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Fernlehrgang SachbuchautorIn: Kostenlos kommt immer gut?!

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Fernstudienakademie

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In der letzten Zeit bin ich reich beschenkt worden. Immer wieder! Ich bekam nämlich innerhalb von wenigen Tagen drei (!) kostenlose E-Books von neuen Xing-Kontakten geschenkt.

Die Freude hält sich in Grenzen

Die Freude über diese allzu großherzig verteilten Gaben hielt sich bei mir allerdings schwer in Grenzen. Woran liegt das?

  • Die verschenkten Bücher behandelten oftmals Allerweltsthemen, die man schon an anderer Stelle erheblich besser und einzigartiger präsentiert bekam. (Gerne angeboten werden bei geschenkten E-Books solche bahnbrechenden Themen wie "Marketing für Existenzgründer", "Richtig reich werden als XY-Berater" oder "Die ersten 100 Tage als Führungskraft". Zum "gefühlt" 185. Mal...)
  • Von Kommasetzung, einer überzeugenden Gliederung oder gar einer wirklich neuen Sicht auf ein bestimmtes Thema ist dabei in den meisten Fällen wenig zu sehen.
  • Das einzig Besondere an diesen E-Books ist dabei eher selten der Inhalt, sondern wohl vor allem die Tatsache, dass man sie kostenlos bekommt.

Geschenke sind aber doch "an sich" gut

Im Rahmen des Netzwerkens sind "Geschenke" und das Teilen von Wissen eine spannende Sache: Wer den Kernsatz des Netzwerkens "First give - than take!" wirklich ernst nimmt, kann mit einem Geschenk in Vorleistung gehen – und so mit dem Wohlwollen und der Hilfsbereitschaft seines Netzwerkpartners rechnen.

Der Haken ist bloß: Verschenkte E-Books von mittelprächtiger Qualität machen inzwischen kaum noch etwas her. Bald jeder dritte Berater, Coach oder Trainer (wieder gefühlt) schmeißt inzwischen mit seinen gesammelten Lebensweisheiten im E-Book Format um sich. Mit einem solchen Geschenk ist man meiner Meinung nach schon lange nichts wirklich "Besonderes" mehr, wenn im Prinzip die meisten Mitbewerber ähnlich vorgehen.

Ich meine, es lohnt sich, auch einmal über neue Wege der Geschenk-Kultur beim Netzwerken nachzudenken. Sehr gespannt bin ich deshalb auf Kerstin Hoffmanns Buch "Prinzip kostenlos", das in wenigen Tagen erscheinen soll

http://www.prinzip-kostenlos.de/

(Diesen Buchtipp habe ich übrigens von Kirstin Nickelsen erhalten.)

Anne Oppermann

P.S.: Wie findet Ihr solche kostenlosen E-Books? Nehmt Ihr diese Geschenke gerne an? Lest Ihr diese Texte dann auch wirklich und empfehlt Ihr sie ggf. sogar weiter?


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13 Kommentare


Rumpelstilz

Geschrieben

Ich habe noch nie ein kostenloses e-book bekommen, aber vermutlich bewege ich mich dafür in den falschen Kreisen. In den letzten Monaten habe ich zwei kostenlose Bücher (aus Papier!) zum probelesen bekommen bzw. gewonnen :blushing:, und die waren beide sehr gut und sehr nützlich. Die Qualität hängt wohl damit zusammen, dass die Bücher auf jahrelanger, reflektierter (!) Erfahrung beruhen und sorgfältig ausgearbeitet wurden. Vielleicht kein Wunder, dass sie (auch?) gedruckt vorliegen und normalerweise verkauft werden.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@Rumpelstilz

Werde mal Mitglied in irgendeinem Akquiseforum bei Xing - ab dann wirst Du zugeschmissen mit kostenlosen E-Books. (Ich bin jetzt aus diesem Forum ausgetreten, weil es mir wirklich zu doof war... ;)

Bei lektorierten Büchern (die dann meist auch in gedruckter Form vorliegen) habe ich auch eher das Gefühl, etwas wirklich "Wertvolles" geschenkt bekommen zu haben. Bei hingeschluderten E-Books ist das eben meist nicht der Fall....

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werkstattschreiber

Geschrieben

Kostenfrei und umsonst sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Ich bin kein Netzwerkwerker in dem Sinn, somit bleiben mir Geschenke dieser Art erspart. Einzig, was ich kostenfrei bekomme, sind die Rezensionsexemplare. Die sind aber nicht umsonst, da ich ja etwas daür tun muss. Bis jetzt hatte ich Glück, war meist im gut lesbaren Bereich.

Tztztz: Immer diese Wortklaubereien... :)

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@Werstattschreiber

Diese Klaubereien sind schon berechtigt.... ;)

Kostenfrei-Exemplare habe ich auch schon bekommen, mal damit ich ein Feedback gebe, mal aber auch, damit ich eine Rezension dazu verfasse.

So ganz "umsonst" sind aber auch die Netzwerk-Geschenke allerdings nicht: Man erhofft sich als "Schenker" ja, dass sich der beschenkte Kontakt nun ein wenig in der Bringschuld sieht. ;)

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kirstinnickelsen

Geschrieben

Vermutlich wird anders ein Schuh draus: Wenn man Qualität anbietet, dann wird es sich im besten Fall im Netzwerk, und darüber hinaus, herumsprechen. Man verlinkt es, twittert, was auch immer. Es wird aber nicht aufgedrängt, sondern steht irgendwo als Download zur Verfügung. Allerdings, das ist mein innerer Haken:)), wieso soll ich mein Wissen verschenken? Denn interessant ist nur die Kombination mit Erfahrung, alles andere kann man sich im Netz suchen. Wieder dagegen spricht: Setzt man es wirklich um, wenn man etwas Gutes, ganz gleich wo, liest? Gerade im Kommunikationsbereich ist das schwierig- also braucht man wieder den Experten, im besten Fall den, der in Erinnerung blieb, weil er Qualität in Form eines E-Books lieferte.

Sollte dieser Beitrag sehr unlogisch erscheinen, ist das lediglich Ausdruck meiner noch fehlenden Haltung. :))

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Fernstudienakademie

Geschrieben

@Kirstin

Du hast m.E. einen ganz wichtigen Punkt angesprochen: Bei diesen E-Books nervt mich auch dieses "Geschenk-Getue" ungemein. Eins meiner drei E-Books der letzten Zeit wurde mir als ganz, ganz milde Gabe angeboten: Ich müsse aus lauter Großmut des Autors nicht die 24.90 Euro bezahlen, die man ja für das gedruckte Buch normalerweise verlangen würde. Ich kam mir da so ein bisschen vor, wie die Enkelin, die von Oma ein Täfelchen Schokolade (natürlich nicht die Lieblingssorte!) aufs Auge gedrückt bekommt, nun aber trotzdem ganz fein lieb "Danke" sagen muss.

Die Möglichkeit des Downloads (ohne diesen "Milde-Gaben-Charakter") finde eich erheblich besser: Man kommunziert dann eher auf Augenhöhe.

Der andere Punkt, der mir auffiel an Deinem Kommentar (wenn ich den richtig verstanden habe...;)): Wie viel sind kostenlose Dinge im Internet wert? Nimmt man die in solchen E-Books aufgeführten Hinweise und Ratschläge wirklich ernst, wo man doch so leicht (und ohne Kosten) daran kommt?

Ich denke, das ist halt auch ein Haken bei vielen dieser Kostenlos-Bücher: Man erkennt gar nicht mehr, ob man da echte Qualität geliefert bekommt, die einem wirklich weiter helfen könnte. In der Flut der vielen Larifari-E-Books gehen solche "Perlen" dann wohl wohl einfach unter.

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Markus Jung

Geschrieben

Ich habe den Eindruck, dass diese kostenlosen E-Books oder auch Whitepaper oft im Grunde gar keine Geschenke sind, sondern nur eine etwas Andere Form von Werbung. Denn oft wird in diesen Dokumenten neben ein paar mehr oder weniger nützlichen Infos vor allem eine Dienstleistung oder Webseite angepriesen. Und auf solche "Geschenke" kann ich dann in der Tat auch ganz gut verzichten.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Ein Nachtrag:

Ich lese gerade das angesprochene Buch "Prinzip Kostenlos" von Kerstin Hoffmann.

Für Selbständige/Freiberufler, die auf der Suche nach Kunden sind, ist das Buch wirklich spannend. Und mal etwas abseits vom üblichen Marketing-Geklapper, das ja gerne behauptet: "Verschenken Sie kostenlose E-Books - und die Kunden rennen Ihnen anschließend die Tür ein!"

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Markus Jung

Geschrieben

Ich lese gerade das angesprochene Buch "Prinzip Kostenlos" von Kerstin Hoffmann.

Kannst Du noch ein bisschen mehr über das Buch schreiben? - Auch aus der Beschreibung bei Amazon bin ich noch nicht so richtig schlau geworden, worum es in dem Buch geht.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Bei dem Buch geht es darum, dass es sich wirklich lohnt, Wissen kostenlos abzugeben, also zu verschenken. Gerade in der Kundenakquise kann dies ein ganz wichtiges Element sein. Wenn - und das ist der Haken - das Geschenk wirklich für den Beschenkten von Nutzen ist.

Bunte und marktschreierische Werbebroschüren und Dauerwerbesendungen, die dem Gegenüber nicht nutzen, bringen nicht nur keine neuen Kunden, sondern sie verärgern auch viele User, die ihrer Verärgerung dann u.U. auch gerne im Internet Ausdruck geben. So klappt Kundenakquise also schon mal nicht. ;)

Die Autorin macht dabei ausdrücklich Mut, Wissen (echtes Wissen und keine Werbung!) zu verschenken. Die Gefahr, dass ein Mitbewerber solches Wissen abkupfert, ist zwar immer gegeben; allerdings gibt es inzwischen so viel frei verfügbares Wissen im Internet, dass es kaum noch passiert, dass man eine abslout exklusive und bahnbrechend neue Idee hat, auf die noch nie ein Mensch zuvor gekommen ist. Wenn man trotzdem solche Geheimniskrämerei veranstaltet, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn man so auch nicht an neue Kunden kommt.

Das wirklich Besondere an verschenktem Wissen ist also nicht unbedingt der reale Inhalt, sondern wie der "Verschenker" das neue Wissen einordnet, gliedert und bewertet. So macht er aus auswechselbaren Inhalten einzigartiges (da individuell bewertetes und gefiltertes) Wissen, das dem Beschenkten von enormem Nutzen sein kann. (Wenn die Strategie des "Prinzips-Kostenlos" aufgeht... ;))

Für Berater ist es dann aber oft nicht ganz einfach, genau festzulegen, wie viel Wissen man kostenlos verschenkt, und ab wann man für seine Leistungen Geld vom Kunden verlangen kann/will

Ich denke, viele Berater, Trainer und Coaches müssen sich mit genau dieser Grenzziehung beschäftigen; für uns von der Fernstudienakademie ist das natürlich einfacher: Bezahlt werden muss, wenn vom Kunden ein Kurs gebucht wird. Einen solchen Kurs verschenken wir also nicht - aber wir können mit unserem sonstigen Fachwissen schon relativ freigiebig umgehen - es also zu größeren Teilen verschenken.

Du, Markus, bist ja auch als Berater tätig und gehst sehr freigiebig mit Deinem Wissen um. (Was ja klasse ist!) Wo ziehst Du die Grenze; wann würdest Du also für Dein Fachwissen Geld sehen wollen?

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Markus Jung

Geschrieben

Hallo Anne,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Jetzt habe ich einen sehr guten Eindruck von dem Buch bekommen und es mir auch mal vorgemerkt. Allerdings gilt es erstmal anderen Lesestoff zu bewältigen, der aktuell eine höhere Priorität hat.

Wo ziehst Du die Grenze; wann würdest Du also für Dein Fachwissen Geld sehen wollen?

Eine gute Frage. Ich glaube, ein Stück weit mache ich das vom Anspruchsdenken abhängig. Zum Beispiel habe ich lange Zeit auch auf Anfragen per PN, E-Mail oder (sehr häufig) bei XING ausführlich geantwortet - und dann oft noch nichtmals eine kurze Reaktion darauf erhalten. Daher bin ich da mittlerweile etwas zurückhaltender und verweise eher darauf, die Frage hier im Forum zu stellen - es sei denn, ich sehe einen guten Grund, der dagegen spricht.

Insgesamt finde ich aber auch, dass man sich gegenseitig unterstützten sollte und besser kooperieren als konkurrieren sollte. Das sehe ich auch zum Beispiel bei anderen Anbietern von Bildungsseiten.

Interessant finde ich im Zusammenhang mit dem Fernstudium Entwicklungen, bei denen echte Inhalte aus den Studiengängen frei verfügbar gemacht werden (zum Beispiel bei der Open University, Oncampus und IUBH). Ich kann mir vorstellen, dass dies bei akademischen Angeboten ganz gut funktionieren kann, bei Fernlehrgängen stelle ich mir das aber problematisch vor, da es dabei vielleicht etlichen dann doch nicht so sehr um den Abschluss oder die Betreuung, sondern nur die (didaktisch ja oft auch für das Selbststudium gut aufbereiteten) Materialien geht.

Wie denkst Du darüber?

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Interessante Fragen, die Du da stellst... ;)

Ich kann das jetzt nur für unsere Lehrgänge beschreiben und nicht für diejenigen der anderen Anbieter: Bei uns ist es natürlich auch so, dass die Lehrbriefe ein Kernstück unseres des Bildungsangebotes sind. Ohne diese Texte hätten wir schlicht und ergreifend nichts "Fassbares" anzubieten.

Aber die Lehrbriefe sind bei uns eben nur die halbe Miete. Das wirklich Besondere kommt erst durch die Kursbetreuung zustande: Da enstehen (z.B. bei unserem Dozentenkurs) komplette Kursprogramme, Unterrichtsentwürfe und Ideen für das Selbstmarketing der angehenden Dozenten in enger Zusammenarbeit mit dem Kursbetreuer.

Das sind dann wirklich keine 0-8-15-Kommentare wie "gut gemacht!" oder "Sie bekommen für diese Aufgabe 5 Punkte". Die Teilnehmer bekommen vom Betreuer ein wirklich individuelles Feedback, mit dem sie dann weiter arbeiten können - und das sie dann (noch vor der Benotung) in ihre Antworten integrieren können. Betreuer und Teilnehmer diskutieren wirklich mit einander - und das in Form von schriftlichem Einzelunterricht.

Wenn man also unsere Lehrbriefe (ohne Betreuung) bekommt, hat man zwar schon eine ganze Menge Interessantes serviert bekommen, aber ohne das Feedback des Betreuers ist das wirklich nur die halbe Miete....

Bei uns ist es z.B. möglich, dass man sich als Interessent einen beliebigen Lehrbrief (kostenlos und unverbindlich) zuschicken lässt. Das kann dann natürlich passieren, dass der Interessent dann schon zufrieden ist - und nicht mehr bucht. Das Risiko kalkulieren wir aber ein - und hoffen dann, dass der Interessent uns in guter Erinnerung behält und uns ggf. weiter empfiehlt. Solche Empfehlungen sind ja auch sehr wertvoll. ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Hallo Anne,

vielen Dank für diese Einblicke - genau darin sehe ich unter anderem auch die Zukunft des Fernunterrichts. Die Materialien sind die Basis (und müssen natürlich gut sein), aber die besondere Leistung ist die Betreuung und das individuelle (!) eingehen auf die Teilnehmer, wie es bei euch nach Deiner Beschreibung im Dozentenkurs der Fall ist und nach Deinem Blog auch bei dem Sachbuch-Kurs der Fall sein wird.

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      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
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      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link