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4 Jahre Fernstudium - Schweiß, Fleiß, Verzicht, Freude und Stolz

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Webby

98 Aufrufe

So ziemlich genau heute vor 4 Jahren entschied ich mich spontan mein Leben radikal zu verändern - und dass das bis heute gehalten hat, wundert mich selbst noch. Es gab kein langes Nachdenken über Anerkennung (da Infos über einen Arbeitskollegen der dies selbst hinter sich hatte), ob und wie ich das in meine Freizeit hineinbekomme, ob ich fähig dazu bin, ob ich so lange auf soviel Freizeit verzichten kann. Irgendwie hab ichs einfach mal angefangen.

Ein Grund zum Feiern? Nein ich denke eher nicht, aber ein wenig Stolz und Nachdenken kommt schon auf. Es gab viele Tiefs und Hochs, viele Hobbys die ich seit dieser Zeit nicht mehr ausführe - geht einfach nicht wenn man zuviele hat -, einige soziale Kontakte verloren etc... aber dennoch, es ist nicht alles weg, es ist nur alles viel stärker gefiltert und priorisiert.

Eine harte und lange Zeit ist hinter mir, mit bereits leichtem Licht am Ende des Tunnels. Ich kann durchaus zufrieden sein. Mein Fern-Fachabi in 2 Jahren mit 1,6 abgeschlossen und momentan seit 2 Jahren an der WBH im 4. Semester mit aktuellem Schnitt bei ca. 1,7 geben mir das Gefühl den richtigen Weg gegangen zu sein. Wenn alles weiter so nach Plan läuft, bin ich in 2 weiteren Jahren fertig :)

Während das Studium lange Zeit sehr an meiner Substanz gekratzt hat, fühle ich mich momentan richtig wohl mit dem Stress und der Belastung. Auch wenn sich an meinem 20-22 Std/Wo workload nie was geändert hat, so bin ich momentan richtig motiviert und kann mit meinen, in dieser Zeit ausprobierten Lerntechniken schon fast jonglieren^^ Aber im Prinzip hat sich natürlich längst alles eingependelt - wär ja auch schlimm wenn nicht. Auch das Konzept immer alle Klausuren eines Semesters aufeinmal zu schreiben, klappt bisher richtig gut und spart Urlaubstage und Geld.

Um mal die Noten aus dem 3. Semester nachzureichen:

Grundlagen Elektrotechnik II: 1,0

Grundlagen Elektrotechnik III: 1,7

Führung und Kommunikation: 1,0

Technical English: 1,0

Digital und Mikrorechentechnik: 1,7

Also seeeehr zufrieden :D

Grundlagen Elektronik habe ich nun durchgearbeitet. In Signal und Systemtheorie fehlt mir noch ein Heft und in Embedded Systems bin ich mit dem ersten von 4 Heften auch bereits durch. Inklusive Prüfungsvorbereitung denke ich, wird es mir reichen diese 3 Klausuren wieder gebündelt im Dezember abzulegen.

Signal und Systemtheorie hat mir anfänglich echt Kopfschmerzen bereitet, weil in den Heften einfach furchtbar schlecht erklärt. Mir blieb hier nur Zusatzliteratur bei Amazon zu kaufen, welche mir für das weitere Verständnis sehr geholfen hat.

Bin noch am Überlegen wann ich mich für das BPS anmelde bzw. die Anerkennung einreiche, denn ich hab immer noch keine Ahnung wie ich diesen Bericht schreiben soll. Ich denke ich werd mir auch hier zuerst Literatur besorgen wie man denn so nen wissenschaftlichen Bericht überhaupt schreibt.

Der Plan sieht momentan so aus, erstmal die Hefte für die 3 nächsten Klausuren fertig zu bearbeiten und dann mal schaun wo ich dann zeitlich bin; also ob ich das mit dem BPS vor den Klausuren im Dezember, oder erst danach hinter mich bringe.

halte Euch auf dem Laufenden - wenn auch in größeren Abständen ;)

Gruß

Webby


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21 Kommentare


Herzlichen Glückwunsch zu den tollen Noten! (Str****) ;)

aber halleluja, 20 Stunden Workload klingen nach verdammt viel Disziplin, das würde ich niemals hinbekommen! Ich würde mal sagen - du kannst stolz auf dich sein :thumbup:

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Ich wollte jetzt eigentlich schreiben, dass mich Dein Workload und Dein Stress nicht wundern, wenn Du solche Noten erzielst.

Aus ... sagen wir strategischen Gründen... habe ich mich aber entschlossen so etwas hier nicht zu schrieben. ;)

Darum:Mach weiter so!!!

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Das finde ich ja spannend, dass Du Dich "einfach so" in Studium gestürzt hast, und es so, so klasse läuft. Herzliche Glückwünsche auch zu Deinen Noten: Fi.de-Bloggen scheint die Noten fast automatisch auf einem hohen Stand zu halten... ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Klasse - Glückwunsch. Dieser Blogbeitrag von Dir hört sich richtig gut an. Ich kann mich da auch noch an Blog-Zeiten erinnern, als Du deutlich weniger optimistisch warst. Schön, dass Du durchgehalten hast. Und weiter viel Erfolg!

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Super Noten und ein super Notenschnitt, Hut ab !

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danke Leute, ich werd mein bestes geben das ganze genau so weiterzumachen :)

@Chris86: Was oder wie meinst du mit was ich vorher gemacht hab?

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WillWasWerden

Geschrieben

Kriege ich denn noch einen Hinweis auf die Zusatzliteratur?

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@WillWasWerden: Natürlich, hatte nur noch keine Zeit zu antworten

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Was du denn Beruflich vor dem Fern - Fachabi gemacht hast?

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Hä? Wie kommst du darauf dass ich beruflich jetzt was anderes mach als davor? Ich war bzw. arbeite davor und während dessen und auch jetzt noch als Industriemechaniker/Instandhalter

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WillWasWerden

Geschrieben

Stark ist, Du hast ja als Industriemechaniker wahrscheinlich mit dem Stoff (auf dem Niveau) beruflich nicht oder wenig zu tun - oder täusche ich mich? - und bringst solche Leistung nach Hause.

Udo z.B. war ja bereits SGT, als er den Bachelor in TI begann.

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Danke :) Naja es ist so, dass ich indirekt schon mit dem ganzen Stoff zu tun hab; arbeite ja an bzw. mit jenen automatisierten Anlagen. Nur bin ich natürlich nicht bei der Inbetriebnahme, elekrtrischer Verschaltung oder Programmierung dabei. Meine Aufgaben liegen nur im Bereich der Bedienung, Störungssuche und Behebung mithilfe der SPS, sowie ein bisschen Roboterprogramme abfahren/nachteachen und mechanische Reparaturen durchführen. Indirekt hab ich also schon mit der Materie zu tun, aber eben auf einer anderen, abstrakteren Ebene. Das Wissen aus dem Studium kann ich also aktiv nicht anwenden, sondern erweitert nur mein Hintergrundwissen. Nach dem Studium möchte ich aber natürlich schon in andere Ebenen in diesem Bereich einsteigen.

Was ist denn ein SGT? Das sagt mir so gar nix.

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SGT = Staatlich geprüfter Techniker (würde ich vermuten)

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WillWasWerden

Geschrieben

XPectIT erhält 100 Punkte, stimmt genau.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Das klingt nicht nur richtig positiv, sondern es macht sogar Spaß das zu lesen.

Hut ab vor deiner tollen Leistung. Vor allem der Workload klingt beeindruckend. Dein Bericht zu Hobby, Freunden und Co. erinnert mich stark an mich selbst. Aber ich sehe es wie du, es ist eben priorisierter/konzentrierter.

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Starke Leistung, Glückwunsch Webby!!! Fang im September auch mit Tech IT an und es baut schon auf zu sehen wie gut es laufen kann.

Bzgl. der berufspraktischen Phase würde würde ich mir ggf. das Praktikum bei Alcatel-Lucent in Indien durch den Koppf gehen lassen, ist für den Lebenslauf mit Sicherheit mehr als gut.

Ansosnten kann man nur sagen, Hut ab und weiter so!

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@Jester: meinst du dir für dich durch den Kopf gehen lassen oder auf mich bezogen? Wenn ich mein BPS anerkannt bekomme, brauch ich ja keins machen. Da ich zu 99% auch bei meiner Firma bleiben werde/will, ist der Vorteil bei so ner anderen Firma parallel zu arbeiten ohnehin fraglich. Wie sieht das überhaupt arbeitsrechtlich aus, beim eigenem Betrieb Urlaub zu nehmen um bei nem anderen zu schuften? Ich weiß nicht, in ner anderen Situation würde es für mich sicher auch in Frage kommen, aber aktuell sehe ich es bei mir als unnötig an.

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Sorry, mein Fehler, hab mich wohl verlesen. Dachte Du wärst auch noch nicht ganz sicher wo Du das BSP machen willst (nicht wann). Abgesehen davon gebe ich gern zu, dass es mich auch irgendwann interessieren wird :), hat das Unterbewusstsein mich wohl kalt erwischt. Auslandserfahrung ist nie verkehrt und Asien (speziell auch Indien) bzgl. Technologie geniesst mittlerweile doch recht hohes Ansehen.

Kommt natürlich immer darauf an was Du machen möchtest, wenn Du schon weisst dass Du beim jetzigen Arbeitgeber bleiben willst stellt sich die Sinnfrage von "Extraarbeit".

Arbeitsrechtlich weiss ich es leider auch nicht. Da die Praktika wahrscheinlich unentgeldlich sind denke ich aber nicht dass es da zu grosse Probleme geben würde, soetwas lässt sich immer lösen. Allgemein Wär nur schade um den Urlaub, ist sowieso schon knapp ;), Wenn ich konkretes hierzu erfahre mach ich ein separaten Beitrag dazu

Gruss

Jester

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Allerdings, der Urlaub ist schon sehr knapp, wenn man bedenkt dass man sich mit diesem eigentlich erholen sollte, und nicht sich auch noch zusätzlich belastet. Dabei geht ja schon genug Urlaub für die Klausuren drauf; irgendwann ist man völlig ausgebrannt, das bringt dann auch nix. Die Entscheidung für das Auslandspraktikum oder das CSUS sollte man sich wirklich gut überlegen (Nutzen/Investition).

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    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 3
      Hallo,
      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
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      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.