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Zweifelhafte Motivationgründe - Bsc. der richtige Weg?

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Muddlehead

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Hallo Zusammen,

seit Anfang Juli darf ich mich Teilzeitstudent schimpfen - schon irgendwie toll. Aktiv am lernen bin ich seit etwa 1 1/2 Wochen und komme mit 2 h pro Tag hin. Wenn gleich ich das Gefühl habe in Mathe 1a zu langsam zu sein? (Mitte des Hefts und gerade am Grundlagen wiederholen)

Was mich jedoch zur Zeit quält ist weniger Mathe, sondern ob meine Motivationsgründe, die Richtigen sind.

Für das Studium:

- Grenzen testen

- erste Person in der Familie mit akademischen Grad sein (ja stolz auf sich sein und Stolz der Eltern - dafür lohnt sich auch der Aufwand in meine Welt ;) )

- mehr Geld für ähnliche Arbeit bekommen (in der IT nicht selten, dass ein Bsc. mehr bekommt im vgl. zu einem Fisi für die selbe Arbeit)

- wertvoller für den Arbeitsmarkt (wobei gefühlt dieser mit Bsc. Wirtschaftsinformatikern gerade übersättigt wird?)

Gegen das Studium:

- ~12/13 000 Euro , die man netto erst auch einmal wieder reinbekommen muss

- es nicht schaffen

- Keine Ahnung im Moment wie mir der Bsc. weiterhelfen soll bzw. wo ich damit hin möchte

- evtl. keine Hohe Anerkennung seitens der Wirtschaft, da kein Präsenzstudium

- Als Eintrittskarte ja "nicht wirklich" mehr zu gebrauchen, da ich den Job mache, den neben mir auch Leute mit Bsc. absolvieren

- Anschluss innerhalb meines Spezialgebiets verlieren, da viel Zeit für das Studium statt für jobspezifische Weiterbildung investiert wird (und damit verdien ich ja _jetzt_ Geld) -> was mir ehrlich im Moment mehr Spass macht als Mathe ;)

Man sieht mein Dilemma - gott sei dank habe ich einen erweiterten Testzeitraum, aber ich glaube am Ende keine richtige Antwort für mich finden zu können. Schlimm, dass man nicht in die Zukunft schauen kann.

Das wollte ich mir einfach mal von der Seele schreiben.


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4 Kommentare


jSchmalhofer

Geschrieben

Auf jedenfall beide Daumen hoch dafür, dass du deine Beweggründe so objektiv beleuchtest! (Öffentlich) Kritische Selbstreflexion ist in der heutigen Gesellschaft zu einer verkümmerten Eigenschaft geworden... leider.

Als Eintrittskarte in den Job wird das Studium wohl wirklich nicht taugen; aber wie du bereits sagst: in einem Titel-dominanten Land wie Deutschland kann man für nahezu die selbe Arbeit allein durch ein B.Sc. auf der Visitenkarten schon sein Einkommen steigern.

Dadurch, dass du nicht fachfremd studierst kannst du deinem Chef damit ja auch signalisieren, dass du bereit UND fähig bist dich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Ich denke du machst dich in den Augen eines (guten!) Vorgesetzten damit zu einem interessanten Kandidaten für Aufgabenstellung mit mehr Eigenkompetenz für dich, bspw. (Teil-)Projektleitung.

Solch eine Weiterbildung auf eigene Kosten zu stemmen heißt leider auch immer, die nächsten Jahre finanziell schlechter dazustehen. Aber mittel- bis langfristig sollte sich sowas immer lohnen. Die Löhne für Fachkräfte konvergieren sehr schnell - wenn auch auf hohem Niveau - aber wenn du wirklich mehr "einstreichen" willst denke ich hast du den richtigen Schritt getan!

Nur nicht den Mut verlieren!

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Hi jSchmalhofer,

danke für deine ausführliche Antwort und vorallending deinem Zuspruch! Ich gehe klar mit deiner Meinung mit bzgl. der wirtschaftlichen Betrachtung. Die Problematik die sich bei mir derzeit abzeichnet ist ganz klar -> was will ich eigentlich? Denn bis dato hatte ich meine Ziele für jedes Jahr definiert und alle erreicht. Ich befinde mich zur Zeit quasi in einem "Vakuum". Ein unerträglicher Zustand für mich, da sowas das Gefühl in mir weckt, andere ziehen an mir vorbei. Muss dazu sagen, dass ich ein vom Ehrgeiz getriebener Charakter bin ;-) .

Paradox an der Geschichte ist, dass ich bereits sehr ausführlich in die Welt der Consultants mein dasein Fristen konnte, bezogen auf Arbeitsanforderung/Zeitaufwand. Und ganz ehrlich, ewig möchte ich das nicht durchziehen. Das Sozialleben leidet wirklich stark darunter. Und genau diese Welt ist doch das Ziel mit einem akademischen Grad?

Bleibt als Fazit bisher aus meiner Sicht, dass der Bsc. mir vllt. 10-15 % mehr einbringt, bleibe ich auf meinem jetzigen Karriere-Level (das schaffe ich aber auch mit diversen anderen Zertifikaten/Job-Hopping, was weniger zeitaufwendig ist!!) oder dann wirklich merkliche Gehaltssprünge (25%<), strebe ich eine höhere Position an. Damit aber linear ansteigend noch mehr Stress, noch weniger private Zeit!

Ich schreibe das, um einfach von deiner/eurer Erfahrung zu partizipieren. Solang bin ich noch nicht in der Berufswelt (~3-4 Jahre).

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Was mir beim Lesen Deines Eintrags auffiel: Du beschreibst recht ausführlich die Vorteile und die Außenwirkung, die der Titel mit sich bringt (Gehalt, Ansehen, Stolz der Eltern etc.), erwähnst aber nicht, dass/ob Du auch echtes Interesse an den Themen selbst hast. Die Frage, ob man etwas aus rein "karrierefördernden" Gründen studieren kann oder ob nicht doch ein gewisses Maß an Interesse vorhanden sein muß, wurde ja vor ein paar Tagen im Forum diskutiert (und sehr unterschiedlich beantwortet). Da Du Dir ja explizit die Frage nach Deiner Motivation für das Studium stellst, würde ich vor einem solchen Großprojekt unbedingt für mich selbst klären, wie stark das Interesse ausgeprägt ist und ob ich mir gegebenenfalls zutraue, mich auch ohne besonderen Enthusiasmus durchzubeißen für die o. g. Ziele. Die große Zahl von BWLern läßt ja den begründeten Verdacht zu, dass das möglich sein muß :)

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Markus Jung

Geschrieben

- Anschluss innerhalb meines Spezialgebiets verlieren, da viel Zeit für das Studium statt für jobspezifische Weiterbildung investiert wird (und damit verdien ich ja _jetzt_ Geld) -> was mir ehrlich im Moment mehr Spass macht als Mathe

Gibt es im Studium auch Inhalte (vielleicht nicht gerade Mathe...), die Dir in Deinem aktuellen Job weiter helfen? - Im Zweifel würde ich übrigens auch zusehen, die jobspezifische Weiterbildung nicht komplett schleifen zu lassen, auch wenn da sicherlich Kompromisse notwendig sind.

Ansonsten würde ich Deine Überlegungen auch nochmal von der Seite aufziehen, wenn Du das Studium nicht machen würdest. Wie würdest Du Dich dann fühlen - nicht nur kurzfristig, sondern auch mittelfristig. Glaubst Du, dass Du das Gefühl hättest, eine Chance vertan zu haben? Oder machst Du es eh vorwiegend aufgrund von externen Einflüssen (ähnliches Thema, wie von ShellyC schon angesprochen).

Was das Thema in die Zukunft schauen angeht. Welche künftigen Entwicklungen würden Dir helfen, Dich für das Studium zu entscheiden? - Und bei welchen würdest Du eher darauf verzichten? Wie wahrscheinlich sind die verschiedenen Entwicklungen?

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