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Leicht oder schwer

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chillie

54 Aufrufe

Mal abseits des Studiums treiben mich gerade so einige Gedanken um. Andererseits haben mich ähnliche Fragestellungen auch rund um das Studium beschäftigt, aktuell geht es aber um etwas anderes.

Manchmal hat man die Möglichkeit, sich offensichtlich das Leben leichter zu machen. Der geneigte Leser mag vielleicht schon mitbekommen haben, dass ich eher nicht der Typ bin, der es sich immer selbst leicht macht. Ich versuche das mit meinen persönlichen Zielen, dem persönlichen Anspruch und noch ein paar Kleinigkeiten auszutarieren. Offensichtlich mache ich mir somit das Leben hin und wieder schwer ... insbesondere wenn ich Dinge anscheinend vordergründig auf Prinzip tue (nennt man wohl auch "sturer Bock") - für mich selbst erscheint es aber oft anders und der Erfolg/das Ergebnis gibt mir auch recht.

Aktuell stecke ich mal wieder in so einem Dilemma. Gekürzt auf das wesentliche habe ich einen leichten Weg und einen steinigen zur Auswahl.

Vielleicht denken einige an meine Diplom-Bachelor-Entscheidungen ... auch wenn ich die Meinung gewechselt habe, so war ich jedes mal davon überzeugt. Jetzt könnte ich den einfachen Weg wählen und mich darauf verlassen, dass einfach auch gut ist ... oder mich für den harten Weg entscheiden, bzw. dafür den Weg einfach noch ein bisschen länger zu gehen, denn für die erste Variante fehlt mir einfach das richtige Bauchgefühl.

Ich sehe in dieser Entscheidung die typischen Elemente, die mir eben wie erwähnt im Studium schon öfter vorgekommen sind. Es gibt sicher genügend Mitleser die sich gefragt haben, warum man in machen Dingen so prinzipienreiterisch sein muss - am Ende war für mich bisher alles gut. Allem unken zum trotz, lasse ich mir die kurze Phase meines persönlichen Pessimismus vor wichtigen Situationen (vlg. jammern) nicht nehmen - die Perspektive zu wechseln ist immerhin eine wichtige Geschichte.

Vielleicht ist eine derartige Art zu entscheiden auch eine Eigenschaft einiger Fernstudenten (ich scheine nicht der einzige zu sein, der hier in den Blogs so tickt), denn schon die Entscheidung für das Studium ist der steinige Weg und nicht der offensichtlich leichtere.

Naja ... im Gegensatz zu Studiensituationen ist der Effekt dieses Blogeintrags eindeutig weniger produktiv. Allerdings hat mich das Schreiben abgelenkt... auch nicht schlecht :cool:


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9 Kommentare


was genau ist denn der leichte Weg und der schwere Weg?

verschiedene DA-Themen? und worin bestehen die verschiedenen Schwierigkeiten "leicht" und "schwer"?

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Markus Jung

Geschrieben

Wenn der steinige Weg anstrengender ist, aber auch zu einem besserem Ergebnis führt bzw. zu einem, bei dem Du Dich besser fühlst, dann ist es gut. Wenn der steinige Weg aber einfach nur steiniger ist, wäre das schlecht aufgrund der vergeudeten Energie (außer, Du hast gerade zu viel davon und musst diese unbedingt los werden ;-)). Die Schwierigkeit liegt nur meist (zumindest bei mir in ähnlichen Situationen, ich finde mich in Deinem Blogpost durchaus ein Stück weit wieder) darin, zu entscheiden, was immer so der Fall ist....

@Dadi: Ich habe chillie so verstanden, dass es hier nicht um das Thema Studium geht. Zitat ganz zu Beginn:

Mal abseits des Studiums treiben mich gerade so einige Gedanken um.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Unsteinig kann manchmal auch recht erholsam sein, wenn man, wie Du es beschreibst, bisher kaum ein Kieselsteinchen unbewandert gelassen hat... ;)

Wenn man Kind, Job, Famile, Privatleben und Fernstudium an der Hacke hat, kann man es sich das Ganze auch ab und an mal ein wenig vereinfachen.

just my 2 cent

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ist dieser Blog irgendwie auch eine Frage an die Community? Oder eher eine Beschreibung des Ist-Zustandes? Soll zum Thema Input kommen, eventuell etwas anders zu machen? Oder eher Bestätigung?

"Die Worte les ich wohl," möchte ich da leicht abgewandelt sagen, "allein mir fehlt die Absicht dahinter!"

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Der Beitrag ist einfach ein Sammelbecken für Gedanken... ohne weitere Absichten.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Gut, dann sag ich jetzt nichts dazu1

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Markus Jung

Geschrieben

Gut, dann sag ich jetzt nichts dazu1

Warum nicht? - Gedanken haben Sie doch sicher auch dazu. :-)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Natürlich habe ich Gedanken dazu.

Da das hier zwar kein Beratungsforum ist, diese Gedanken (auch allgemein formuliert) aber im Blog von chillie stehen würden, poste ich die nur, wenn chillie auch konkret etwas zum Thema wissen will. Was ich in jedem Fall so machen würde.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Mein Gedanke war auch gerade "Und was will er nun von mir" ;) Aber da keine konkreten Sachen gesagt werden, können auch keine echten Tipps kommen. Hier gings nur um die therapeutische Wirkung - die wird gerne unterschätzt...

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      Guten Morgen,
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      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
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      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • WibbSi
      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!