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Quo vadis?

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AlexZ

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Wie viele andere Menschen so unterliege auch ich meistens dem Irrglauben alles im Griff zu haben...

In meinem letzten Blog habe ich kurz umrissen, woher ich komme. Hier eine kleine Darstellung wie es zur Entscheidung gekommen ist, dass ich nun doch ein Fernstudium beginnen möchte.

Kurzlich habe ich die Mitteilung bekommen, dass das von mir administrierte System Anfang 2014 abgeschaltet wird. Ich muss eingestehen, dass ich wenig überrascht war, da das System in einer alten Version produktiv ist und sich das Update Projekt nun schon seit 1,5 Jahren hinzieht. Der geplante Start wurde mehrfach um einige Monate verschoben, dann wurde der Projekt-Scope erweitert und zum Schluß war sowieso nur noch von Kosteneinsparung die Rede.

Und um ehrlich zu sein, ich war mit der Situation eher unzufrieden. Manchmal ist eine Entscheidung mit negativen Konsequenzen besser, als keine Entscheidung. Der Zwang zur Passitivität hat mich daher schon eine Weile über meine derzeitige Situation nachdenken lassen. Zur Disposition standen und stehen auch weiterhin mehrere Optionen. Weitermachen und warten, dass das Projekt doch noch in Gang kommt, Arbeitsplatz- oder Arbeitgeberwechsel waren und sind einige davon.

Mitten in meinen Überlegungen kam dann die Entscheidung vom Business, noch bevor ich eine meine eigene Entscheidung getroffen hatte. Kommendes Wochenende wollte ich eigentlich nach London auf eine Jobmesse um mir etwas neues zu suchen. So habe ich jetzt die Gewissheit, dass es zumindest bis 2014 weitergeht, kann weiterhin mit den Job machen der mir gefällt und habe parallel dazu die Möglichkeit mich auf etwas neues Vorzubereiten. Das ist eine sehr komfortable Situation, wenn ich bedenke, dass in meinem Bekanntenkreis die meisten eine Kündigungsfrist von 2 Wochen haben (ohne Angabe von Gründen).

Nun stellte sich für mich die Frage wie es denn weitergehen sollte. Mein letzter Job war im Bereich Wissensmanagement und eigentlich hatte ich mich bewußt auf den Job als SysAdmin beworben (ich wollte wieder in die "Tehnische Schiene". Knöpfchen drücken). Doch Veränderungen in der IT passieren schnell und Outtasking und Outsourcing sind hier keine Schlagwörter, sondern seit Jahrzehnten gängige Praxis. Eigentlich dachte ich, dass ich mit meinem Job auf der sicheren Seite bin, aber auch hier kommen die Einschläge immer näher. Gerade jetzt mit dem Hype um Cloud-Computing ist die Wahrscheinlichkeit expotential gestiegen, dass mein Job in ein "Billiglohnland" exportiert wird und ich dabei auf der Strecke bleibe.

Bestes Beispiel und mein "Augenöffner" sind unsere Oracle Datenbank Admins, hohbezahlte Spezialisten, deren Arbeit nun zu einem Bruchteil der Kosten von Kollegen in Thailand verrichtet wird. Ich könnte weitere Beispiele bringen, doch das würde den Rahmen des Blogs sprengen. Wichtig ist, dass ich für mich erkannt habe, dass ich künftig auf einem globalen Arbeitsmarkt konkurrieren muss, mit Kollegen, die die gleiche Arbeit zu einem wesentlich besseren Preis verrichten. Und die Qualität der Arbeit ist auf Augenhöhe, so dass das Argument wie es bei physischen Gütern gerne gebraucht wird, nicht wirklich zählt.

~Alex

to be continued...


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2 Kommentare


Weiterbildungswilliger

Geschrieben

Sehr bitter was Du da beschreibst gerade wenn man sich für die technische Schiene begeistert und genau diese Tätigkeiten dann aber ausgelagert werden (ich bin selbst in der IT-Branche und habe auch schon so einiges erlebt). Und deswegen gehst Du in die betriebswirtschaftliche Schiene mit Schwerpunkt Energiewirtschaft?

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Jaien,

mir geht es darum, dass man als "Techniker" weniger Moeglichkeiten hat aktiv zu gestalten, sondern "nur" umsetzen kann. Die Moeglichkeiten Entscheidungen zu treffen sind doch sehr eingeschraenkt und im besten Fall wird man als Berater bei Entscheidungen einbezogen, wobei das schon immer eher die Ausnahme war und in letzter Zeit noch weniger geworden ist.

Ausserdem muss ich zugeben, dass Technik an sich mir als junger Mensch sehr viel Spass gemacht hat, weil ich einfach fstziniert davon war. Mit zunehmendem alter wird es aber leider auch schwieriger Up to date zu bleiben und ich fuer meinen Teil muss sagen, dass mich gewisse Themen einfach ueberhaupt nicht faszinieren. Klar habe ich gerne den neusten Hack auf meinen Smartphone, aber trotzdem habe ich keine Lust mehr mich da "reinzufuchsen", daher gebe ich lieber das Handy an meinen 20 Jahrer juengeren Kollegen und lass ihn das machen. Nur mal als Beispiel.

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      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
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      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich.