Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    685
  • Kommentare
    5.309
  • Aufrufe
    16.863

Wieso Philosophie zum Fernstudenten passt und Eisenbahnwagons schlecht für Dicke sind

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
chillie

232 Aufrufe

Das sind doch mal bewegende Fragen, oder? Leider ist die Kopfzeile nicht lang genug für die wirklich wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

Nun ist es ja so, dass ich generell gerne über das ein oder andere nachdenke. Leider ist nachdenken irgendwie nicht geeignet um es als Hobby anzugeben, zudem war ja bis vor kurzem Nachts lange aufbleiben und Diplomarbeiten und Motzblogs schreiben mein Hobby.

Jetzt habe ich wahnsinnig viel Zeit und in meiner Freizeit wahnsinnig viel Bedarf daran, mein Hirn in Trab zu halten. Einerseits habe ich immerhin schon angefangen den Stapel an Büchern (in echt) und den Stau in meinem Kindle abzulesen, aber irgendwie hat mir die ganze fernstudiererei den reinen Konsum von etwas abgewöhnt.

Auch wenn ein Buch auch im Jahr 2012 immer noch geeignet ist a) intellektuell zu wirken und B) auch etwas dabei zu lernen ist es - vor allem wenn es nicht um Unterhaltung geht - eher Konsum.

Netterweise bietet das Internet genügend Möglichkeiten von der passiven Wissensaufnahme zum aktiven Lernprozess zu begeben und das auch noch ohne ein teueres Fernstudium aber auch ohne die Gefahren autodidaktisch zu lange im trüben zu fischen.

Also... mich interessiert denken, ich habe Zugang zu iTunesU und somit einer Vielzahl an Wissensvermittlung. Deswegen habe ich mich für zwei "Kurse" entschieden.

Einer davon ist der Open University Taster Introducing philosphy: thinking and ethics, der andere eine OpenYale Vorlesung (und somit ohne besonders aufbereitetes Material für "Fernlerner) nämlich Philosphy and Science of Human nature.

Bevor ich das, was ich bisher gelernt habe und die Inhalte näher vorstelle möchte ich aber zum einen natürlich die Ausgangsfrage klären und zum anderen einmal festhalten, warum ich mir das eigentlich antue.

Natürlich... genau DIESE Frage stellt sich jeder Fernstudent. Aber (!) als Fernstudent steht da ein Ziel, man bezahlt ggf. viel Geld ... warum aber zum Teufel setzt sich jemand nach 4,5 Jahren Fernstudium hin, zieht sich Kurse in Englisch (!) über Philosophie (!!) rein... bloggt auch noch drüber (!!!) und hat in seiner wieder gewonnenen Freizeit (!!!!) kein Problem damit sogar Platon in Englisch zu lesen (!!!!!) ???

Tja, wer die Antwort wissen möchte... der muss nachdenken, nämlich über meine Beweggründe und meinen inneren Antrieb. Und ... et voilà ... schon stecken wir mitten drin in der Philosophie! (ätsch... voll erwischt :D)

Beide Kurse sind ziemlich unterschiedlich. Die OU ist bekannt für erstklassig aufbereitetes Material. Dabei nutzt die OU die Möglichkeiten der iTunesU App (die ich sowohl am iPhone als auch am iPad rege nutze) voll aus. Es gibt strukturierte Notizen, Videos, Interviews, Podcasts, Lesestoff und kleine Fragen. Insgesamt ist der Taster nicht sehr umfangreich, bietet aber einen guten Querschnitt.

Bei dem OpenYale Kurs handelt es sich um 1A-Videoaufzeichnungen eines ganzen Semesters in dem o.g. Kurs. Dieser geht etwas weiter über Philosophie hinaus - er nutzt vielmehr Philosophie UND empirische Wissenschafften und verknüpft philosophische denk- und argumentationsweisen mit Hirn- und Verhaltensforschung sowie Psychologie.

Neben den ca. 45-50 minütigen Videoaufzeichnungen (die - wie ich schon erwähnte - wirklich erstklassig sind) gibt es für jede Vorlesung Literatur zu lesen und einen sehr hilfreichen Reading Guide. Da es eben kein Kurs für "Fernlerner" ist, muss man hier selbst ran. Ein Buch das zu lesen war habe ich auf Deutsch, also hab ich das gelesen, bei anderen habe ich bisher dank GoogleBooks und Amazon sowie kostenlosen eBooks einiges gefunden.

Aber wie schon gesagt, die Inhalte stelle ich jeweils in einem separaten Blog vor.

Also... warum Philosophie? Und... warum gerade als BWL-Futzi? Das liegt sicher auch daran, dass mich der Studiengang der Uni Bayreuth (seitdem ich von ihm gehört habe) so sehr fasziniert hat. Wie man sieht geht also die Wirtschafterei und die Denkerei doch irgendwie zusammen, sogar so erfolgreich, dass auch die OU so einen Studiengang im Programm hat.

Nun lernt man bei der Einführung in die Philosophie, dass es gar keinen richtig definierten Begriff gibt, sondern Philosophie eher das ist, was nicht empirische Wissenschaft ist. Sie beschäftigt sich mit Fragen, die man mit empirischer Forschung nie herausfinden kann... z.B. warum jemand wie ich, sich so etwas antut. Das wird man nie mit empirischer Forschung herausfinden können.

Damit man mit Philosophie überhaupt etwas herausfinden kann muss man aber nicht nur im Elfenbeinturm sitzen, sich einen langen Bart wachsen lassen und nachgrübeln... sondern man bedient sich verschiedener Techniken, Gedankengebäuden und Analogien.

Eine davon ist das berühmte Trolley-Problem, welches sicherlich sehr bekannt ist. Dabei geht es darum, dass Dinge die offensichtlich zum gleichen Ergebnis führen (1 Mensch stirbt, 5 überleben) durch die Ausgangshandlung anders interpretiert werden. Dazu gibt es noch andere Gedankenexperimente die ich auch sehr interessant fand (darum geht es um Organspende und um wilde Bären). Nun schubst man also, wenn man sich mit Philosophie beschäftigt, dicke Männer eine Brücke runter (oder eben nicht) und denkt so vor sich hin.

Und genau da liegt für mich die Faszination. Ich beschäftige mich gerne mit Hintergründen, mit Beweggründen und mit der Abstraktion von Dingen. Ich wäge auch des öfteren ab, weswegen ich auch hin und wieder mal als Spielverderber gelte, dabei hinterfrage ich eben auch - obwohl ich bereits für etwas bin - ob nicht doch etwas zu beachten ist. Glücklicherweise komme ich damit prima klar, denn kritisch zu sein und "Konsum" (egal von was) zu hinterfragen, ist für mich ein hohes gut.

Also komme ich ungebildeter Bengel also daher und beschäftige mich eben mal damit, was sonst eher dem Bildungsbürger vorenthalten ist (ok das war jetzt arg polemisch ;) ) ... aber als "Arbeiterkind" und "Nicht-Abiturient" ist das nicht der typische Stoff mit dem man so im Leben in Kontakt gerät. Ich habe einige Bücher gelesen, aber aktive Beschäftigung mit dem Stoff ist etwas anderes.

Da ich das jetzt nicht aus langeweile mache, habe ich übrigens auch ein Ziel. Nur ist es natürlich ein anderes als beim Fernstudium. Das ist die pure Lust am Thema. Deswegen mixe ich auch beide Kurse, lese teilweise etwas mehr als vorgegeben oder weniger. Ich mache mir Notizen und ich blogge drüber.

Letztlich möchte ich einfach meine Denkwerkzeuge kritisch halten, Techniken kennenzulernen die mir helfen gedankliche Manipulation aufzuspüren und das ganze sauber und gut zu verargumentieren. Dazu gibt es kein Lernziel, keine Klausur und keine Hausarbeit, dazu gibt es aktive Prozess die im Hirn laufen und vor allem das Gefühl etwas getan zu haben (statt es nur gelesen zu haben) ... und ausserdem kann ich mal so tun, als hätte ich an einer Uni studiert, denn diese Erkenntnis bekommt man wenigstens Teilweise auch bei einer Yalevorlesung mit ... im Gedanken fragt sich mein Fernstudentenhirn doch öfters in wie wenigen didaktisch sauberen Seiten man so eine 45-min. Vorlesung hätte verpacken können ;)

Ach ja, bevor ich den Blog noch überziehe... es ist ja noch ein Teil der Ausgangsfrage offen. Dabei geht es um das Konzept der positiven und der negativen Freiheit das auf Isaiah Berlin zurückgeht. Während die negative Freiheit diese darstellt eine Entscheidung zu treffen bzw. wenn diese eingeschränkt wird, nicht treffen zu können, beschäftigt sich die positive Freiheit mit den inneren Zielen des Menschen.

Ist diese positive Freiheit eingeschränkt, opfert bspw. ein Fernstudent sein höheres Ziel der Weiterentwicklung, des Lernens und damit z.B. des erhöhten Einkommens für ein niederes Ziel wie z.B. ... Eis essen gehen, aufräumen, staubsaugen oder... naja Olympia gucken.

In dem Moment ist der Mensch (und auch der Fernstudent) also nicht frei, obwohl er ja könnte. Denn niemand hält ihn davon ab sich auf seine Bücher zu stürzen... ausser er selbst. Wie frei kann er also in dem Moment sein?

Mit dieser kleinen Frage reicht es jetzt aber auch für den ersten Philosophie-Blog (wenn das ganze etwas zu lang war, bitte Feedback!)... fröhliches denken!


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


19 Kommentare


Michael Knight

Geschrieben

Klingt interessant was Du da so schreibst ... ich könnte jetzt fragen, warum Du nicht gleich was Vernünftiges studiert hast, aber ich lasse das lieber ;)

Wünsche Dir viel Spaß bei den neuen Hobbys!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich habe durchgehalten und deinen gesamten Post gelesen. Jetzt will ich auch einen Kommentar hinterlassen, obwohl ich nicht viel sinnvolles beitragen kann / will.

Ehm... Ach: Danke für den Tipp, ich sammle so ein bisschen für mich online-Vorlesungs-Plattformen zu Philosophie, weil ich es sehr interessant finde, wie unterschiedlich Philosophie an verschiedenen Universitäten "unterrichtet" wird.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

@Zitrone

Auf iTunesU findest Du einen VIEL-ZAHL an Vorlesungen. Es gibt dort auch eine Unterkategorie. Über Uni Hannover bis zu Camebridge ist alles dabei. Viel Spaß beim stöbern.

@Michael

Habe ich doch, vernünftiger geht es ja kaum noch :-P

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Jetzt frage ich mal ganz blöd: Kann man sich iTunes auch runterladen, wenn man keinerlei Apple-Produkte hat oder kostet das dann extra?

Edit: :rolleyes: Ok, ein Klick bei Google hat mir die Frage selbst beantwortet. Es geht.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Michael Knight

Geschrieben

@Michael

Habe ich doch

Och, ich hätte Deine DA wesentlich spannender gefunden und lieber gelesen, wenn sie - aus juristischer Sicht - eine internationale Antwort auf das "Fetter-Mann-Problem" gegeben hätte.

Du nicht auch?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich habe auch den ganzen Beitrag gelesen ;) Und ich gebe zu - soweit ich das aktuell überblicken kann - dass mich Philosophie überhaupt nicht interessiert!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
HannoverKathrin

Geschrieben

Ich hab nach gut 2/3 aufgegeben :) Ich mag Philosophie nicht.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Das war Blogeintrag Nr. 666

Zufall???

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich will ja auch niemanden missionieren, aber vllt. (wenn ihr Lust habt) lest den nächsten Beitrag nochmals dazu um zu sehen wo eigentlich überall philosophische Fragestellungen drin stecken.

Zudem sind mir auch ein paar eingefallen, die direkt auf Fernstudenten zutreffen ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Michael Knight

Geschrieben

Ich bin vom fetten Mann über wiki ins Chinesische Zimmer gestolpert und muss sagen, dass ich diese und ähnliche Gedankenexperimente schon außerordentlich interessant finde.

Ich lese schon seit längerem GEB, äußerst schwierige Kost (zumindest für mein Köpflein) zum Thema Seltsame Schleifen, aber im gewissen Sinne vergleichbare Gedanken. Kennt das zufällig jemand?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

der Beitrag war nach meiner Meinung nicht zu lang - ich hab ihn ganz gelesen

ich mag es auch, Dinge zu hinterfragen, den Sinn hinter den Dingen zu suchen und zu erfragen - und stoße dabei auch mal (unabsichtlich) den ein oder anderen vor den Kopf...aber ich denke, dass das gerade für BWLer wichtig ist. BWL beschäftigt sich ja mit den Vorgängen im Betrieb - und dazu gehören (nach meiner Meinung) auch die den Menschen, die dort arbeiten. Wieso machen sie das, was sie machen? wieso verhalten Sie sich so, wie sie sich verhalten? was "darf" ein Mitarbeiter, eine Führungskraft, um Ziele zu erreichen? was sollte man besser lassen? ist die Gewinnmaximierung wirklich das Top-Ziel? wenn ja, kurzfrisitig oder langfristig? zu welchem Preis (für die Kunden und Mitarbeiter, die Stake- und die Shareholder, den Staat, die Umwelt etc.)? und Gewinnmaximierung für wen - das Unternehmen oder den Mitarbeiter?

was mich interessiert, ist momentan so ne Mischung zwischen Philosophie, Psychologie, Ethik, Soziologie, Verhaltensökonomik...bitte immer mit Praxis-Bezug - z. B. auch

http://www.amazon.de/Anst%C3%A4ndig-wirtschaften-Warum-%C3%96konomie-braucht/dp/3492054242

http://www.amazon.de/Schnelles-Denken-langsames-Daniel-Kahneman/dp/3886808866

http://www.amazon.de/Wof%C3%BCr-stehst-Du-unserem-wichtig/dp/3462042416

http://www.amazon.de/Denken-nicht-einen-blauen-Elefanten/dp/3499626098

ich find es hochinteressant, wie das menschliche Gehirn so funktioniert.....

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich finde ja ganz interessant wie der Mensch so funktioniert ... denn das immer nur das Gehirn an allem "schuld" ist, glaube ich nicht so recht :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Ich finde insbesondere Deine Überlegungen zur Motivation zu dieser "Lust-"-Weiterbildung sehr spannend.

In dem Zusammenhang eine Frage, die mich selbst auch immer wieder beschäftigt und zu der ich noch keine gute Antwort gefunden habe:

Wie gehst Du mit Inhalten um, die Dich nicht wirklich interessieren, aber für das weitere Verständnis nützlich sein könnten? Lässt Du diese weg, weil diese momentan keinen Genuss bieten, oder bist Du bereit, Dich doch etwas zu quälen in der Hoffnung, dass sich dies später dadurch auszahlt, Dich interessierende Themen besser verarbeiten zu können?

Beispiel von mir ist die Frage, in wieweit ich bereit bin, mich mit den statistischen Grundlagen im Rahmen meines Psychologie-Studiums zu beschäftigen. Sicherlich gibt es vergleichbare Problematiken in Deinen Themengebieten.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
HannoverKathrin

Geschrieben

Die Übergänge zwischen Philosophie und Psychologie finde ich teilweise manchmal schwammig. Psychologie finde ich spannend und interessant, ist in meinen Augen etwas ähnlich logisches wie BWL. Mir erschliessen sich da Gründe und Zusammenhänge. Aber meinen jüngsten Versuch (vor 2 Jahren) was mit Philosophie anzufangen, ist kläglich gescheitert: der Wälzer "Wer bin ich und wenn ja wie viele?" von Richard David Precht hat mit Müh das 1. Hauptkapitel überlebt und ist dann mitten im 2. unvollendet in den Schrank gewandert (meine Studienunterlagen haben dann einfach wieder mehr Aufmerksamkeit gefordert und ich war gerne bereit sie ihnen zu schenken).

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

"Wer bin ich und wenn ja wie viele?" von Richard David Precht hat mit Müh das 1. Hauptkapitel überlebt und ist dann mitten im 2. unvollendet in den Schrank gewandert

Ich bin ja auch eher nicht so der Philosophie-Fan, weil mir viele Überlegungen einfach zu abstrakt sind und zu wenig mit meinem Leben zu tun haben - aber "Wer bin ich und wenn ja wie viele?" hat mich begeistert und Überlegungen bei mir angestoßen, die tatsächlich zu großen Veränderungen in meinem Leben geführt haben - beispielsweise dazu, dass ich nicht mehr zur Kirche gehe. Ich habe allerdings auch nur die Kapitel intensiv gelesen, dir für mich relevant waren.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

ich hab "wer bin ich und wenn ja, wieviele" auch selektiv und durcheinander gelesen - das ist für mich aber auch ein Vorteil von dem Buch, dass eben dieses durcheinander lesen möglich ist.

ich finde Psychologie - wie schon geschrieben - auch recht interessant, allerdings ist sie nach meiner Meinung in vielen Bereichen zu abstrakt, theoretisch und praxisfern. Hat von euch schon mal jemand vom "Milgram-Experiment" gehört? ich finde die Ergebnisse ehrlich gesagt eher erschreckend.....und vielleicht relevant auch für die Personalführung - auch dort wird manchmal gesagt, dass bestimmte Maßnahmen notwendig sind - wo zieht dann jeder für sich die Grenze? das ist dann wieder eine ethische Frage

http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

noch ein interessanter Artikel aus einer Wirtschaftszeitschrift zum Milgram-Experiment

http://www.brandeins.de/magazin/nein-sagen/was-dagegen.html

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Hat von euch schon mal jemand vom "Milgram-Experiment" gehört?

Das ist vermutlich der Klassiker hinsichtlich psychologischer Versuche schlechthin. Das erste Mal habe ich zu Schulzeiten einen Film dazu gesehen. Ich glaube, die meisten Menschen haben irgendwann mal davon etwas gehört, wenn auch vielleicht nicht unter der Bezeichnung "Milgram-Experiment".

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Psychologie finde ich spannend und interessant, ist in meinen Augen etwas ähnlich logisches wie BWL.

Da frage ich doch mal ganz platt, hast Du auch "richtige" Psychologie gelesen. Also nicht angewandte sondern Studien und Aufsätze z.B. für Deine wissenschaftlichen Arbeiten?

Irrsinnig viel Empirie und am Ende ist doch nichts klar. Gerade die Recherche für meine DA hat da jegliches wissenschaftliches Interesse gekillt. Da gibt es genügend andere Bereiche, in die ich gerne wirklich wissenschaftlich einsteige. Das war auch der Punkt der mich am meisten deprimiert hat ... diese unendlich unklaren Dinge... bei meiner Arbeit (Kundenorientiertes Mitarbeiterverhalten) war da nichts einfach so logisch, Unmengen empirische Theorien und Forschung aber tatsächlich so gut wie keine praktisch sinnvoll umsetzbare Ansätze.

Populärwissenschaftliche Literatur ist in so gut wie jedem Bereich etwas anderes und genau dort hat Psychologie in der Fachliteratur wenig mit der Populärwissenschaft zu tun.

Naja, wie schon gesagt, für mich ist die ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema gestorben. Selbst wenn man mir einen WiPsy Master schenken würde, würde ich den ablehnen.

@Markus

Bei den iTunesU Kursen habe ich das Glück, dass ich da einfach drüber hinweg gehen kann, oder besser gesagt eben einfach nur zuhöre.

Wenn sowas beim Coursera-Kurs kommt, was mich nicht interessiert... dann werde ich sehen wie ich damit umgehe.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Etwas verspätet zwar, aber komplett gelesen und sehr erfreut ; ). Sämtliche Links sind gerade in neuen Tabs geöffnet und werden jetzt mal angeschaut...

Vielleicht sollten wir irgendwo die Buchtipps und interessanten Links "verwalten"?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Lustig finde ich, dass in den Kommentaren Philosophie mehrfach mit Attributen wie abstrakt, theoretisch und praxisfern behaftet wird. Genau dieses Gefühl hatte ich in der Schule nämlich immer bei Physik: an sich sollte es um unser tägliches Umfeld gehen, aber ständig werden irgendwelche Idealzustände angenommen, sodass das Ganze für mich letztlich fern jeder Realität war.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 8
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • lenarex
      Von lenarex in BWL - Bachelor of Arts - Ein Wechsel 6
      Hallo zusammen!
       
      Vielen Danke für die ausführlichen Kommentare unter meinem letzten Blogeintrag, bei dem ich gefragt habe, wie man am besten ein Lernplan erstellt.
       
      Ich habe mich nun mal an einen versucht, ob das so gut ist? Keine Ahnung, die Zeit wird es zeigen.

      So bin ich vorgegangen:
      1. Alle Präsenzen, Klausuren, Einsendeaufgaben in einen Kalender geschrieben
      2. Geschaut welche SBs ich bis zu den jeweiligen Terminen durch gearbeitet haben muss
      3. Eine Reihenfolge der SBs erstellt mit jeweiligen Deadline
      4. Seitenzahl zusammen gerechnet
      5. Im Kalender Termine geblockt, wann ich nicht kann
      6. Restlichen Tage gezählt und durch die Seitenanzahl der SBs eingetragen
      7. Seitenzahl pro Tag in Kalender eingetragen mit jeweiligen Modul
       
      Das Ganze hat etwas Zeit gekostet, aber ich glaube ich kann mich mit soetwas motivieren und lerne nicht ins blaue hinein.
       
      Ich habe euch den Plan mal beigefügt. Die Zahl ist immer die Seite bis zu der ich arbeiten möchte.
       
      Meint ihr das klappt?
       
       
      Kalender 2017.xls