Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Belohnungsorgie ?!?

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HannoverKathrin

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Wenn man als Fernstudentin sein Zwischenzeugnis zugeschickt bekommt und eine 1,7 als Durchschnitt angezeigt wird, ist man ganz schön stolz und zufrieden. Aber auch erfolgsverwöhnt. Im Hauptstudium habe ich dann zwei Mal eine 3,0 kassiert und zwei Noten mit einer 2 vor dem Komma. Auch wenn ich keinen Notenschnitt zum Ziel hatte und mir das Bestehen am Wichtigsten war, ist es nur verständlich dass das diese Noten dann ein wenig das Ego angreifen und man sich fragt "Was ist nur los mit mir?". Diese Frage ist eigentlich leicht zu beantworten: ich nehme mir weniger Zeit für mein Studium, der Workload pro Modul ist nicht mehr so hoch wie einst im Grundstudium.

Im 6. Semester hatte ich nur 2 Klausuren um die ich mich kümmern musste; WPW und MAR. In WPW habe ich eine 2,7 kassiert und das hat mir schon zu schaffen gemacht. Man kann sich einreden "ach was solls", aber irgendwie steckt immer dieser kleine Mann auf meiner Schulter meine Zweifel wieder in Brand "Was ist nur los mit mir?". Dann kam Samstag die Erlösung - meine Note im umfangreichen Schwerpunkt. In MAR eine 1,3 geschafft zu haben... das befreit. Ich habe gezeigt "ich kann es noch".

Ich bin ein recht bescheidener Mensch und anstelle von tollen Freizeitspielzeugen (die mir mein Fernstudium nur noch schwerer machen) habe ich mir nun also andere Sachen gegönnt.

- Samstag wollte ich für die Projektarbeit recherchieren, hiervon habe ich mich befreit und es auf Sonntag vertagt.

Sonntag hab ich unglaubliche 3 Stunden am Stück gesurft und recherchiert und vermutlich fast alle Bücher meiner zukünftigen Literaturliste gefunden. Leider sind fast alle diese Bücher aktuell verliehen, aber ich konnte mich überall als Erste vormerken lassen. Am 12. und 17. werden nun hoffentlich viele Bücher abgegeben und ich kann dann einige Tage später fleissig Bücher einsammeln.

- Sonntag hab ich mich somit nochmal belohnt, da nur Mist im TV kam hab ich mir (mal wieder) Twilight angesehen.

- Montag hab ich 3 Bücher für die BA-Thesis abgeben müssen und danach bissl Haushalt gemacht. Grund genug, mich nochmal zu belohnen und anstelle weiter für die BA-Thesis zu lesen (2 Bücher liegen hier noch) wieder DVD zu sehen (die beiden anderen Teile der Saga ;)).

Meine Hoffnung war, dass ich dieses "Jucken in den Fingern" loswerde. Ich bin nämlich mal wieder ganz scharf darauf, mir die 4 dicken Wälzer zu schnappen und die Biss-Bücher zu lesen. Dafür benötige ich eigentlich 2 Wochen, aber die gibt mein Studienplan nicht her. Die Recherche würde brach liegen und eigentlich wollte ich den Januar nutzen um meine sozialen Kontakte aufrecht zu halten.

Nun sitz ich also in der Klämme. Ich könnte mir einreden die 2 Wochen mir gönnen zu dürfen. Immerhin habe ich ja keinen Zeitdruck bei der Projektarbeit und bis April sollte ich die locker geschafft haben. Aber die freie Zeit bis April will ich ja eigentlich mit BA-Thesis-Recherche (und Beantragung!) füllen. Erst Mitte Mai zu recherchieren ist mir zu spät, ich würde gerne im Mai/Juni starten zu schreiben.

Kein Wunder also, dass viele Studenten das letzte Semester so ewig ziehen und bei der HFH viele Studenten ungewöhnlich lange bis zur fertigen Abschlussarbeit brauchen. Der fehlende Termindruck (wie bei Klausuren) befreit ungemein.

Ich versuche mir nun die Bücher für "nach dem Studium" als Belohnung einzureden und mich darauf zu konzentrieren, dass ich ja nächste Woche div. Bücher für die Projektarbeit abhole. Mal sehen ob das klappt :blushing:


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7 Kommentare


Dann nimm doch einfach mal die relative Note. Im Vergleich zu meinen zwei Mitstreitern hatte ich ja auch ein paar Ausreisser und ein Blick in die Statistik hat dann einiges wieder geradegerückt.

  1. Es gibt Klausuren die fast nie gute Ergebnisse zulassen
  2. Manche Klausuren liegen im Niveau über dem Gewohnten
  3. Wir sind Fernstudenten, da können die Rahmenbedingungen nicht über Jahre konstant gut sein
  4. Manche Themen liegen einem eben nicht, viele erwischt das schon im Grundstudium
  5. Der Prüfer hat Punkte übersehen - aber das scheidet bei dir ja aus :lol:

Ich würde nicht alles auf den Workload schieben, du hast Studienroutine gewohnen, weißt wie die HFH-Klausuren laufen und hast die für dich passenden Lernmethodiken gefunden

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Ich fürchte auch, dass meine Noten im Hauptstudium nicht so bleiben werden wie im Grundstudium. Gründe dafür gibt es mehr als genug. Ein geringerer workload muss ja auch nicht unbedingt schlecht sein und bedeuten, dass du weniger lernst. Viel mehr kann das ja auch heißen, dass du eine gewisse Lernroutine hast, vielleicht mal die Methode umgestellt hast und letztlich effizienter lernst.

Solange du damit zurecht kommst, ist doch alles bestens!

Und, wie wasserfall sagt: Es gibt einfach Module, die einem nicht liegen. Mit deinem SSP hast du ja bewiesen, dass du nicht schlechter lernst als im Grundstudium!

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Man darf aber auch nicht vergessen, dass durch die "ungleiche" Gewichtung im Hauptstudium die Einzelnoten anders zu betrachten sind. Wichtig sind Projektarbeit, SSP und Bachelorarbeit. Damit beeinflusst man die Endnote über 50%.

Sieht man ja auch bei Kahtrin, trotz Noten 2,7en und 3,0en im Hauptstudium kann sie noch eine Endnote von 1,3 oder 1,4 erreichen (meine ich irgendwo gelesen zu haben??).

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HannoverKathrin

Geschrieben

@Chillie

Jupp, im letzten Blog unter Kommentaren versteckt. Kann noch eine 1,4 werden - wenn nun nur noch 1,0 kommt.

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HannoverKathrin

Geschrieben

@Wasserfall

Die Notenstatistik der HFH munter nur bei WPW auf, da könnte ich mit meiner 2,7 ganz gut liegen, letztes Semester lief es dort nicht so gut. Ansonsten war immer viel mehr drin.

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Das Gefühl kenne ich durchaus ... wenn es erst mal gut läuft zu Beginn, dann wird man "gierig" ;) mich hat während des Studiums (bei mir war eigentlich Bestehen und ein "anständiger" Schnitt erst mal Plan) der Erfolg richtig angestachelt. Allerdings dazu, mehr zu Lernen ;)

Man wird zwar mit der Erfahrung wesentlich effektiver - ich denke aber trotzdem, dass man eine gewisse Zeit zur Vorbereitung einfach benötigt. Wenn Du überlegst, wären denn mit mehr Lernaufwand bessere Noten möglich gewesen, oder waren es andere Probleme?

Wenn Du das reflektiert hast, kannst du ja zukünftig - dort wo nötig und gewünscht - etwas mehr tun :D

Ansonsten ist belohnen immer gut - und ich beneide dich quasi, dass du dich mit so "harmlosen" Dingen effektiv belohnen kannst ;)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Da ich ja nur noch eine Klausur vor mir habe, habe ich mir schon fest vorgenommen wieder wie gewohnt 3 Wochen Prüfungsvorbereitung einzuplanen und 3 Wochen zur Bearbeitung von 4 SB. Am 02.04. gehts an ABR.

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