Informatik B.Sc. an der WBH

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Zwischenfazit nach zwei Semestern

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Mittlerweile sind die ersten beiden Semester meines Informatik-Studiengangs an der Wilhelm-Büchner-Hochschule beendet. Es ist also für mich höchste Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen.

Das Studium habe ich nicht begonnen, um beruflich neu durchzustarten oder ähnliches. Genauso wie mein vorher bzw. parallel absolvierter staatlich geprüfter Techniker war es eher der Reiz etwas zu Lernen. Man könnte es als Hobby betrachten. Beruflich bin ich auf die Abschlüsse nicht angwiesen. Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung zur Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung hinter mir und habe einen Vollzeitarbeitsplatz im öffentlichen Dienst. Ohne Studium kann ich noch ein einziges Mal befördert werden, allerdings bin ich auf die Stellen, die ich mit Studium besetzten könnte, auch überhaupt nicht scharf. Ich bin einfach nicht der Typ für Leitungspositionen und möchte lieber in der Basis mitarbeiten. Vielleicht ändert sich diese Einstellung irgendwann noch, allerdings bin ich zur Zeit mit meiner Arbeit absolut zufrieden.

Letztendlich habe ich bereits lange vor Beendigung meines Technikers mit einem Studium geliebäugelt, habe mich allerdings nie so recht getraut mich anzumelden. Im Nachhinein hätte ich es mal machen sollen. Der Techniker hat mich so gut wie gar nicht belastet, da hätte das Studium locker zwischen gepasst. Naja, daran lässt sich jetzt nichts mehr ändern, aber für alle, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen, könnte das hier vielleicht der entscheidene Faktor sein.

Angemeldet habe ich mich dann im Agust 2011, also zwei Monate vor meinen Abschlussprüfungen des Technikers. Die Doppelbelastung war überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, die Mathehefte aus Mathe 1 haben mich sogar hervorragend auf meine Matheprüfung des Technikers vorbereitet.

Ich habe mich für die WBH aufgrund der sehr geringen Präsenztermine und der Flexibilität entschieden. Außerdem hat neben der WBH nur Hagen reine Informatik angeboten. Wirtschafts- oder Medieninformatik wollte ich nicht studieren, da ich beruflich damit wirklich nichts am Hut habe. Hagen fiel hauptsächlich wegen des Semesterbetriebs aus. Diesen Nachteil konnte nicht einmal der erhebliche Kostenvorteil ausgleichen. Da ich mir also ein Studium an einer privaten Fachhochschule leisten konnte fiel die Wahl auf die WBH. Bis jetzt habe ich das auch nicht im Geringsten bereut.

Zum Service der Hochschule kann man wirklich nur sagen: Hut ab! Von der Anmeldung bis zum Erhalt des ersten Pakets vergingen gerade mal fünf Tage, Anfragen an Dozenten, dem Studienservice, dem Prüfungsamt etc dauern in der Regel nur einen Tag. Man kann wirklich jede blöde Frage zum tausendsten Mal fragen und bekommt immer eine freundliche Antwort. Die Organisation der Prüfungen, Veranstaltungen etc. sind durchweg super. Bisher gab es bei mir nur einen Ausreißer: Eine A-Aufgabe in Theoretischer Informatik habe ich erst nach mehreren Wochen erhalten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon längst die Klausur geschrieben. Ich habe das dem Studienservice gemeldet und mich beschwert, da für mich die Korrekturen der A-Aufgaben ein Teil der Prüfungsvorbereitung sind und das somit ein wenig blöd für mich gelaufen ist. Aber auch hier gab es eine sehr schnelle und freundliche Antwort, dass der Tutor darauf hingewiesen wurde. Vielleicht hilft das ja in Zukunft den anderen Kommilitonen, die die A-Aufgaben ebenfalls als Vorbereitung nutzen. Also abgesehen von dieser Kleinigkeit kann ich nur eine 1 mit ganz vielen Sternchen für den Service vergeben!

Was mir besonders gefällt sind die Online-Repetitorien. Da für mich eine Fahrt nach Pfungstadt immer einer halben Weltreise gleichkommt und ich sowieso Prüfungen an den externen Standorten schreibe, ist das für mich einfach eine super Alternative zu den normalen Reps. Leider gibt es immer noch nicht das gleiche Angebot wie in Pfungstadt, aber ich hoffe, dass sich das in nächste Zeit vielleicht ändert. Bisher habe ich an zwei Online Reps teilgenommen und war jedes Mal sehr zufrieden. Das Rep zu BWI hat mir wirklich den Hintern gerettet und mich nicht durchfallen lassen.

Ein toller Service sind auch die Sonderklausurtermine. Somit kann man ganz individuell Klausuren schreiben, wenn einem die normalen Termine nicht passen. Leider können diese Klausuren nur in Pfungstadt geschrieben werden, allerdings ist man hier mit der Uhrzeit sehr flexibel, sodass man die Anreise entspannter angehen kann.

Was ich bisher unterschätzt habe ist der Schwierigkeitsgrad der Klausuren. Ein Studium ist defintiv kein Vergleich zum Techniker und der Anspruch ist ziemlich hoch. Mit einer lapidaren Vorbereitung kann man froh sein zu bestehen oder noch eine drei zu bekommen. Bisher habe ich die Prüfungsvorbereitung viel zu sehr auf die leichte Schulter genommen, was dann auch in entsprechenden Noten resultierte. Ich habe da eigentlich einen höheren Anspruch an mich selbst und bin mit meiner eigenen Leistung derzeit sehr unzufrieden. Das soll sich definitiv in den nächsten Semestern ändern, was sich auch durch mein Lernsystem ziehen wird.

Ich habe gemerkt, dass ich mich sehr leicht ablenken lasse. Ablenkung Nummer 1 ist mein Laptop. Heute habe ich zum ersten Mal am Laptop ohne Internetverbindung gelernt, sprich ich habe eine Zusammenfassung geschrieben, und siehe da, man kann ja doch ganz konzentriert arbeiten. Sollte ich etwas online recherchieren müssen, dann wird der Laptop wieder verbunden, die Info gezogen und dann am Ende wieder alles getrennt. Mal sehen wie das zukünftig klappt. Sollte das auch nicht ohne Ablenkung des Internets funktionieren, werde ich meinen Freund beauftragen mich per Router zu sperren. Aber diese Notbremse ziehe ich wirklich erst, wenn es notwendig wird...

Mein Freund und meine Katzen sind ebenfalls ein Ablenkung. Da ich hauptsächlich im Schlafzimmer lerne lässt sich das eigentlich ganz gut kontrollieren. Allerdings höre ich ja doch die Geräusche von ihnen und werde häufiger mal abgelenkt. Dagegen hilft der Gang in einen Coffeshop meiner Wahl. In einer gemütlichen Ecke mit Kaffee in der Hand konnte ich bisher ziemlich konzentriert arbeiten, mich stören dann auch nicht die Geräusche der anderen Leute.

Es klingt irgendwie blöd, aber am meisten bringen mir die Fahrten zur Arbeit und wieder nach Hause. 30 Minuten durchgängig Zugfahren sind ideal um einige Kapitel zu lesen oder Definitionen auswendig zu lernen. Das werde ich weiterhin auch so machen.

Ansonsten habe ich es mit den Lernzeiten in letzter Zeit ganz schön schleifen lassen. Die Anfangsmotivation ist definitiv vorbei. Schade eigentlich. Lernzeiten habe ich anfangs erfasst und bin aber irgendwann davon abgekommen. Ich schätze aber, dass ich im Moment auf gerade mal zehn Stunden in der Woche kome. Und das auch nur, weil ich von Montag bis Freitag fünf Stunden mit Zugfahren verbringe. Also noch ein Punkt auf meiner Liste, mehr Zeit zum Lernen nutzen.

Ansonsten werde ich das modulweise Lernen beibehalten. Habe ich die Hefte eines Moduls durchgelesen folgt das Zusammenfassen, Üben und Lernen. Wenn es passt, lese ich beim Zugfahren schon die Hefte des nächsten Moduls. Damit bin ich bisher ziemlich gut gefahren und man hat auch einen besseren Überblick über den Studienverlauf, da man schneller Module abhaken kann.

Natürlich darf ich nicht vergessen etwas zu den Studienheften zu sagen. Meine Meinung dazu ist eigentlich bisher positiv. Es gibt viele gute, aber auch einige schlechte Hefte. Das ist zwar ärgerlich, aber bisher habe ich auch diese Hefte überlebt. Ich habe mir vor allem im Modul Theoretische Informatik einige Bücher gekauft, die mir sehr geholfen haben. Dass ich jetzt zusätzlich zu den teuren Studiengebühren noch Geld in Bücher investiere finde ich aber nicht schlimm. Außerdem kann man sie ja auch von der Steuer absetzen.

Sonst bleibt noch zu sagen, dass man das Forum im Online Campus immer besuchen sollte. Gerade in den Modulforen und in den Foren zu den Heften finden sich immer wieder super Infos und Tipps.

Kontakt zu den Kommilitonen halte ich hauptsächlich per internem Mailsystem oder hier bei FI.de. Persönlich habe ich bisher nur bei der Einführungsveranstaltung Kommilitonen kennen gelernt, allerdings haben sich da keine Kontakte ergeben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin zufrieden :)


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4 Kommentare


Ich bin einfach nicht der Typ für Leitungspositionen und möchte lieber in der Basis mitarbeiten. Vielleicht ändert sich diese Einstellung irgendwann noch, allerdings bin ich zur Zeit mit meiner Arbeit absolut zufrieden.
Urlaubsanträge genehmigen, Bestellungen unterschreiben, Personalgespräche führen ist wirklich nicht jedermanns Sache. Aber technische ProjektLEITUNG, Planungspositionen oder Produktverantwortung sind oft an akademische Bildung gekoppelt. Irgendwann kommt vielleicht(!) die Zeit, da will man nicht die x-te neue Programmiersprache lernen, das tausendste Datenbankdesign machen oder den zwanzigsten Versionswechsel durchführen und dann bist du super vorbereitet für en Wechsel.

Mein Freund und meine Katzen sind ebenfalls ein Ablenkung. Da ich hauptsächlich im Schlafzimmer lerne lässt sich das eigentlich ganz gut kontrollieren. Allerdings höre ich ja doch die Geräusche von ihnen und werde häufiger mal abgelenkt. Dagegen hilft der Gang in einen Coffeshop meiner Wahl. In einer gemütlichen Ecke mit Kaffee in der Hand konnte ich bisher ziemlich konzentriert arbeiten, mich stören dann auch nicht die Geräusche der anderen Leute.

Es klingt irgendwie blöd, aber am meisten bringen mir die Fahrten zur Arbeit und wieder nach Hause. 30 Minuten durchgängig Zugfahren sind ideal um einige Kapitel zu lesen oder Definitionen auswendig zu lernen. Das werde ich weiterhin auch so machen.

Das geht mir genauso, in der S-Bahn können Kindergartengruppen mit 120dB lärmen und ich kann lernen. Aber zuhause schleichen die Kinder mal kurz vorbei, hauchen ein freundliches "Na, komst du voran?" und ich bin völlig raus.

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Urlaubsanträge genehmigen, Bestellungen unterschreiben, Personalgespräche führen ist wirklich nicht jedermanns Sache. Aber technische ProjektLEITUNG, Planungspositionen oder Produktverantwortung sind oft an akademische Bildung gekoppelt. Irgendwann kommt vielleicht(!) die Zeit, da will man nicht die x-te neue Programmiersprache lernen, das tausendste Datenbankdesign machen oder den zwanzigsten Versionswechsel durchführen und dann bist du super vorbereitet für en Wechsel.

Projektleitung und Teamleitung wird bei uns von der selben Person erledigt. Mir liegt aber beides nicht. Aber wie du schon meintest, vielleicht ändert sich das ja noch mit der Zeit.

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Ich habe mir vor allem im Modul Theoretische Informatik einige Bücher gekauft, die mir sehr geholfen haben.

Darf man fragen welche das waren und welches besonders hilfreich war?

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Dieses hier war mein Favorit. Im Modulforum und im Lernforum zu DSI02a gibt es aber auch noch einige andere Buchtipps.

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      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
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      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.