Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    9
  • Kommentare
    24
  • Aufrufe
    671

Wunschdenken: Meine perfekte Studienbrief-Fehler-Meldestelle

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Cyrano

97 Aufrufe

Wer kennt das nicht: gemeckert wird gerne, schnell und unbedacht - konstruktive Vorschläge, die zur Verbesserung eines Produkts oder Prozesses beitragen könnten, lassen dann aber gerne auf sich warten. Auch ich hab mich in meinem letzten Blogbeitrag bzw. den Kommentaren dazu recht weit aus dem Fenster gelehnt und angedacht, einmal die Studienbrief-Fehler-Meldestelle (im Folgenden: "SFM") meiner Träume zu skizzieren und damit vielleicht eine Alternative der bislang bei der IUBH praktizierten Meldemechanismen in den Raum zu stellen. Ein paar Tage konnte ich mich anschließend hinter meinem "Institutionenökonomik"-Skript verstecken, aber heute hat sich das Gewissen gemeldet und mir dezent gedeutet, ich sollte den großen Worten auch Taten folgen lassen. Also, ran an den Speck!

Fangen wir einmal mit einer Bestandsaufnahme der eigentlichen Bedürfnisse der Nutzer an:

Der Student…

  • …steckt, wenn er einen möglichen Fehler im Skript findet, in der Regel mitten im Lernen. Eigentlich erhofft er sich von dem Lehrbrief Unterstützung und eine klare Referenz, auf die er sich ohne Einschränkung verlassen kann. Nun taucht aber eine Situation auf, die ihn verunsichert. Er sucht Hilfe.
  • …will auf diese Hilfe nicht lange warten. Der selbst aufgestellte Lehrplan ist bei Verzögerungen in Gefahr, eine Prüfung steht vielleicht vor der Türe und von der Aussage "Fehler ja oder nein" hängt ggf. für ihn die Entscheidung ab, ob er das Studienthema bereits verstanden hat oder nicht. Eine fachliche Bewertung muss also schnell her.
  • …glaubt eigentlich nicht an Fehler im Studienbrief, sondern sucht das Problem erst einmal bei sich selber. In so einer Situation offen direkten Kontakt zum akademischen Personal zu suchen bedarf einer gewissen Entschlossenheit.
  • …will den Fehler nicht öffentlich diskutieren, sondern eine klare Antwort auf die Frage, ob ein Fehler vorliegt oder nicht. Ist er doch motivationsfreudig, dann möchte er zumindest irgendwann eine verbindliche Antwort.
  • …will nicht durch Diskussionen von Kommilitonen über angebliche Fehler, die er selbst nicht erkannt hat, verwirrt werden.
  • …will auch kleine Fehler können (wie z.B. Tippfehler, fehlende Worte im Skript) melden können, ohne als Oberlehrer darzustehen.
  • …hat ein Interesse daran, über neue Fehler zeitnah informiert zu werden.

Der Fernstudienanbieter (Philipp, korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege)…

  • …ist über Fehler zunächst einmal nicht glücklich und möchte diese gerne schnell korrigieren.
  • …ist auf die Mithilfe der Studenten angewiesen, um möglichst alle Fehler zu erkennen und zu korrigieren (hundert Augen sehen mehr als zehn).
  • …kann angebliche Fehler häufig selbst nicht beurteilen, sondern ist auf die Entscheidung der entsprechenden akademischen Kursbetreuer angewiesen.
  • …hat keine Möglichkeit, Studienbriefe sehr häufig zu aktualisieren, da hiermit auch immer Layout-Arbeiten verbunden sind.
  • …muss durchaus kämpfen, um über die hohe Anzahl der Studienbriefe den Überblick zu behalten.
  • …hat auch noch andere Dinge zu tun und möchte mit der Korrektur von Lernunterlagen nicht mehr Zeit als unbedingt nötig verbringen.
  • …möchte ungern großes Geld in teure Software für diesen Zweck investieren.
  • …möchte alternativ die Verantwortung für die Fehlerkorrektur aber vielleicht auch komplett an den akademischen Kursbetreuuer auslagern.

Der akademische Betreuuer des Kurses (wenn ich einer wäre)…

  • …freut sich über alle erkannten Fehler, die korrigiert werden können.
  • …möchte seinen Studenten Klarheit verschaffen und Probleme schnell aufklären können.
  • …kann andererseits nicht jede Anfrage eines Studenten im Detail diskutieren, wenn tatsächlich gar kein Fehler vorliegt.

Das Tolle an dieser Situation ist, dass eigentlich alle drei Seiten das gleiche Ergebnis erzielen wollen: schnelle Korrektur der Fehler mit möglichst geringem Aufwand. Interessenskonflikte gibt es vielleicht hier und da zwischen den Studenten (die gerne alle Fragen im Detail direkt mit dem Kursbetreuer klären würden) und eben diesem (der nicht zu viel Zeit aufwenden möchte, um über seine - korrekten - Skripte zu diskutieren), allerdings treten diese wohl unabhängig von der Wahl einer SFM auf, sobald der Betreuuer für die Studenten direkt erreichbar ist.

Während ich mir über dieses Thema Gedanken gemacht habe, ist mir aufgefallen, wie unglaublich viele Analogien es zwischen der Entwicklung von Studienbriefen und Software gibt: Beide werden in der Regel von eher unbedarften Benutzern eingesetzt und von einer "höheren" Stelle ausgegeben und betreut. Beide erscheinen in der Regel in Versionsschritten, die aufeinander aufbauen. Und beide strotzen insbesondere am Anfang vor Fehlern.

Insbesondere bei Open Source Software, aber auch bei proprietären Systemen, kommen hier in der IT-Welt immer häufiger sogenannte Bugtracker zum Einsatz. Hierbei handelt es sich - im einfachsten Sinne betrachtet - um eine große Datenbank von gemeldeten Fehlern. Nutzer der Software können hier - auch ohne großes Know-How - Fehler in einem einfachen Formular melden, aber auch von anderen Nutzern bereits gemeldete Fehler kommentieren. Allerdings ist ein solcher Bugtracker keine Informations-Einbahnstraße: Auch die Entwickler der Software lesen natürlich die Fehlerberichte. Sie bewerten diese (Liegt ein Fehler vor? Wie schwerwiegend ist er?) und weisen sie einem Programmierer zu, der für die Behebung zuständig ist. Außerdem geben sie bekannt, in welcher zukünftigen Version der Software der Fehler voraussichtlich behoben sein wird.

Wäre es nicht wunderbar, ein solches System auch für Studienskript-Fehler zur Verfügung zu haben?

Das ganze könnte wie folgt ablaufen:

  • Klein-Cyrano findet heute in seinem Studienbrief "Forschungsökonomik" einen Fehler in einer Selbstkontrollfrage. Diese ist im Lösungsheft seiner Meinung nach falsch beantwortet.
  • Er sucht im SFM-System nach ein paar Stichworten, um festzustellen, ob ein solcher Fehler schon gemeldet wurde. Das ist nicht der Fall.
  • Er ruft ein einfaches, übersichtliches Formular auf und macht einige Angaben zum Fehler: Um welchen Kurs geht es? Auf welcher Seite befindet sich der Fehler? Handelt es sich um einen inhaltlichen Fehler oder um einen Tipp-/Satzfehler? Dazu kommt natürlich noch eine kurze Beschreibung und ab geht die Post. Ab diesem Zeitpunkt können andere Studenten, die mit dem gleichen Skript arbeiten, sehen, dass ein möglicher Fehler gemeldet wurde. Ggf. können Sie diesen sogar kommentieren.
  • Eine zentrale Fehlerannahmestelle beim Fernstudienanbieter wird automatisch über die neue Fehlermeldung informiert. Je nach Gestaltung der internen Prozesse oder Art des Fehlers wird nun entweder der Fehler in den Quelldateien des Studienbriefes direkt korrigiert oder der Betreuuer des Kurses mit einer Prüfung beauftragt (im System). Auch darüber werden Cyrano und alle anderen interessierten Studenten informiert.
  • Der Kursbetreuuer schaut sich die Meldung an, kommentiert diese und ändert den Status der Meldung beispielsweise auf "geprüft - kein Fehler" oder auch "geprüft - wird behoben in Studienbrief Ausgabe 2". Gleichzeitig kann er direkt in der SFM eine Korrektur zur Verfügung stellen, um alle Unklarheiten bei den Studenten zu beseitigen. Dann schließt er den Vorgang.
  • Cyrano wird über diese Änderung automatisch informiert und ist glücklich mit der Antwort des Betreuers.
  • Steht nun das Layout/der Druck der nächsten Studienbriefausgabe an, müssen nur noch alle Fehlermeldungen in die Quelldateien übernommen werden. Es geht definitiv kein Fehler verloren.

Was haben wir nun von dem ganzen Aufwand?

  • Der Student bekommt eine schnelle Antwort auf den gemeldeten Fehler. Kann gerade keine Antwort gegeben werden, weiß er zumindest, wo die Meldung gerade "hängt" und kann die zuständige Stelle notfalls direkt kontaktieren. Es gibt keine überflüssigen Diskussionen und alle bereits gemeldeten Fehler können einfach durchsucht werden.
  • Die Studiengangsadministration hat stets einen Überblick über den Zustand der Skripte und muss keine Angst haben, dass ein Kursbetreuuer seinen Studienbrief vernachlässigt. Fehler bleiben nicht unbemerkt, da die Studenten durch die einfache Meldemethode zum aktiven Melden von Fehlern animiert werden.
  • Der Kursbetreuer kann sich darauf verlassen, dass alle Fehler im Skript in der SFM auflaufen und bei Kontaktaufnahme über sonstige Kanäle direkt hierauf verweisen. Auch er behält den Überblick und kann mit wenig Aufwand direkt mit vielen Studenten kommunizieren.

Zu schön, um wahr zu sein? Sicher lauern auf dem Weg zu einem solchen System sicher hier und da ein paar Gefahren, die primär in der Auswahl und Installation einer geeigneten Softwarelösung zu suchen wären. Zwar gibt es mittlerweile dutzende Bugtracking-Systeme, allerdings sind diese nach wie vor primär eben für Software und nicht für Printerzeugnisse ausgelegt. Wie aufwendig eine Anpassung wäre, und ob der Aufwand hierfür nicht sogar die Entwicklung (im Sinne von "Programmierung") einer kleinen eigenen SFM rechtfertigen würde, müsste in jedem Fall untersucht werden (ich gehe davon aus, dass für eine Eigenentwicklung ein Investment von vier bis fünf "Studenten" nötig wäre - das ginge doch noch, oder?). Letztlich steht und fällt der Erfolg einer solchen Lösung mit der Benutzerfreundlichkeit für die Endnutzer, für die die alternative Meldemethode (per E-Mail) immer nur einen Klick entfernt ist - und ist diese methodisch noch so unterlegen. Dennoch könnte ich mir insbesondere bei einem langfristig angelegten Fernstudienprojekt, das noch in den Kinderschuhen steckt, durchaus vorstellen, dass sich die Investition in ein solches System schon mittelfristig auszahlt - und das mit jedem neuen Studiengang, neuen Kurs und neuen Lehrbrief ein wenig mehr.

Beim Schreiben habe ich gemerkt, dass dieser Artikel und die darin geäußerten Wünsche sehr von meiner eigenen Arbeitsweise geprägt sind. Ich fände es daher sehr interessant, eure Meinungen dazu zu hören und zu erfahren, wie ihr mit (potentiellen) Fehlern im Lernmaterial umgeht. Ärgern sie euch? Tendiert ihr eher dazu, sie zu ignorieren, oder lasst ihr nicht locker, bis ihr ihnen auf die Schliche gekommen seid? Wie kommuniziert ihr sie an eure Hochschulen? Raus mit der Sprache, ich bin gespannt!


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


4 Kommentare


Wow, was für eine Arbeit du dir gemacht hast, toll!

Wenn ich einen (vermeintlichen) Fehler im SB entdecke, markiere ich mir den am Rand und frage in der Präsenz nach, ob das so wie es da steht, richtig sein kann. Das kam allerdings (mal abgesehen von Tippfehlern) nicht so oft vor. In dem Fall hat die Dozentin sich das aufgeschrieben und an die HFH weitergegeben.

So ein SFM klingt aber wirklich gut, wenn es denn umgesetzt wird.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo Cyrano,

wow... bei so einem umfassenden Beitrag muss ich leider doch um etwas Geduld bitten... aber ich gehe auf die einzelnen Punkte gerne ein :). Würde allerdings vorschlagen, du bringst den Beitrag als Forenartikel ein weil ich denke, dass viele Nutzer die Blogs nicht lesen bzw. für die intensive Diskussion nutzen :).

Besten Dank auch jeden Fall für den tollen Input und besten Gruß,

Philipp

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo Cyrano,

vielen Dank für die tollen Posts!! Jetzt bin ich natürlich neugierig, wie die letzten zwei Monate so gelaufen sind :) Wie sieht es mit Klausuren aus? Hast du schon welche geschrieben? Ich freue mich auf deine Posts!

Ich werde ab 1.6. auch den Master an der IUBH starten und freue mich immer, wenn ich hier von einigen "Erfahrenen" lesen kann.

Viele Grüße,

Esther

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo Esther,

vielen Dank, dass du mich daran erinnerst, dass ich euch vernachlässige. ;-) Man nimmt sich immer so viel vor, und dann ist man schneller eine Blogleiche, als man "Fernstudium" sagen kann. Kurzfassung: alles prima, Studium macht Spaß und ist erfolgreich, aber viel zu tun. Langfassung folgt ganz hoffentlich bald. Wenn du konkrete Fragen hast, gern kurz per PN melden.

Viele Grüße

Joshua

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 7
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link