhandlung" unser Buch "einfach so" da liegen hatte.

Aber man hätte es auch sehr schnell bestellen können, so dass es auch schon am nächsten Tag in der Buchhandlung vor Ort gelegen hätte. Aber eben nicht kommod im eigenen Briefkasten, wie man das von den Internetversendern gewohnt ist.... ;)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Internetbuchhandel ist ja per se nichts Verwerfliches. Nur wenn dadurch die Vielfalt der Verlage leidet, wenn Bücher entweder ganz schnell laufen oder verramscht werden und wenn so keine Autorenpflege mehr stattfindet und nur noch der schnelle Euro das Ziel ist, dann tun sich Autoren keinen Gefallen, wenn sie ausschließlich auf solche Kanäle setzen. Dann wird eben gerne stromlinienförmig geschrieben und die Qualität bleibt auf der Strecke. Was man ja auch sehr schön bei vielen Zeitungen beobachten kann.

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Markus Jung

Geschrieben

Aber man hätte es auch sehr schnell bestellen können, so dass es auch schon am nächsten Tag in der Buchhandlung vor Ort gelegen hätte. Aber eben nicht kommod im eigenen Briefkasten, wie man das von den Internetversendern gewohnt ist....

Ohne Internet hätte vermutlich kaum jemand von unserem Buch erfahren. Ich glaube nicht, dass so viele Leute in eine Buchhandlung gehen und sagen, dass sie nach einem Ratgeber zum Thema Fernstudium suchen. Und wie Du ja schon sagst, liegen solche Nischenprodukte auch bei den kleinen Buchhandlungen nicht so herum. Also ich denke, dass das Internet da auch viele Buchprojekte überhaupt erst ermöglicht.

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      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link