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Master of Desaster

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chillie

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Ich lese neben so ein ... naja nennen wir es "Handtaschenpsychologie-Buch". Dort ist auch irgendwo der Fachbegriff für den Effekt zu finden, dass man dann besonders viele rote Autos sieht, wenn man selbst eines fährt.

Dieser Effekt könnte auch der Grund sein, warum es mir so vorkommt, dass man hier bei FI.de nur so von Masterstudiengängen erschlagen wird.

Mal davon abgesehen, dass auch Masterstudenten hier nach und nach das bloggen anfangen, immer wieder mal das ganze zur Diskussion steht wird/wurde mir ja auch schon x-mal angedichtet, dass ein Master für mich beinahe unausweichlich wäre.

An dieser Stelle kann ich ja mal alle Diskutanten einladen mir zu erklären, warum denn gerade ich so einen Master machen soll?

Ich gebe zu, mein "das kommt mir niemals in die Tüte" (oder so ähnlich) war ganz klar übertrieben. Denn... sag niemals nie. Bevor mir hier jetzt jemand das ganze Bachelor-Diplom-Drama auf's Brot schmiert... JA genau deswegen kann ich die obige Aussage relativieren. Einen Master kann ich nicht ausschließen. Das hat vor allem einen Grund - ich kann nicht in die Zukunft sehen.

Nun gehen wir mal davon aus, dass ich mein Studium nach 4,5 Jahren und am Ende mit hängen und würgen (was aber an mir und nicht am Studium lag) gut über die Bühne gebracht habe. Die Note wird auch ganz nett sein - in wenigen Wochen/Monaten bin ich Dipl-Kaufmann (FH).

An dieser Stelle darf ich auch mal einschieben warum genau ich schlussendlich ins Diplomkonzept gewechselt bin (wer sich darüber genauer informieren will, kann das ganze hin und her gerne im Blog nachlesen ... ausgewählte Links reiche ich auf Anfrage nach *g*). Es hat sich so einiges geändert von Beginn bis zum Ende - das entschiedenste war mein kleiner Sohn. Mit dem Dipl-FH wollte ich einen Fixpunkt setzen. Auch wenn ich an den Bachelor glaube erschien mir in der Situation ... "fertig machen und fertig sein" das Diplom der sicherer Hafen. Das war übrigens eine reine Bauchentscheidung. Letztlich lockte mich noch aber etwas anderes völlig unsachliches.

Im Gegensatz zu vielen WiWI/BWL-Studenten war das Studienfach für mich kein Notnagel. Als Schüler hab ich mir bereits in der Realschule den Wirtschaftlichen Zweig ausgesucht, weil ich ihn interessant fand. Als Ausbildungsberufe kamen nur welche in Betracht die auf ...kaufmann endeten. Damals habe ich mich auf die Klassiker beworben Bank-, Spedition- und Industriekaufmann. Ich weiß nicht wie es heute ist, aber "damals" waren diese 3 die Premiumausbildungen im kaufmännischen Sektor.

Die Zusage kam für den IKM und das nicht nur bei einer kleinen Firma, sondern bei einem Unternehmen dass damals zu einem der besten Ausbildungsbetriebe der Gegen zählte. Jedes Jahr ca. 20 Azubis in allen Bereichen, eine verantwortliche für die Ausbildung, feste Pläne mit Ausbildungszeiten in allen Bereichen und keine stupiden Hilfstätigkeiten. Mir hat das sofort Spaß gemacht und am Ende war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, dass auf dem Schrieb der IHK Kaufmannsgehilfe stand. Das hatte mir vorher keiner gesagt ;) ... springen wir etwas in die Zukunft ... meine Weiterbildung zum Fachwirt sattelte hier wieder auf. Fachwirt fand ich schon interessanter. Klang wie Betriebswirt ... naja nicht ganz aber fast. Ich fühlte mich aber nicht mehr wie der Kaufmannsgehilfe (das ist jetzt arg überspitzt ... aber das "Gehilfe" hat mich doch lange gestört. Nachdem ich mich im Studium eingelebt hatte und dann die Entscheidung treffen musste/wollte/sollte ist mir an der HFH etwas aufgefallen. Im Gegensatz zum typischen Dipl-Betriebswirt (FH) vergab die HFH den Dipl-Kaufmann (FH) ... das wusste ich als Bachelorstudent natürlich nicht, aber unterbewusst war das neben den sachlichen Punkten so ein kleiner unsachlicher Teufel auf meiner Schulter.

Ich lerne das Zeug gerne, ich bin gerne BWLer, ich bin gerne Kaufmann. Ich versuche tagtäglich das zu leben, was ich in Schule und Ausbildung über den Kaufmann gelernt habe. So ein kleines Ideal, dass nicht mit "Management" in der Neuzeit zu übersetzen ist, sondern eher in Richtung Intra-/Enterpreneurship geht. Und mit dem Diplom bin ich nun tatsächlich Diplomkaufmann (FH).

Was hat diese mittellange Ausschweifung also jetzt mit dem Master-Desaster zu tun? Ganz einfach, sie ist ein Teil der Wahrheit rund um meinen aktuellen Karrierestand. Mein Ego ist mit dem was auf dem Schriebs steht unterbewusst zufrieden, bewusst bin ich auch sehr zufrieden mit dem erreichten. Denn unter den 5 Kollegen, die Deutschlandweit "meinen" Job ausüben, bin ich der erste der tatsächlich das erfüllt was in der Jobbeschreibung steht (also den akademischen Abschluss).

Nun wäre ich vielleicht mehr Pro-Master, wenn ich unzufriedener wäre. Ich habe oft genug den Plan gepostet das Unternehmen zu wechseln. Ich hätte es vllt. gemacht wenn ich früher die Einstellung hätte, die ich inzwischen entwickelt habe UND noch den alten Job machen würde. Am Standort selbst ist das Karrierende erreicht, nur wenn meine Chefin kündigt/wechselt wäre ein interessanter Posten frei. Im Konzern gibt es nicht die Welt an Jobs die mich wirklich reizen, bzw. die mir mehr bieten als ich aktuell habe. Extern suche ich nicht direkt, ich lasse mich regelmässig mit Jobs aus der Region berieseln. Nun bin ich kein Controller oder Personaler - sondern habe einen Job, der so nicht in vielen Unternehmen existiert. Andere Bereiche gibt es, aber ob ich das möchte ... muss ich mir überlegen. Andere Jobs gibt es, aber ob ich da hin kommme... dazu brauche ich Führungserfahrung, bzw. mehr davon.

Und schon sind wir mittendrin im Desaster. Der Druck zu wechseln ist nicht da, seit fast 2 Jahren entwickele ich mich persönlich und finanziell in meinem Job weiter, ich habe höchste Anerkennung bei meiner Vorgesetzten und Zwischenzeitlich auch vom Ressortleiter. Was ich am Markt sehe ist uninteressant oder erscheint mir nicht zielführend.

Wozu also einen Master studieren? Ich würde mit einem Master in meinem Unternehmen erst mal keinen Cent mehr verdienen, in unserem Mutterkonzern gibt es Masterpositionen, aber die spielen in der Welt der Controller, Buchhalter und Konsorten... also nicht mein Ding. Braucht man einen Master im Bestandskundenmanagement... oder im Key-Account-Management? Das sind Fragen die sich mir entweder nicht stellen, oder die ich nicht valide beantworten kann.

Wenn also Geld und Aufstiegsmöglichkeiten als Ziel wegfallen so einen Irrsinn noch mal anzugehen, mein Ego mit dem erreichten zufrieden ist ... bleibt nur noch ein ideelles Ziel.

Das ist ja am einfachsten festzuhalten. Die üblichen Argumente fallen hier auf der Seite oft. "Jetzt, wo ich mich daran gewöhnt habe zu lernen...", "Später habe ich vllt. keine Lust mehr...", "Es sind ja nur noch 2 Jahre.." usw.

OK, also hier das Gedankenexperiment ... aus Langeweile, um wieder bloggen zu können, um mir selbst was zu beweisen oder warum auch immer suche ich mir einen Master. Dieser Master muss natürlich wieder im Fernstudium stattfinden, denn meine Zeit ist kostbar. Natürlich ändert sich nichts daran, dass ich eher der FH-Typ bin. Mathematische Beweise ... könnte ich sicher, wenn ich wollte... aber wozu?? Ich würde angewandt studieren wollen, dass hat mir die letzten Jahre gut gefallen und ich habe davon profitiert.

Damit würde aber natürlich der Sparfuchstipp (Fernuni) wegfallen - bleiben noch unzählige Angebote in der Preisklasse rund um die 10-15tsd EUR.

Nun habe ich in meine eigene Ausbildung bereits ca. 15tsd EUR investiert. Das allermeiste allerdings als meine Frau und ich DINKS waren. Neben dem Gehalts- gab es eben auch Familienzuwachs und vorerst auch keine zwei vollen Einkommen mehr. Neben der Tatsache, dass also nochmal so ein Betrag oben drauf kommen könnte darf man nicht vergessen, dass eine beinahe doppelt so hohe monatliche Belastung dahinter steht. 400 oder 500 EUR im Monat - dass muss man sich mal vor Augen halten, von welchen Summen wir hier sprechen.

Wie soll man das als Familienvater schultern ... guten Gewissens? Mit welchen Zielen sollte ich meine Familie zum Verzicht motivieren, bzw. wo müsste ich überhaupt verzichten um so einen Haufen Kohle einzusparen?

Egal welches der ganzen Argumente GEGEN einen Master aktuell wirklich greifbar ist bzw. auch langfristig valide. Das Geld ist DAS Gegenargument zur Aufnahme egal welchen Fern-Masterstudiengangs.

Ich wüsste nicht wo ich es hernehmen soll, ich habe keine Aussicht die Gebühren zu verdienen, ich habe Pläne in die ich 4-500 EUR im Monat lieber investiere als in die nächste Ausbildung. Das ist der Dreh- und Angelpunkt. 230 EUR erschienen mir am Anfang auch sehr viel Geld - das war es aber nicht. Damals hatte ich einen Schmerz, der größer war als der finanzielle ... jetzt bin zufrieden ... und der €-Schmerz wiegt maximal.

Auch wenn es sie gibt, die Masterstudiengänge die reizvoll sind... sei es vllt. ein Aufbaumaster im Bereich Wirtschaftsrecht oder vllt. auch ein normaler BWL-Master in dem es sogar einen Schwerpunkt Servicemanagement gibt... die Angebote die mich interessieren könnten existieren... es bleibt das warum.

Und frei nach Nietzsche ist nur dem, der ein Warum hat kein Wie zu schwer.

Wieso ... weshalb ...warum ... so lange sich die Finanzen nicht selbst regeln oder eine Karotte vor meiner Nase auftaucht die meinen Schmerz lindert bleibe ich (sobald ich es übrigens erst mal bin) Diplomkaufmann FH ... und bin darauf auch noch sehr stolz.

So viel zu der Geschichte chillie und der Master...

... to be continued


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22 Kommentare


Es ist schon bemerkenswert, ich hatte nach Beendigung des Studiums auch solche Gedankengänge...Master wäre bei mir eher ein Justforfun Thema gewesen, passende Fernstudiengänge hatte ich gesichtet, teilweise zu teuer und letztendlich hab ich dann festgestellt, dass ich derzeit keine Lust dazu habe. Ausschliessen möchte ich aber nicht, dass ich irgendwann mal einen mache.

Derzeit zumindest bei mir kein Thema.

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werkstattschreiber

Geschrieben

Ach Mensch, chillie, jetzt bin ich Dir voll auf den Leim gegangen... Ich hätte fast eine Anmeldung für xxx erwartet.

Ok, genieße erst einmal das (Studien)freie Leben, vor allem den Sohn und verwöhne Deine Frau, die das Ganze mit Dir durchgestanden hat!

Ich glaube schon, dass wir wieder von Dir bezgl. des Masterstudiums hören werden. Wenn nicht heute, dann eben morgen. :)

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Markus Jung

Geschrieben

Meiner Meinung nach macht nach einem Diplom in BWL ein Master in BWL keinen Sinn, sondern es müsste schon ein anderer Schwerpunkt sein. Vielleicht muss es ja auch gar kein langer, teurer, Master sein, sondern eher eine überschaubare, praktisch umsetzbare Weiterbildung wie zum Beispiel ein Zertifikats-Studium oder sogar etwas Sub-akademisches? Schon alleine, dass Du so einen rekordverdächtig langen Beitrag darüber schreibst zeigt ja nicht nur, dass Du nun mehr Freizeit hast ;-), sondern auch, dass das Thema irgendwie in Dir gärt.

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In deinem Alter und Situation, würde ich erst einige Jahre als Dipl. Kaufmann arbeiten und dann wenn überhaupt später den Master machen. Obwohl Master klingt schon ultra cool ;)

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Rumpelstilz

Geschrieben

Hier noch der Kommentar der Frauenbeauftragten: Ich kenne eure Situation nicht genau. Ich weiss nur, du hast einen kleinen Sohn und eine Frau, die dich sehr unterstützt hat beim Studium. Ich denke, du bist dir bewusst,dass es ist jetzt an der Zeit ist, deine Frau etwas zu entlasten bzw. Zeit mit ihr + Kind zu verbringen.In diesem Sinne: :thumbup: Zeit mit Kleinkind ist zwar manchmal fad, gehört aber halt dazu, wenn man welche hat (ich habe damals lange nach einer Tätigkeit gesucht, die ich daheim mit Kleinkind ausführen kann. Lernen ging nämlich praktisch nicht, weil das für's Kind gleichbedeutend ist mit nichts tun - man sitzt ja nur am Tisch und schaut auf Papier).

Es kann ja gut sein, dass ein einigen Jahren, wenn das Kind grösser und eher mit Kumpels unterwegs ist, wieder Lernhunger entsteht und vielleicht auch die berufliche Situation eine Weiterbildung mit ev. ganz anderer Schwerpunktlegung erfordert.

Bei mir sind übrigens zwischen Erststudium und Master 15Jahre vergangen.

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@Werkstattschreiber

Ja, mit irgendetwas muss man die regelmäßige Leserschaft ja motivieren so viel Text zu lesen :D

@Markus

Der Beitrag ist vor allem so lange, weil ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, schon das letzte halbe Jahr lang. Es gibt durchaus noch andere Überlegungen, die aber hier einfach noch nicht hergehören. Es gibt bestimmte Rahmenbedingungen die mich zu einem umdenken bewegen könnten, aber dazu vllt. irgendwann mal mehr.

Hier ging es vor allem um den berühmten Master der mir gerne angedichtet wird ;) ... ich habe durchaus auch andere Pläne, die mit meinem jetzigen Job wenig bis nichts zu tun haben. Aber dazu muss ich erst mal wissen ob ich das wirklich möchte und ob ich das auch kann ...dazu könnte ein Fernlehrgang (den es so auch gibt) evtl. hilfreich sein um das herauszufinden. Ob ich das Vorhaben überhaupt angehe ist auch nicht entschieden - das Ziel muss erst mal auf die Realisierbarkeit abgeprüft werden.

@ichmelli

Ach doch, gerade jetzt in dieser Phase gibt es viele Dinge an denen ich herumdenke. Allerdings blogge ich hier eben nur über den Master und nicht darüber dass ich jetzt mehr Sport mache, welche Bücher ich lesen will und was für Hobbys mir noch im Kopf herumspuken.

@Udo

Ob Coolness tatsächlich ein Einstellungskriterium ist? ;)

Wie schon gesagt, das was ich als Aufstiegschance sehe ist mehr Führungserfahrung - dazu brauche ich Zeit und dazu hilft mir kein Studiengang.

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Hier noch der Kommentar der Frauenbeauftragten: Ich kenne eure Situation nicht genau. Ich weiss nur, du hast einen kleinen Sohn und eine Frau, die dich sehr unterstützt hat beim Studium. Ich denke, du bist dir bewusst,dass es ist jetzt an der Zeit ist, deine Frau etwas zu entlasten bzw. Zeit mit ihr + Kind zu verbringen

Da wird sich wenigstens für meinen Sohn nicht viel ändern. Wenn er die letzten 2 Jahre vllt. mal 10 Stunden auf mich verzichten musste ist es viel. Das ist und war höchste Priorität.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

So lange Sie beruflich keine genaue Vorstellung haben, was da noch kommen könnte und sollte, so lange würde ich erst mal sondieren und mich nicht entscheiden. Denn es könnte ja sein, dass das Motivationsloch bei der Diplomarbeit auch deswegen entstanden ist, weil Sie das Diplom "eigentlich" gar nicht mehr gebraucht haben. Sie hatten im Unternehmen ja vorher schon Ihre Ziele erreicht.

Und ein Studium und eine Diplomarbeit ist ja auch dazu da, dass man sich mit Lust einem Thema widmet, sich auseinandersetzt, etwas lernt und daran wächst. Und nicht in erster Linie, um einen weiteren Zettel an der Wand zu haben, wo dann halt "Master" draufsteht.

Ihr Blog passt übrigens thematisch ziemlich gut zu meinem:

http://www.fernstudium-infos.de/blogs/kanzlercoaching/7343-holeradidudeldoe-das-jodeldiplom-rabat-joie-10.html

Auf der "fortgeschrittenen Ebene" sozusagen!

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So lange Sie beruflich keine genaue Vorstellung haben, was da noch kommen könnte und sollte, so lange würde ich erst mal sondieren und mich nicht entscheiden. Denn es könnte ja sein, dass das Motivationsloch bei der Diplomarbeit auch deswegen entstanden ist, weil Sie das Diplom "eigentlich" gar nicht mehr gebraucht haben. Sie hatten im Unternehmen ja vorher schon Ihre Ziele erreicht.

Natürlich - genau so ist es. Ich dachte das wäre in den letzten 6 Monaten eindeutig herausgekommen ;)

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Stipedium? :lol:

Mal im Ernst, sicherlich solltest du dir erst mal in Ruhe Gedanken machen und falls du dich dann irgendwann tatsächlich für einen Master entscheiden solltest, würde ich das Thema Stipendium wirklich in Betracht ziehen! Ich hätte selbst nie gedacht, dass ich eins bekomme. Bewerben kann man sich ja z.T. auch für ein Stipedium ohne eingeschrieben zu sein. Dann könnte man den Master davon abhängig machen.

Nur so viel zum €-Schmerz.

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Klar, das wäre eine Möglichkeit ... damit wären aber gerade mal 1 von 3 Kontrapunkten erledigt UND die Annahme wäre Ungewiss.

Wenn ich mich dafür entscheiden würde, dann sicher nicht weil es nichts kostet sondern weil ich etwas davon haben will.

Schlußendlich wird ein Master dann interessant wenn bei allen 3 Punkten die Ampel von rot auf gelb geht

Also konkret die Fragen:

welche Finanzierung?

was damit erreichen?

will ich das wirklich?

... und dann wäre auch wieder das warum da, das hilft ein wie zu finden.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Der Schrei nach Fortsetzungen von erfolgreichen Projekten ist immer groß. Klar dass deine Lesergemeinschaft eine Fortsetzung ins Gespräch bringt, teilweise auch nur um dich zu pisaken.

Ausschließen kannst und sollst du den Master nicht, aber ich finde du hast hier klar Stellung bezogen und für mich persönlich ist das alles absolut einleuchtend. Es sind im Grunde auch die Argumente, die die für mich einsetze.

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Bei Filmen sind ja viele zweite Teile nur ein lauer Aufguss des ersten... möchte denn wirklich jemand nochmal 600 Beiträge lesen wie ich mich selbst quäle? ;)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Ja viele sind nur lau und nicht annähernd auf dem Niveau vom 1., aber manchmal gibts wie "Mission impossible 4" oder "Men in Black 3" sogar noch mehrere Fortsetzungen und immer noch Erfolg ;)

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möchte denn wirklich jemand nochmal 600 Beiträge lesen wie ich mich selbst quäle?

Ichichich!

...mir zu erklären, warum denn gerade ich so einen Master machen soll?

Damit wir Dich und Deinen Blog hier nicht vermissen müssen! Ich glaube an Fortsetzungen.

Mal im Ernst, Du hast Deine Ziele erreicht und bist zufrieden. Du kannst ultrastolz auf Dich und das Erreichte sein. Jetzt ist es an der Zeit, das Gelernte im Beruf umzusetzen. Wie Du schon geschrieben hast, ist Führungserfahrung ein extrem wichtiger Punkt, wenn es darum geht, weiterzukommen. In der Praxis wird das wichtiger sein als ein Masterstudium.

Und für mich bist Du auch jetzt schon ein Master!

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geniess erst mal deine neu gewonnene Freiheit :001_wub:

und wenn du Entzugserscheinungen bekommst, kannst du ja vielleicht einzelne Module oder Zertifikate belegen - ähnlich wie Markus aus Interesse und nicht primär mit den Ziel, einen Abschluss zu erlangen

z. B. Dienstleistungsmanagement http://www.fernuni-hagen.de/wirtschaftswissenschaft/studium/module/32691.shtml Vorteil: qualitativ hochwertig und trotzdem günstig

und außerdem hast du außer deiner Familie bestimmt auch noch das ein oder andere Hobbie, in das du verstärkt Zeit und Energie investieren kannst...

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Und für mich bist Du auch jetzt schon ein Master!

Juhu ;) ... ich bin sozusagen Master der Herzen :thumbup:

und wenn du Entzugserscheinungen bekommst, kannst du ja vielleicht einzelne Module oder Zertifikate belegen - ähnlich wie Markus aus Interesse und nicht primär mit den Ziel, einen Abschluss zu erlangen

So ein kleiner Kick Zwischendurch ;) ... naja wie schon gesagt, es gibt ja auch noch andere Dinge und andere Pläne die sogar beruflich motiviert sind. Ob und wie es da weiter geht... mal sehen.

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Ich vermisse noch diverse Beiträge zum Thema "alternative Enden" und "herausgeschnittene Szenen".. :confused::rolleyes:

Weil ich das bloggen aber so lieb gewonnen habe, gibt es die nächsten Wochen noch (wie bei einer DVD) das ein oder andere Bonusmaterial... alternative Enden oder herausgeschnittene Szenen. Lasst euch überraschen. Einer der Beiträge wird alles je dagewesene sprengen... der andere dreht sich um das neue Lieblingsthema hier im Blog.

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Das alternative Ende ist hiermit abgehakt ... und die herausgeschnittenen Szenen ... kommen auch noch :P

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Lernhilfentk

Geschrieben

Also so wie ich das jetzt lese gibt es schon gute Gründe für einen Master:

- Wissenshunger allgemein ( und das finde ich absolut legitim!)

- der Wunsch nach Wachstum

Gerade den letzten Wunsch scheinst Du nicht einfach ablegen zu können, und das ist ja auch ein menschliches Grundbedürfnis. Das Du nach den ganzen Jahren jetzt als erste Lösung den Master siehst, ist auch völlig logisch, zumal ja sonst nicht so viel zu gehen scheint. Möglicherweise gibt es aber doch Alternativen. Die kenne ich nicht, weil die immer individuell sind, aber sie sind vielleicht einfach noch wo ganz anders verborgen.

Das Geldargument ist irgendwie kein überzeugendes, wenn Du mich fragst. Die letzten Jahre hat es ja auch geklappt. Hört sich für mich also ein bisschen nach Ausrede an;) Und ich glaub das hält Dich auch nicht wirklich davon ab. Möglicherweise kann aber das mehr an Geld jetzt auch neue Möglichkeiten für alternative Wachstumsmöglichkeiten eröffnen:)

VG

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Naja 230 EUR auf 4 Jahre bei zwei vollen Einkommen zu 450 EUR auf 2 Jahre bei aktuell noch einem bald 1,5 Einkommen ist schon ein Argument. Seit der Geburt meines Sohns habe ich meine Studiengebühren von Ersparnissen gezahlt und nicht mehr vom Einkommen. Soviel dazu.

Zumal ich den Finanzeffekt den ein Master vllt. brächte aus aktueller Sicht auch so erzielen könnte.

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      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 6
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • krypt0lady
      Von krypt0lady in Studymania 7
      Diese Woche kamen endlich meine Abschlussdokumente und damit habe ich nun nach dem BSc (hons) Mathematics, den ich an der OU studierte, auch das Kapitel Fernstudium an der isits mit einem MSc Applied IT Security hinter mich gebracht. Damit habe ich zwei Studiengänge per Fernstudium erfolgreich abgeschlossen und erfreue mich der lernfreien Wochenenden. :-)
       
      Die Zeit bis zur Abgabe der Masterarbeit ist wie im Fluge vergangen und ich war froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden hatte, denn die Masterarbeiten an der isits müssen mind. 25% technisch sein, das hieß in meinem Fall viel programmieren. Inzwischen habe ich den Job gewechselt und kann berichten, dass der Abschluss dabei auch ein Thema war.
       
      Ein kleines Schmankerl hat der Abschluss noch: da der Studiengang an der Ruhruni Bochum der Fakultät Elektrotechnik zugeordnet ist, darf man sich Ingenieur bzw. Ingenieurin nennen. ;-)