Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    5
  • Kommentare
    3
  • Aufrufe
    1.449

2. Präsenzwoche

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Eastside

92 Aufrufe

Nach meinem letzten Blogeintrag sollte dieser eigentlich kurz darauf folgen, aber zeitlich war ich zu sehr mit dem zweiten Leistungsnachweis beschäftigt. Aber immer der Reihe nach…

Die zweite Präsenzwoche hatte Ende Mai stattgefunden und ein neues Gesicht hatte sich auch in der Gruppe eingefunden. Dafür fehlten aber auch schon zwei Kommilitonen. Die Themen dieser Woche waren mehr dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften einzuordnen und bestanden aus folgenden Haupthemen:

- Baugrund

- Finanzbuchhaltung

- Baustoffkunde / Bauchemie

- Kosten- Leistungsrechnung

- Baukalkulation

Am ersten Tag bekam man den obligatorischen DIN A4 Ordner mit den Inhalten dieser Woche. Dieser sah anfänglich noch recht leer aus, aber das sollte sich im laufe Woche noch ändern und zum Schluss war der Ordner auch wieder Randvoll. Also zu früh gefreut ;-)

In der Woche stand auch die erste Klausur an, mit meinem absoluten „Lieblingsgebiet“: Baustatik bzw. Tragwerkslehre. Wie ich im letzten Eintrag noch nicht erwähnt habe, hatte der Professor so ca. 1.5 Jahre meiner letzten Ausbildung in 10 Stunden durchgearbeitet. Die Geschwindigkeit war enorm und wer vorher noch nie damit zu tun hatte, für den war es sicherlich ein Schock bzw. eine eigentlich unlösbare Aufgabe 5 Wochen später die Klausur zu bestehen. Die Statik-Klausur wird nicht benotet und dient einzig und allein um alle Mitstudenten auf ein Level zu bringen. Für einen Bauingenieur sicherlich nicht alt zu schwer, aber für Architekten, Bautechniker doch eine Herausforderung. Wie bereits geschrieben findet keine Benotung statt, es gibt nur Bestanden oder nicht Bestanden. Im Falle des nicht Bestehens hat man noch 2 Chancen…

Stunde X kam und erst mal war ich überrascht, dass alle Hilfsmittel in der Klausur erlaubt waren, bis auf programmierbare Taschenrechnen und Laptops und es folgte auch gleich der nächste Schock: 7 Aufgaben in 60 Minuten. Um das Ganze in eine Relation zu bringen: In meiner Abschlussarbeit kamen 4 Aufgaben gleicher Größenordnung in 90 Minuten dran, ich gehöre eigentlich immer zu den schnelleren beim abarbeiten von Klausuren und trotzdem bin ich damals geradeso fertig geworden.

In der Klausur habe ich mit den einfachsten Aufgaben begonnen und habe ich mich dann den Schwierigkeitsgrad nach oben gearbeitet. Einen Wimpernschlag später waren die 60 Minuten schon um ;-) Schnell noch die möglichen Punkte gezählt und mir ahnte schon schlimmes, gerade mal die Hälfte der maximal erreichbaren Punkte. Gut, ich hoffte auf eine „40%-reichen-Regelung“ und dann gleich der nächste Schock 50 % :-( Jetzt waren die Chancen äußerst gering, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die restliche Themengebiete waren eigentlich nicht der Rede wert, alles schon mal irgendwie gehabt, nur nicht so ausführlich. Aber eine Menge gelernt besonders wenn darum ging über den Tellerrand hinaus zuschauen. Hat definitiv Spaß gemacht…

Der Freitagnachmittag nähert sich und wir bekamen endlich das Thema für den zweiten Leistungsnachweis: Fassadensanierung – Kostenschätzung nach DIN 276, Ausschreibungs-Leistungsverzeichnis und Angebot erstellen. Theoretisch jetzt nicht unbedingt die Herausforderung, aber da die Woche schon so einige Überraschungsmomente hatte, irrte ich mich in diesem Fall mal wieder gewaltig. Zum Glück hatte ich die anschließende Woche mal Urlaub…

Die vorgegebenen Eckdaten waren ziemlich bescheiden, die Mengen, die Rohlöhne, ein paar prozentuale Angaben und das war es auch schon. Hätte alles auf eine halbe DIN A4 Seite gepasst! Was es zu tun gab war klar, das Ziel war auch klar, nur der Weg dorthin war es nicht. Alles was nicht in der Aufgabenstellung stand musste als Annahme getroffen werden und entsprechend erklärt werden. Bearbeitungszeit waren 5 Wochen und wenn ich den Aufwand dafür Schätze komme ich bestimmt auf 120 Stunden, inkl. Recherche. Anfangsdachte ich: “1 Wochenende und das Ding ist fertig“.

Da wie schon beim ersten Leistungsnachweis alle ins kalte Wasser geworfen worden, bin ich mir sicher dass es so bleiben wird. Also wer sich für diesen Studiengang interessiert, dem sollte bitte bewusst sein, das es keine vorgefertigten Lösungen gibt, es gibt keine Beispiele, keine Muster oder ähnliches. Keiner sagt tue dies oder das! Die Vorlesungen zeigen grob die Möglichkeiten in der Theorie und Praktisch muss man es sich selbst erarbeiten. Ich persönlich finde diese Art der Lehre besser, es kommt nicht darauf an Dinge auswendig zu lernen sondern sie anzuwenden. Im Beispiel der Fassadensanierung fängt es an: Wo bekomme ich die Kostenkennwerte für die Kostenschätzung her, wie ist der Bauablauf und die Technik bei den auszuführenden Arbeiten, wie schreibe ich die Leistung aus und wie kalkuliere ich die Preise? All diese Sachen bekommt man nicht dazu, um die muss man sich selbst kümmern!!!

Also wer denkt er bekommt für seine Studiengebühren alles Brühwarm serviert, für den ist dieser Studiengang sicherlich nicht zu empfehlen. Man braucht trotzdem sekundär Literatur und muss sich in die einzelnen Themengebiete einlesen.

Das soll es auch schon wieder von mir gewesen sein. Der nächste Eintrag wird sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen, immerhin schreibe ich ja immer in der Vergangenheit…


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


0 Kommentare


Keine Kommentare vorhanden

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 12
      Hallo liebe Blogleser,
       
      hier ganz druckfrische Informationen aus meinem Mitarbeiterentwicklungsgespräch:
      Der Master geht von Arbeitgeberseite her klar!
       
      Für die Pflicht-Präsenztage bekomme ich Dienstbefreiung, das Anerkennungs-Praktikum darf ich in unserer Einrichtung absolvieren (falls von Seiten der Diploma/MEU zulässig) und die Masterarbeit darf ich auch hier schreiben. Außerdem wird mir unser Ltd. Psychologe während des Studiums für fachliche Fragen zur Seite stehen.
      Nur Geld gibt´s keines. Womit ich aber leben kann, da die Studiengebühren ja als Werbungskosten geltend gemacht werden können.
       
      Jetzt bleibt nur noch die Hürde, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Genaue Infos gibt es aber leider noch nicht. Die Diploma geht davon aus, dass es in zwei Wochen soweit sein wird.
       
       
      Drückt mir die Daumen!
       
      So long...
      Forensiker
    • graphita
      Von graphita in Zu Zweit zum Bsc - Wiwi an der FernUni Hagen 8
      Guten Morgen,
      ein bisschen hab ich überlegt, jetzt habe ich mich doch entschlossen einen Blog zu beginnen.  
      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • WibbSi
      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!