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fokussieren ...

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chillie

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Ich habe gerade noch mal nachgelesen was fokussieren genau heisst... scharf stellen, bündeln steht da. Genau darum betitele ich meinen Blogeintrag so.

Nachdem ich mir und eine Woche frei von FI.de und fast frei von Internetaktivitäten genommen habe fällt auch das unter den Begriff fokussieren. Übrigens vielen Dank für die vielen Feedbacks zu meinem letzten Blogeintrag.

Ich musste mich selbst fokussieren, manchmal ist der Punkt da an dem man sich selbst etwas neu ausrichten muss um den Anforderungen in seinem Leben Herr zu werden.

So geht es mir auch... ganz einfach deswegen da nicht immer alles so einfach ist, wie man es sich wünscht. Denn die meiste Zeit führe ich ein normales und zufriedenes Leben, aber dann gibt es einen Zeitraum der hin und wieder vorkommen kann, da sieht es anders an... nämlich dann wenn es meiner Frau nicht gut geht, denn leider leidet sie an 2 chronischen Krankheiten. Obwohl leiden einfach falsch ist, wie sich das schon anhört - wir leben eben zufrieden und normal, nur wäre eine Krankheit eben nicht eine Krankheit, wenn man sie nicht spürt, wenn sie etwas bewirkt, wenn es jemanden nicht gut geht ... und so war es auch wieder gewesen.

Das sind Zeitpunkte in denen man von 180 auf 0 verzögert wird ... mit der Wucht eines Hammerschlages... und man stellt viele Dinge in Frage... wie die eigene Fähigkeit etwas über den Horizont von 2 Tage hinaus zu planen (oder 2 Stunden).

Die Entscheidung für das Studium habe ich damals auch vertagt, weil es meiner Frau nicht gut ging ... aber gemeinsam haben wir uns dafür entschieden und sie war die treibende Kraft, die mir Stärke gegeben hat den Entschluss durchzuziehen, auch jetzt ist sie mein größter Motivator ... aber das Leben und Beziehungen sind keine Einbahnstraße - und wenn sie mich braucht, dann ziehe ich die Handbremse. Auch meine hohen Ziele sind bei weitem nicht so wichtig, wie das Wohl eins Menschen der einem wichtig ist. Zum Glück ist sie wieder auf dem Weg der Besserung ... und alles was bleibt ist der "fade" Nachgeschmack, das die Opfer, die man für seine Arbeitsstelle erbringt oft/immer auf einem selbst zurückkommen. Das gilt nicht nur als Beobachter, was wäre ich für ein dummer Mensch, wenn ich nicht selbst den ein oder anderen Schluß daraus ziehen würde.

Dennoch sollte man kleine Brötchen backen, auf sich selbst hören und seine Grenzen kennen ... in jeder Lage. Sowohl die Grenzen die einen der Körper setzt, als auch die ... die einem das eigene Umsetzungsvermögen und die Persönlichkeit bieten. Ich könnte jetzt großartig referieren was man alles ändern kann ... aber nein, ich kenne mich und ich gehe lieber kleine Schritte, diese aber konsequent.

Weder kann ich meiner Frau versprechen, das ich immer soviel Zeit habe (das muss ich aber auch nicht, denn das geben und nehmen gleicht sich eben aus) noch werde ich mich dabei immer auf das lernen allein konzertieren und die Zeitfresser Internet (FI.de, Xing, Foren usw.) aussen vor lassen... aber das große Ziel ist einen vernünftigen Fokus zu finden. Darum auch dieser Titel.

Ziele sind wichtig... und mein Ziel ist mir klar, darauf bin ich fokussiert - denn trotz Problemen und viel privater Zeit fand ich doch Luft für das Studium, genügend um zufrieden zu sein, wenn man die Bedingungen betrachtet. Aber dennoch bin ich nicht konsequent genug einfach mal 5e gerade sein zu lassen und das Heft wegzulegen wenn es nicht geht. Stattdessen verbringe ich auch viel Zeit hier im Forum um zu lesen und zu schreiben. Das macht mir tierisch Spaß und ehrlich gesagt war es auch ein Experiment mit mir selbst, um mir zu beweisen, das ich auf diesen Zeitfresser verzichten kann wenn ich das möchte ... aber ganz möchte ich es nicht, da mir nicht nur mein Studium sondern auch die Thematik generell sehr am Herzen liegt, darum werde ich weiterhin versuchen über das Blog hinaus Hilfe zur Verfügung zu stellen, aber vllt. nicht mehr so kontinuierlich.

Am Blog selbst ist nicht zu rütteln, dieses Instrument gebe ich ... so lange ich an meinem Ziel - den akademischen Abschluss - festhalte ... nicht her. Das Teil hier ist ein Gewinn für meine eigene Motivation und auch für die Möglichkeit seine Gedanken und Ziele zu fokussieren ... genau aus diesem Grund tippe ich auch diesen Text hier hin - um Morgen oder in einer Woche nochmals nachlesen zu können und auch um sichtbar zu machen, das Fernstudenten nicht nur Leute sind die keine Freizeit haben ;)

Mit diesen Gedanken zum Sonntag wünsche ich allen hier einen guten und angenehmen Start in die Woche ... wohlwissentlich, das es da draussen deutlich mehr Fernstudenten sind, die ein Leben haben und das niemand, der diese Entscheidung getroffen hat, diese "einfach so" durchziehen kann, sondern immer auf Probleme stößt, die man eben "Leben" nennt. Alle die es selbst gerade durchziehen, oder es schon hinter sich haben wissen was ich meine...


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5 Kommentare


Hallo Chillie, bewegende Zeilen, die du hier schreibst. Ich wünsche dir und auch deiner Frau auf jeden Fall alles alles Gute. Es gibt wahrlich wichtigere Dinge als ein Fernstudium und es ist schön, das zu wissen und zu haben.

Liebe Grüße und eine positive Woche!

Mella

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Das (Blog)Schreiben ist auch eine Möglichkeit die ganzen Eindrücke zu verarbeiten und in einen neuen Blickwinkel zu rücken, um andere Perspektiven zu gewinnen. Nicht zuletzt auch ein Rückblick auf schon Geschafftes.

Es ist nicht einfach, die Gratwanderung zwischen Familie, Job und Studium zu bewältigen. Hier hilft nur, sich Prioritäten zu setzen, um einen gesunden Mittelweg zu finden, der allen Anforderungen gerecht wird, die auch mit Abstrichen verbunden sind.

Weiterhin viel Erfolg und gute Besserung für Deine Frau.

Viele Grüsse

Zippy

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Hallo Chillie,

deiner Frau wünsche ich gute Besserung.

Pass` gut auf sie auf, natürlich auch auf dich selbst.

Ich hoffe für euch, dass alles für euch so prima läuft, wie ihr es euch wünscht.

Dir wünsche ich weiterhin viel Erfolg in deinem Studium.

Grüsse

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Hi Chillie, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen...sehr bewegend, deine Worte. Fühl dich gedrückt und ich hoff dass deine Frau weiter auf dem Weg der Besserung ist.

Ich bin in den vergangenen Wochen ebenfalls sehr nachdenklich geworden, es gab da auch einige Erlebnisse die mir nahe gingen und daran knabbere ich noch arg. Insbesondere der Krebstod einer langjährigen Freundin....Tja und gestern hatte ich kurz auch so einen Moment wo ich dachte - was tue ich mir da eigentlich an mit dem Studium ?

LG

Dani

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Hallo chillie,

dein Beitrag hat mich doch sehr bewegt. Ist es noch nicht ganz ein Jahr her, dass ich in einer ähnlichen Situation war. Damals war ich allerdings noch auf der Abendschule und zu diesem Zeitpunkt betraf es meinen Opa der damals im sterben im Krankenhaus war. Da hab ich mir auch die Frage gestellt wozu ich das alles eigentlich mache. Zu diesem Zeitpunkt war mir die Schule auch nicht mehr so wichtig denn mein Platz war bei ihm und meiner Familie.

Ich drücke dir und deiner Frau auf jeden Fall die Daumen, dass ihr das zusammen weiter so packt wie bisher.

LG

Colibri

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      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.