Informatik B.Sc. an der WBH

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Und plötzlich naht die Prüfung

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kawoosh

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Meine Güte, wie schnell doch die Zeit vergeht! Nächsten Samstag steht die nächste Prüfung im Fach Grundlagen der Programmierung an. So schnell sind also die letzten vier Wochen seit meiner letzten Prüfung vergangen. Natürlich ist dieses Prüfungsergebnis noch nicht da, hat mich jetzt auch nicht sonderlich verwundert. Immerhin musste ich bei all meinen Prüfungen minimum fünf Wochen warten.

Wie auch immer, diese Woche steht also intensive Prüfungsvorbereitung auf dem Plan. Grundsätzlich mach ich mir keine großen Sorgen. Was mich ein wenig ärgert ist das üblich Trockenprogrammieren in solchen Prüfungen. Auf dem Papier vergisst man schnell mal ein Zeichen, was einem ein Compiler nicht verzeihen würde. Ich frag mich jedes Mal wieder, warum man nicht einfach nur Algorithmen in Form von Struktogrammen, PAP's oder auch Pseudocode abprüft. Naja, da werd ich jetzt einfach durch müssen. Mittlerweile ist mir die C Syntax auch wieder geläufig, mit all ihren Eigenheiten und nervtötenden Angewohnheiten.

Die bisherige Vorbereitung sieht allerdings nicht sonderlich gut aus. Alle relevanten Hefte sind gelesen und die B-Aufgabe ist zu 2 Dritteln bearbeitet, aber sonst habe ich mich nicht großartig mit dem Fach beschäftigt. Das wird sich diese Woche ändern müssen, damit ich von der Prüfung nicht böse überrascht werde. Die B-Aufgabe an sich ist aber schon eine recht gute Prüfungsvorbereitung, da man dort Algorithmen erstellen, anwenden und idealerweise auch C programmieren kann. Ich werde also hauptsächlich mit der B-Aufgabe diese Woche arbeiten und in die Übungsklausuren schnuppern. Eine Kommilitonin hat mir von ihrer Prüfung berichtet und das machte einen recht zeitintensiven Eindruck. Zumindest fand ich den Aufgabenumfang für die zwei Stunden Bearbeitungszeit recht hoch. Da ich allerdings meistens schneller mit einer Prüfung fertig bin, hoffe ich hier auf einen Vorteil.

Mit dem Bestehen dieser Prüfung und natürlich der B-Aufgabe hätte ich also das zweite Semester abgeschlossen. Die nächsten Prüfungen sind Rechnerarchitektur (RAI) und Grundlagen des Software Engineering (SEI1) Mitte Juni in Berlin. Blöderweise komme ich einen Tag vorher aus dem Urlaub wieder - inklusive Jetlag. Das wird interessant. In beiden Fächern habe ich allerdings Vorkenntnisse. Mal sehen ob mir das hilft.

Im Übrigen habe ich das nächste Material des dritten und vierten Semesters bestellt:

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Das sieht nach viel Stoff aus und ist es sicherlich auch. Ich habe mich proforma für sämtliche in Berlin zur Verfügung stehenden Termine angemeldet. Mal sehen, wie das funktioniert. Theoretisch steht dann auch bald die berufspraktische Phase an. Auf Arbeit habe ich derzeit ein ziemlich spannendes Projekt. Mal sehen, ob ich das dafür verwenden kann. Aber jetzt verschwende ich darauf keine großen Gedanken.

Also noch schnell einen Tee eingießen und dann ab in die unendlichen Weiten der Sprache C...


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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!