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Holeradidudeldö - Jodeldiplom, dritter Teil

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KanzlerCoaching

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Manche Entscheidung, zu welchen Themen man sich weiterbilden sollte, ist einfach. Da muss man sich kaum Gedanken machen. Eigentlich sogar gar keine! Sich darin schlau zu machen schadet nie. Im Gegenteil: Hier dreht es sich um Kenntnisse, über die heute (gerade in anspruchsvollen Berufsfeldern und in größeren Firmen) niemand mehr groß ein Wort verliert. Man hat sie oder man hat sie nicht. Und wer sie nicht hat, der fliegt schon vor der ersten Bewerbungsrunde raus, weil die Basis nicht stimmt.

Sprachen zum Beispiel gehören dazu, in den meisten Fällen Englisch. Die muss man langfristig erlernen, nicht dann erst, wenn man sie braucht. Dabei ist in erster Linie wichtig, eine Sprache im Arbeitsalltag zu beherrschen, nicht zu belegen, wie viele Kurse man wo gemacht hat. Man muss sprechen können und auch verstehen: lesend, Auge in Auge im Gespräch mit dem Partner und auch am Telefon. Das alles gerne auch bei Mitmenschen, die selbst keine Muttersprachler sind und oft eigenwillige und landestypisch gefärbte Ausspracheregeln anwenden, die einem den Schweiß auf die Stirn treiben können. So etwas elegant zu bewältigen, das lernt niemand kurzfristig. Da muss man am besten schon ab Kindesbeinen ran.

Ein anderes Thema: PC-Kenntnisse, die grundlegende Beherrschung von MS Office. Mindestens Word für Windows, Powerpoint und Excel. Und die Beherrschung der Finger auf der Tastatur. „Adler Suchsystem“ (kreisen, spähen und dann im Sturzflug zustoßen) ist in den meisten Jobs ziemlich out, selbst leitende Angestellte bearbeiten ihre Mails heute selber und diktieren sie nicht mehr einer Sekretärin.

Dass man einigermaßen flüssig und auch grammatikalisch richtig sprechen und schreiben können sollte, das muss man in einem Internetforum kaum jemandem sagen. Jedenfalls nicht in diesem Forum. Ausdruck und Rechtschreibung sind hier richtig gut – wenn man mal vergleicht, was sonst so geboten wird.

Was in Ihren jeweiligen Branchen und Berufsfeldern zu den Basics gehört, das wissen Sie am besten. Oder etwa nicht?

Bevor Sie also zu größeren Höhenflügen aufbrechen, überprüfen Sie die Basis. Damit Ihr mit viel Engagement errichtetes Weiterbildungsgebäude nicht mangels eines soliden Fundamentes krachend zusammen bricht!


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25 Kommentare


Hihi, ich bin gerade in Sachsen und muss bei dem Absatz über die Sprache unweigerlich schmunzeln.

Ich spreche als Franke sicher auch kein Schriftdeutsch, aber dennoch glaube ich im Mittel mehr Vokale und Konsonanten zu treffen als so mancher sächsische Mitbürger. Das ist ja nicht schlimm und belebt die Dialektlandschaft, nur bei Fremdsprachen wird das meist einfach sehr grausam. ;)

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Im weiteren Gedankenschritt ist hier der Begriff "Jodel-Diplom" tiefsinniger sprachlicher Humor.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Du wirbst dafür, sich erst mal um die Basics zu kümmern: Sprachen, MS-Office-Produkte und eine einigermaßen ordentliche Ausdrucksweise.

Gibt es Deiner Meinung nach noch weitere "Grundkenntnisse", die man (ab einer gewissen Hierarchiestufe) besitzen sollte?

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oft eigenwillige und landestypisch gefärbte Ausspracheregeln anwenden

Oh ja, vor allem bei indischen Kollegen kommt man oft kaum mit, wobei meine Aussprache jetzt auch nicht frei von landestypischen "Aussprachefärbungen" ist.

Am Besten man verbringt einige Zeit in diesem Land, dann übernimmt man auch die dort üblichen Aussprachregeln und -betonungen, schon in relativ kurzer Zeit. Leider ist das nicht immer möglich.

P.S. Gibt es vom "Jodeldiplom" noch mehr Teile, oder ist das Ganze als Trilogie geplant? Immer wieder interessant zu lesen.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Moin zusammen!

Nein, das Jodeldiplom ist keine Trilogie. Außer, es trifft mich heute der Schlag, dann ist es eine unvollendete Geschichte....

Die indischen Kollegen hatte ich im Blick bei den landestypisch gefärbten Ausspracheregeln. Aber auch die Franzosen! Ich hab mich in Salzburg mal mit einem unterhalten, der mir begeistert über irgendwen mit dem Namen "Mosaaar" (mit Betonung auf dem o und einem stimmhaft summenden s) erzählt hat. Dass wir in Salzburg waren hätte mir schneller den Hinweis geben können, dass es sich um "Mozart" handeln müsse.

Zum Rest - zu Deiner Frage nach den Basics, Anne - später!

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Mir sind eben beim Durchlesen als erstes die englischsprechenden Italiener eingefallen. Das klingt lustig und benötigt etwas Kreativität beim Verstehen ;)

Ansonsten sehe ich das genauso - wenn ich ITler (!) sehe, die beim Tippen ständig suchen müssen, frage ich mich, an welchem Computer die ihre technischen Fähigkeiten erlangt haben. Das ist absolut unprofessionell.

Mein Know-How hört allerdings - da bin ich mal offen - bei Powerpoint auf. Was ein dämliches Tool.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Klar ist Powerpoint ein dämliches Tool. Wenn Sie aber bei der 10ten Sie interessierenden Stellenanzeige das als Grundqualifikation ganz oben auf der Arbeitgeberhitliste finden, dann sollte man doch mal drüber nachdenken, wieviel Dämlichkeit man ertragen kann.

Ich hab mal einen ITler (so einen, den Sie beschreiben), der sich über die Langsamkeit des PCs ereifert hat und die Firma müsste doch mal hier nachrüsten, gefragt, ob er nicht lieber einen Schreibmaschinenkurs machen wolle. Da könne er doch schneller optimieren. So, wie er mich angeschaut hat, bin ich damit knapp am Ermordetwerden vorbeigeschrammt!

:lol:

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Sagen wir es so: bei Powerpoint bin ich ein normaler DAU, während ich in Excel und Word durchaus schon Poweruser bin. Klar mache ich auch Präsentationen, aber das geht nicht so flux wie eben eine Tabelle gebaut oder schnell ne Pivotübersicht erstellt usw. ;)

Merke: Niemals einen ITler auf seine Tippgeschwindigkeit ansprechen ;)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ebenfalls "Merke": Coaching ist geplanter und wohldosierter Regelbruch! :sneaky2:

Nein, ganz im Ernst - und das haben Sie vermutlich auch bei meinen Kommentaren hier schon gemerkt: Man muss sich ertappt fühlen, es muss ein kleines bisschen Widerspruch aufkommen, man muss manchmal auch nur lachen müssen, sonst bewegt sich nicht viel bei einem. Nur Zustimmung fördert nicht die Veränderungsbereitschaft - und die ist ja gerade in Communities wie dieser der bewegende Faktor, überhaupt teilzunehmen (lesend oder schreibend).

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Hallo Anne,

die Basics sind von Branche zu Branche schon ein bisschen verschieden. Wobei die im Eingangstext genannten nie verkehrt sind.

Man sollte also vor allem wissen, wodurch sich die eigene Branche auszeichnet, wie sie "tickt", wie das Geschäft läuft und - vor allem - was man von einem ehrgeizigen Bewerber sehen will, gleich, ob der sich jetzt extern um einen Job bewirbt oder ob der intern um eine Aufstiegsposition kandidiert. Bloß lassen sich solche Kenntnisse in der Regel nicht per Fernkurs/-studium erwerben.

Schauen wir mal die erst kürzlich stattgefundene Diskussion um Karl Theodor und seine Doktorarbeit an. In diesem Zusammenhang wurden ja auch andere Doktortitel und Studienwege von Politikern unter die Lupe genommen. Und man kam drauf, dass der Herr Westerwelle wohl an der Fernuni Hagen war. In diesem Zusammenhang waren keine Begeisterungsstürme sichtbar, dass er das neben seiner politischen Arbeit gemacht habe, sondern eher so ein "Höhöööö!"

Nun kann ich zur Qualität der Fernuni nichts sagen, aber ich schließe mal draus, dass es Bereiche gibt, in denen die nicht so schick oder geachtet ist wie eine Präsenzuni.

Das betrifft den ganzen Bereich "Zweiter Bildungsweg". Leute, die diesen Weg gehen wollen, sollten m.E. ganz stark drauf schauen, dass sie "richtige" Abschlüsse machen bei anerkannten Anbietern. Wer heute stark aufstiegsorientiert ist, der sollte im Kopfe haben, dass der Akademikeranteil in Führungspositionen gerade in größeren Unternehmen sehr hoch ist und man ohne akademischen Abschluss Außenseiter ist und vermutlich auch bleibt.

Das mag ungerecht sein, das ändert aber nichts. Auf die solide Basis zu achten wäre also in so einem Fall, auf einen Studienabschluss zu achten, der auch eine staatliche Anerkennung beinhaltet. Und sich nicht durch vollmundige Versprechen von privaten Anbietern blenden zu lassen.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Hi Sabine

Wie ist denn Deine Einschätzung: In welchen Berufsfeldern/Branchen/Hierarchiestufen erntet man mit einem Fernstudium à la Westerwelle eher ein "Höhööö", in welchen hat man sich dagegen gegenüber den Mitbewerbern vielleicht sogar einen Pluspunkt erarbeitet?

Müssten die Fernstudien-Anbieter nicht etwas dazu tun, um "schicker" zu wirken? Aber was? ;)

Da sind wir natürlich sehr schnell bei Marketingfragen und dem Problem, dass Fernstudiengänge eh ein gewisses Imageproblem haben, weil viele Leute da erst mal die bunten und "lauten" Anzeigen der großen Lehrgangsanbieter (im subakademischen Bereich) hinten auf den großen TV-Zeitschriften vor Augen haben, wo man von A-Z ca. 180 verschiedene Kurse buchen kann. ;)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Also ich denk mal: "Je höcher rop" und je größer und internationaler das Unternehmen, umso mehr "höhööö". Mindestens, was die deutschen Standorte von Unternehmen angeht.

Ich denke, Anbieter müssen irgendwie deutlich machen, dass wirklich Qualität abverlangt wird. Also zum Beispiel die Gauß'sche Normalverteilung in der Notengebung, Evaluation bei den Abschlüssen, externe Leistungsvergleiche etc. Bei "richtigen" Studiengängen wäre vermutlich auch so etwas wie Internationalität eine feine Sache, mindestens optional zu verfertigende Arbeiten auf Englisch etc.

Was ich als Anbieter auch machen würde: "Was aus unseren Studenten geworden ist..." - so eine Art Alumninetzwerk...spinn ich so mal in den (hier) fast schon sommerlichen Frühlingstag hinein...

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In diesem Zusammenhang waren keine Begeisterungsstürme sichtbar, dass er das neben seiner politischen Arbeit gemacht habe, sondern eher so ein "Höhöööö!"

ist es nicht generell so, dass die Uni-Studenten auf die FH-Studenten herabblicken? diese blicken wiederum auf die BA-Studenten herab... andererseits ist es so, dass die Präsenz-Studenten auf die Fernstudenten herabblicken (als Präsenzstudent lernt man natürlich viel mehr als als Fernstudent) -

die Fernstudenten wiederum fragen sich, wieso die Präsenzstudenten nicht fertig werden obwohl sie doch hauptberuflich studieren...

ich muss sagen, das alles find ich ein wenig sonderlich - jede Studienform hat ihre Vor- und Nachteile. Die Uni-Studenten sind zwar in der Theorie sehr gut, müssen aber nach dem Studium erst für die Praxis fitgemacht werden (als Trainee). Die FH- und BA-Absolventen sind in die Theorie und das abstrakte Denken nicht so tief eingestiegen wie die Absolventen der Uni, haben dafür in der Regel aber schon Praxiserfahrung - durch die vorgeschriebenen Praktika. für Präsenz- und Fernstudenten könnte man das genauso beschreiben...

trotzdem muss man in der Praxis wohl damit umgehen, weil diese Meinungen Realität sind. Da stellt sich mir die Frage: wie schafft man es, dass die (maßgeblichen) Leute eher "Wow" als "Höhöööö" sagen? also wie funktioniert die alltägliche Eigen-PR? welche Marketing-Strategien führen hier zum Erfolg???

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KanzlerCoaching

Geschrieben

trotzdem muss man in der Praxis wohl damit umgehen, weil diese Meinungen Realität sind. Da stellt sich mir die Frage: wie schafft man es, dass die (maßgeblichen) Leute eher "Wow" als "Höhöööö" sagen? also wie funktioniert die alltägliche Eigen-PR? welche Marketing-Strategien führen hier zum Erfolg???

Haben Sie eine Idee? Ich denke, diese Idee von der Eigen-PR müsste die gesamte Ausbildungsplanung umfassen - oder mindestens sehr zielgerichtet darstellen. Kann man sich ja zur Not auch hinterher zusammenfrickeln... ;)

Abgesehen von den Inhalten, die man tatsächlich bearbeitet haben sollte, denn sonst verkauft man ja nur heiße Luft. Aber das tun die Leser hier natürlich nicht!!! :rolleyes:

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Soll mich doch die Welt be-Höhöööö-en, ich besitze genügend Energie um meine Realität um mich so zu formen, dass ich auf die Herabblicker nicht angewiesen bin.

In vielleicht einem Jahr bin ich jemand mit traditioneller kaufmännischer Lehre auf Basis Realschule, Berufserfahrung darin, IHK-Aufstiegsweiterbildung sowie Erfahrung in der nächsten Hierarchiestufe, Dipl.Kfm (FH) im Fernstudium und Zwischenzeitlich mehr Verantwortung (immerhin ist lt. Stellenbeschreibung eine akademische Ausbildung wünschenswert).

Ich vereine also so viele Dinge die man belächeln kann, dass ich als abiturloses-Arbeiterkind-zweiter-bis-dritter-Bildungsweg-studierter-kaufmännisch-ausgebildeter-nur-IHK-Fachwirt-weitergebildeter-nebenberuflich-bestimmt-alles-ganz-leicht-und-ganz-sicher-gekaufter-Dipl.Kfm-auch-noch-von-ner-FH-und-die-kennt-auch-keine-Sau-Arbeitnehmer so viele Zielscheiben, für Spott von vermeintlich besser oder höhergestellten, auf dem Rücken trage.

Im Sinne meiner Eigen-PR werde ich zukünftig einfach das verkaufen, was mir gut gefällt... nämlich mich ... Eigen-PR fängt doch irgendwie auch damit an, dass man sich gut leiden kann, sich selbst nicht für den letzten Eumel hält und sich von "Standesdünkel" beeinflussen lässt. Sich seine Jodeldiplome schön zu reden bringt immerhin auch nichts, wenn man dabei selbst daran zweifelt ob Ikebana-für-Manager sinnvoll mit SAP für PEKIP harmoniert.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Wenn Sie damit

abiturloses-Arbeiterkind-zweiter-bis-dritter-Bildungsweg-studierter-kaufmännisch-ausgebildeter-nur-IHK-Fachwirt-weitergebildeter-nebenberuflich-bestimmt-alles-ganz-leicht-und-ganz-sicher-gekaufter-Dipl.Kfm-auch-noch-von-ner-FH-und-die-kennt-auch-keine-Sau-Arbeitnehmer

ein Anschreiben anfangen, dann haben Sie mit Sicherheit Überraschung, Lachen und Beeindrucktsein beieinander.

Und wenn Sie dann eingeladen werden, dann müssen Sie den Gag nur noch halten, den Sie damit versprochen haben!!

:rolleyes:

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Als Fernstudent habe ich immerhin gelernt mir alles mögliche ins Hirn zu pauken. Mit ein paar Lernkarten geht es sicher, dass ich mich sogar am Telefon fliessend als abiturloses-Arbeiterkind-zweiter-bis-dritter-Bildungsweg-studierter-kaufmännisch-ausgebildeter-nur-IHK-Fachwirt-weitergebildeter-nebenberuflich-bestimmt-alles-ganz-leicht-und-ganz-sicher-gekaufter-Dipl.Kfm-auch-noch-von-ner-FH-und-die-kennt-auch-keine-Sau-Arbeitnehmer vorstellen kann.

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frei nach dem Motto " liebe dich selbst und es ist egal, welchen Job du hast"?

(nebenbei: wäre das nicht noch ein Titel für den Sachbuch-Blog?)

wäre das dann nicht das 4. Basic: neben Fremdsprachen, einem guten Deutsch und IT-Kenntnisse ein gesundes Selbstbewusstsein?

@Frau Kanzler: nee, leider keine Idee :( Eigen-PR gehört -fürchte ich- nicht zu meinen Stärken

aber vielleicht kommen ja noch ein paar Ideen....

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frei nach dem Motto " liebe dich selbst und es ist egal, welchen Job du hast"?

Ja, das gefällt mir. Das Motto kenn ich ja etwas anders. "Wenn Du dich selbst magst, können Dich alle anderen gern haben"

Ich sehe das schon als Basic - ob man das allerdings in einer Weiterbildung lernen kann ist die eine Frage. Die andere ist, wie man sich das bewahrt, wenn man längere Zeit arbeitlos war.

Ich habe aktuell jemanden eingestellt der beinahe 1,5 Jahre arbeitslos war, nur unterbrochen von 2 unsäglichen Callcenterjobs. Ich kenne die Person nur so wie sie sich jetzt gibt, aber spurlos geht das am Ego nicht einfach vorbei, selbst wenn man dann wieder im Job steht.

Gerade in solchen Situationen scheinen mir Leute auf Jodeldiplomkurs zu segeln. Immerhin hat die gute Dame Word, Excel und Powerpointkurse angefangen und war kurz davor einen SAP-Kurs zu belegen. Auf meine Frage im Vorstellungsgespräch ob sie denn in Excel dann eine Pivottabelle erstellen könnte, musste sie verneinen. Immerhin haben ihr die Kurse wohl etwas Hoffnung gegeben, zielgerichtet qualifiziert haben sie sie nicht.

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Immerhin hat die gute Dame Word, Excel und Powerpointkurse angefangen und war kurz davor einen SAP-Kurs zu belegen. Auf meine Frage im Vorstellungsgespräch ob sie denn in Excel dann eine Pivottabelle erstellen könnte, musste sie verneinen. Immerhin haben ihr die Kurse wohl etwas Hoffnung gegeben, zielgerichtet qualifiziert haben sie sie nicht.

ist es nicht wichtig, dass man überhaupt etwas für sich tut? dafür, dass man auch bei EDV-Programmen auf dem laufenden bleibt? und vor Pivot-Tabellen kommen halt erst mal gewöhnliche Tabellen und Berechnungen....das kleine 1x1 kommt ja auch vor dem großen

Ich sehe das schon als Basic - ob man das allerdings in einer Weiterbildung lernen kann ist die eine Frage.

nun ja, Selbstbewusstsein kann man wohl nicht in einem Kurs lernen. Selbstbewusstes Auftreten aber schon - notfalls mit schauspielerischen Mitteln.

und hier ist das passende Hochschulzertifikat: http://www.zfh.de/fuer-interessierte/studienangebote/weiterbildung-mit-hochschulzertifikat/von-a-z/sozialkompetenz-hochschulzertifikat

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@Dadi: Das mit dem Sachbuchtitel ist aufnotiert! ;)

Vielleicht bringt es schon etwas Entspannung für die Fernstudentenseele, wenn Fernstudis bei Bewerbungen nicht nur an die großen, tollen und international bekannten Unternehmen denken, bei denen sich Tausende bewerben und wo man vielleicht besonders "gerade" und zielgerichtete Präsenzuni-Lebensläufe benötigt.

Dann ist der Höhöö-Faktor schon geringer...

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ein Basic wäre mit Sicherheit "Sebstbewusstsein". Allerdings würde ich hier noch gerne das kleine Wörtchen "angemessenes" hinzufügen. Denn es tapern schon eine Menge Leute durch die Welt und durchs Internet, bei denen man den Eindruck hat, dass sie vor lauter Kraft nicht laufen können. Bei näherem Hinsehen sind sie dann eher Michelin-Männchen, und wenn man da den Stöpsel rauszieht....

Ein anderes: Kenntnisse darüber, wie der Arbeitsmarkt funktioniert. Es wäre heute in Zeiten des Internet soooo einfach, sich zu informieren. Aber tut das der durchschnittliche Arbeitnehmer? Auf alle Fälle zu wenig!

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Wie sollte er sich denn im Internet informieren, der durchschnittliche Arbeitnehmer, der eine Stelle sucht?

Webseite des Unternehmens? Klar!

"Dein" Xing-Forum, in dem es um alle Fragen rund um die Bewerbung geht? Klar!

Und was noch?

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Ulrike Oertel

Geschrieben

Ich finde, es wird heute oft zu viel im Vorfeld erwartet. Natürlich sind für manche Berufsfelder bestimmte Kenntnisse unabdingbar, aber ich finde, es gibt so eine Tendenz, für jeden Beruf ein Studium zu erfinden (Physiotherapeuten, Veranstaltungskaufleute, Gesundheitscoach ...), nur damit es akademisch klingt.

Aber gerade in Berufen, die sehr praktisch ausgerichtet sind, finde ich das oft albern. Personalkräfte orientieren sich aber daran, weil das einfach ist. Abitur=Haken, Studium=Haken, 3 Praktika=Haken, Auslandsaufenthalt=Haken.

Ich habe mit Mitte Zwanzig eine Abendschule besucht, zu der ich vier Mal die Woche abends hingesaust bin. Das wurde mir bei einer Bewerbung sehr hoch angerechnet als Fleiß, Einsatz etc. Gebraucht habe ich den Stoff, den ich dort gelernt habe, in der Firma dann nie.

Und diese Erfahrung habe ich auch bei anderen beobachtet. Von dem Gelernten braucht man oft nur einen Bruchteil, in jeder Firma lernt man etwas Neues hinzu und wenn man eine Pivottabelle nicht kennt, lässt man sich halt zeigen, wie das geht und kann es nach ein paar Tagen auch. :ohmy:

Zugegeben, das geht nicht in allen Bereichen, aber ich will damit ausdrücken, dass dieses Starren auf bestimmte Kenntnisse nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist. Ich hatte mal einen Kollegen, der kam aus einer hochakademischen Familie, hatte selbst ein Doppelstudium und war trotzdem der Depp der Abteilung, einfach, weil er sich von der Persönlichkeit her nicht behaupten konnte und jeder von uns kennt sicher auch Blender, die Spitzenpositionen besetzen, obwohl man weiß, dass sie zu wenig von ihrem Metier verstehen. :angry:

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ja, wie soll man sich informieren....

Da wir hier auf eine Plattform sind, bei der es um Aus- und Weiterbildung geht, spreche ich hier bevorzugt den Arbeitnehmer an, der sich überlegt, was er denn in dieser Hinsicht tun kann und soll und nicht den, der aktuell einen Job sucht.

Jeder Arbeitnehmer sollte sich im Laufe seines Berufslebens regelmäßig die Frage stellen, ob er über die Kenntnisse und Qualifikationen verfügt, die ihn zu einem attraktiven Arbeitnehmer machen. Denn seine Kenntnisse und Qualifikationen sind das, wovon er lebt. Etwas anderes hat er ja in der Regel nicht "zu verkaufen". Außer, man hat im Lotto gewonnen, ne superreiche Erbtante (dann braucht man nix verkaufen) oder einen gut verdienenden Ehepartner. Dann sollte sich aber der die og. Fragen stellen.

Spätestens, wenn man ins Grübeln kommt, ob man denn mit seinen Kenntnissen noch auf der Höhe der Zeit ist, sollte man nachdenken, wo und wie man nachbessern kann. Und das sollte man in Relation zu seinen beruflichen Zielen setzen.

Und hier kommt Ihre Argumentation ins Spiel, Frau Oertel. Die greift vielleicht dann gut, wenn Sie im dem Unternehmen, in dem Sie gerade beschäftigt sind, sich intern auf eine andere Stelle bewerben, in der Regel aber nur schwer bei externen Bewerbungen. Denn es werden ganz oft nicht nur bestimmte Kenntnisse und Vorerfahrungen gesucht, sondern dahinter liegende Fähigkeiten. Und jemandem mit einem Studium traut man halt Abstraktionsfähigkeit (nur um mal ein Beispiel zu nennen) eher zu als jemand mit einer praktischen Ausbildung.

Was sich daraus zum Informationsverhalten schließen lässt? Man muss Marktforschung in eigener Sache betreiben. Mit der beste, preiswerteste und problemloseste Weg ist immer noch, sich (z.B) 20 Stellenanzeigen aus seinem Wunschjob (unterschiedliche Firmenstrukturen, unterschiedliche Regionen) zu suchen und dann mal sehr gründlich ein Anforderungsprofil daraus abzuleiten.

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      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.