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Zur Zeitübrückung bis zum Studienstart: Mein neuer Wecker

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Cyrano

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In meinem letzten Blogeintrag (danke für das gute Feedback!) schrieb ich von Arbeitsbedingungen, die passen müssen, um mir motiviertes (und damit erfolgreiches) Arbeiten zu ermöglichen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist für mich auch der Start in den Tag. Ich habe vor, künftig vor allem morgens vor der Arbeit zu lernen, was bedeutet, dass ich spätestens um sechs auf den Beinen und um sieben im Büro am Schreibtisch sitzen sollte. Während ich da im Sommer, wenn es draußen morgens hell und warm ist, relativ wenige Probleme sehe, kämpfe ich momentan in den dunklen Wintermonaten häufig damit, früher als unbedingt notwendig aus dem Bett zu kommen - ganz unabhängig davon, wann ich abends schlafen gehe und ob ich zuvor nur sechs oder gleich neun Stunden Schlaf bekommen habe. Um hier nicht schon vor Studienstart an meinen Ansprüchen an mich selbst zu scheitern, habe ich mich dazu entschlossen, einmal einen Lichtwecker zu testen, welcher mich morgens nicht nur mit lauten Krawall, sondern (laut Werbung) ganz angenehm mit wissenschaftlich erprobten Methoden durch Bestrahlung mit Licht aufwecken soll. Da der ein oder andere von euch morgens vielleicht mit ähnlichen Problemen kämpft, möchte ich euch an meinen Erfahrungen gern im Rahmen eines kleinen Testberichts für das Gerät Philips HF3470, für das ich mich entschieden habe, teilhaben lassen. Ich arbeite nicht für den Hersteller und bekomme auch für eine positive Bewertung hier leider nicht die (momentan z.B. bei Amazon) ca. 70€ Kaufpreis zurück, insofern werd ich offen und ehrlich sein. :-)

hf3470_01__fv_.jpg

Foto: Philips.de

Wie schaut er aus?

Der Wecker steckt in einer erfreulich pflegeleichten Verpackung (juchu, ausnahmsweise mal keine zerkratzten Hände!) und macht meiner Meinung nach einen durchaus wertigen Eindruck. Ich bin jemand, der lieber auf das eine oder andere Feature oder optische Highlight zu Gunsten einer guten Qualität verzichtet, und kann mich mit dem HF3470 prima anfreunden.

Die Form des Weckers - eine Art oben abgeschnittener Kegel mit leicher Wölbung nach außen - und das matte, weiße (bzw. zur Durchleuchtung halbtransparente) Plastik finde ich persönlich sehr gut gelungen. Die Bedienung erfolgt über Tasten, die teils auf der rechten Gehäuseseite, teils auf der Front untergebracht sind. Während die Hauptfunktionen (Lichthelligkeit und Lautstärke sowie Uhreneinstellung) über Schaltwippen oder einfache Knöpfe bedient werden, gibt es für das Aktivieren, Deaktivieren und Snoozen des Weckers einen kleinen Hebel, der sich sehr angenehm und bedienen lässt. Etwas unglücklich gelöst ist die Positionierung der Tasten auf der Front. Diese sind so in das Gehäuse eingelassen, dass sich im Dunkeln kaum der Übergang vom Gehäuse zur Taste ertasten lässt. Da hier aber nur eher selten genutzte Funktionen (z.B. Uhr- und Weckzeit-Einstellung) gesteuert werden, ist das nur ein kleines Manko. Alle anderen Bedienelemente benehmen sich prima, sind im Dunkeln gut zu nutzen und ermöglichen nach minimaler Lernphase eine recht einfache Bedienung.

Das Zeitdisplay ist angenehm bernsteinfarben, helligkeitsverstellbar und blendet im Dunkeln nicht, was mich an anderen Weckern schon häufig gestört hat. Trotzdem ist es nachts gut ablesbar.

Was kann er?

Der HF3470 bringt alle Funktionen mit, die man von einem Radiowecker erwarten würde - diese zunächst aber leider nur in recht einfacher Ausführung. So ist die Uhr nicht funkgesteuert sondern muss manuell eingestellt werden (wozu man weder nach einem nächtlichen Stromausfall noch zur Zeitumstellung vor dem geplanten Weckeinsatz Lust und Gelegenheit hat). Zwar hat der Wecker an der Unterseite ein Fach für einen 9V-Block zur Einstellungssicherung bei Stromausfall, dennoch ist es mir aber unverständlich, dass Philips bei einem doch recht hochpreisigen Gerät wie diesem auf die paar Cent für ein Funkmodul verzichtet hat. Dann wäre es auch ein Leichtes gewesen, z.B. wochentagsabhängige Weckzeiten zu ermöglichen. Stattdessen kennt der HF3470 immer nur eine Weckzeit, die einen im Zweifelsfall auch samstags aus dem Schlaf reißt, wenn man vergessen hat, den Wecker am Freitag auszuschalten.

Auch, wenn wir von der besonderen Lichtweckerfunktion einmal absehen (davon unten mehr) bietet der Wecker schon ein recht ansprechendes Weckerlebnis. Zur Auswahl steht ein glockenspielähnlicher Weckton (mein Favorit), ein leider etwas künstlich wirkendes Vogelgezwitscher und Radioton in frei auszuwählender Lautstärke. Alle drei tönen aus einem reichlich gruselig klingelndem Lautsprecher, der zwar für die morgentlichen Nachrichten ausreicht, einen dann aber recht bald aus dem Bett treibt.

Letztlich bliebe vom HF3470 also nur weckertechnische Durchschnittskost übrig, wäre da nicht…

Die Lichtweckfunktion

Und hier fängt der Spaß wirklich an! Im weißen Gehäuse des HF3470 versteckt sich eine Halogenlampe, welche genügend Leuchtkraft hat, um mein (schon recht großes) Schlafzimmer überraschend hell zu erleuchten. Die Helligkeit ist in 20 Stufen einstellbar, sowohl zum Wecken als auch dann, wenn man sie manuell als Nachttischlampe einschaltet. Zum gelegentlichen Lesen im Bett ist sie sicherlich geeignet, wobei hier bei größerem Buch- (oder Lehrbrief-)konsum ein Strahler vielleich besser geeignet wäre. Bei Amazon finden sich viele Rezensionen, die ein Brummen bei niedrigeren Helligkeitseinstellungen beschreiben, was ich aber nicht wahrnehmen kann (und auch hier bin ich durchaus empfindlich). Ist die Lichtweckfunktion aktiviert, beginnt der HF3470 eine halbe Stunde vor der gewünschten Weckzeit, das Licht langsam anzudimmen, so dass die gewünschte Maximalhelligkeit genau zur gewünschten Weckzeit erreicht wird. Mit den ersten Weckversuchen bekommt man etwas Gespür dafür, wie hell man den Wecker optimal einstellt, um nicht zu früh wachzuwerden. Bei mir reicht z.B. Stufe 7 von 20 schon vollkommen aus, um zuverlässig wachzuwerden. Erst dann, wenn man zur gewünschten Weckzeit den Wecker noch nicht ausgeschaltet oder gesnoozed hat, ertönt zusätzlich zum Licht noch der gewünschte Weckton, wobei auch dieser sehr angenehm langsam einfadet und den glücklich Geweckten nicht aus dem Bett pustet.

Subjektiv kann ich das Aufwacherlebnis mit dem Lichtwecker als durchweg angenehm beschreiben. Das erste, woran ich mich morgens immer erinnere, ist der Gedanke "Leuchtet da draußen etwas?" den ich aber ganz entspannt noch mit geschlossenen Augen zu Ende denken kann, um dann die Augen aufzumachen und richtig wach zu werden. Das langsame Eindimmen hilft mir dabei sehr gut, in diesem Moment schon recht klar im Kopf zu sein und gleichzeitig nicht von der plötzlich eingeschalteten Nachttischlampe geblendet zu werden. In der Regel bleibe ich dann noch ein paar Minuten im Bett liegen, bis der Weckton ertönt und stehe dann ohne weitere Probleme auf. Das ist eine deutliche Verbesserung zum vorherigen Zustand. Meinen Backup-Wecker auf dem Mobiltelefon, welchen ich mir aus den oben schon formulierten Sorgen (Stromausfall etc.) immer noch fünf Minuten später gesetzt habe, habe ich bislang noch nicht benötigt.

Fazit

Aus heutiger Sicht kann ich mir sehr gut vorstellen, mit dem HF3470 auch langfristig gut aus dem Bett zu kommen und empfehle ihn auch gerne weiter. Anfangs hatte ich etwas Sorgen, dass ich mich an die Leuchterei gewöhne und nicht mehr wach werde, nach zwei Wochen hat sich diese Befürchtung nun aber schon so gut wie erledigt.

Zur Zusammenfassung und für alle, die sich nicht durch meinen langen Text kämpfen möchten, nochmal die wichtigsten Argumente:

Pro:

  • Absolut angenehmes Aufwacheerlebnis
  • Gute Qualität
  • Attraktives Äußeres und einfache Bedienung

Kontra:

  • Eingeschränkte Zuverlässigkeit
  • Mäßige Multimediaqualitäten
  • Relativ teuer

Ich kann mir vorstellen, dass der Erfolg eines solchen Lichtweckers auch stark von persönlichen Schlafgewohnheiten abhängt, so dass es sicherlich nicht dumm ist, einen solchen Wecker einfach online zu bestellen und dann einmal in Ruhe eine Woche auszuprobieren. Wenn ihr auch schon Erfahrungen mit solchen Geräten gemacht habt, bin ich gespannt darauf, sie zu hören!


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4 Kommentare


Lernhilfentk

Geschrieben

Hi ich hab das Ding schon seit einem guten Jahr - ich habe mittlerweile gelernt, trotz Licht etwas länger liegenzubleiben:rolleyes: Einschlafen kann man es aber nicht nennen, und wenn ich will, bin ich tatsächlich fit mit dem Teil. Trotzdem klingelt noch ein anderer Wecker zur Sicherheit. Also ich kann es durchaus empfehlen, weil ich wirklich schon vor dem Aufstehen langsam wach geworden bin.

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ChrisgoesMSc

Geschrieben

das Teil finde ich auch sehr interessant, danke für deinen ausführlichen Bericht!

Ich finde auch, es gibt nichts schlimmeres als vom Klingeln des Weckers aus dem Bett geworfen zu werden. Zum Glück wach ich meistens alleine bereits vorher auf, aber so ein Lichtwecker wär schon was ...

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Finde den Wecker toll, aber der Preis. :(

Ich arme Datenerfasserin mit meinen Vollzeitgehalt unter 900 EURO..........

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