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Ritual und Euphorie

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chillie

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Habt Ihr auch Klausurrituale?

Ich hatte mir so das ein oder andere angewöhnt - zeitweise gab es Freitags immer das gleiche Essen und Samstags das gleiche Frühstück, dann hab ich am gleichen Parkplatz geparkt und bin einen Umweg gelaufen um mich zu bewegen usw.

Inzwischen fahre ich direkt, meist etwas später (so spät wie heute war ich noch nie! ;) ), parke teuer vor dem SZ ... aber, ich trinke immer noch meinen Kaffee vor der Klausur und auf der Fahrt gibts wirklich wirklich laute Musik im Auto (zum Glück ist auch noch die Autobahn recht leer, sprich man kann auch etwas zügiger fahren).

Die Aufregung am Freitag und heute Morgen war eigentlich kaum zu überbieten, seit Ende letzen Jahres werde ich von Klausur zu Klausur aufgeregter. Sicher nicht nur weil es auf das Ende zugeht, sondern weil die Vorbereitung immer abenteuerlicher wird. Heute kam ich wirklich aufgeregt im SZ an, habe meinen Kaffe geholt und meinen Platz gesucht ... gesehen dass von 4 für FIW angemeldeten nur 2 erschienen sind und auf die Dinge gewartet wie wohl kommen mögen.

Und dann... dann war sie da, diese wohlige Euphorie, die sich einstellt, wenn man das Blatt umdreht und ausreichend Fragen findet, die man beantworten kann!!

Von den 5 Fragen wusste ich tatsächlich 4, ich würde sagen Punktlandung, denn die Antworten auf alle 5 Fragen zu wissen, wäre ja total ineffizient gewesen :cool:

Je länger ich geschrieben habe um so besser gelaunt war ich, ich habe zu allen Punkten etwas hingeschrieben und war wirklich suuuper gelaunt. Im Kopf rechnete ich schon mit 2,0 oder ähnlichem.

Leider habe ich nach der Klausur noch in die Musterlösung des Dozenten geguckt und festgestellt, dass die HFH verdammt blöd ist!!!! Da ich ansonsten wegen etwas, das nirgendwo in der Angabe der Frage steht 5 Punkte verschenkt hätte (es war eine Lorenzkurve zu zeichnen, lt. Musterlösung gab es aber darauf nur 5 der 12 Punkte, 2 gab es für die Interpretation und 5 dafür, dass man die einzelnen Zahlen aufkummuliert hat - wenn es wirklich dafür 5 Punkte Abzug gibt, obwohl die Zeichnung korrekt ist und nur gefordert war die Lorenzkurve darzustellen, gibt es einen Einspruch) - zudem habe ich noch bei ein paar Details daneben gelangt.

Nachdem die Aufregung über das Thema verschwunden war, stellte sich aber das wohlige Gefühl ein, etwas erledigt zu haben. Denn auch im Worst-Case werde ich nicht durchfallen und wahrsch. werde ich auch meine schlechteste Note (2,7) nicht noch im Hauptstudium auf dem Endzeugnis manifestieren.

Fragenglück und die unglaubliche Eigenschaft meines Hirns in Stresssituationen Details hervorzukramen, die ich nur ungenügend gelernt habe bringen mich also hier durch.

Vorletzte Klausur erledigt und es bleibt die Vorletzte ... wenn ich die Euphorie jetzt noch für die BUF-Vorbereitung eingefrieren könnte wäre alles prima, aber immerhin traue ich mir das jetzt auch noch zu.

Schönes Restwochenende euch allen noch... ich bin jetzt einfach mal glücklich und entspannt ... so für ... naja 2-3 Tage :D


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19 Kommentare


Ging mir genauso , für die letzten 4 Kausuren habe ich ungefähr das Lernpensum gehabt, das ich frührer in eine Klausur investiert hatte. Da schlägt man die Aufgaben auf und sieht genau die Aufgabenstellung die man gebübt hatte, alles was Mut zur Lücke war kam nicht dran, Glück braucht der Mensch.

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aah, da war der Fragengott dir doch holt:)

hatte bei der BUF-Klausur ein ähnliches Erlebnis: Aufgabenstellung: nennen Sie 10 Funktionen des Personalmanangements. und dann: welche Aufgabe ist für die Klausurfirma relevat und wieso? und bei der Musterlösung warn wieder alle 10 Funktionen ausgewählt, z. T. mit der Aussage "ist für die Musterfirma nicht relevant" - und für diesen Satz gab es Punkte. Ich hatte nur 4 oder 5 Funktionen ausgewählt, und für die übrigen (die nicht relevant waren) keine Punkte bekommen. Widerspruch war erfolglos - sonst wäre die Bewerung ja "willkürlich" :( aber das ist halt die HFH - und die Note war trotzdem noch gut....

ich wünsch dir trotzdem eine gute Bewertung :thumbup: und viel Erfolg bei der BUF-Vorbereitung

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Ich bin auch gespannt - ich habe sogar etwas getan, was mir sonst fremd ist... nämlich im SB nachzuschlagen.

Im SB ist auch einzig die Lorenzkurve dargestellt ohne dazugehörige Datentabelle... und immerhin hieß die Fragestellung "Stellen Sie das Instrument der Lorenzkurve dar"

Aber egal, ich habe für mich heute noch eine Notengrenze gesetzt unter der ich anfordern würde... wenn mir die 5 Punkte fehlen und ich anderswo doch 5 mehr habe, lass ich es gut sein ;)

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na ja, für mich wars schon ärgerlich, weil ich 1,5 Punkte von der nächsten Note entfernt war - und die Aufzählung der "nicht relevanten" Funktionen hätte diese (und mehr) Punkte gebracht. :D Daher auch der Widerspruch - die Reaktion des Korrektors klang meiner Meinung ein wenig pikiert: ich hatte den Eindruck, dass er es nicht ok fand, dass ich seine Bewertung in Frage stelle. :blink:

Aber was soll's - man soll sich nicht über Dinge ärgern, die man eh nicht ändern kann. Und die Note war, wie gesagt, durchaus vorzeigbar.

Ich wünsch dir auf jeden Fall mehr Glück und einen Korrektor, der dir gewogen ist :)

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Naja eine Folge des "neuen" (inzwischen nicht mehr so neuen) Einspruchsverfahrens. Die direkte Kritik am Korrektor ist natürlich nicht sonderlich förderlich, wenn jemand sehr sicher ist, der Beste zu sein :)

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hmmmm, ich würd es ja auch für besser halten, wenn der Widerspruch von einem anderen Dozenten bearbeitet würde - so hätte man zumindest zwei Meinungen, was meiner Meinung schon aussagekräftiger wäre. Und wenn's im Grundstudium vielleicht noch nicht so schlimm ist - die Noten interessieren nachher eh keinen mehr so wär's im Hauptstudium schon sinnvoll, da die Noten ja in die Diplomnote einfliessen.

ist so ähnlich wie bei Aufsätzen damals in der Schule - da war die Note teilweise auch eher vom Lehrer abhänig als von der Leistung.

aber wie gesagt: das ist halt eben HFH....

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LillyRocks

Geschrieben

Chillie, Du hast bestimmt wieder ne super Note. Und wenn Du die dann hier verkündest, dann bin ich dir Erste die sagt, dass ich es eh gewusst hab ;-)

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Ich glaube sollte es (wider Erwarten) eine 1,0 werden, würde ich die Note hier öffentlich leugnen um Vergeltungsaktionen der Mitblogger zu entgehen :blushing:

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Egal, was es wird - es wird gut! Vielleicht nicht unbedingt die 1,0, aber vom Erleben her, dass man auch nicht 150%ig vorbereitet in eine Prüfung gehen kann, dass man nicht pausenlos die optimale Motivation haben muss. Dass man sich also durchaus von Zeit zu Zeit auch ein bisschen Schwächeln erlauben darf, wenn die Grundkondition stimmt. Und die stimmte ja die ganzen letzten Jahre.

Und vielleicht lernen Sie ja daraus, ein klein wenig gnädiger mit sich umzugehen? Spaß an der Leistung haben Sie ja dann trotzdem noch, oder?

:)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Vorletzte Klausur erledigt und es bleibt die Vorletzte

Vermutlich bleibt die Letzte :)

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Spaß an der Leistung habe ich natürlich, auch wenn ich inzwischen in solchen Situationen eben abwägen muss, da im Gegensatz zu früher die Energie nicht mehr für "alles" reicht.

@Kathrin

Das stimmt schoN wie es es da steht, ich will damit sagen, dass die vorletzte auch deswegen die vorletzte bleibt, weil ich sie nicht wiederholen muss.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Sie reicht schon, die Energie, aber nur, wenn man akzeptiert, dass der Normalmensch nur popelige 100% zur Verfügung hat, die er halt einteilen muss.

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Ich wusste, dass hier irgendwo der Hund begraben liegt. ;)

Aber im Ernst - ohne Selbstkasteiung hinsichtlich des Studiums hätte ich sicher schon im letzten Drittel den Mut verloren. Dazu brauche ich (fragen Sie mich nicht warum) die Annahme das ich durch irgendwelche Rechentricks und Rundungsfehler hin und wieder 110% zur Verfügung habe.

Ob mir diese Klausur jetzt allerdings tatsächlich genau den dafür notwendigen Lerneffekt bringt? Ehrlich gesagt, hätte ich mir das nach 20 Klausuren schon 20x denken können. Allerdings belohnt mich die HFH (oder ich mich) jedes mal mit guten Leistungen, dass ich es bei der nächsten Vorbereitungsphase schon wieder vergessen habe, etwas lockerer, entspannter und gnädiger zu sein... und in meiner jetzigen Situation gibt es nichtmal eine Pause zwischen den Klausuren.

Ich sehe schon, nach dem Studium bin ich reif für eine Therapie ...

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Ich sehe schon, nach dem Studium bin ich reif für eine Therapie ...

Kannst dich ja dann vertrauensvoll an den Markus wenden, der macht ja dafür die richtige Weiterbildung ;)

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LillyRocks

Geschrieben

Chillie, Du glaubst es nicht! Letzte Nacht habe ich geträumt, dass Du in der Klausur wieder eine 1 hast. Nicht zu fassen, was Nachts in meinem Hirn vor sich geht. Jetzt bin ich aber doch sehr gespannt auf die Note. Das ist praktisch, denn es lenkt von der Warterei auf die eigenen Noten ab :lol:

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Ist es schlimm, wenn ich das ein ganz klein wenig gruselig finde? ;)

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LillyRocks

Geschrieben

Nee gar nicht. Ich finds auch erschreckend. Aber es gibt Schlimmeres, als von Deinen Noten zu träumen. Vielleicht habe ich ja hellseherische Fähigkeiten :)

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LillyRocks

Geschrieben

Ene mene deins, der Chillie bekommt ne eins - hex hex!

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)