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Gutes Gefühl - Schlechtes Gefühl?

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Zitrone

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Gestern war ja die M1-Klausur (Psychologie) und ich bin euch noch einen Kommentar dazu "schuldig".

Was ich klar unterschätzt habe ist die nötige Konzentration bei der Klausur auf eine Dauer von 4 Stunden. Ich rate allen, die die Klausur schreiben und halbwegs Englisch-fit sind dazu, die englischen Aufgaben (5 Texte in dieser Klausur!) als erstes zu machen. Erstens kommt man dabei so ein bisschen rein und zweitens hat man dann nicht das Problem nach 3 Stunden in der Klausur sich noch auf komplizierte Fachtexte konzentrieren zu müssen. Den ein oder anderen Text habe ich jetzt wieder gefunden und muss sagen - heute liest sich der wesentlich leichter als gestern. :blushing:

Ich habe in meiner Zeitplanung eingerechnet für 33 Fragen ca. 1 Stunde zu brauchen und das hat auch etwa geklappt. Um 17:15 habe ich angefangen die Kreuze zu übertragen. (das wollte ich schon deshalb nicht während dem Bearbeiten machen, weil ich mich bei einigen Fragen nur teilweise entschieden habe). Ich rate übrigens auch dazu beim ersten Durchganz klar zu vermerken, welche Antworten man definitiv richtig findet und welche definitiv falsch (und die dann beim zweiten Durchgang nicht mehr zu beachten) und welche Antworten vielleicht stimmen.

So - jetzt zum Gefühl: Definitiv ein gutes Gefühl habe ich beim Teil zu 3401 (Forschungsmethoden). Der ist bei mir sehr gut gelaufen, ich habe vielleicht an der einen oder anderen Stelle kleine Fehler, aber der ist definitiv bestanden, ich schätze sogar recht gut mit etwa 80-90%. Dabei wurden viel Transferleistung von den Studierenden verlangt - man musste viel anwenden, überlegen, es gab eine Beispieluntersuchung, anhand derer man viele Fragen beantworten musste und es gab auch schöne Denkaufgaben. Also kein stupides Auswendiglernen, wobei das Wissen schon auch nötig war.

Kurs 3400 (Geschichte / Einführung) war für mich schon schwieriger - aber das war auch zu erwarten, weil ich viel zu wenig dafür gelernt habe. Hier bange ich noch etwas, allerdings gehe ich mittlerweile davon aus, die nötigen 50% erreicht zu haben. Das Hauptproblem bei diesem Kurs ist für viele gewesen, dass sie extrem viel gelernt haben - man aber einfach nicht alles lernen kann. Es gibt so viele Seiten zu diesem Kurs (ca. 600 ohne die Vorlesungen), dass man immer Prioritäten setzen muss und diese stimmen nun mal nicht immer mit den Prioritäten der Dozenten überein. Aber das ist eine Sache - da muss man bei einem Studium auch mal durch. Man kann nicht alles wissen, aber man könnte durchaus so viel Wissen, dass man die Hälfte der Fragen richtig beantworten kann. Ich würde sagen bei dem Kurs war vor allem die Vernetzung des Wissens wichtig und das Verständnis, aber auch einiges an Detailwissen. Aber ich wusste bei allem, dass es irgendwo nachzulesen gewesen wäre, dh. ich habe alles wiedererkannt. Leider waren hier auch ein paar Fragen dabei, die recht schwammig formuliert waren, aber wer weiß, wie die Bonuspunkte gehandhabt werden.

Kurs 3402 - dazu kann ich wenig sagen, der lief bei mir in der Klausur mehr im "einfach funktionieren" - Modus ab - die Konzentration war schon weg. Auch hier einige schwammige Fragen, manche leichte Fragen - die Zeit wird es zeigen. ;) (Meine Methode hier nicht alles zu lernen halte ich für richtig, das Problem war eher die komische Formulierung vieler Fragen und die fehlende Konzentration)

Alles in allem würde ich sagen, dass die Klausur 15 Leistungspunkten angemessen und fair war. (Abgesehen von einigen Formulierungen, aber Profs sind auch keine Superhelden. ;) ) Ich finde sie vom Niveau her vergleichbar mit Präsenzklausuren (da sind auch manche leichter und schwerer, aber das ist ja auch an der Fernuni so) und finde das Gerede von einer "Rausschmeißer-Klausur" im Sinne einer Klausur, die die Leute vergraulen soll, übertrieben. Es ist nun mal eine Uni-Klausur und ein "richtiges Studium" und keine Schulklausur.

Ich denke, wenn ich nicht bestanden habe, würde ich es nochmal versuchen, aber momentan gehe ich einfach vom Besten aus.

lg Zitrone


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9 Kommentare


werkstattschreiber

Geschrieben

Alles Gute und „Daumen drück“ zum guten Bestehen!

War die ganze Klausur MC? Oder nur ein Teil? Ich bin bei Psychologie nicht auf dem Laufenden, außer dem, was ich in den Blogs (bei Dir, Markus und Fernabi) so lese.

Vier Stunden sind schon ein langer Zeitrahmen. Ich werde im September L1 machen, aber hier gibt es 3 Gebiete, die man abarbeiten muss (ohne Multible Choise). Also, viel schreiben müssen...

Ich bin gespannt. ;) Viele Grüße werkstattschreiber

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Dankeschön. Die ganze Klausur war MC, jeweils 5 Alternativen, 1 Punkt wenn man 3 richtig hat, 3 Punkte wenn man 4 richtig hat und 5 Punkte, wenn man 5 richtig hat. Viel schreiben wäre absolut unauswertbar in Hagen, da sind ja viel zu viele Studenten. Also es würde zumindest wesentlich mehr kosten.

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Markus Jung

Geschrieben

Vielen, vielen Dank für Deinen Bericht. Ich finde ihn irgendwo ermutigend, dass nicht nur pures auswendig zu lernendes Wissen abgefragt wurde, auch wenn dies natürlich im Hinterkopf vorhanden sein muss.

Ich drücke Dir die Daumen, dass es geklappt hat. Jetzt heißt es ja erstmal warten, bis die Ergebnisse kommen.

Es ist auch ganz gut, dass es immerhin noch einen Punkt gibt, sofern mehr als die Hälfte der Ankreuzfelder richtig ist.

Vielleicht wage ich dann im Sommersemester auch mal einen Anlauf. Aber nur, wenn ich bis dahin meine Lernzeit auf mehr als die aktuell 3-5 Stunden pro Woche hochgeschraubt bekomme...

Nun bin ich noch gespannt, was Fernabi2013 so berichten wird.

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Die Ergebnisse sollen so in 4-6 Wochen kommen. Vor einem Jahr wahren sie schon am 26. März da, aber vor einem halben Jahr hat es eher bis Anfang Oktober gedauert.

Ein Punkt war ja auch das Setzen der Kreuze: Ich fand es nicht so schwer, auf die korrekte Größe der Kreuze zu achten, da geht es wohl wirklich um solche Zweifelsfälle, wie wenn jemand etwas hauchdünn macht, bei dem er sich nicht sicher ist, um das dann hinterher nach Belieben einordnen lassen zu können. Da gilt dann das, was der Scanner liest.

Ich würde sagen, dass ich im Schnitt so 10 Stunden die Woche gemacht habe, jetzt am Ende nochmal ganz viel (3401 habe ich in 2 Tagen nochmal grob zusammengefasst und komplett durchgelesen) und sonst manchmal weniger, aber meist kam es doch so an die 10 Stunden ran. Also 3-5 Stunden wird eher zu wenig sein, aber wenn du das konstant machst, alles bearbeitet hast und dann im letzten Monat vor der Klausur mehr machen kannst, dann könnte es, denke ich, klappen.

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Markus Jung

Geschrieben

Ja, 3-5 Stunden ist definitiv zu wenig. Schon alleine, weil ich dann immer endlos brauche, um wieder rein zu kommen. Ich muss mal schauen, wie ich das besser organisiert bekomme. Ob ich die 10 Stunden schaffe weiß ich nicht, aber ein bisschen was habe ich in diesem Semester ja auch schon gemacht, so dass ich nicht ganz bei Null anfange.

Mit den Kreuzen denke ich auch, es muss halt eindeutig sein.

4-6 Wochen Wartezeit geht ja eigentlich noch bei der Masse der Prüfungen - wobei natürlich jeder Tag zur Qual werden wird :-) Planst Du für das nächste Semester dann M2, wenn alles gut geht?

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Prinzipiell bin ich für M2 angemeldet, was ich konkret mache, wenn es nicht klappt, weiß ich noch nicht. Ich gehe gerade aber immer mehr davon aus, dass es reichen wird. Ich setze mich aus dem Kopf mit ein paar Fragen auseinander, lese hier und da und merke, dass ich doch bei den meisten Fragen zumindest die 3 Punkte habe, bei einigen 5 Punkte und das sollte reichen um eventuelle 1 oder 0 - Punkte - Fragen auszugleichen. Zu den Überlegungen, wie ich weiter mache, wenn ich nicht bestehe, könnte ich ja nach ein bisschen Zeit nochmal einen Eintrag machen, da gibt es verschiedene Alternativen.

Vorallem diesbezüglich wäre ein schnelles Ergebnis auch schön (vor allem hat man bei M2 ja auch eine SPSS-Lizenz dabei - wobei ich SPSS auch kostenlos in der Präsenzuni benutzen kann, also den Kurs nicht zwangsläufig neu bezahlen müsste).

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Fernabi2013

Geschrieben

Klingt ja gut bei dir! Ich drück dir die Daumen....

Hihi, mein Bericht ist nun auch da...

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Ein schöner Bericht, der wirklich motiviert! :)

Im Psycafé von moodle gibt es - wie zu erwarten war - einen sehr langen "Heulthread" über diese "gemeine" Klausur. Gerade Kurs 03401 mit den Unmengen an Anwendungsaufgaben steht sehr in der Kritik. Bin aber auch der Meinung, dass stupides Auswendiglernen nicht Sinn der Sache sein kann.

Daumen für ein gutes Ergebnis sind natürlich gedrückt!

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Dankeschön.

Ich mag einfach Anwendungsaufgaben viel viel lieber als Auswendiglernaufgaben.

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      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
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    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link