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Der erste Schock...

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charly1512

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... ist zumindest schon mal überwunden.

Gestern kamen nämlich meine Studienunterlagen an. Mein Gott ist das viel! War kurzzeitig wirklich am überlegen, ob ich das Zeug einfach packe und wieder zurück schicke.

Irgendwie will ich ja auch noch mein Leben genießen!!! :blink:

Funktioniert das überhaupt?? Lebenswertes Leben und Fernstudium?? Mich würden eure Meinungen hierzu mal interessieren!

Habe mich dann erst mal sportlich betätigt, danach war der Kopf weitestgehend wieder frei.

Nachdem ich mir schon einen Semesterplan bzgl. Präsenzen und Prüfungen aufgestellt hatte, wusste ich schon mal, dass die erste Klausur "Allg. BWL" sein wird. Und das ist auch noch der dickste SB mit ca. 200 Seiten! Oh mann! :(

Aber es hilft ja alles nichts, bis Anfang Mai muss dieser sitzen! (Ist das eurer Meinung nach eine realistische Einschätzung??)

Nachdem ich mich etwas eingelesen hatte, lief es eigentlich ganz gut. Der SB zur Allg. BWL ist ziemlich gut verständlich aufgebaut und auch echt interessant!

Zusätzlich habe ich mir vorgenommen, nebenbei den SB zum "wissenschaftlichen Arbeiten" zu lesen, da in diesem auch viele Tips zum richtigen lernen im Fernstudium aufgeführt sind.

Nun mal sehen, wie gut ich mit dem reinen Lesen voran komme. Kann gar nicht einschätzen, wie lange ich für den kompletten SB brauchen werde. Mein Plan ist, 2 Wochen vor der Klausur mit dem Lesen und Bearbeiten fertig zu sein um anschließend nochmal alles wiederholen zu können. Das bedeutet: in 5 Wochen! Realistisch?? Es wird sich zeigen.

Naja, so wurschtel ich jetzt mal vor mich hin, kaufe mir heute Lernkarten und dann werden wir weiter sehen. Ich bin zumindest wieder optimistisch gestimmt, irgendwann den Abschluss in der Tasche zu haben! :thumbup:

Zudem muss man sagen, dass ich den besten Freund und die besten Freundinnen auf der ganzen Welt habe, die mich tatkräftig aufbauen! :lol:

So, das wars erst mal, heute Abend wird weiter gelesen...


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19 Kommentare


Ich glaube, da kann ich dich beruhigen: Lebenswertes Leben und Fernstudium passen durchaus zusammen.

Es ist vielleicht in den Klausurphasen etwas weniger spontan, aber ich gönne mir viele Sachen mittlerweile richtig geplant.

Seien es Abende mit Freunden, ein Buch (ja, ein richtiges Buch, kein Studienbrief!), regelmäßiger Sport, ...

Also ich finde, Fernstudium ohne Leben bringt auch nichts. Wofür mach ich das denn sonst? :lol:

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Danke chryssi! Ich sehe das genauso, dafür liebe ich mein Leben zu sehr! :lol:

Und vor allem meine Hobbys sind mir sehr heilig!

Solange es nur in den Klausurphasen etwas eingeschränkter wird, sollte es aber kein Problem sein :)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Kommt drauf an, was Sie unter "das Leben genießen" verstehen! Wenn es für Sie heißt "Jedes Wochenende Party machen und sich die Birne zuknallen" oder "Abends gepflegt an der Glotze abhängen und ne Tüte Chips reinziehen", dann würde ich alles wieder einpacken das Paket wirklich wieder zurückschicken.

Aber vielleicht definieren Sie mal Ihre Vorstellungen von "Genuss"?

;)

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Hallo

Du kannst von im Schnitt 15 Stunden Aufwand je Woche ausgehen (das geht so quer durch alle Studienrichtungen) . Dann weißt Du was Du die Woche an Zeit über hast und dann weißt Du ob noch Zeit für Hobbys bleibt. Was man hier so liest, haben die meisten Ihre Hobbys zumindest eingeschränkt.

ich denke wenn Du voll arbeitest, und einen guten Abschluss anstrebst und in der Regelzeit fertig werden willst wird es Dir nicht anders gehen.

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Nein, ich meine nicht, dass ich jedes Wochenende fort gehen und mir regelmäßig die Kante will, tu ich jetzt ja auch nicht.

Mir ist es wichtig, dass trotz allem genug Zeit für meinen Freund, für mein Pferd und für meinen Sport (Tanzen) bleibt. Dass ich mir diese Zeit gut einteilen und auch beschränken muss, dessen bin ich mir schon bewusst.

Ich kann es momentan nur noch nicht so wirklich einschätzen, in welchem Rahmen ich mich in dieser Hinsicht einschränken muss... Das wird sich zeigen.

15 Stunden die Woche sollten trotz allem kein Problem sein, denke ich. Entsprechen die 15 Stunden Zeitaufwand pro Woche dann eher der Vollzeit- oder Teilzeitvariante?

Im Prinzip ist es alles eine reine Sache des Zeit- und Selbstmanagements, denke ich mal. Ich rede mich jetzt so leicht, es wird sich zeigen, ob ich hiermit gut klar komme...

Falls nicht, müsste ich das doch bereits im Laufe des ersten Semesters feststellen, oder?

Vielen Dank schon mal für die Beiträge! :thumbup:

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Ach ja, und ich bin alles andere als ein "Couch-Potatoe", meiner Meinung nach reine Zeitverschwendung... ;)

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Was man hier so liest, haben die meisten Ihre Hobbys zumindest eingeschränkt.

Das Fernstudium ist mein Hobby: Ich mache es freiwillig, es macht mir Spaß (meistens), ich lerne noch etwas interessantes dabei und es lässt sich wunderbar mit meinem (im weitesten Sinne) "Couch-Potatoe"-Dasein vereinen. :lol: Ich lerne am liebsten bei einer Tasse Tee auf dem Sofa mit Musik im Hintergrund (aber ich habe auch noch sehr viele andere Hobbys, aber keine die eine regelmäßige Ausführung erfordern).

Achja - die ca. 15 Stunden sind für Teilzeitstudenten gedacht, zumindest bei den "normalen" Bachelor-Studiengängen, ich kenne dein Studium nicht.

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Bei AKAD wäre die 15h die Standardvariante = 54 Zahlmonate für einen 210 Cp Bachelor= definitiv Teilzeit , es gibt noch eine Sprintvariante da spricht man aber von 20-25 h die Woche, ja und du merkst es soätestens nach den ersten 2-3 Klausuren

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ich denke, man tut gut daran, bei allen Arten berufsbegleitender Weiterbildung für diesen Zeitraum Einschränkungen einzuplanen und die auch innerlich zu akzeptieren.

Mehrere Hobbys wird vermutlich schwierig - also überlegen, welches am wichtigsten ist.

Pufferzeiten einplanen - also damit planen, dass man Urlaub mit Wegfahren streicht oder einschränkt und davon ausgeht, dass man in dieser Zeit arbeitet.

Wenn man das von vorn herein weiß und akzeptiert, dann wird der Verlauf leichter, weil man nicht jede Entscheidung grundsätzlich fällen muss, wenn man in Stress kommt. Jedenfalls hat mir das bei meinen Fortbildungen sehr geholfen.

Allem und allen gleichermaßen gerecht zu werden, das geht einfach nicht.

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Ok, bei meinem Studiengang kann man sich nämlich auch zwischen "Teilzeit-" (12 Semester) und "Vollzeitvariante" (6 Semester) immer am Anfang eines Semestern entscheiden. Wobei ich schon mehrmals gelesen habe, dass das "Vollzeitmodell" auch für Berufstätige machbar ist.

Ich will auch nicht unbedingt erst in 6 Jahren fertig sein, wenn ich ehrlich bin... :blink:

Klar, allem und allen werde ich nicht gleichermaßen gerecht werden können (kann man aber meiner Meinung nach auch ohne Fernstudium nicht ;)), aber ich kann zumindest versuchen eine für mich und mein Umfeld akzeptable Lösung im Sinne eines Mittelweges zu finden. Falls es nicht klappt, dann halt nicht.

Das erste Semester wird es schon aufzeigen.

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Markus Jung

Geschrieben

Irgendwie will ich ja auch noch mein Leben genießen!

Es wird einfacher, wenn Du auch das Fernstudium als Teil Deines Lebens siehst und das Lernen ach als Genuss empfindest - sicherlich nicht immer, aber doch immer wieder mal.

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Ich glaube aber, auch dass muss man erst mit der Zeit lernen und an der Herausforderung wachsen. Ich werde es auf jeden Fall versuchen :)

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Naja der Markus hat recht. Aber das ist bei mir auch erst innerhalb des ersten Studienmonats gereift. Als die Note für die erste Hausarbeit da war hat das irgendwie selbst Fahrt aufgenommen :)

Es wird einfacher, wenn Du auch das Fernstudium als Teil Deines Lebens siehst und das Lernen ach als Genuss empfindest - sicherlich nicht immer, aber doch immer wieder mal.

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Hier kommt es dann wieder auf die Note an... Eine gute Note bewirkt eine Motivationssteigerung, wie es bei dir der Fall war, eine schlechte Note wohl eher das Gegenteil... ;)

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Naja am Anfang wollte ich da nur irgendwie durch. Noten eigentlich egal. Irgendwann hab ich halt gemerkt das es sich ja Lohnt vielleicht etwas mehr zu investieren. Mein erstes Ziel ist aber doch irgendwie in Regelstudienzeit durch zu kommen. Gucken wir mal ob es auch klappt.

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Ok, na dann hoffe ich, dass ich es auch irgendwann merke ;)

Würde es schon auch suuuuuper gern in der Regelstudienzeit schaffen... Mal sehen.

@klausu: Wie viel Zeit investiert du dafür, wenn ich fragen darf?

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Naja ich versuche das es 20h/Woche sind. Aber natürlich klappt das nicht immer. Ich bin im Aussendienst tätig und es gibt Wochen da geht mehr und es gibt Wochen da geht weniger. Diese Woche liege ich bisher bei 17 Stunden. Letzte Woche waren es 5 Stunden. Seit beginn des Studiums sind es durchschnittlich 14h pro Woche.

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Ok, ich denke so wird bei mir auch der Durchschnitt liegen.

Ich bin zur etwas am zweifeln, ob ich das nicht nur vom zeitlichen gesehen her schaffe (sollte mit der richtigen Disziplin und dem richtigen Zeitmanagement zu schaffen sein), sondern auch von meinem Grips her, wenn man es so sagen kann :blushing:

Zum Beispiel, dass ich die Fragenstellung in den Prüfungen kapiere oder eine gute Hausarbeit abliefere usw...

Sozusagen ob mein Intellekt dafür ausreicht? ;) Hört sich vielleicht blöd an, ist aber momentan so meine "Angst".

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Naja ich bin der Meinung das viel im Studium auch Fleissarbeit ist. Von daher fang an und guck halt mal nach einem Monat wie es so läuft.

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)