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es dreht sich weiter

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paulaken

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Vielleicht erreiche ich gerade das Mitteltief. Fürs Studium schaffe ich momentan nichts, oder so gut wie nichts. 30min lesen am Tag, auch die Wochenenden reißen nichts raus.

Die Gründe:

Der Job macht, was er will und wenn selbst in der Teamsitzung gesagt wird, dass es gut ist, dass das Wetter wieder schlechter wird, weil die nächsten Wochen knackig werden, weiß ich, dass meine derzeit 60h-Woche nicht mehr ausreichen wird.

Mehr geht zwar nicht, muss aber, der Kunde verlangt es so.

Dann kam das Wochenende, nichts geplant, nur lernen. Samstag lag ich mit Übelkeit und Kopfschmerzen im Bett. Nichts ging mehr. Die Bücher blieben zu. Sonntag ging es mir zwar wieder besser, aber mein Körper zeigt mir gerade deutlich, dass es so nicht weiter geht. Zu viel Stress, zu wenig Essen, zu wenig Schlaf, zu wenig qualitative Lebenszeit. Der Sonntag war dann der Erholung gewidmet.

Montag hatte ich nun ein Telefoninterview. Es tut sich was an der Jobfront. Ein Wechsel wird immer greifbarer. Das Interview war schwer, viele, sehr tiefgehende Fachfragen, wenig menschliches. Arbeiten wollen würde ich dort nicht. Aber das wusste ich vorher schon. Es war nur als Übung und Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch am Freitag gedacht. Diese Stelle klingt gut, sehr interessant und genau am richtigen Ort.

Wenn das zwischenmenschliche stimmt, würde ich wohl sofort unterschreiben.

Aber das schlechte Gewissen bleibt. Wenn ich gehe, bleibt meine Arbeit zusätzlich an den Kollegen hängen. Schon jetzt sind wir alle an der Grenze des machbaren. Durch meinen Weggang wird sich nichts ändern. Im Gegenteil, angeblich findet sich niemand, der unser Team erweitern könnte. Wie auch, wenn man die Stelle nur auf der eigenen Homepage ausschreibt?

Und dann wächst langsam ein kleiner Traum vom Eigenheim, erstmal zur Miete, aber schon Haus, Garten, Mann und zwei Kinder. Schön klingt es, fühlt sich auch richtig an, aber der Verstand...

Mein Kopf ist voll, das Studium findet derzeit keinen Platz. Vielleicht wird wieder ein großes Stück frei, wenn das Damoklesschwert Job nicht mehr kreist...


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6 Kommentare


Hallo paulaken,

ich denke in so einer Phase im Leben ist jeder bisher schon einmal gewesen... Eigentlich möchte man möglichst schnell zu zügig vorankommen, ist bereit alles zu geben doch es geht halt einfach nicht... "Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach"! Kopf hoch auch diese Zeit wird vorbeigehen und dann kannst du dich wieder zu 100 % auf das Studium konzentrieren.

Viel Erfolg im Studium und dass du den Personaler bei dem Vorstellungsgespräch überzeugen kannst.

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Aber das schlechte Gewissen bleibt. Wenn ich gehe, bleibt meine Arbeit zusätzlich an den Kollegen hängen. Schon jetzt sind wir alle an der Grenze des machbaren. Durch meinen Weggang wird sich nichts ändern. Im Gegenteil, angeblich findet sich niemand, der unser Team erweitern könnte. Wie auch, wenn man die Stelle nur auf der eigenen Homepage ausschreibt?

Schlussendlich muss man aber immer an sich selbst denken, denn auch der netteste Kollege macht das selten für einen.

Jeder AG der Dauerleistung von seinen Mitarbeitern fordert, muss mit erhöhter Fluktuation rechnen.

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Ich kann chillie da nur zustimmen. Wenn das mit dem anderen Job klappt, würde ich auf jeden Fall zuschlagen.

Ich wünsch dir alles Gute und die richtige Entscheidung!

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WillWasWerden

Geschrieben

Paulaken, ist Wirtschaftsinformatik Dein Erststudium (Du arbeitest ja als Programmierer)?

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@WillWasWerden

Es gilt als Erststudium, da ich bisher keins abgeschlossen habe ;)

Und Softwareentwickler stimmt auch.

Studiert, bzw angefangen, hatte ich Wirtschaftsinformatik, Mathematik und Philosophie.

@chillie und m.e.l.l.a

Ich weiß, ihr habt recht. trotzdem ist es nicht ganz einfach umzusetzen ;)

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Ich weiß, ihr habt recht. trotzdem ist es nicht ganz einfach umzusetzen

Es ist immer recht einfach, so was zu schreiben. In die Praxis umsetzen ist was ganz anderes. Aber wenn man es oft genug gesagt bekommt, glaubt man es vielleicht doch irgendwann. Hoffe ich zumindest für mich ; )

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