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Sabine Kanzler-Magrit im Interview: Wie blamiert man sich auf ganzer Breite?

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Fernstudienakademie

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In diesem Blog soll es ja immer mal wieder Interviews mit „echten“ Autoren, Lektoren und Layoutern geben, etwa neulich ein ganz spannendes Gespräch mit Markus Jung.

Jetzt ist Sabine Kanzler-Magrit dran, die sicherlich schon viele aus dem Forum kennen. Sie hat vor wenigen Wochen den Bewerbungsratgeber „Die Perfekte Bewerbung. Das persönliche Erfolgskonzept bei der Jobsuche“ veröffentlicht.

Anne Oppermann: Sabine, kannst Du Dich vielleicht kurz vorstellen?

Sabine Kanzler-Magrit: Gerne! Ich habe nach dem Abitur Pädagogik studiert und dann etliche Jahre im pädagogischen Umfeld gearbeitet. Prägend war sicher meine Zeit in einer stadtteilbezogenen Beratungsstelle in einem sog. „Problemstadtteil“. Die Arbeit dort war fünf Jahre lang ein Modellversuch – wunderbar, um etwas Neues mit zu gestalten und gleichzeitig diesen Prozess zu reflektieren.

Mit der Heirat und einem damit verbundenen Umzug kam auch der berufliche Wechsel in mein jetziges Aufgabengebiet: Coaching zu Themen rund ums Berufsleben. Das geht bei der Beratung zu Bewerbungsunterlagen los, beinhaltet Outplacement und endet bei Fragen zu Teamkonflikten oder Führungsproblemen. Diese Tätigkeit übe ich freiberuflich aus.

Diese Entwicklung wurde begleitet durch breit angelegte Fortbildungen: Themenzentrierte Interaktion, Systemische Familientherapie, ein Post-Graduiertenstudium „Marketing und Betriebswirtschaft“, um die wichtigsten Stationen hier zu nennen.

A.O: Im Normalfall suchen angehende Autoren ja selbst nach einem passenden Verlag oder schalten einen Buchagenten dazwischen. Bei Dir war das anders: Der Vahlen-Verlag ist mit der Projektidee für diesen Ratgeber auf Dich zugekommen. Wie kam es dazu?

S.K.: Gute Frage! Das ist ja ein bisschen ähnlich, wenn der Headhunter anruft und sagt, er sei auf einen aufmerksam geworden. Wie und durch wen genau erfährt man da ja auch nicht. Aber ich habe natürlich so meine Spekulationen.

Der Kontakt kam über Xing zustande. Der verlagsseitig Verantwortliche für die Reihe, in der das Buch erschienen ist, hat mich angerufen und gefragt, ob ich interessiert sei. Man sei über das Forum, das ich dort seit Jahren mit zwei Kollegen moderiere, auf mich aufmerksam geworden.

Ich muss dazu sagen, dass es sich dabei um eine große und lebendige Gruppe handelt, in der auch in der Regel qualitativ gute Postings zu finden sind. Das gibt auch dem Moderator Raum und Möglichkeit, sich mit seiner fachlichen Kompetenz zum Thema zu zeigen. Und damit gefunden zu werden.

A.O.: Was hast Du Dir persönlich davon versprochen, dieses Buch zu veröffentlichen?

S.K.: Mein erster Gedanke war „Willst Du Dir das wirklich antun?“ Mein zweiter, als ich gesehen habe, wer bei Vahlen sonst noch so veröffentlicht: „Das wird richtiger Stress!“ Der dritte: „Du bist ganz schön blöde, wenn Du diese Chance, die man Dir praktisch hinterher trägt, nicht ergreifst!“ Denn natürlich erreicht man mit einem so renommierten Fachverlag eine ganz andere Breite an potentiellen Kunden als mit einem noch so großen Internetforum.

Allerdings – und das ist nun mal der Haken, der dazu gehört – kann man sich auch in ganz anderer Breite blamieren. Man wird öffentlich mit seinen Gedanken, seiner Art zu kommunizieren, seiner Systematik des Vorgehens und macht sich damit auch angreifbar.

Natürlich habe ich gehofft, dass Zustimmung und damit Interesse an meiner Dienstleistung überwiegen werden. Ob das so ist, weiß ich noch nicht. Das Buch ist ja jetzt, zum Zeitpunkt des Interviews, noch nicht erschienen. Man wird also sehen!

Der zweite Teil dieses Interviews folgt im nächsten Blogbeitrag in wenigen Tagen. Dann wird Sabine Kanzler-Magrit verraten, was das Alleinstellungsmerkmal ihres Buches ist – denn Bewerbungsratgeber gibt es ja eigentlich wie Sand am Meer! ;)

Anne Oppermann

P.S: Wie reagiert Ihr selbst auf Werke von Autoren, die Ihr aus anderen Zusammenhängen (z.B. dem Internet, Zeitungsinterviews oder TV-Berichten) „kennt“? In erster Linie neugierig und gespannt oder doch eher abwartend (oder sogar kritisch), wie viel Substanz das Buch denn wohl tatsächlich haben wird?


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22 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Klasse, dass Du dieses Interview mit uns teilst! Es war sehr interessant zu lesen und ich freue mich auf den zweiten Teil.

Auf Bücher zu für mich interessanten Themen reagiere ich erstmal immer neugierig und gespannt - ansonsten neutral. Wenn ich mir von jemandem schon im Internet oder persönlich ein bestimmtes Bild gemacht habe erwarte ich natürlich, dass sich dieses auch in einem Buch bestätigt.

Das Buch von Frau Kanzler habe ich im übrigen schon für eine Rezension hier liegen...

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Boooaa - Du hast das Buch schon? Ich noch nicht. ;)

Wann dürfen wir denn mit einer Besprechung rechnen?

Ich selbst finde es auch immer spannend, Bücher von Menschen zu lesen, von denen ich schon mal irgendwann etwas gehört habe (z.B. im Internet).

Der Normalfall war es allerdings bislang bei mir, dass ich zunächst ein Buch von Autor XY in die Finger bekommen habe - und dann erst habe ich im Internt über ihn/sie weiter recherchiert.

Oft ergänzen und bestätigen sich dabei meine Eindrücke: Wenn ein Buch klasse ist, kommt auch in den meisten Fällen der Autor als Person ganz gut rüber, wenn das Buch eher mau ist, dann kann kann der Autor oft nicht wirklich bei mir punkten.

Einen Ausreißer hatte ich allerdings: Ein Buch zum Thema Erziehung (an sich ganz gut, aber nicht sooo einmalig) musste direkt bei der Autorin bestellt werden. Das habe ich gemacht - und ab da ging mir die gute Dame bestimmt drei mal (oder öfter) per Mail auf die Nerven, ob ich sie nicht für einen Vortrag o.ä. "buchen" wollte. :(

So kann Selbstmarketing auch schon mal richtig in die Hose gehen, finde ich...

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werkstattschreiber

Geschrieben

Hallo zusammen,

Frau Kanzler: Darf ich fragen, wie lange es gedauert hat, bis das Buch letztendlich im „Kasten“ war, wie die Zusammenarbeit mit dem Verlag verlaufen ist, gab es bestimmte Vorgaben, wie das Werk sein soll/muss? Wie frei ist man als Autor eines Sachbuches bei der Gestaltung seines Werkes?

Ich bin echt gespannt auf die Fortsetzung des Interviews, was Ihr Buch am Ende so besonders macht! Letztendlich müsste ich es dann lesen und andere Werke zum Vergleich heranziehen, um mir dazu eine Meinung bilden zu können.

Wie reagiert Ihr selbst auf Werke von Autoren, die Ihr aus anderen Zusammenhängen (z.B. dem Internet, Zeitungsinterviews oder TV-Berichten) „kennt“? In erster Linie neugierig und gespannt oder doch eher abwartend (oder sogar kritisch), wie viel Substanz das Buch denn wohl tatsächlich haben wird?

Es überwiegt die Neugierde, was es zu lesen gibt. Wenn ich den Autor kenne fühle ich mich an beiden (Werk und Autor) näher dran, als wenn ich ein Buch von jemanden lese, der vielleicht bekannt ist, den ich aber nicht kenne. Ich stelle fest, dass ich mit meinen eigenen Texten viel kritischer umgehe als mit fremden Texten. Aber das muss wohl so sein. ;)

Viele Grüße

werkstattschreiber

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Markus Jung

Geschrieben

Wann dürfen wir denn mit einer Besprechung rechnen?

Nächste Woche bin ich im Urlaub. Vorher schaffe ich es wohl nicht mehr - also eher so Ende Mai.

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Das Buch von Frau Kanzler habe ich im übrigen schon für eine Rezension hier liegen...

und die ist noch nicht fertig? ;)

Wenn ich Bücher von Leuten sehe, die ich anderweitig schon "kenne", bin ich erst mal neugierig. Je nachdem, WER es ist, aber durchaus auch kritisch ;) Kennt man Menschen persönlich als "Dummschwätzer", hat man gegen das Buch natürlich ebenfalls entsprechend Vorurteile :-D

Im Endeffekt animiert mich aber der persönliche Bekanntheitsgrad eines Autors noch lange nicht, sein Werk auch zu konsumieren (hab ich schön gesagt, odeR? ;))

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KanzlerCoaching

Geschrieben

"Im Kasten" - also vom ersten Gespräch bis zur Abgabe der letzten korrigierten Fassung - waren es fast 1 1/2 Jahre. Richtig dran geschrieben hab ich etwa 8 Monate (270 Seiten). Dazwischen gab es eine längere Pause, die mit Überlegungen zu Veränderungen des Layouts zu tun hatten. Das Lektorat hat also länger gedauert als gedacht.

Als ich mich dazu entschieden habe, das Buch zu schreiben, hatte ich bestimmte Vorstellungen, wie es werden soll. Oder besser: Ich hatte sehr klare Vorstellungen, wie es auf keinen Fall werden soll. Wenn man selber noch etwas herumeiert, ist das natürlich schwierig, das Zielprodukt zu kommunizieren.

Gelernt habe ich, dass die Zusammenarbeit mit Verlagen von Fall zu Fall sehr unterschiedlich ist. Man sollte sich also selber schlau machen, im Vorfeld und während des Schreibens, damit man unabhängig arbeiten kann. Und man sollte sich klar machen, inwieweit man sich biegen will nach den Wünschen von wem auch immer. Mir hat bei Diskussionen um Inhalte in meinem ganzen Berufsleben immer die Einstellung sehr geholfen "Ich muss das nicht um jeden Preis. Es wäre nett, aber ich hänge nicht davon ab" - in diesem Fall von dem Gefühl, ein eigenes Buch veröffentlicht zu haben.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@Sabine

Diese Freiheit, dass man so ein Buch für sein Ego (oder zum Geldverdienen ;)) nicht wirklich braucht, ist enorm wertvoll.

Wenn man ein wirklich gutes Thema, ein überzeugendes Exposé und vielleicht auch schon einen ganz guten "Namen" in der Branche hat, dann kann man mit derselben Projektidee vielleicht bei einem anderen Verlag landen, der besser passt.

Bei meinem ersten Buch ("Fit für den Fernunterricht") gab es z.B. einen Verlag, der mich und meinen Co-Autor (= meinen Mann und Mitinhaber der Fernstudienakademie) echt für dumm verkaufen wollte. Wir sollten das Buch absolut nach deren inhaltlichen (!) Vorgaben verfassen und in jeden Gliederungspunkt wollten sie uns reinquasseln.

Da fühlte ich mich dann auch irgendwann in meiner "Profi-Ehre" als Fernunterrichtsfachfrau getroffen. So sind wir dann eben nicht zusammengekommen - und ein anderer Verlag hat das Rennen gemacht. *ätsch*

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Nun, mit so einem neuen Autor und dem Verlag treffen sich ja zwei Unbekannte. Und so weit ich das noch von dem Matheunterricht in der Erinnerung habe, braucht man da schon ein paar fixe Angaben, damit sich diese Unbekannten dann auch berechnen lassen.

Als ich mich auf das Buch eingelassen habe, hatte ich eine Vorstellung, was ich damit transportieren will. Der Verlag hatte eine Vorstellung, was in sein Programm im Allgemeinen und in die Reihe, in der das Buch erscheinen sollte, im Besonderen passt.

Dann gibt es da noch das, was "der Leser" will. Davon hat ein Verlag eine ganz bestimmte Vorstellung. Ich aber auch. Beides ist nicht zwangsweise deckungsgleich.

Der Verlag schaut sich erst mal die Verkaufszahlen vergleichbarer Produkte an, nimmt die gut verkauften und meint dann "So etwa in der Art, das kann man doch sicher besser machen!" Damit hat er einerseits recht, folgt aber andererseits auch der Devise "Esst Sch....! Eine Million Fliegen kann nicht irren!" (Sorry für den etwas drastisch geratenen Vergleich...)

Ich hingegen will nicht mehr vom Gleichen, ich will was anderes. (Ob das letztendlich gelungen ist, das wird der Markt zeigen).

So, und da stehen nun sich beide gegenüber, für jeden gibt es ein Risiko. Und es ist schon sehr gut, wenn die eigene Eitelkeit nicht soooo ausgeprägt ist, dass man seinen Namen auf Biegen und Brechen auf einem Buchcover sehen will!

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Ich glaube, dass viele Verlage in die "Me-Too"-Falle geraten: Wenn sich die Bewerbungsratgeber von Hesse/Schrader oder Svenja Hofert oder, oder, oder so richtig klasse verkaufen lassen, dann muss da ja wohl was dran sein. ;)

Der Gedanke ist sicherlich nicht so ganz abwegig - aber der Markt ist eigentlich von den "Originalen" schon ganz gut gesättigt.

Bei Dir als Coach Dir ist es ja auch wirklich so, dass Du anders arbeitest als Hesse/Schrader oder Hofert, wenn ich das richtig sehe: Knackiger und weniger "weichgespült. ;)

Wenn man Dein Alleinstellullungsmerkmal als Coach nun nicht in Deinen Büchern wieder finden würde, hätte ja keiner etwas davon: Weder Du als Autorin, noch der Verlag und auch nicht die Leser, die wohl nicht schon wieder den 23. Aufwasch von den immer gleichen Musteranschreiben kopieren wollen.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Das gefällt mir ja nun außerordentlich, das muss ich verbal doch gleich noch hinterherschieben.

Ich glaube aber auch, dass ich mich nicht nur im Stil unterscheide, sondern auch in der Denkweise...., aber das kriegen wir ja nächste Woche!

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werkstattschreiber

Geschrieben

So, und da stehen nun sich beide gegenüber, für jeden gibt es ein Risiko. Und es ist schon sehr gut, wenn die eigene Eitelkeit nicht soooo ausgeprägt ist, dass man seinen Namen auf Biegen und Brechen auf einem Buchcover sehen will!

Ich gebe zu, ich war mal blond, etwas ist wohl geblieben. Ich lese heraus, Frau Kanzler, dass Ihr Leben nicht davon abhängt, ob nun Ihr Name auf einem Buchcover steht oder nicht. Aber am Ende haben Sie sich doch auf das Projekt eingelassen und veröffentlichen unter Ihrem Namen? Dass man als Sachbuchautor nicht zwangsläufig reich wird, habe ich jetzt schon mehrfach gelesen. Sollte das Buch nun nicht so „ankommen“ wie gewünscht, könnte das evtl. Auswirkungen auf den Job haben? Die Kundschaft hat sicher eine Erwartungshaltung. Natürlich geht man von „nur das Beste“ aus. Was war nun der Reiz? Habe ich etwas überlesen?

S.K.: Mein erster Gedanke war „Willst Du Dir das wirklich antun?“ Mein zweiter, als ich gesehen habe, wer bei Vahlen sonst noch so veröffentlicht: „Das wird richtiger Stress!“ Der dritte: „Du bist ganz schön blöde, wenn Du diese Chance, die man Dir praktisch hinterher trägt, nicht ergreifst!“ Denn natürlich erreicht man mit einem so renommierten Fachverlag eine ganz andere Breite an potentiellen Kunden als mit einem noch so großen Internetforum.

Die Quintessenz dessen ist für mich u. a., den eigenen Namen auf dem Buchcover sehen zu wollen.

Ich gebe weiter zu, dass ich ganz sicher das Buch lesen werde, auch wenn ich aktuell (und hoffentlich auch später) keinen Coach brauche (man soll nie nie sagen, ich weiß). Ich bin furchtbar neugierig, was das Besondere daran und somit auch an Ihrer Arbeitsweise ist. Vielleicht kann ich ein Exemplar mit einer netten Widmung ergattern. ;) Das wäre dann richtig cool. Wenn schon denn schon. :thumbup:

Vielen Dank für Ihre Antworten, Frau Kanzler, und natürlich viel Erfolg mit dem Buch!

Viele Grüße

werkstattschreiber

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KanzlerCoaching

Geschrieben

:rolleyes:

Ich unterschreib ja fast alle, sogar mit Text dazu, solange es keine Blankovollmachten für mein Konto sind!

Ja, ich veröffentliche unter meinem Namen. Darauf eingelassen hab ich mich hauptsächlich deshalb, weil ich wissen wollte, ob ich 200 Seiten + x schreiben kann, ob ich das durchhalte, ob ich so etwas wie einen Spannungsbogen hinbekomme etc. Als das fertig war, da war ich im Grunde schon fast zufrieden. Da hat es den Druck fast nicht mehr gebraucht. FAST nicht mehr! ;)

Ob ein "Misserfolg" negative Auswirkungen haben könnte? Was wäre denn ein Misserfolg? Ein gnadenloser Verriss in allen Medien - das wäre schon blöde. Aber das kann ich mir nicht vorstellen, höchstens "Teilverrisse" - und damit rechne ich natürlich. Denn wir wissen ja, das everybodys Darling everbodys Depp ist. Und wer will das schon? Dann lieber ein gesundes Maß an Kritik!

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KanzlerCoaching

Geschrieben

"Kick" im Sinne von "ich will es wissen, ob ich das kann" ja.

"Kick" im Sinne von "Ich bin die ganze Zeit des Schreibens begeistert um die Lampe geflogen" eher nein.

:sneaky2:

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Markus Jung

Geschrieben

... also ganz wie im Fernstudium :-)

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Markus Jung

Geschrieben

Auf die Idee gebracht vielleicht nicht gerade, aber die Sache mit dem Kick sehr schön formuliert, so dass es mich angeregt hat, mich mit meinen Überlegungen zu outen - zumindest schon mal ein Stück weit.

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P.S: Wie reagiert Ihr selbst auf Werke von Autoren, die Ihr aus anderen Zusammenhängen (z.B. dem Internet, Zeitungsinterviews oder TV-Berichten) „kennt“? In erster Linie neugierig und gespannt oder doch eher abwartend (oder sogar kritisch), wie viel Substanz das Buch denn wohl tatsächlich haben wird? .

Ich bin immer recht neugierig-gespannt im positiven Sinne, weil ich ein gewisses Bild von der Person im Kopf habe und schauen möchte, welche neuen Facetten/Inhalte es noch zu entdecken gibt. Ich finde diese Vorgehensweise immer recht bereichernd. Und wenn meine Erwartungshaltung mal nicht erfüllt wurde: So what. Es gibt Schlimmeres im Leben.;)

Eine abwartend-kritische Herangehensweise wäre mir zu negativ, weil bei mir der Blickwinkel dann eher auf Schwachstellen ausgerichtet wäre und die Gefahr bestünde, dass ich die positiven Facetten gar nicht wahrnehme.

Bei Sabine bin ich mir aber sehr sicher, dass ihr Werk viel Substanz enthalten wird. Folglich würde man ihr mit einer kritische Herangehensweise gar nicht gerecht werden. Ich bin nun aber auch gespannt zu erfahren, wodurch sich ihr Werk von der Masse der (wie ich finde zumeist sehr uniformen) Bewerbungsratgeber abhebt. Mir ist dabei aufgefallen, dass sich mir diese Frage bei den bei amazon.de hinterlegten Informationen zum Buch nicht beantwortet. Und bei amazon.de müsste der Titel doch "Die perfekte Bewerbung..." heißen?!

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Auch so ne Sache: Die Beschreibungen bei Amazon stellt der Verlag ein.....

Und damit sind wir wieder bei den zwei Unbekannten (Verlag und Autor), die sich gegenüber stehen. Der Verlag hat eine Sichtweise, was sich gut verkaufen wird und wie das beworben werden muss. Der Autor hat auch eine. Die muss sich, wie konkret zu sehen ist, nicht mit der des Verlages decken......

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Hi Sabine

Eine wirklich schwierige Gemengelage, wenn Verlag und Autor nicht in allen Punkten überein kommen. Ich glaube, dass so etwas sicherlich häufiger passiert.

Allerdings kenne ich diese Meinungsverschiedenheiten bei meinen/unseren Büchern nicht. Da waren wir als Autoren die Profis, die auch für das Marketing das letzte Wort haben.

Ich erinnere mich z.B., dass in meinem ersten Ratgeber zum Fernunterricht der Verlag vor hatte, dass ca. 4 Seiten mit Werbung von verschiedenen anderen Fernkursanbieter voll gepflastert werden sollten. Wäre sicherlich eine finanziell sehr lohnende Idee gewesen. ;)

Also Autorin habe ich dazu aber laut und deutlich "Nein!" gesagt. Das Buch war als PR für uns und unsere Firma gedacht und nicht als wunderschöne Werbefläche für ca. 20 andere Anbieter.

Zum Glück war der Verlag damals "einsichtig" ;) und hat die Werbeidee begraben. Sonst wären wir allerdings auch zu einem anderen Verlag abgewandet....

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Auch so ne Sache: Die Beschreibungen bei Amazon stellt der Verlag ein.....

Und damit sind wir wieder bei den zwei Unbekannten (Verlag und Autor), die sich gegenüber stehen. Der Verlag hat eine Sichtweise, was sich gut verkaufen wird und wie das beworben werden muss. Der Autor hat auch eine. Die muss sich, wie konkret zu sehen ist, nicht mit der des Verlages decken......

Eigentlich schade, denn die Frage, was das Besondere an deinem Ratgeber ist, wird m.E. nicht aufgegriffen. Potentielle Leser/innen müssen dann selbst sondieren. Doch dein Verlag wird seine Gründe für diese Vorgehensweise haben.

Mir geht es übrigens oft so, dass mir die Informationen, die durch den Verlag abgebildet werden, zu "dünn" sind, um für mich eine Kaufentscheidung zu treffen. Darum lese ich sehr gern Kundenrezensionen, denn sie geben oft Antworten auf Fragen, die verlagsseitig nicht aufgegriffen werden.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ich werde das Feedback weitergeben.

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      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 6
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • krypt0lady
      Von krypt0lady in Studymania 7
      Diese Woche kamen endlich meine Abschlussdokumente und damit habe ich nun nach dem BSc (hons) Mathematics, den ich an der OU studierte, auch das Kapitel Fernstudium an der isits mit einem MSc Applied IT Security hinter mich gebracht. Damit habe ich zwei Studiengänge per Fernstudium erfolgreich abgeschlossen und erfreue mich der lernfreien Wochenenden. :-)
       
      Die Zeit bis zur Abgabe der Masterarbeit ist wie im Fluge vergangen und ich war froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden hatte, denn die Masterarbeiten an der isits müssen mind. 25% technisch sein, das hieß in meinem Fall viel programmieren. Inzwischen habe ich den Job gewechselt und kann berichten, dass der Abschluss dabei auch ein Thema war.
       
      Ein kleines Schmankerl hat der Abschluss noch: da der Studiengang an der Ruhruni Bochum der Fakultät Elektrotechnik zugeordnet ist, darf man sich Ingenieur bzw. Ingenieurin nennen. ;-)