Psychologie an der FernUni Hagen

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Ich habe keine Zeit für ein Fernstudium

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Markus Jung

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Ist ja eine schöne Träumerei, nochmal ein komplettes akademisches Fernstudium zu machen - aber wie das so meistens ist: "Träume sind Schäume" und verschwinden schnell wieder.

Auch bei aller Effizienz würde ich auf Dauer sicherlich nicht auf mehr als fünf Stunden pro Woche für das Fernstudium kommen. Zu wenig, um irgendwann mal zum Abschluss zu kommen.

Außerdem haben meine weiteren Recherchen zum Psychologie-Studium an der FernUni Hagen auch mindestens zwei Problembereiche ergeben, die ich mir eher nicht antun möchte:

1. Dachte ich, dass sich Mathe hauptsächlich auf das Statistik-Modul zu Beginn des Studiums konzentrieren würde und dann nur noch am Rande benötigt würde, um Studien zu verstehen etc. Nun habe ich aber erfahren, dass sich Mathe das ganze Studium hindurch durch fast alle Module zieht. Das würde für mich sicherlich einen nochmal deutlich erhöhten Zeitaufwand bedeuten.

2. Scheint es in den Klausuren fast nur darum zu gehen, sehr pingelig auswendig gelerntes Wissen abzufragen, statt dieses anzuwenden. Mag ja für ein Unistudium normal sein, aber auch das möchte ich mir nicht antun und halte es für Zeitverschwendung. Reines auswendig lernen fällt mir eher schwer und dann nur für den Klausurtermin. Ne, das muss nicht sein.

Trotzdem werde ich mich wohl zum Wintersemester in Hagen in den Fernstudiengang einschreiben, denn so langsam zeichnet sich ein Konzept ab, wie ich mir meine ganz persönliche Weiterbildung "zusammenbasteln" werde. Zum Glück habe ich ja den Luxus, dass ich auf einen Abschluss auch verzichten kann - in Hagen würde ich diesen vermutlich eh erst mit 60 erreichen ;-). Mehr dazu in meinem nächsten Blogpost!

Nachsatz: Vielleicht muten meine Blogbeiträge etwas unüberlegt an und hören sich nach "erst hüh, dann hott an". Das hat seinen Grund darin, dass ich mich entschlossen habe, schon über den ganzen Planungsprozess hier offen zu schreiben, und nicht erst das Ergebnis zu präsentieren.


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16 Kommentare


KanzlerCoaching

Geschrieben

Genau deswegen finde ich es wichtig, dass Sie über den Prozess der Entscheidungsfindung berichten. Denn nur allzu oft laufen die Fragestellungen ja "Ich möchte Psychologie studieren, um etwas über Kommunikation und Menschen zu erfahren - und was kann ich dann damit machen?" Wobei Psychologie jetzt nur ein Beispiel ist, weil Sie es in Erwägung gezogen haben.

Noch blöder ist es, wenn jemand Zeit und Geld in erheblichem Ausmaß investiert hat und erst hinterher fragt "Was kann ich damit anfangen, schließlich habe ich mir viel Mühe gegeben und gelernt, das kann doch nicht umsonst gewesen sein..."

Es IST manchmal umsonst gewesen, aber vor allem deshalb, weil man sich nicht vor Beginn die richtigen Fragen gestellt hat....

In diesem Sinne: Fragen Sie! Stellen Sie Überlegungen an, formulieren Sie Hypothesen und überprüfen Sie die dann.

Und jeder andere auch, der sich mit diesem Thema beschäftigt!

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HannoverKathrin

Geschrieben

Das heißt dein Ergebnis steht schon fest und du schiebst nun einfach von Zeit zu Zeit die Blogbeiträge los, oder ist die Reise noch ungewiss?

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Markus Jung

Geschrieben

Nein, das Ergebnis ist im entstehen und darüber blogge ich. Langsam wird mein Konzept zwar konkreter, aber das passte nicht alles in diesen Beitrag und ich möchte noch ein bisschen daran basteln, bevor ich es hier veröffentliche. Es soll hier ja auch nicht der Eindruck entstehen, dass ich ständig meine Pläne umschmeiße ;-)

Allerdings ist es bei mir meist so, dass aus vagen Plänen und "tollkühnen" Ideen dann irgendwann ein brauchbares Projekt wird - meine Selbstständigkeit ist ähnlich entstanden.

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Ich finde dein Vorgehen gut, weil es ja tatsächlich dem echten Leben entspricht. Manchmal läuft es eben so, wie du das beschreibst. Man entscheidet sich für etwas, gerät dann ins Grübeln, findet womöglich weitere Informationen, die das Vorgehen in einem anderen Licht erscheinen lassen, und plötzlich sieht's wieder anders aus.

Auf jeden Fall bin ich weiterhin gespannt, was du genau vorhast. :)

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Michael Knight

Geschrieben

Schade.

Mag ja für ein Unistudium normal sein,

Nein, das ist für ein Unistudium nicht normal. Ich denke, das ist weniger von der Hochschulform (also FH/Uni) abhängig, sondern vom Studienfach.

Studier' doch an der FU Hagen Mathe, wenn Du nichts auswendiglernen möchtest :-)

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Markus Jung

Geschrieben

Studier' doch an der FU Hagen Mathe, wenn Du nichts auswendiglernen möchtest :-)

Nö - siehe Bedenken 1....

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Mir gefällt auch sehr gut, dass du deine Überlegungen bloggst. Wie oft fragt jemand im Forum, ob er/sie für das Fernstudium geeignet ist. Und bei jedem spricht man die gleichen Themen (Zeit?, Passen die Module auch auf das was man haben will? etc.) an :)

Animiert sicherlich manchen, die eigene Motivation für das Fernstudium und auch die Auswahl des Faches zu überdenken

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Michael Knight

Geschrieben

siehe Bedenken 1

Daher der Smiley am Ende meines Satzes.

Unabhängig davon: auswendiglernen oder abstrakt denken, mind. eines von beiden muss man für mein Verständnis immer um ein Studium abzuschließen.

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Markus Jung

Geschrieben

mind. eines von beiden muss man für mein Verständnis immer um ein Studium abzuschließen.

ja. Es kommt aber immer auf die Verhältnisse an. Und wenn ich nun 15 Jahre jünger wäre und noch kein abgeschlossenes Studium und diverse Verpflichtungen hätte, würde ich mich vermutlich auch dieser Herausforderung stellen. Im Informatik-Studium gab es ja auch ein "bisschen" Mathe und es war einiges auswendig zu lernen.

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Michael Knight

Geschrieben

Es kommt aber immer auf die Verhältnisse an. Und wenn ich nun 15 Jahre jünger wäre und noch kein abgeschlossenes Studium und diverse Verpflichtungen hätte, würde ich mich vermutlich auch dieser Herausforderung stellen.

Verstehe ich vollkommen. Es war Deine Idee mit dem Studium :-) Ich denke es gibt nur eine Möglichkeit die nervige Auswendiglernerei zu minimieren (= 0 geht gar nicht): Wähle ein Studienfach aus den Gebieten Naturwissenschaften/Informatik/Ing.

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Markus Jung

Geschrieben

... oder ich verzichte auf die nervigen Prüfungen. Wir werden sehen.

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Technische Informatik kann ich da empfehlen, nur sind da wieder die Bedenken siehe 1...., weil Mathe zieht sich durch das ganze Studium, dafür liegt der Ausweniglernanteil unter 10% ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Nönö, acht Semester Informatik reichen mir ;-)

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ich kann beide Bedenken voll und ganz verstehen - auch wenn es sicher interessant gewesen wäre, dein Studium zu verfolgen.

was hälst du von der Möglichkeit "Akademiestudium" - da hast du die Möglichkeit, verschiedene Module, die dich interessieren, zu studieren....ganz nach Lust und Laune und ohne Druck durch Klausuren oder Abschluss oder, oder oder.....

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Ohne die Prüfungen quält man sich doch niemals mit dem ganzen Stoff rum... es hat doch seinen Grund, warum 95% der Studenten erst vor den Prüfungen richtig intensiv lernen: Ohne Druck geht der Mensch der Arbeit aus dem Weg. Am Anfang mag es mit etwas Euphorie klappen, aber danach...

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Markus Jung

Geschrieben

was hälst du von der Möglichkeit "Akademiestudium" - da hast du die Möglichkeit, verschiedene Module, die dich interessieren, zu studieren....ganz nach Lust und Laune und ohne Druck durch Klausuren oder Abschluss oder, oder oder.....

Das wäre auch eine Möglichkeit. Im Moment tendiere ich aber dazu, mich ganz regulär einzuschreiben und mir die Rosinen raus zu picken und auch zu überlegen, ob/wann/welche Klausuren ich dann schreibe. Dazu aber mehr in Kürze in meinem Konzept.

@wooten: Die Gefahr ist sicherlich da. Auch das möchte und werde ich ausprobieren.

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      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
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      Angebote der Uni
       
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      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 9
      Hey Leute,
       
      heute war es so weit. Das heiß ersehnte Kolloquium stand vor der Tür. Ich war mächtig nervös und hatte noch am Vortag kleine Korrekturen in der PowerPoint- Präsentation gemacht. Was musste meine Freundin in den letzten Tagen als Zuschauerin und Kritikerin herhalten. jeden Tag hatte ich an dieser Rede gefeilt und geübt. Und heute sollte es so weit sein.  
       
      Ich habe mit einer 2,0 bestanden. Von nun an habe ich einen akademischen Titel. Das kann mir keiner mehr nehmen.
       
      Eigentlich dachte ich, dass ich jetzt so etwas schreibe wie "yehaaa, endlich habe ich es geschafft/ ich könnte Freudentänze machen/ Ich hatte nach der Präsentation gejubelt /Das Studium ist vorbei/ Ich komme aus dem Grinsen nicht mehr heraus"... aber Fakt ist, dass ich die Mitteilung, bestanden zu haben, eher nur hingenommen habe. Natürlich habe ich mich bei den drei Tutoren bedankt (Erst- und Zweitdozent plus Beisitzerin). Ich habe auch allen, die mir geschrieben und beglückwünscht hatten, meinen Dank ausgesprochen. Aber irgendwie verspüre ich keine Freude oder gar Erleichterung oder das Gefühl, etwas geschafft/ vollbracht zu haben. 
      Ich habe verdammt nochmal ein Fernstudium nach 4,5 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Da muss doch Freude aufkommen. 
      Habe ich es einfach nur noch nicht realisiert? Muss ich erst das Zeugnis in der Hand halten, um das zu schnallen? Habe ich so lange auf diesen Moment hier hingearbeitet, sodass ich es mit einem schnellen "Sie haben mit einer 2,0 bestanden" nicht so recht wahrnehme?
      Nebenbei schiele ich ja schon seit längerem auf mögliche Musterstudiengänge. Sehe ich diesen Abschluss vielleicht nur als notwendige Bedingung für mein nächstes Ziel, den Master?
       
      Ich hoffe, dass ich mich in Kürze endlich richtig freuen kann. Das ist so ein komisches Gefühl. Ich weiß, dass ich was geschafft habe und fühle mich dennoch so ..weiß nicht... unbestätigt/leer/emotionslos.
      Es ist mir so unangenehm, dass sich meine Umwelt für mich freut und ausgerechnet ich bin total unbeeindruckt.
       
      Nichtsdestotrotz kommt hier das versprochene Bild aus der DB-Lounge Frankfurt/Main.
      Prost!