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Ich muss was ändern - bald

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XPectIT

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Ich habe eine multiple Persönlichkeit, wie sie wohl fast jeder von euch hat - oder mal hatte. ;)

Die letzten Tage, bzw. Wochen mit verschiedenen Augen betrachtet:

Der Student:

Ich habe kaum Zeit zu lernen. Obwohl ich mir "nahe" Ziele zum Semesteranfang gesetzt habe, bin ich aktuell nicht sicher ob ich sie erreiche. Ich kämpfe zwar, aber ich bin ja fast der Schwächste hier. Die Prioritäten liegen woanders. Das ist aber auch gut so.

Der Sportler:

Was soll ich denn da sagen, aufgrund einer Verletzung bin ich völlig abgemeldet, baue konditionell total ab und muss erst wieder schwerfällig anfangen. Das Bein ist wohl wieder gut, aber ich habe auch garkeine Zeit um großartig zu trainieren.

Der Büromensch:

Stressiges Vorweihnachtsgedöhns liegt an. Statistiken die niemand braucht, oder deren Sinn sich mir zumindest nicht eröffnet. Jahresendzeit Stimmung überall. Dann noch Schulungen halten, zuvor die Unterlagen herrichten. Ich hatte den Laptop Zuhause gelassen, obwohl ich daran Vorbereitungen treffen musste. Das war dann die Nachtschicht am Dienstag im Wohnzimmer. So ein Typ mit einem Studienausweis trippelte ständig hier rum. Als ich fertig war, ging der aber auch ins Bett.

Der Gesellschaftsmensch:

Ich kann Weihnachten zwar nicht leiden, aber die Weihnachtsfeiern sind ganz nett. Man trifft viele nette Leute und bekommt gutes Essen. Auch kann man mit Freunden/Kollegen gut auf Glühweinmärkte gehen. So manche Veranstaltung ist Pflicht und andere sind Freude aber irgendwie fühle ich mich dabei immer leicht beobachtet. Morgen besuchen uns übrigens Freunde auf einen Kaffee und nen Spaziergang.

Der Ehemann:

Nachdem mich der Bürohengst und der Geselli ständig viel aus dem Haus zerren, kann ich weniger Zuhause mithelfen und meiner Frau unter die Arme greifen als ich möchte.

Der Familienmensch:

Ich weiss garnicht was die alle jammern. Es war erst kürzlich Taufe vom Knirps - gut da war etwas Vorbereitung dazu nötig. Die Verwandtschaft ist aber nunmal wichtig und von weiter weg angereist. Da muss auch noch ein Mittagessen am nächsten Tag drin sein. Die ganzen Salatschüsseln und Kuchenplatten der vielen Helfer hab ich ja am Dienstag wieder weggebracht. Jetzt kommt dann noch Weihnachten, meine Eltern, Frauchens Eltern ... die Feiertage werden nicht langweilig.

Das Überich:

Hey, es ist war wiedermal kurz vor halb 5 als du heute mit dem Familientypen aufgestanden bist, weil der Sohn laut war, damit der Ehemann nicht seine Frau schickt. Der Sohn pennt jetzt wieder und du hockst hier rum und tippst. Du hast doch nicht mehr alle, ich bin müde - aber die Lernsachen vom Studenten hast du gestern im Auto gelassen, weil du erst spät vom Geselli losgelassen wurdest und dir dachtest, dass du sie eh nicht brauchst. Jetzt bist du geduscht, angezogen und kannst mit dem Büromensch gehen, der macht sich nämlich gerade fertig....

Edit: "halb" vergessen


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4 Kommentare


werkstattschreiber

Geschrieben

Schön formuliert.

Bei so vielen Leuten mit so vielen Arrangements, kann man(n) ja nicht zur Ruhe kommen. ;)

Hoffentlich kommt keiner zu kurz. Manche „Schäden“ bemerkt man erst Jahre später. Die fallen einem aktuell sowieso nicht auf, weil man mit zu vielen Dingen auf einmal beschäftigt ist.

Bei so warmen Temperaturen macht Glühwein trinken keinen Spaß. Dafür muss es knatterkalt sein. Ok, man kann auch anderes trinken, Kaffee oder Tee zum Beispiel. Bei meinem Weihnachtsmarktbesuch am letzten Mittwoch habe ich festgestellt, dass gähnende Leere herrschte. Fast keine Kunden und muffelige Schaumarktbudenbesitzer... Das war echt kein Spaß. :(

Alles Gute!

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Aber wie langweilig wäre doch ein Leben mit nur einer Persönlichkeit!

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das hört sich stressig an....hört sich aber so an, als ob der "Gesellschaftsmensch" und der "Bürohengst" am meisten Zeit verbrauchen. Wird es im Januar eher ruhiger oder eher turbulenter bei euch? kannst du vielleicht das ein oder andere Studien-Modul verschieben? wie ist die Stimmung deiner Frau, weil du (nach eigenen Angaben) zu wenig Zeit mit ihr verbringst? unterstützt sie dich? vielleicht wäre es da ganz nett, mal wieder ein Wochenende zu zweit (oder in einem Hotel mit Baby-Betreuung) zu verbringen.....du könntest die Akkus aufladen und der Ehemann wäre mal wieder dran

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Im Januar rechne ich mit etwas ruhigeren Fahrwassern. Mit einem Wochenendausflug hatten wir auch schonmal geliebäugelt, aber daran ist jetzt vor Weihnachten nicht zu denken.

Ich werde die Quality time erhöhen müssen. Also die Zeit die ich habe bewusster nutzen und dadurch mehr Zufriedenheit erreichen.

So waren wir z.B. gestern Abend mit dem Knirps im Kinderwagen auf dem Weihnachtsmarkt spazieren. Da konnte sich der Ehemann gut mit seiner Frau unterhalten - das tat uns allen drei gut.

Module zu schieben ist keine echte Option. Mathe (war von anfang an als Zusatz gedacht) habe ich schon ad Akta gelegt, Betriebssysteme ist nicht sonderlich aufwändig (Klausur gibts zusammen mit einem anderen Modul erst im nächsten Semester).

Computersysteme I & II ist eine Klausur, die will ich schreiben. Das ist mein Ziel für das Semester!

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      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
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      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.