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Verlockungen

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chillie

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Wenn man bei so einem Wetter nicht gerade schläft, bietet einem die Welt genau jetzt im Sonderangebot die Dinge, die man braucht um die letzten Motivationsfetzen für das Studium zu zerfleddern.

Es ist nicht mehr dunkel, es ist sogar warm ... die Sonne scheint, man kann ohne dicke Jacke raus, man kann sich draussen sogar hinsetzen und man kann "draussen-Tätigkeiten" wieder aufnehmen.

Nach dem Umzug verfügen wir anstatt eines Ost-Balkon nun über eine Süd-West-Terrasse mit einem Stück Gras davor. Einfach ein Traum nach meinem Winter. Seit Wochen ist die einzige Bewegung an der frischen Luft 1-2 Spaziergänge am Wochenende ... dann meist nur 30-40 Minuten.

Aber jetzt kann man wieder raus, man kann sich auch unterwegs mal an die Luft setzen. Man kann mal eine halbe Stunde draussen am Auto stehen und mit jemanden reden und man kann natürlich seine neu gewonnene Terrasse besitzen.

Wenn man vorher dank Balkon auch nur einen homöopathischen Grill hatte (=Elektro) kann man sich auch noch damit beschäftigen auf Feuer (=Gas weil ich faul bin) umzusteigen.

In den Augen des Fernstudenten kleben auf all diesen Verlockungen riesengroße SALE!!!!! Schilder, Blinklichter, %-Zeichen. Alles im Angebot. Nehmen Sie so viele Ablenkungen mit, wie Sie tragen können. Heute 2 Ablenkungen für den Aufwand von einer. 20% Ablenkung... sogar wegen Tiernahrung!!

Mann... "mein Leben" ruft... LAUT... es steht gerade am 01.07.2012 und wartet auf mich, aber es ruft so laut, dass ich es am 17.3. schon hören kann!

P.S.: Trotzdem habe ich heute schon mehr als 2 Stunden Workload geschafft... aber bitte keine Rückfragen, wie ich darum gerungen habe.


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10 Kommentare


Der Ablenkungsausverkauf hat mich auch erwischt - ich habe mich mal von deinem Diplomarbeitsstatus inspirieren lassen und hoffe, es bringt mir Motivation, den Balken grün werden zu sehen.

Immerhin hast du 2 Stunden Workload geschafft, ich bin bisher heute bei einer Stunde.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Tja bei der Gelegenheit frage ich mal laut was mir nun schon seit 2 oder 3 Blogs durch den Kopf geht: wie berechnet sich dein rot/grüner Balken? Was ist der Maßstab?

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Markus Jung

Geschrieben

Zwei Stunden Workload ist doch jetzt nicht soooooo übel. Und vielleicht hast Du ja "Glück" und das Wetter wird bald wieder schlechter.... ;-)

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@Kathrin

Ich rechne fertige Seiten. Sprich aktuell 10 Seiten von 50.

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2h finde ich schon recht gut für das super Frühlingswetter gestern. Heute schaffst du sicherlich mehr - es regnet :( und wenn es hier regnet, kommt das zu euch auch ;)

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"Mann... "mein Leben" ruft... LAUT... es steht gerade am 01.07.2012 und wartet auf mich, aber es ruft so laut, dass ich es am 17.3. schon hören kann!"

Ich hoffe bis zum 1.7 dauert es noch ganz ganz lange, da werde ich nämlich wieder ein Jahr älter ;

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ich kann dich soooooo gut verstehen - was hälst du denn von der Idee, bei gutem Idee mit deinem Laptop auf die Terrasse zu wandern?

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Ach ja, mir geht es ähnlich, aber nicht mit Verlockungen sondern mit Muss-gemacht-werden-Dingen und Abends totale Leere im Kopf. Aber da ich ja jetzt ein Luxusleben mit arbeitsfreien Wochenenden führe, gibt es heute für mich nur eine Verlockung: Sendung mit der Maus schauen und dabei frühstücken. Denn: Juhu! Es regnet, schönstes Wetter um an der Hausarbeit zu schreiben!

Frohes Schaffen!

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Bisher verschont uns das schlechte Wetter noch. Es ist weiterhin sonnig, leicht bewölkt und etwas kälter als gestern.

Ob ich wirklich mit dem Rechner auf die Terrasse ziehen werden weiss ich noch nicht, gestern war es zu windig und ausserdem waren alle Nachbarn im Garten unterwegs. Rechen, Kehren, Schneiden, Hämmern usw. nervt da doch... vllt. wenn etwas ruhe eingekehrt ist.

Heute habe ich mich aber wieder im Separé eingeschlossen ;)

@Markus

Ein Block entspricht ca. 5% der Hausarbeit, daher 4 Balken für aufgerundet 20%.

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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!