Informatik B.Sc. an der WBH

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kawoosh

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Oh je, immer dann, wenn man es nicht gebrauchen kann, kommt alles aufeinander...

Auf der Arbeit ist die sprichwörtliche Hölle los. Der Aufwand meines Projekts hat sich von einem Tag auf den anderen aufgrund unvollständiger Anforderungen bzw. Dokumentation mal eben verdoppelt. Der Super-Gau! Der Termin für November ist nicht zu ändern, der Funktionsumfang darf eigentlich auch nicht minimiert werden und mehr Leute kriegen wir sowieso nicht und würde zur Zeit auch gar keinen Sinn ergeben. Derzeit sind wir schon zu fünft und zu viele Köche würden hier den Brei verderben. Also seit heute große Krisensitzungen, massig Brainstorming und sehr viel schlechtes Bauchgefühl. Morgen geht es in die nächsten Sitzungen. Mittlerweile stehe ich auf dem Standpunkt einfach nur die Zähne zusammen zu beißen und das beste draus zu machen. Ende nächster Woche müssen wir endgültig wissen, ob wir das Handtuch schmeißen oder nicht. Das gibt noch richtig Ärger! :(

Möglicherweise können wir fünf oder sechs Wochen mehr Zeit rausschinden. Das Problem dabei ist, dass ich mich genau währenddessen eigentlich in Kalifornien beim CSUS Praktikum befinde. Wenn ich richtig Pech habe sehe ich meinen Bildungsurlaub davon schwinden, denn aus wichtigen dienstlichen Gründen darf der Arbeitgeber diesen ablehnen.

Ich kriege leise Panik...

Nun ja, wenns nur nach meiner Chefin ginge, dürfte ich trotzdem fahren. Das Problem ist halt, dass sie das nicht entscheiden darf. Das geht ein paar Hierarchieebenen höher und wenn die sehen, dass ich drei Wochen Bildungsurlaub beantrage und nebenbei mein Projekt stirbt... Ich will gar nicht dran denken...

Erst mal tief durchatmen, denk ich mir. Noch kann ich eh noch keinen Bildungsurlaub beantragen, da mir dazu noch die nötigen Unterlagen der WBH fehlen. Vielleicht finden wir morgen ja die geniale Lösung all unserer Probleme? Oder nicht?

Uuuuäääähähhhhhhhhhhh :scared::crying:


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8 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Könntest Du notfalls alles über normalen Urlaub abdecken? - Oder würde der dann auch abgelehnt?

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wasserfall

Geschrieben

Könntest Du notfalls alles über normalen Urlaub abdecken? - Oder würde der dann auch abgelehnt?

In so einer Situation empfindet ein Arbeitgeber so ein Verhalten als Blutgrätsche. Da würde ich in Verhandlung gehen über bezahlte Freistellung in 2013. Immerhin hängen da ja private Kosten wie Flug, Unterkunft und Studiengegühren dran.

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Also bevor man ggf. den Job gefährdet - das CSUS findet ja jedes Jahr 2mal statt. Ich weiss nicht, wie das mit deinem Bildungsurlaub funktioniert. Aber alle anderen Buchungen sollte man ggf. so handhaben, dass man sie ohne Zusatzkosten wieder stornieren kann. Und im Härtefall drückt die WBH vielleicht auch ein Auge zu.

Mal unterm Strich: Wenn ich entscheiden müsste, würde ich mir das CSUS bei SO nem Projekt abschminken.

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Mein Job ist nicht gefährdet, egal wie das Projekt läuft. Es ist nur echt schlechtes Timing.

Heute gab es allerdings mehrere konstruktive Krisensitzungen und am Ende haben wir eine Lösung gefunden, die für alle akzeptabel ist. Ob das am Ende so aufgeht wissen wir allerdings noch nicht...

Jedoch hat mir meine Chefin geraten jetzt noch nicht den Bildungsurlaub zu beantragen. Spätestens Ende Juli muss ich das aber machen, da ich sonst die Antragsfrist nicht mehr einhalten kann. Ich hoffe, dass sich die Stimmung bis dahin so gebessert hat, dass dem nichts mehr im Wege steht. Immerhin ist es heute nicht so sehr eskaliert, als dass es eine Hierarchieebene höher gerutscht wäre.

Die nächsten Wochen bedeuten somit Megastress und Überstunden. Bisher passt das Lernen noch am Abend. Mal sehen wie belastbar ich wirklich bin. Bisher habe ich mich für einen sehr stressresistenten Menschen gehalten. Bis jetzt fühle ich mich allerdings nicht sonderlich mehr gestresst als sonst. Interessanterweise hilft mir das Lernen am Abend sogar die Arbeit zu vergessen. Sonst würde ich wahrscheinlich sogar zuhause über Lösungen und Strategien nachdenken...

Insgesamt habe ich heute ein wesentlich entspannteres Bauchgefühl als gestern und auf mein Bauchgefühl konnte ich mich bisher immer verlassen (was die Arbeit angeht, nicht bei Prüfungsergebnissen :lol: )

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Softwareentwicklerin/-architektin

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DolStudent

Geschrieben

Ich hoffe, dass du deine Praktikum in USA bekommst! Einmal vor 1 Jahr war ich in Bammel geraten, als mein Manager meiner Urlaubsplanung gestrichen hat, wo ich Flug, Reiseplanung, schon gebucht habe und bezahlt.

Puh, paar Tage vor geplante Urlaub hat er doch zugestimmt. Puh!

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)