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Feintuning vs. grobschlächtig

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chillie

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Einerseits frage ich mich schon, wie viel Feintuning ist für eine wissenschaftliche Arbeit wirklich notwendig. Da mache ich mir die Mühe bestimmte Worthülsen zu filtern und "alle" zu ersetzen oder "nun" zu tilgen. Ich mache aus allen Potentialen auf empfehlung des Duden Potenziale usw.

Da frage ich mich schon, macht sowas eine Arbeit rund? Für mich persönlich ist es eher so eine Art Zwangshandlung. Ich feile die letzten Dinge glatt, weil ich an großen Ecken und Kanten eh nichts mehr ändern kann. Aber würde ein Leser der die Vorher und die Nachher Version liest tatsächlich den Unterschied merken?

Merkt jemand, dass ich vorher Bindestrich und Halbgeviertstrich im Literaturverzeichnis gemischt für die Angabe der Seitenzahlen verwendet habe? Jetzt natürlich nicht mehr, denn ich habe alles angeglichen. Gleiches gilt für die Bildunterschriften.

Andererseits ist so ein letzter Durchlauf natürlich auch sinnvoll ... denn so brutal blöde fehler wie "internistische Motivation" statt "intrinsischer" sind vermmeidbar (ausser man schreibt über die Motivation von Ärzten). Wahrsch. habe ich einmal zu oft auf Autokorrektur geklickt. Die Korrekturleser haben es aber übersehen. Zudem hab ich tatsächlich auch in 4x gegengelesenen Teilen Sätze gefunden die kein Ende haben.

Somit ist diese letzte Sysyphusarbeit immerhin nicht vergebens. Das Feintuning tue ich für mich - einfach aus Tradition weil ich es bisher immer so gemacht habe, die groben Sachen sind wahrsch. eher was für das tatsächliche Ergebnis... wobei ich mich tatsächlich frage wie intensiv sich so ein Betreuer mit so einer Arbeit wirklich beschäftigt ;)


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18 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Ich denke auch, dass dieses Feintuning in erster Linie für einen selbst ist, insbesondere wenn hier hohe Ansprüche an sich selbst vorhanden sind. Wichtig ist nur, irgendwann dann auch zu einem Ende zu kommen - denn auch nach dem 10. Lesen noch irgendwo irgendetwas auffallen.

Ob die Betreuer auf solche Feinheiten achten, wage ich zu bezweifeln. Aber es entsteht natürlich ein Gesamteindruck (eher unbewusst), in den solchen Dinge doch einfließen mögen. Wirklich negativ würden vermutlich nur gehäufte echte Rechtschreibfehler etc. auffallen.

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Wahrsch. habe ich einmal zu oft auf Autokorrektur geklickt.
Eine der ersten Wordversionen hat "Frauenhaus" durch "Freudenhaus" ersetzt:lol:

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Naja in LyX gibt es sowas nicht, anscheinend hab ich aber auf ersetzen statt ignorieren geklickt ;)

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Rumpelstilz

Geschrieben

Ich wage zu behaupten: ja, man merkt es. Natürlich merkt kein Leser die einzelne Feinkorrektur. Aber alles zusammen gibt einfach ein runderes Bild. Es "hakelt" für die Augen eher, wenn z.B. Striche nicht immer gleich lang sind. Bestimmte Worthülsen können einen Eindruck vermitteln: "ja" mitten im Satz z.B. kann gefühlt "das hast du gefälligst zu wissen, ich schreibe es aber nochmal, damit auch jedem klar ist, dass ich es auch weiss" heissen. "Nun" hat oft einen etwas altklugen Beigeschmack.

In diesem Sinne: Ich denke, das lohnt sich!

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Als ich meine BA Wochen nach der Abgabe das erste Mal gelesen habe, sind mir auch Dinger aufgefallen ... ich frage mich heute noch, wie das keiner meiner Korrekturleser anmahnen konnte :blink:

Aber: zumindest bei uns denke ich, dass die BA relativ "offen" korrigiert wurde. Die Prüfer kennen das System ja, haben die Kopien vorab ja schon gesehen. Dann suchen sie halt nach bestimmten Punkten und gut. Denke ich!

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Ich habe nicht vor, innerhalb der nächsten Monate und Wochen das Ding noch mal zu lesen ;)

Ab ins Regal und gut :D

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Chillie, ich find mich in deinem Blogeintrag richtig wieder :rolleyes:

Das Finetuning habe ich auch durch. Habe auch aus Potentialen -> Potenziale gemacht und Kleinigkeiten vereinheitlicht. Ich weiß nicht, ob es Jemandem auffällt, aber wegen solchen "Kleinigkeiten" im Nachhinein evtl. Punktabzüge zu erhalten, wäre echt ägerlich.

Mich würde mal interessieren in wieweit ein Prof. wirklich jede Arbeit so genau liest? Gerade an der HFH werden viele zum 30.6. fertig. :blink:

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Naja ich habe ja schon die Unterschiede festgestellt.

erste Hausarbeit: 1,5-seitiges Gutachten

zweite Hausarbeit: 5 Zeilen Gutachten

... soviel dazu ;)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Beim Gutachten handhabt es mein Betreuer angeblich so, dass er nur negative ausführlicher aufschreibt und ein kurzes Gutachten eben heißt: alles gut, nichts zu bemängeln. Bei der BSP-Arbeit war es z. B. so. Auf die Projektarbeit warte ich ja noch ;)

Außerdem schließe ich mich Rumpel voll an. Gerade wenn man häufig sowas korrigiert und WSA selbst unterrichtet, fallen einem z. B. ungleiche Striche auf.

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Meinst Du wirklich, dass der Dozent ein 8-Seitiges Literaturverzeichnis durchliest?

Ich glaube ja (reine Vermutung), da wird die Anzahl der Quellen ermittelt, etwas auf die Jahrenzahlen geguckt und vllt. 2-3 Stichproben überprüft.

Ich habe mir gestern überlegt sicherheitshalber noch mal alle Titel zu googeln um die richtige Schreibweise sicher zu stellen. Aber bei 72 Quellen ging mir nach 10 Minuten die Luft aus :lol:

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HannoverKathrin

Geschrieben

Oh Gott 8 Seiten? 72 Quellen? Wahnsinn! Da kann ich absolut nicht mithalten. Ne da wird vermutlich wirklich nur überflogen. Aber bei - im Text kann er es nicht einfach überfliegen, da würde sowas sicher auffallen ;)

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Ich bin auch so, ich bringe es einfach nicht fertig, eine Arbeit ohne Finetuning abzugeben. Ich glaube fest daran, dass es etwas bringt, der geübte Dozent sieht solche Unterschiede. Wenn eine Arbeit formal fehlerfrei ist, wird das registriert und auch honoriert.

Ich fertige gerade mein Exposé für die BA an und habe jetzt 47 Quellen auf 4 Seiten. Wenn ich das richtig einschätze, dann ist das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange :blushing:

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Das sind ja allein 3,5 Seiten nur für die Zitate ;)

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Ich glaube es wird wirklich Zeit, dass das Ding zum drucken geht ;) ... aber vorher noch etwas Korinthenkackerei ;)

Bisher habe ich meine PDF genommen und entweder selbst ausgedruckt (bei BSP und UNL) oder im Copyshop über den Drucker gejagt (BUF). Bisher dachte ich, dass das alles OK ist.

Nun habe ich ja die BUF-Arbeit als Test drucken lassen... im direkten Vergleich war es etwas komisch. Die Seiten sahen anders aus. Nun habe ich mal nachgemessen, anscheinend haben die Drucker die Seiten etwas skaliert. Ich habe überall auf meinen alten Arbeiten etwas mehr Seitenrand und die Schrift ist im Ausdruck nicht 12pt sondern eher 10-11pt.

Naja, gemerkt hat es dennoch keiner... aber soviel zur Einhaltung der ganzen Formvorschriften. Dank professioneller Druckerei wird meine DA auf jeden Fall mm-genaue Schriftgrößen und Seitenränder haben.

Ich finde ja, dafür sollte man wenigstens ein Fleißbienchen kriegen :lol:

P.S.: Und ja! Ich bin mir meiner Meise durchaus bewusst!

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P.S.: Und ja! Ich bin mir meiner Meise durchaus bewusst!

Wieso Meise? Ich finde Dein Verhalten ganz normal! Ich bin ja auch so!

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Ich habe die letzten 1,5 Stunden sogar noch die automatische Silbentrennung geprüft (und tatsächlich 3-4 komische Trennungen gefunden...)

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Ich habe bei meiern letzten HA in das Dokumentensuchfeld ein Komma eingegeben und nach allen Kommas im Dokument gesucht. Und siehe da, ich hatte tatsächlich im Literaturverzeichnis hier und da Komma mit Punkt vertauscht!

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      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
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      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Lernfrosch
      Von Lernfrosch in Fernabiturientin im Psychologie- und Medizinstudium 4
      Dieses Semester habe ich einen Platz im Modul 6b, dem empirisch-experimentellen Onlinepraktikum, erhalten.
       
      Ich bin in einer Gruppe (15 Studenten) der Allgemeinen Psychologie untergekommen und kann mich mit einem für mich interessanten Thema beschäftigen (grob gesagt geht es um die visuelle Beurteilung von Grafiken).
       
      Im ersten Schritt ging es darum, in Kleingruppen das vorgegebene Rahmenthema zu konkretisieren und der ganzen Gruppe einen Vorschlag zu präsentieren. Anschließend wurden die Ideen aller Kleingruppen besprochen und dabei herausgekommen ist das Semesterthema. In der Folgezeit wurde am Studiendesign, den Aufgaben und den Aufgabeninstruktionen gearbeitet. Momentan befindet sich das Projekt in der Phase, in der Versuchspersonen an der Studie teilnehmen können.
       
      Entgegen meiner Befürchtungen funktioniert die Online-Gruppenarbeit bisher ziemlich gut; sowohl inhaltlich als auch technisch.
      Zwar sind ein paar Teilnehmer leider vorzeitig ausgestiegen. Aber die Zusammenarbeit klappt zuverlässig. Da bin ich von Präsenz-Gruppenarbeiten in anderen Bereichen ganz anderes gewohnt 
       
      Wenn jemand Interesse hat, das Projekt durch seine Teilnahme zu unterstützen (dauert etwa 20 Minuten), könnt ihr mich gerne anschreiben (Öffentlich möchte ich den Link dazu nicht einstellen). Die Studienteilnahme ist noch bis 11. Dezember möglich.
       
       
       
      Zusätzlich habe ich vor einiger Zeit mein berufsorientiertes Praktikum begonnen.
       
      Ich mache dieses in einer psychotherapeutischen Praxis. Aktiv mit Patienten arbeite ich nicht (wollte ich auch gar nicht unbedingt...).
      Ich arbeite stattdessen an einem dort laufenden Forschungsprojekt mit. Dabei geht es grob gesagt um die Psychotherapeutenausbildung in Bezug auf eine bestimmte psychische Erkrankung. Zu meinen Aufgaben gehört alles, was mit der Planung, Durchführung, Auswertung usw. der Studie in Bezug steht; also z.B. die Ermittlung der Stichprobe, das Erstellen des Fragebogens, später dann die statistische Auswertung und zum Schluss werde ich am Bericht mitschreiben, der dann veröffentlicht werden soll.
       
      Ich finde das Praktikum sehr spannend. Ein bisschen ist es so wie das oben beschriebene empirisch-experimentelle Onlinepraktikum. Nur mit dem Unterschied, dass ich beim berufsorientierten Praktikum mehr Verantwortung habe und mein Aufgabenbereich größer ist. Jedenfalls macht es mir Spaß. Und zeitlich ist es auch gut mit allen Studiums-Verpflichtungen zu vereinbaren, weil ich zeitlich ziemlich flexibel bin und sehr viel von zu Hause aus arbeiten darf. Regelmäßige Besprechungen und Treffen, die in der Praxis stattfinden, gibt es natürlich trotzdem und die sind auch immer sehr gut.
       
       
       
      Heute hat die Rückmeldung für das nächste Semester begonnen.
       
      Ich habe mich entschieden, im kommenden Sommersemester wieder zwei Module zu belegen. Gewählt habe ich M8 - Arbeits- und Organisationspsychologie - sowie M10 - Community Psychology. Um eine Präsenzveranstaltung muss ich mich noch zu gegebener Zeit kümmern.
      M10 klingt interessant und M8..., naja, muss schließlich auch irgendwann gemacht werden.
       
      Und dann bleibt, sofern die Prüfungen in diesem Semester in M4 (Klausur Sozialpsychologie) und M6b (Hausarbeit), bestanden werden, nicht mehr viel übrig:
      Für das nächste Wintersemester 2017/2018 steht M9 - Pädagogische Psychologie - an. Und zusätzlich die Bachelorarbeit.
       
       
    • krypt0lady
      Von krypt0lady in Studymania 7
      Diese Woche kamen endlich meine Abschlussdokumente und damit habe ich nun nach dem BSc (hons) Mathematics, den ich an der OU studierte, auch das Kapitel Fernstudium an der isits mit einem MSc Applied IT Security hinter mich gebracht. Damit habe ich zwei Studiengänge per Fernstudium erfolgreich abgeschlossen und erfreue mich der lernfreien Wochenenden. :-)
       
      Die Zeit bis zur Abgabe der Masterarbeit ist wie im Fluge vergangen und ich war froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden hatte, denn die Masterarbeiten an der isits müssen mind. 25% technisch sein, das hieß in meinem Fall viel programmieren. Inzwischen habe ich den Job gewechselt und kann berichten, dass der Abschluss dabei auch ein Thema war.
       
      Ein kleines Schmankerl hat der Abschluss noch: da der Studiengang an der Ruhruni Bochum der Fakultät Elektrotechnik zugeordnet ist, darf man sich Ingenieur bzw. Ingenieurin nennen. ;-)