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sasa

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Leider leider weiß ich, dass ich wissenschaftliche Hausarbeiten mit ein wenig Vorarbeit recht zügig runterschreiben kann. Da ich eigentlich eher ein entspannter Mensch bin, kann es auch schon mal gelegentlich selten ab und zu jedes Semester wieder aufs neue dazu kommen, dass ich mich ewig mit den fachlichen Inhalten der einzelnen Module beschäftige und dann irgendwann kurz vor knapp feststelle, dass mir pro Hausarbeit nur noch so und so viele Tage (Stunden) übrig bleiben. Oder es kommt etwas anderes unheimlich wichtiges dazwischen (Kategorie Dinge, die man nie macht, wenn man die Zeit dafür wirklich hätte).

Letztes Wochenende wollte ich ursprünglich Projektmanagement und klinische Psychologie abgeben. Nun gut, wie gesagt, "wollte". Daraus geworden ist nichts. Montag war ich froh, dass mein Chef nach Thailand geflogen ist und ich offiziell genehmigt zwei Wochen von daheim aus arbeiten darf. Vier Hausarbeiten in 7 Tagen klingen selbst für meine Verhältnisse sehr sportlich, aber aufgeweckt hat mich das auch nicht. Ich kann mich im nachhinein nicht mal mehr daran erinnern, was ich diese Woche eigentlich gemacht habe. Ach doch, halt - Montag bis Mittwoch hat mich ein wichtiger Spielertransfer beschäftigt, da stand das Telefon keine 30min am Stück still. Nun gut, der Deal ist geplatzt, der Spieler zurück in Spanien, das Telefon liegt wieder irgendwo in der Ecke.

So........ Donnerstag Abend, 23 Uhr: 3 Seiten Projektmanagement geschrieben - verdammt, die Grafiken zu basteln dauert länger als Gedacht. Nachtschicht? Nein, Kopfweh und müde. Freitag früh um 7 aufgestanden, ohne Frühstück losgeschrieben, 13:45 fertig, 15 Seiten, Qualität besser als bei der kurzen Arbeitszeit gedacht. Viel besser. Leute, ich würd mir den Auftrag sofort geben! :thumbup:

Keine Zeit zum feiern. Abgeben, weiter gehts. 14 Uhr bis 23 Uhr Fallstudie Reitsport durchgeschrieben, nur von Banane holen und Abendessen unterbrochen. 23:53, zwei Minuten vor Abgabetermin: fast fertig, nur 14 statt der geforderten 15 Seiten, aber mir ist zum Schluss einfach nichts mehr eingefallen, so wie die Arbeit ist ist sie rund und in sich stimmig. Irgendwo in der Angabe stand Qualität vor Quantität. Also gut, Augen zu und durch: Abgabe um 23:54 - Punktlandung. Moment, ist auf der Lernplattform etwa noch die Winterzeit eingestellt? Mir egal, Kopfweh und müde, Bett ruft.

Samstag, 7 Uhr von selbst aufgewacht, gleiches Spiel wie am Tag davor. Fallstudie Vermarktung rausgeholt - ebenfalls 15 Seiten gefordert, aber halt, nicht über den Inhalt der Präsentation, sondern selbst ein Konzept erstellen? Au Backe!!!! Losgeschrieben, klinische Psychologie in Gedanken auf den Sonntag verschoben, ist eh nur ein Wahlfach. 19:55, ganze vier Stunden vor der Abgabefrist der erlösende letzte Punkt.

Rekord: 3x 15 Seiten Hausarbeiten in 2,5 Tagen bzw. knapp 30 Arbeitsstunden!

Wenn ich das so lese, glaube ich mir selbst nicht. Ich frage mich, wie man in der kurzen Zeit mit minimaler Vorbereitung soetwas schaffen kann - ohne Kaffee, Tabletten oder grünen Tee. Ich frage mich, wie in den Arbeiten noch Qualität stecken kann. Der Schnitt von 1,5 aus 14 Hausarbeiten im letzten Semester spricht da eine Sprache für sich - glauben kann ich es trotzdem nicht. Hätte ich Spaß an der Sache und ein bisschen kriminelle Energie in mir, würde ich mich auf der Stelle als Ghostwriterin selbstständig machen. Wo kann bei der kurzen Zeit der Lerneffekt sein? Tja, auch das ist seltsam. Die Sätze, die ich bei solchen Aktionen schreibe, prägen sich so dermaßen ein, dass ich noch Wochen später davon träume. Die Theorie bleibt hängen, wenn auch auf unschöne Art und Weise. Es ist mir schleierhaft, wie ich es mit offenbar so wenig Disziplin fast bis zum Ende meines Studiums geschafft habe. Und wie jedes Mal wieder wünsche ich mir, dass ich daraus eine Lehre gezogen habe, dass ich beim nächsten Mal früher anfange und diesem unsäglichen Druck entgehe, den ich mir zu 100% selbst zuzuschreiben habe. Wenn ich doch nur öfter bzw. früher so hochkonzentriert und effektiv arbeiten könnte!

Eine Chance bietet sich mir noch. Abgabe der BA ist am 21. September. Bisher ist noch keine einzige Seite geschrieben, dafür aber sämtliche relevante Literatur gesichtet und mit Klebestreifen markiert, Umfragen und Interviews sind geführt und Statistiken ausgewertet. Es fehlen nur noch diese letzten 40 Seiten... Da noch 3 weniger umfangreiche Hausarbeiten ausstehen (z.B. Italienisch: 2 Seiten - sich selbst vorstellen und eine Urlaubskarte auf italienisch schreiben - Anfängerkurse sind toll! :) ), liegt auf denen nächste Woche der Schwerpunkt. Abgabe ist am 14.09., aber den Stress will ich mir in den nächsten Wochen, ach was, Monaten nicht nochmal geben!

In diesem Sinne werde ich mich jetzt ausgelaugt und wortlos auf die Couch legen, die selbstgebackene Pizza von meinem Freund genießen und bis morgen früh, 7 Uhr, nichts mehr denken...

(P.S.: die Note aus KLR/BuBi ist immer noch nicht da, obwohl sie seit 3 Tagen beim Prüfungsamt liegt und nur noch freigegeben werden muss -.-)


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3 Kommentare


Das hört sich sehr geil an. Wäre froh ich könnte das für meine 3 Assignments auch packen, aber da macht mir meine Tochter und meine Motivation nen Strich durch die Rechnung....

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Wahnsinn! Was würd ich drum geben, wenn ich so gut und schnell wissenschaftliche Arbeiten schreiben könnte.

Ich brauche für eine Arbeit (zwar mit viel Trödelei und ja nebenher Arbeiten) eigentlich immer vier Wochen. Und dieses ewige Korrekturlesen und umstellen der Wörter erst, es ist furchtbar und bleibt ein ewiger Kampf.

Ich sitze grad an einer Hausarbeit mit Abgabe 31.08., also wennst noch ein paar Stunden frei hättest für ne klitzekleine Arbeit von 10 Seiten, gibt mir Bescheid ;-)

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Lustig, wie andere darüber denken :) Klar hat es Vorteile, eine Arbeit so schnell hinter sich zu bringen. Aber dazu kommen Schlafstörungen und üble Träume, weil ich viel zu aufgekratzt bin und den ganzen Tag nichts anderes denke als "los schreib, gib Gas, das muss innerhalb der nächsten X Stunden fertig werden!". Von dem "Trip" wieder runter zu kommen dauert immer ein paar Tage, die Erleichterung über den Abgabetermin macht sich auch erst dann breit. Zu beneiden ist der Zustand nicht ;)

@ Lisa: um was gehts denn? Ich hab grad so nen Lauf... wenn ich Mittwoch mit meinen fertig bin könnte ich ja mal... :lol:

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      Nur Geld gibt´s keines. Womit ich aber leben kann, da die Studiengebühren ja als Werbungskosten geltend gemacht werden können.
       
      Jetzt bleibt nur noch die Hürde, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Genaue Infos gibt es aber leider noch nicht. Die Diploma geht davon aus, dass es in zwei Wochen soweit sein wird.
       
       
      Drückt mir die Daumen!
       
      So long...
      Forensiker