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chillie

79 Aufrufe

Ich möchte keine Kreise quadrieren, denn das ist bekanntlich unmöglich. Allerdings möchte ich wie Sisyphus auch nicht den lieben langen Tag etwas versuchen, was kurz vor dem Ziel wieder zunichte gemacht wird.

Wenn ich schon dabei bin berühmte Redensarten inflationär zu gebrauchen sollte ich vielleicht auf Don Quijotte zurückkommen.

Ob ich wirklich gegen Windmühlen kämpfe? Ob ich wirklich gegen einen nicht veränderbaren Zustand ankämpfe? ... Eigentlich auch nicht.

Nicht nur, dass ich in den letzten Jahren oft genug für mich selbst gelernt habe, dass wenige Dinge unveränderbar sind - habe ich für mich selbst eigentlich bereits festgestellt, dass meine Windmühlen nur in meinem Kopf existieren.

Davon mal abgesehen, dass ich mit diesem Beitrag sämtliche Vorsätze die ich mir für das Blog genommen habe über Bord werfe und auch weiß, dass es allein durch schreiben des Beitrags nicht besser wird, bin ich dennoch ratlos wie ich wirklich aktiv weiter komme.

Nun habe ich mir diese Woche zur Selbstmotivation keine so riesige Aufgabe gestellt. Den Aufwand habe ich für die nächsten Wochen etwas gestaffelt, alles sinnvoll, nichts über- aber auch nichts untertrieben. Für diese Woche habe ich mir vorgenommen, meine ziemlich verteilten Notizen und nicht aufgeschriebenes pro Gliederungspunkt zu Papier bringen - für jeden Gliederungspunkt eine Karteikarte.

Der Grund warum ich das brauche ist u.a. auch der Grund warum ich unzufrieden bin. Ich "leide" unter einem wahnsinnigen Sägezahneffekt. Meine Aufgabe war nicht schwer, aber wenn ich erst gegen 19.00 Uhr daheim bin oder über den Tag verteilt 500KM abgespult habe oder wirklich Stress im Job hatte, ist meine Energie am Ende.

Ich hatte jetzt die Konstellation und bis Mitte Mai habe ich keine Woche in der nicht wenigstens 2 von diesen Dingen mind. 3x die Woche anfallen werden, was mich stark ratlos zurücklässt :(.

Mein Kampf gegen die Windmühlen ist der ewig gleiche, der Versuch etwas zu reissen, mich hinzusetzen - wegen o.g. mit leerem Kopf und am Ende frustriert den Tisch zu verlassen mit 0-15 Minuten Workload.

Im Kopf habe ich mich heute irgendwie vom Gedanken verabschiedet in meiner Urlaubswoche nach Ostern tatsächlich in den Urlaub zu fahren. Um dem Sägezahn zu entkommen wäre das ein guter Ausgangspunkt, wenn ich die Möglichkeit finde mir einen Freiraum zu schaffen. Meinem Kleinen kann ich einfach nicht vermitteln, dass ich wenn er wach ist, meine Zeit brauche. Da mein Keller auch keine Tür hat, habe ich hier keine Ruhe. Also... Flucht?

Schweren Herzens würde ich diesen Urlaub opfern, auch unter der Tatsache, dass ich nicht weiss ob der nächste Urlaub dann überhaupt gemeinsam so zu Stande käme wie geplant. Es geht um viel aber was zu investieren ist, ist nicht mehr so viel wie bisher, aber das Speicherbecken aus dem ich noch einen Zusatzboost ziehen kann ist leer.

Im Gegenzug scheint mir der "Ausgleichsbehälter" aktuell übervoll mit persönlichem, privaten Schwierigkeiten, Mehrbelastungen im Job und ähnlichem.

Hier und heute bin ich ratlos, mutlos und "lösungslos". :confused:


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17 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Ich möchte gar nicht so viel zu Deinem Beitrag schreiben - er erscheint mir nachvollziehbar, auch ohne alle Details zu kennen.

Zwei kleine Gedanken:

1. Ist es möglich, auf Deinen langen Touren tagsüber einen Break einzubauen, um irgendwo unterwegs ein bisschen was für das Studium zu tun? - Auch wenn Du dadurch abends später zu Hause bist?

2. Kannst Du für das "Verlies" eine Tür einbauen (lassen)?

Jetzt noch etwas, das ich vielleicht selbst nicht so umsetzen würde:

Meinem Kleinen kann ich einfach nicht vermitteln, dass ich wenn er wach ist, meine Zeit brauche.

Vermitteln sicher nicht. Aber manche Dinge müssen (kleine) Kinder vielleicht auch einfach hinnehmen, auch wenn sie das nicht verstehen. Auch dafür wäre eine verschlossene Tür aber eine Voraussetzung.

Was den Urlaub angeht: Da ja absehbar ist, dass es das letzte Mal ist, würde ich vermutlich dazu tendieren, ihn zu "opfern" - oder irgendwie einen Kompromiss hin zu bekommen: Die Hälfte der Zeit weg fahren? Im Urlaub die anderen Mitglieder Deiner Familie täglich x Stunden alleine los ziehen lassen?

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1. aus der jetzigen Sicht wird das nicht klappen, da ich hier aktuell wirklich am zeitlichen Limit agiere. Ich habe mir selbst jetzt vorgenommen Homeoffice erstmal bleiben zu lassen und lieber unterwegs noch ein paar Sachen zu erledigen, dann komme ich wenigsten nicht mit offenen Punkten im Kopf nach Hause was die Sache leicht entspannt.

2. Nein das geht leider nicht, die Treppe führt in einen Raum direkt unter dem Flur - eine Tür ist nicht möglich, darum rüttelt mein Sohn gerne oben am Kinderschutzgitter und macht Radau. Mein Arbeitszimmer ist eigentlich nur zu seinen Schlafzeiten nutzbar. Darum überlege ich zu den Zeiten ggf. die Bibliothek aufzusuchen (inzwischen wohne ich leider nicht mehr so nahe an der Uni).

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Markus Jung

Geschrieben

Kein "Gefällt mir", aber ein "Dann geht das wohl wirklich nicht anders".

Darum überlege ich zu den Zeiten ggf. die Bibliothek aufzusuchen (inzwischen wohne ich leider nicht mehr so nahe an der Uni).

Ja, das scheint eine mögliche Alternative zu sein. Ist aber sicherlich auch wieder mit ein bisschen Aufwand verbunden, da Du dort ja erstmal hin/zurück musst, ggf. einchecken usw.

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ist es eventuell möglich, dich ein, zwei Stunden am Tag bei deinen Eltern/Schwiegereltern/Geschwistern/Freunden einzunistern, um dort in Ruhe schreiben zu können?

wär natürlich nochmals ne Zusatzbelastung, aber dann fällt das Problem mit deinem Zwerg weg....

vielleicht auch ein, zwei Wochen Urlaub machen und zwar alleine - wie Proggie geschrieben hat?

du wirst nicht darum rum kommen, irgendwoher ne Menge Zeit freizuschaufeln in den nächsten 4 Monaten - aber dann hast du es geschafft!!! es ist nun wirklich nicht mehr lange. du hast keine Zeit mehr, zu überlegen, umzuplanen oder zu trödeln - aber du hast es fast geschafft!

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Markus Jung

Geschrieben

wie Proggie geschrieben hat?

Wo denn? - Von Proggie sehe ich hier gar keinen Kommentar. Oder war das zu einem anderen Beitrag?

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Wo denn?

hier:

http://www.fernstudium-infos.de/blogs/chillie/6278-status-kw-07-2012.html

Erholungsphasen solltest du auf alle Fälle einplanen. Ich habe dann - ziemlich am Schluß - eine Woche allein mit ein paar Skiern, meinem Laptop und Diplomarbeit/Literatur recht einsam in den Bergen verbracht. Dafür hatte ich dann -das einzige Mal- im Studium eine Woche Urlaub "geopfert". Ansonsten hätte ich das am Schluß, glaub ich, nicht mehr so gut körperlich geschafft.

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Die Option Urlaub alleine steht noch im Raum - allerdings habe ich zeitlich so gut wie keinen Spielraum über meinen geplanten Urlaub hinaus. Also zusätzlichen Urlaub kriege ich nicht ins erste HJ.

Der fest eingereichte Urlaub nach Ostern ist aktuell eigentlich schon von Erholung auf DA umgebucht. Die erste Maiwoche inkl. meinen Geburtstag... naja... schweren Herzens würde ich den auch noch opfern. Allerdings erscheint es mir nicht gerade zielführend bei dem Druck den ich aktuell habe die Erholung komplett auf das 2. HJ zu verschieben.

ist es eventuell möglich, dich ein, zwei Stunden am Tag bei deinen Eltern/Schwiegereltern/Geschwistern/Freunden einzunistern, um dort in Ruhe schreiben zu können?

Überdenke ich aktuell, ginge vor allem an den Tagen, an denen ich regulär aus dem Büro komme.

Ich weiss, sehr viele Alternativen gibt es nicht, aber wer eine noch so blöde Idee hat bitte einfach reinposten - vllt. sehe ich den Wald vor lauter Bäumen einfach doch nicht.

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Michael Knight

Geschrieben

Ich würde an Deiner Stelle wie folgt vorgehen:

1. So oft es geht in die Bibliothek. Du weißt, ich bin ja ohnehin ein Freund davon, aber in Deiner Situation sind die Bibliotheksvorteile fast noch ausgeprägter als bei mir damals:

- es ist schwierig in der Bibliothek einzuschlafen (geht aber ...)

- nahzu keine Ablenkung

- viele Gleichgesinnte (d.h. Gedanken wie "was mache ich hier eigentlich" entfallen)

- und vor allem: Ruhe!

2. Urlaub ohne Familie. Das ist vermutlich schwierig, aber 1 Woche alleine, das bringt schon eine Menge. Es ist ja auch kein Dauerzustand, sondern eine ein- oder zweimalige Angelegenheit. Du kannst ja auch davon ausgehen, dass Du in dieser Zeit nicht nur mit den Arbeiten vorankommst sondern vermutlich auch gut und etwas länger schlafen kannst. Auch das trägt ja merklich zur Erholung bei. Du schreibst ja selbst, dass die Arbeiten ohne den Büroalltag nicht sooo schwierig sind. Klar ist es unschön, die Familie alleine zu lassen, aber sei mal ehrlich: 1 Woche Ruhe mal ganz allein oder mit ein paar guten Freunden, das würdest Du auch ohne HA/DA nicht ablehnen, oder? Meine Frau und ich gönnen uns in diesem Jahr jeweils unabhängig ein verlängertes WE an einem Ort unserer Wahl. Ohne Kind, ohne den Partner. Denk mal drüber nach!

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

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Michael Knight

Geschrieben

... was mir gerade noch einfällt ... mir hat es in meinen beiden Studiengängen sehr geholfen, mein Zuhause als lernfreie Zone zu handhaben. Ich weiß nicht, ob das bei Dir überhaupt möglich ist, aber für mich war das sehr hilfreich. Als ich noch viel zu Hause gemacht hatte, bin ich immer mit gedämpfter Stimmung nach Hause gekommen, weil ich wusste gleich muss ich wieder an den Schreibtisch. Irgendwann habe ich das nicht mehr ausgehalten und bin in die Bibliothek gefahren als wäre es mein Büro/Arbeitszimmer. Mit Verlassen der Bibliothek war also Feierabend. Das habe ich auch am WE so gemacht.

Vielleicht schaffst Du es ja, das zumindest mal auszuprobieren.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ich denke, es wäre vor allem hilfreich, eine Entscheidung zu treffen, wie Sie weiter vorgehen wollen und welche Ansprüche Sie an sich und das Ergebnis der DA stellen. Und dabei zu akzeptieren, dass jede Entscheidung Nachteile hat.

Ansonsten zieht der Versuch der Optimierung nach allen Seiten die Energie, die Sie besser in die DA investieren könnten.

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Das ist mir bewusst. Für mich benötige ich aktuell einen Fixpunkt - mir geht es hier und heute nicht um Optimierung sondern darum die grundlegende Richtungsentscheidung zu treffen was ich brauche um am 30.6. ohne Burnout und dergleichen eine regelkonforme DA abliefern zu können.

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OK, dann mal spontan ein paar "blöde Ideen": Evtl. auf der Arbeit, wenn möglich, die Mittagspause verlängern oder abends einfach etwas länger bleiben und in der Zeit an der DA arbeiten. Das müsste natürlich mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden, dass du in der Zeit eben nicht "im Dienst" bist sondern quasi in deiner Freizeit bzw. schon im Feierabend und du evtl. das Telefon in der Zeit auf einen Kollegen umleitest. Dann kommst du natürlich noch später nach Hause, hast dann aber wirklich Feierabend. Bist du in einer Führungsposition, dass du evtl. temporär mal etwas mehr als sonst delegieren kannst, damit du abends mal früher rauskommst?

Allerdings: Nur Zeit im Privatleben freischaufeln ist zwar "einfacher" (eigentlich ja nicht wirklich...), finde ich bei Betrachtung des Gesamt-Workloads einer Woche aber gesundheitlich etwas bedenklich. Außerdem profitiert dein Arbeitgeber ja auch von deiner Weiterbildung (schreibst du nicht sogar deine DA zu einem firmenrelevanten Thema?). Ist da echt nichts möglich? Schon ein halber freier Tag pro Woche für 1-2 Monate würde dir doch schon erheblich weiterhelfen.

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Für mich benötige ich aktuell einen Fixpunkt - mir geht es hier und heute nicht um Optimierung sondern darum die grundlegende Richtungsentscheidung zu treffen was ich brauche um am 30.6. ohne Burnout und dergleichen eine regelkonforme DA abliefern zu können.

was du im Moment nach meiner Meinung brauchst sind Zeit und Energie, um eine anständige Leistung abliefern zu könnnen. Die Zeit brauchst du, um dich mit deinem Thema beschäftigen zu können. Und ohne ausreichende Energie wirst du die Zeit, die dir noch bleibt, nutzlos verpulvern.

und Zeitreserven sind nun mal vor allem Urlaub, vielleicht auch Arbeitszeit (nach deinen Beschreibungen weiß ich allerdings nicht, ob dein Arbeitgeber davon so begeistert ist). Überlege, ob es irgendwelche Dinge gibt, die du auf die Zeit nach dem 30.06.2012 verschieben kannst.....

machs nicht so wie ich, und überseh den Wald vor lauter Bäumen.:(

und last but not least: vergiss nicht, dass die Strategie "jammern für gute Noten" bei dir bislang wunderbar aufgegangen ist :)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Wenn ich das mit deiner Arbeit immer so lese, frage ich mich ob das wirklich so erstrebenswert war und du nun wirklich das hast, was dich glücklich macht. Aber das nur so am Rande...

Urlaub opfern ist emotional natürlich ein No-Go was ich verurteile (meinen verdienten Urlaub für diese Selbstgeiselung opfern...), aber es gibt immer Ausnahmen und besondere Umstände benötigen besondere Maßnahmen. Du hast nun noch genau 4 volle Monate Zeit. Diese gilt es nun wirklich einzuteilen. Ein oder zwei Wochen Urlaub, der dir entsprechend in der 2 Jahreshälfte fehlen würde, wäre nun hilfreich. Die erbrachte Leistung musst du nicht mehr am Wochenende oder nach Feierabend leisten und somit gewinnst du durch das "Verbraten vom Urlaub" Freizeit mit deiner Familie. Ich bin mir sicher, in einem DA-Schreib-Boot-Camp-Ausflug würdest du mit reichlich Schub durchstarten und das Beste draus machen. In 2 Wochen Urlaub holst du evtl. 1 Monat Freizeit nach Feierabend raus.

Nach so langerer Schufterei wird es auf der Zielgeraden aktuell richtig eng für dich. Es tut mir in der Seele weh zu sehen, wie dir die Zeit, Motivation und evtl. auch die sehr guten Noten weglaufen.

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Mein Job macht mir Spaß und erfüllt mich deutlich mehr als jemals zuvor, allerdings erfüllt der Job nun auch den Teil, den ich vorher mit dem Fernstudium kompensiert habe, zusätzlich habe ich ja inzwischen Familie die gerade jetzt auch noch zusätzliche Aufmerksamkeit bzgl. Zukunftsthemen benötigt.

Ich bin auch weiterhin dabei mein Team zu qualifizieren und Aufgaben sinnvoll und richtig zu deligieren, allerdings sind das keine Dinge die von heute auf Morgen so funktionieren wie ich es gerne hätte bzw. erstmal extra Aufwand bedeuten. Zudem arbeite ich auch daran, wenigstens eine kleine personelle Unterstützung zu bekommen und/oder meine Leitungsebene dazu zu bekommen an einer Lösungsfindung konstruktiv mitzuarbeiten, denn von den entsprechenden Teamleitern im Umfeld habe ich aktuell die engste Personaldecke.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Trägt denn die Einarbeitung deiner Mitarbeiter in nächster Zeit Früchte? Soll heißen, hast du noch während der DA Entlastung?

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Es läuft eher auf "keine zusätzliche Belastung" als Entlastung hinaus.

Allerdings haben mir die von der obersten Leitung avisierten Signale heute gut gefallen. Klar... nichts ist konkret, aber es kam an, was das ganze Team bewegt und man wird sich wohl an einer Lösungsfindung beteiligen. Das hilft mir mental sehr viel, weil ich heute extrem frei im Kopf bin und sogar schon ein paar Sachen locker und leicht für die DA erledigen konnte.

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    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link