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Aller Anfang ist schwer, und: neue Bücher (so schön)

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Sandra82

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Nachdem ich nun die ersten Seiten des ersten Studienbriefes bearbeitet habe, komme ich zu folgender Erkenntnis: irgendwie bin ich doof.

Ich meine, es ist wirklich hochinteressant und ich liebe es nach wie vor. Aber, sobald ich einen Satz im Skript lese, denke ich: hä? Dann lese ich nochmal und denke, ah, ok. Hier bin ich an dem Punkt, wo ich das Gelesene vielleicht in den gleichen Worten wie sie geschrieben stehen wieder geben könnte. (Wow, was für eine Leistung.)

Ich muss wirklich mehrmals lesen, um einen Text zu verstehen. Und selbst dann stell ich mich manchmal dämlich an. Irgendwie verarbeitet mein Hirn die Informationen nur sehr langsam, als wenn es in den letzten Jahren eingeschlafen wäre. Gestern Abend habe ich ewig über die Seele als informationsverarbeitendes System nachgegrübelt, und heute, im Nachhinein, klingt das alles so logisch.:blink:

Na ja, es geht zwar nur langsam voran, aber ich hege die Hoffnung, dass es mit der Zeit besser (also einfacher) wird.

Die bereitgestellten Texte, welche Plichtliteratur darstellen, konnte ich nicht drucken, also habe ich mir in einem Anfall von Frust einen Teil der Bücher bestellt.

Neu:

Schönpflug - Einführung in die Psychologie

Galliker, Klein, Rykart - Meilensteine der Psychologie (allerdings nicht Pflicht)

Sedlmeier, Renkewitz - Forschungsmethoden und Statistik.

Also der Schönpflug sieht super aus auf den ersten Blick und ich freue mich schon drauf, drin zu lesen. Es sind Bilder drin und das Papier ist so schön glatt:lol:

Jedenfalls habe ich mich sehr geärgert, weil zwei Texte aus dem Schütz, Brand, Selg Pflicht sind. Dieses Buch habe ich zwar hier liegen, aber in der neuesten Auflage und diese enthält die beiden Texte nicht :rolleyes:

So, jetzt setze ich mich ans Skript und versuche, etwas zu verstehen. Gerade ist mein Baby eingeschlafen. Momentan quält er sich mit Blähungen und macht die Nacht zum Tag.


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11 Kommentare


Mir ist es ganz genauso gegangen! Stilldemenz? Schlafmanko? Was auch immer - jedenfalls bin ich durch meine Kinder ziemlich dumm geworden. Ich habe dann eine ganze Weile gebraucht, bis ich wieder ins Lernen reingekommen bin. Und im Vergleich zu dir bin ich sanft ins Lernen eingestiegen (mit einem Kurs zum Cambridge Advanced) und auch das erst, als meine jüngere Tochter schon ein Jahr alt war.

Also: sei nachsichtig mit dir, nimm dir Zeit - vielleicht geht es am Anfang sehr zäh, aber man kommt wieder rein! Aber es braucht eine Weile!

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Stilldemenz trifft es sehr gut. Schlafmanko auch, obwohl ich damit ganz gut klar komme (na gut, ich weiß auch nicht, wann ich das letzte mal durchgeschlafen habe, ich bin es also gewöhnt).

Wenn es dir auch so erging, macht mir das Mut, ich habe nämlich großen Respekt vor deinen Leistungen (auf englisch studieren, das finde ich richtig heftig)

Danke für die aufmunternden Worte :)

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neee nee, das hat nichts mit irgendwas zu tun - Psychologie ist so! Also, in Hagen, M1. Es geht so gut wie jedem so.

Ich habe auch nicht gedruckt, waren mir vieeel zu viele Seiten, außer der Metzgertext. Daher habe ich Zusammenfassungen geschrieben - DAS war vielleicht ein Werk....hat sich aber gelohnt.Jaja, aber ich habe natürlich den Schönpflugtext dann doch nur so überflogen und wusste daher in der Klausur fast nichts zur Religionspsychologie oder was das war...ich dachte, so etwas wird sicher nicht gefragt. Haha.

Versuche mal, in Moodle mitzuschreiben. Dadurch setzt sich auch einiges im Kopf ab.

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neee nee, das hat nichts mit irgendwas zu tun - Psychologie ist so!
Ich weiss nicht, ob du männlich oder weiblich bist und ob du Kinder hast. Aber man wird tatsächlich irgendwie dumm mit Baby. Vielleicht trifft es nicht alle (Umfang des Schlafmangels?), aber es ist wirklich so, dass man in der Zeit nach der Geburt (und zwar lange!) kognitiv nicht so gut funktioniert wie sonst.

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ich weiß es sehr gut. Es war eher als Trost gemeint, außerdem stimmt es wirklich, dass in Hagen Psychologie so etwas bei uns Studis bewirkt.....vor allem M1. Es muss also nicht am Schlafmangel, etc. liegen.

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@Fernabi: ich schreibe ja in Moodle mit, von daher komm ich mir ja so blöd vor. Ich hab das Gefühl, die Bearbeitungszeit hat kaum angefangen, da waren welche schon viel weiter und vom Verständnis her nehmen die meisten das viel besser auf als ich. (Na ok, ich weiß ja nicht, was die restlichen Hunderte (oder tausende?) denken, die NICHT bei Moodle schreiben.

Das ich aber nicht die einzige bin, die es als schwierig empfindet, tröstet mich sehr. Danke dafür:)

Was das dumm werden durch Babys angeht, liegt vielleicht auch daran, dass man eine Weile nicht weiter groß nachdenken muss... wenn man sich nur mit Kindern beschäftigt und mit den Kindern auf Kinderniveau reden muss, und sonst nicht viel Umgang mit anderen Leuten hat, so wie es bei mir ist (hier aufm Land gibts ja nix:rolleyes:) dann kann das schon ursächlich für die Verdummung sein. Klar, dann schläft man über Monate oder sogar Jahre hinweg nicht gut - ich weiß überhaupt nicht wie es ist, tief und fest über Stunden hinweg zu schlafen, vermutlich ist das eine Sache, die einem Hirn sehr gut tut.

Irgendwie schaff ich es auch nicht, Routine rein zu kriegen... ich hatte mir eigentlich vorgenommen, zu lernen, wenn der Kleine schläft, statt dessen krepel ich im Garten rum oder fang an zu putzen, das sind Sachen, die ich machen könnte, wenn der Kleine wach ist.

Na ja, kommt Zeit, kommt Rat. Nehme ich an.

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neee nee, das hat nichts mit irgendwas zu tun - Psychologie ist so! Also, in Hagen, M1. Es geht so gut wie jedem so.

Das stimmt auch nicht unbedingt. Ich würde sagen, dass es ganz stark davon abhängt, wie gewöhnt man das Lesen solcher Texte ist. Ich z.B. fand viele der Psychologie-Texte sogar ziemlich leicht, weil es im Vergleich zu Hegel oder Kant einfach tatsächlich leicht ist. Das hat es mir auch möglich gemacht, die Klausur mit so geringem Aufwand so gut zu bestehen. Das Verstehen erleichtert einfach die Beantwortung der Klausurfragen enorm.

Allerdings muss ich auch beipflichten, dass es in Hagen viele gibt, die nicht direkt von der Schule kommen und keine Ablenkungen haben, sondern eben arbeiten müssen oder sich um Kinder kümmern. Durch diese Dinge wird natürlich das Lernen erschwert. Manchmal hilft es, sich nicht allzusehr zu verkrampfen und erstmal einfach zu versuchen, einen groben Überblick zu bekommen. Also nicht zu versuchen, jedes einzelne Detail zu verstehen, sondern erstmal nur zu verstehen "auf dieser Seite geht es um die Seele, diese wird hier als System verstanden, das Informationen verarbeitet." Wenn man von vielen der Stellen die wichtigsten Informationen verstanden und verinnerlicht hat, geht es in einem zweiten Durchgang häufig schon wesentlich schneller auch die Details zu verstehen.

Das ist zumindest eine mögliche Methode. Im ersten Semester eines Studiums geht es ja auch wesentlich darum, eine für sich geeignete Lerntechnik zu finden und zu lernen, mit den Texten umzugehen. Das kommt mit der Übung. Bei meinem Präsenzstudium saß ich im ersten Semester mal etwa 2 Stunden an einem einzigen Satz, weil ich den einfach nicht verstanden habe und er mir absolut unnötig kompliziert formuliert vorkam. Neulich habe ich den Satz wieder gelesen und weiß nicht mehr, was mein Problem damit war.

Man hört generell in Moodle (im Studicafé) häufig, dass die Texte vielen am Anfang extrem schwer fallen und dass sich das von Modul zu Modul bessert. Noch bist du ja erst in der ersten Woche, vielleicht gewöhnst du dich ja schon bald daran. ;)

Und wenn nicht - du hast ein kleines Kind zu Hause, da ist alles einfach viel schwieriger.

Ich hoffe, es war ein bisschen was hilfreiches für dich dabei. :)

Edit: Achja und nicht alles, was im Moodle geschrieben wird, ist wirklich relevant und nötig. Ich konnte da mit vielem auch nichts anfangen und habe mich anfangs verunsichert gefühlt. Dabei habe ich herausgefunden, dass es für mich nicht hilfreich ist, dort zu lesen oder zu schreiben. Also damit bist du auch nicht alleine.

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Es ist auch bei uns so, dass im Forum vieles steht, was man nicht wissen muss. Und fast wichtiger: Es stehen auch Dinge drin, die so nicht stimmen! Ich war anfangs auch übermässig beeindruckt, wenn Leute Verbindungen zu Dingen und sich auf Quellen bezogen, von denen ich noch nie gehört hatte. Aber mit der Zeit habe ich gemerkt: Ein Teil davon sind Poser, ein Teil Überflieger. Und auch ohne diese Dinge zu kennen, kann man (sehr) ordentliche Noten schreiben.

Was die Routine betrifft, das dauert eine Weile. Allerdings muss ich mich manchmal schon zwingen, die freie Zeit auch wirklich zu nutzen. Spielen z.B. mal beide Kinder friedlich, dann kann es sein, dass ich in schmutzigen Klamotten und Erde unter den Fingernägeln die Studiensachen rausziehe und ein paar Seiten lese. Wichtig für mich war z.B dass ich ein Studienregalfach mitten im Wohnzimmer eingerichtet habe - sodass ich jederzeit in Sekunden anfangen kann.

Putzen und Garten kann warten - und MUSS warten, wenn man studieren will. Mit Baby darf man niemals "nur noch schnell.. (abwaschen, staubsaugen, umstechen,...)" - weil dann ist der ruhige Moment vorbei. Ich glaube, das ist der disziplinarische Teil, den Mütter wirklich üben müssen: sich hinsetzen und lernen, wenn Ruhe ist. Und nicht noch rasch etwas erledigen.

Übrigens: als meine Kleine in die Spielgruppe gegangen ist (anfangs 1x/Woche 3h), da bin ich jeweils ins Cafe zum lernen gegangen. Da gibt es keine "Ausrede", man hat nichts anderes zu tun als sich mit dem Stoff zu befassen.

Vielleicht findest du ja bald jemanden, der dir das Baby mal für 1h abnimmt? Ich habe mehrere Kolleginnen, die haben ältere Damen, die das gerne machen. Nicht zu lange, aber ein Kinderwagenspatziergang lang. Und zum lernen ist das Gold wert!

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@Zitrone: da hast du Recht, ich denke, vieles ist Übung. Einige Sachen kommen mir schon am nächsten Tag total einfach vor, wo ich mich den Tag davor noch gefragt habe, was das soll. Und ich glaube, lieber langsam machen und alles richtig verstehen, als es nur oberflächlich zu wissen.

Dass einige Poser sind, habe ich auch schon gedacht:)

@Rumpelstilz: genau das kann ich noch nicht. Der Kleine schläft - schnell den Müll raus bringen, ach, wenn ich schon mal draußen bin, eben mal die Blumen pflegen und die eine muss eh noch umgetopft werden usw. :rolleyes:

Was die Betreuung für das Kind angeht: das kann man hier vergessen. Meine beiden großen sind ja in der Schule bzw. in der Kita - aber die Kita hier kann man vergessen, da möchte ich das Baby nicht unbedingt hinbringen, zumindest die ersten Jahre nicht. Und die Leute hier sind allgemein eher seltsam... na ich bin halt hier auch die Fremde.

Danke für eure Kommentare, es hilft mir sehr, von euren Erfahrungen zu lesen. So langsam glaube ich auch, dass es sich nur um eine Anfangspanik gehandelt hat. Es wird schon gehen, schließlich macht es Spaß und überhaupt studieren zu können, dann auch noch Psychologie, ist wie ein Geschenk für mich.

Ich schaffe das - Tschakkaaaaaaaaaaaaaaaaaaa:thumbup:

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Marie Berlin

Geschrieben

Hey Sandra, wenn du eine ganze Weile aus dem Lernen raus warst, braucht es einfach eine Weile bis es wieder rund läuft. Das ist total normal. Dein Gehirn muss sich ja erstmal wieder dran gewöhnen, dass es was tun muss :) Das wird mit der Zeit bestimmt besser werden!

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AlleSchonWeg

Geschrieben

Hi,

ich stimme Marie zu. Wenn man lange nicht gelernt hat ist es schwierig wieder reinzukommen.

Es ist jedoch leider so, dass man mit Familie und Kind mehr Ablenkung hat, als jemand der noch keine Familie gegründet hat. Man muss halt Zeit für die Familie haben, die andere zum lernen nutzen können.

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      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.