Blog Fernstudienakademie

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    133
  • Kommentare
    1.411
  • Aufrufe
    9.368

Fernlehrgang SachbuchautorIn: Heute kauf ich mir eine Rezension...

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Fernstudienakademie

94 Aufrufe

Ich habe vor einiger Zeit eine ganz spannende Glosse von Markus Barth gelesen über „gekaufte“ Rezensionen bei Amazon: http://www.boersenblatt.net/413691/

18 Kölsch und zwei Tüten Erdnüsse

Barth musste seinen Kumpel mit insgesamt 18 Kölsch und zwei Tüten Erdnüssen bestechen - ich hoffe sehr, dass jeder der beiden Akteure nur die Hälfte dieses Gelages weg gehauen hat... ;)

Und was war die Gegenleistung des Saufkumpanen? Eine Rezension bei Amazon über eines von Barths Büchern – mit lausigen 3 Sternen!

Hätte der Autor nun einfach noch ein paar Kölsch mehr ausgeben müssen und nach den Erdnüssen auch noch ne Tüte Chips zusätzlich – und dann wäre alles gut geworden und er hätte die „goldenen fünf Sterne“ bekommen? Wer weiß...

„Rezensions-Phishing“ ist gängige Praxis

Was Barth da beschreibt, ist aber wohl gängige Praxis: Wer ein Buch verfasst hat, bittet häufig seine Freunde, Bekannten und zum Schluss sogar die verschwägerte Sippschaft aus Bad Lippspringe um eine Rezension bei Amazon.

Gängige Praxis ist ja das eine... Aber ist solches „Rezensions-Phishing“ denn moralisch vertretbar? Macht man sich damit nicht zum Hampelmann und jeder, der bis 3 zählen kann, merkt auf Anhieb, dass die ersten drei bis vier Rezensionen ganz deutlich „Bon Mots aus Bad Lippspringe“ sind?

Ich persönlich habe da eine etwas andere Meinung: Als Autor sollte man sich schon gut überlegen, wen man um eine Rezension bittet: Und die Bad Lippspringer Sippschaft sollte dabei möglichst außen vor bleiben! Es sollten stattdessen wirkliche Profis aus der eigenen Branche angefragt werden, die tatsächlich etwas Profundes zum Thema zu sagen haben. Erst dann „haben“ die Leser einer Amazon-Kritik tatsächlich etwas von der Lektüre.

Geübte Amazon-Kunden achten eher auf negative Kritiken

Wer geübter Amazon-Kunde ist, ist ohnehin eher darauf aus, sich die negativen Kritiken zu den ausgewählten Büchern anzuschauen. Erst da wird wirklich Tacheles geredet und man bekommt mit, was vielleicht die Schwachpunkte des Werkes sind.

Diese negativen Kritiken sind dann zwar nicht „gekauft“ – müssen sich deswegen aber noch lange nicht durch einen überragenden Sachverstand des Rezensenten auszeichnen. ;)

Was haltet Ihr von solchen „gekauften“ Buchrezensionen, um die man seine Netzwerkpartner und Kollegen bittet? Völlig daneben? Oder: Eigentlich eine gute Methode, um den Buchverkauf anzukurbeln?

Anne Oppermann


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


9 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Hallo Anne,

sehr spannendes Thema, dass sich ja nicht nur auf Bücher, sondern auch auf andere Produkte bis hin zu Fernlehrgängen und Fernstudiengängen übertragen lässt.

Zunächst hatte ich bei der Überschrift vermutet, dass es hier um tatsächlich gekaufte Rezensionen gehen würde. Also ein gewerbliches Unterfangen - auch das soll es ja durchaus geben.

Was Du beschreibst, ist dann ja eher, dass man versucht, Kollegen und Geschäftspartner zu einer Rezension zu motivieren. Daran finde ich nichts Verwerfliches, solange zwei Punkte beachtet werden.

1. Wie Du ja auch schon schreibst, sollten es nicht irgendwelche Bekannte sein, die vom Thema überhaupt keine Ahnung haben. Denn das merkt man den Rezensionen dann auch an - peinlich für alle Beteiligten.

2. Es sollte keinerlei Vorgaben geben, in welche Richtung die Rezension zu gehen hat. Also weder vom Inhalt her, noch von der "Benotung".

Im Grunde ist ja auch der unaufgeforderte Versand von Rezensionsexemplaren ein solches Bitten um Feedback, was allgemein üblich ist.

Im Bereich Fernstudium ist mir zum Beispiel bekannt, dass die Hamburger Akademie ihre Absolventen bittet, eine Kundenmeinung bei Ciao zu verfassen und das ILS hat sogar ein eigenes Bewertungsportal, auf dem allerdings die Fernschule die aus Befragungen gewonnenen Antworten einträgt.

Übrigens erhalten seit einiger Zeit auch alle neu bei Fernstudium-Infos.de registrierten Benutzer nach ein paar Tagen eine Mail, mit der Bitte über ekomi eine Bewertung abzugeben.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

@Markus

Du schreibst in Punkt 2, dass man keine Vorgaben machen sollte, in welche Richtung die Rezension gehen sollte. Halte ich (wie Du) auch für selbstverständlich.... ;)

Ich glaube aber, dass man mit solchen Abfragen via ekomi wohl wahrscheinlich (?) sowieso eher die Kunden zur Stimmabgabe bewegen kann, die vom jeweiligen Angebot eh schon überzeugt sind.

Ähnliches gilt sicherlich bei "Kumpelrezensionen" via Amazon. Da schreiben eben meist die langjährigen Netzwerkparntner ein paar nette Worte...

Den unaufgeforderten Versand von Rezensionsexemplaren sehe ich da schon etwas anders: Da gibt es (im Normalfall) keine persönliche Beziehung von Rezensent und Buchautor...

Eine Frage: Was passiert eigentlich, wenn bei Ekomi jemand eine ganz und gar unberechtigte und sachlich wirklich falsche Kritik über Dein Angebot posten würde. Kannst Du darauf regaieren?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
KanzlerCoaching

Geschrieben

Ich hab gelernt, dass eine hohe Anzahl "gebrauchter" Exemplare bei amazon darauf hindeutet, dass Rezensionsexemplare ziemlich wild und ungezielt verschickt wurden. Ein noch deutlicheres Zeichen wäre, wenn man das kaufen würde und das Exemplar dann noch eingeschweißt bei einem ankäme.

Eine Frage: Was passiert eigentlich, wenn bei Ekomi jemand eine ganz und gar unberechtigte und sachlich wirklich falsche Kritik über Dein Angebot posten würde. Kannst Du darauf regaieren?

Das führt ja die Frage auf das interessante Thema, was man überhaupt machen kann bei unberechtigter und sachlich falscher Kritik im Netz. Früher hat man am nächsten Tag den Fisch damit eingewickelt....

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich persönlich nehme wahr, dass ich nur selten differenziert ausformulierte negative Rezensionen lese. Statt dessen werden eher ein, wenn es hoch kommt zwei negativ empfundene Aspekte hervorgehoben. Zudem habe ich den Eindruck, dass sich so mancher Rezesent gar nicht die Mühe macht, nach positiven Aspekten zu schauen. Nicht selten werden dann noch abwertende Kommentare hinterlassen.

Einerseits erleichtert so Bewertungsportal den Überblick. Andererseits sind Wahrnehmungen sehr unterschiedlich. Was für den einen das Nonplusultra der Gefühle sein kann, ist für den anderen eher störend. Mich persönlich interessieren eher die ausformulierten Kommentare als die vergebenen Noten.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

@kporsch

Ich habe gerade bei amazon-Rezensionen auch häufig das Gefühl, dass da manche (negative) Rezension einfach so "hingerotzt" ist und sich der Rezensent manchmal noch nicht mal das gesamte Buch bis zu Ende angeschaut hat.

Aber trotzdem stehen diese unsachlichen Kritiken meist über Jahre hinweg da - leider kann man ja keinen Fisch drin einwickeln... ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Wenn ich mir auf Amazon etwas kaufen will (Film, den ich nicht kenne - ein neues Elektrogerät etc.), dann lese ich zwar durchaus die 5-Sterne-vergoldeten Rezessionen, interessanter finde ich aber immer noch die, welche nur 2-3 Sterne haben. meist schreibt der Ersteller, dass er den Artikel zwar gut findet, ABER...

Und dieses aber trifft meist irgendeinen wunden Punkt. Zum Beispiel wenn Geräte ja tadellos funktionieren, ABER irgendein Schnick-Schnack ist nicht dabei. Den würde ich selbst gerne haben wollen, gehe z.B. davon aus, dass der standardmäßig dabei ist (bestes Beispiel ist die Höhenverstellbarkeit eines Monitors), und ärgere mich schwarz, wenn das Teil dann daheim steht.

Müll wie "mein Teil war direkt kaputt" kann man ja geflissentlich überlesen ;)

Es wird sich nciht vermeiden lassen, dass Unternehmen (oder auch Autoren) Leute anheuern, die Rezessionen schreiben - man sieht das denke ich schon, wenn etwas zu hoch über den Klee gelobt wird.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ja, Engel912 hat das vorweggenommen, was ich auch gerade schreiben wollte :) Ich schaue mir bei Amazon zuerst die 2-4 Punktebewertungen an, da diese meist differenzierter geschrieben sind. Die Verfasser haben sich oft mehr Gedanken über das Produkt gemacht, als die 1-Sterne "gerät war gleich kaputt Sauerei!, der Autor hat eine andere Meinung als ich!!!"-Bewerter und die 5-Sterne "meine Ansprüche sind nicht so hoch, deshalb geb ich fast immer 5 Sterne"-Bewerter.

Ansonsten spricht nichts dagegen, Andere darum zu bitten, ihre ehrliche Meinung kund zu tun. Solange sie nicht unter dem Einfluss von 18 Kölsch verfasst wurde, geht das doch in Ordnung.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Also bei ekomi gibt es ein kompliziertes Schlichtungsverfahren bei negativen Meinungen, bevor diese veröffentlicht werden. Ist bei mir bisher noch nicht vorgekommen, daher habe ich mich damit auch noch nicht so intensiv beschäftigt. Aber auf jeden Fall ist es so, dass ich dann vorab noch eine Stellungnahme abgeben könnte und der Bewerter dann ggf. seine Meinung nochmal überdenken kann. Ich habe noch keine Firma, die ekomi nutzt, gefunden, die eine wirklich schlechte Durchschnittsbewertung hätte. Aber die Anzahl der Schlichtungen (natürlich immer im Verhältnis zur Anzahl aller Bewertungen) ist schon ein Indiz.

Wenn jemand richtig verärgert ist und dann aufgefordert wird, seine Meinung kund zu tun, glaube ich schon, dass viele diese Gelegenheit nutzen würden. Mehr, als wenn sie selbst sich die Mühe machen müssten, sich irgendwo auf einem Bewertungsp-Portal anzumelden, das entsprechende Produkt bzw. die Dienstleistung zu suchen und dann einen Kommentar abzugeben.

Was Rezensionsexemplare angeht, kann ich aus meiner Praxis berichten, dass alles vorkommt. Gelegentlich erhalte ich direkt und unaufgefordert Bücher, aber häufiger ist es so, dass zunächst per Mail oder Post eine Info zu einer Neuerscheinung kommt und dann per Formular die Möglichkeit besteht, ein Rezensionexemplar anzufordern. Gelegentlich bitte ich auch aus Eigeninitiative darum, wenn ich von einem interessanten Buch erfahre.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Aber trotzdem stehen diese unsachlichen Kritiken meist über Jahre hinweg da - leider kann man ja keinen Fisch drin einwickeln... ;)

Den meisten Lesern traue ich aber durchaus auch zu, zu erkennen wenn eine Kritik unsachlich und "dahingerotzt" ist. Bei Amazon können Bewertungen ja auch wieder als hilfreich oder nicht bewertet werden - und die nicht hilfreichen wandern dann ganz schnell nach unten.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • FeThe
      Von FeThe in SRH Riedlingen: Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) 5
      Es waren verrückte zwei Monate. Eine einzige Begegnung im Supermarkt (kitschig wie im Hollywood-Film) kann plötzlich alles durcheinander bringen. Und dann wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie viel Zeit das Fernstudium doch kostet.
       
      Irgendwie konnte ich mir die Zeit in den ersten Semestern gut organisieren. Das lag einfach daran, dass ich mich kaum nach jemandem richten musste. Der Arbeitgeber ist flexibel, ich bin in keinem Verein aktiv, der mir feste Termine vorschreibt, meine Familie wohnt so weit weg, dass ich den Kontakt häufig nur per Telefon pflege und auch meine Freunde nehmen so viel Rücksicht, dass sie mir bei Hausarbeiten und Klausurvorbereitung in keinster Weise „im Weg stehen". So war es kein Problem die Abende der Woche mal beim Sport oder mal vor der Studienbriefen zu verbringen. Ich kam gut durch und konnte meine selbst gesteckten Ziele einhalten.
       
      Doch dann kam der (zugegeben positive) Windstoß, der mein Kartenhaus-Zeitkonstrukt zusammenbrechen ließ. Plötzlich war da ein neuer Mensch mit dem man gern Zeit verbringen und ihn in den Alltag integrieren möchte. Und dann fällt auf, dass dafür im Fernstudien-Konstrukt gar kein richtiger Platz ist. Alle Wochentage waren mit Arbeit bis zum frühen Abend und mit Sport und Studium am Abend reserviert. Die Tage am Wochenende am Vormittag mit Studium, ab Nachmittag mit Freunden und Unternehmungen.
       
      In der Euphorie musste das Fernstudium in den letzten Wochen dann ganz hinten anstehen. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, weshalb das Kartenhaus gerade neu zusammengesetzt wird. Mein Respekt vor denen, die neben sich selbst und ihrer Motivation noch den Partner, Kinder und den vielleicht nicht ganz so flexiblen Arbeitgeber organiseren müssen, ist gehörig gewachsen.
       
      Und mein Stolz darauf, hoffentlich im nächsten Jahr das Fernstudium abzuschließen, wird sicher auch nicht weniger werden
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker
       
    • 0x6C23
      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
      Viele Probleme brachten mich vor einiger Zeit dazu das Gymnasium zu verlassen - meine wahrscheinlich dümmste Idee seit langem. Ich ging also auf die Realschule um wenigstens die mittlere Reife zu erlangen und danach zu entscheiden, wie es weiter geht. Ich war ehrlich gesagt total unterfordert, die Probleme in meinem Privatleben waren zudem noch immer präsent. Ich war sehr selten in der Schule, des öfteren wurde ich von einer Klassenarbeit in der ersten Stunde überrascht und obwohl ich kaum etwas vom Unterrichtsstoff mitbekam schrieb ich meistens die beste Arbeit. Schon witzig, das man als Klassenbester das Zeugnis verweigert bekommt, da man zu oft gefehlt hat. Ein Hoch auf das deutsche Schulsystem.
       
      Richtig. Mittlere Reife? Nope. Was tun? Externenprüfung! Also ging ich kurz darauf total unvorbereitet zur Externenprüfung und bestand diese auch. Da ist sie also, die mittlere Reife. Sie bringt mir jedoch nicht allzu viel, also muss es ein Abitur sein. Ich wollte schon immer Studieren, abgesehen von der Möglichkeit sich mit einer goldenen Idee selbständig zu machen ist das Studium der einzige Weg zum Erfolg. 
       
      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
      Themenschwerpunkte Mathematik: Fünf DinA4 Seiten. Geschichte? Biologie? ... Ich finde alles, nur nicht dass was ich finden will. Vielleicht findet es jemand weniger kompliziert als ich, oder hat schon mal einen solchen Plan erstellt und wäre dazu bereit mir weiterzuhelfen.
       
      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich.