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Fernlehrgang SachbuchautorIn: Das Pech liegt auf der Treppe (Teil 2)

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Fernstudienakademie

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Im letzten Blogbeitrag ging es ja bereits um das „Pech, das auf der Treppe liegt“, also die fast unweigerlich eintreffenden Verlags-Absagen, die ein Autor in großen Briefumschlägen häufiger findet.

Was tun, wenn es Absagen hagelt?

Was aber tun, wenn es über einen längeren Zeitraum Absagen hagelt? Das nagt ja schon ganz schön am Selbstbewusstsein eines jeden Autors – und sei er noch so erfahren.

Zunächst einmal geht es darum, dass das eigene Selbstbild nicht immer mickriger wird: Man muss sich nämlich klar machen, dass man ja nicht als Person abgelehnt wird, sondern dass es „nur“ um die Ablehnung eines Buchprojektes geht.

Für Absagen kann es viele Gründe geben

Verlagsabsagen können ganz unterschiedliche Gründe haben, die manchmal noch nicht einmal etwas mit diesem Buchprojekt zu tun haben müssen:

  • Der Verlag nimmt vielleicht gar keine Sachbücher (sondern nur Romane) bzw. keine Sachbücher zum Thema XY an. Der Titel passt also gar nicht ins Verlagsprogramm. (Bei sorgfältigerer Vorbereitung hätte das der Autor allerdings auch selbst herausbekommen können... ;))
  • Der Verlag hat vielleicht seine programmatische Ausrichtung geändert und nimmt in Zukunft nur noch Titel an, die thematisch zu dieser neuen Ausrichtung passen.
  • Vielleicht hat der Verlag ja erst vor wenigen Tagen ein Buchprojekt zum selben Thema angenommen?
  • Der Lektor hat vielleicht heute auch nur seinen schlechten Tag und wirft mit Absagen um sich.

Gründe für eine Absage kann es also viele geben: Manche haben etwas damit zu tun, dass das Exposé des Autors oder das Probekapitel des Buches nicht wirklich gut sind – daran kann ein Autor etwas tun. Manche liegen aber auch an den äußeren Umständen – und daran kann ein Autor dann eher wenig tun!

Nach der Absage ist (vielleicht) vor der Zusage

Wichtig ist es, auch nach der fünften, zehnten oder zwanzigsten Absage nicht den Mut zu verlieren – und ggf. etwas an seinem „Bewerberverhalten“ zu ändern. Dafür lohnt es sich, einmal genauer zu analysieren, wie es eigentlich zu der Absage kam:

  • Wenn man bereits beim telefonischen Erstkontakt mit dem Verlagslektorat keinen Lektor findet, der sich das eigene Exposé anschauen mag, kann es daran liegen, dass man sich am Telefon einfach nicht überzeugend anpreisen kann. Dann könnte vielleicht ein dazwischen geschalteter Literaturagent wertvolle Dienste leisten.
  • Wenn man eigentlich bei jeder Exposévorstellung zu hören bekommt, dass es zu dem Thema XY schon massenweise Bücher gibt, dann hat man sich nicht ausreichend informiert, ob es überhaupt eine Marktlücke für das Buch gibt. Dann kann es helfen, dass Buchthema weiter einzugrenzen. (Statt „PR-Arbeit für Einsteiger“ dann eher „PR für Reisebüros“.)
  • Wenn die meisten Lektoren am Telefon eigentlich noch recht begeistert klingen, aber dann doch nur Absagen ins Haus kommen, kann es daran liegen, dass das Exposé und das Beispielkapitel einfach zu schlecht sind. Hier sollte man die eigenen Unterlagen unbedingt noch einmal überarbeiten.
  • Wenn das Lektorat etwas spitz nachhakt, was den jeweiligen Autor denn eigentlich zum Fachmann / zur Fachfrau für das Thema XY macht, ist noch nicht klar geworden, ob der Autor tatsächlich vom Fach ist. Ist er es wirklich nicht – dann sollte man das Buchprojekt besser abblasen. Ist er es doch, dann sollte der Autor noch mehr in Sachen Selbstvermarktung unternehmen.


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5 Kommentare


KanzlerCoaching

Geschrieben

Wobei, Anne, man sich mit den gefühlten 2000 Büchern, die es zum Thema schon gibt, auch nicht drauf verlassen kann, dass das eigene Buch kein Interesse mehr findet. Bestes Beispiel ist mein Bewerbungsratgeber.

Da war der Grund des Interesses wohl, dass der Verlag eine neue Reihe aufbaut und das Thema noch nicht vertreten war.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Da muss man halt als Autor (wie bei Dir) zu richtigen Zeit am richtigen Ort sein... ;)

Nee, mal im Ernst: Wenn ein Buch der gefühlte 2000. Ratgeber zu einem Thema ist, dann hat der Autor nicht ausreichend recherchiert und darf sich nicht wundern, dass er nur Absagen zugeschickt bekommt.

Und trotzdem gibt es (wei bei Dir) dann ab und an auch mal die Chance, zu einem wirklich gut "beackerten" Thema doch noch ein neues Buch hinzuzufügen, das dann einen neuen Ansatz verfolgt.

Diesen "neuen" Ansatz überzeugend rauszustellen ist dann halt die Kunst bei der Verlagssuche.

(Was ja bei Dir gar nicht nötig war, weil ja der Verlag auf D i c h zukam und nicht umgekehrt...)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ob er der "neue" Ansatz bringt - da bin ich mir nicht sicher. Wenn ich mir neue Bücher zu bestimmten Themen anschaue, dann ist es oft "mehr vom Gleichen", so nach dem Motto "Wenn sich Marktführer A so gut verkauft, dann müssen wir da Thema auch so besetzen. Denn eine Million Fliegen kann sich nicht irren!"

Sorry, ist jetzt etwas drastisch, aber wenn man so verfolgt, wie die Damen Fröhlich und Neugebauer so ihre Gewichtsschwankungen über Jahre hinweg vermarkten ...

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Da war der Grund des Interesses wohl, dass der Verlag eine neue Reihe aufbaut und das Thema noch nicht vertreten war.

Oder das Buch ist einfach besonders gut, d.h. besser als die anderen. Oder es ist auf irgend eine Art anders. Beide Gründe treffen auf ihr Buch auch zu, finde ich.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Bei den Gewichtsbüchern ist es wohl so ähnlich wie bei dem Zeitmanagament-Gedöns von L. Seiwert - da wird auch noch die Tankquittung dieser Herrschaften zu einem Bestseller aufgemotzt.

Aber da ist ja wenigstens noch "der Meister selbst" (= Seiwert und Co) mehr oder weniger selbst zugange. Da auf Nachmachbücher zu setzen, ist aus Verlagssicht nicht gerade vielversprechend, weil die Leser dann ja doch lieber das "Original" kaufen.

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      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.