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Auswendig lernen - oder der Kampf gegen mich selbst

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paulaken

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Mitte November stehen ja zwei Klausuren an, eine ist reines Wirtschaftswissen und damit hauptsächlich lernen. Das zweite ist IT-Sicherheit, teilweise verstehen, teilweise lernen.

Und damit habe ich ein Problem: ich kann nicht auswendig lernen.

Bis zum Abitur brauchte ich nie lernen, ich hörte im Unterricht zu und hatte damit alles, was ich für die Prüfungen brauchte. Für die Abiprüfungen war das zwar etwas wenig, was sich an den Ergebnissen zeigte, aber bestanden habe ich locker.

So ging es auch in der Ausbildung weiter, locker durchgekommen, nicht einmal gelernt und alles gut.

Jetzt im Studium merke ich, dass ich damit nicht weit komme. Ohne zu Lernen sind die Ergebnisse nicht das, was ich mir vorstelle.

Probiert habe ich inzwischen einiges:

Karteikarten: schreiben, versuchen zu lernen - wenig Erfolg

Mindmaps: für Übersichten sehr gut, zum Lernen von Definitionen nicht geeignet

einfach lernen: klappt nicht

aufnehmen und hören: bringt mir nicht wirklich viel

Wie lernt ihr auswendig und wann habt ihr eure Technik entwickelt?


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5 Kommentare


Fernstudienakademie

Geschrieben

Mir hat es immer geholfen, wenn ich mir für meine Prüfungen selbst Fragen überlegt habe, wie sie vielleicht auch "in echt" drankommen könnten. Dazu habe ich mir dann auch noch die passenden Antworten aufnotiert.

Diese Fragen plus Antworten waren dann "sinnvoller", als wenn ich nur Fakten auswendig gelernt hätte. Klappte ganz gut...

Es kommt dabei immer auch darauf an, welcher Lerntyp Du bist. Es gibt da einige kostenlose Tests im Internet... Wenn Du Deinen Lerntyp dann kennst, kannst Du Deine Lernstrategien auch besser darauf abstimmen.

Hier noch ein kurzer Artikel:

http://www.studis-online.de/Studieren/Lernen/lerntypen.php

Für mich hören sich Deine Berichte aus der Schule ein bisschen so an, dass Du sehr gut bei "normalem" Präsenzunterricht zurecht kommst; also scheinst Du neues Wissen gut über optische und akustische Präsentation aufnehmen zu können.

Da wären dann alle "bildgebende" Verfahren (Mindmaps und Co) und ggf. auch eine akustische Präsentation (Lehrbrieftexte auf "Band" sprechen und sie dann später anhören) vielleicht eine Option.

Gut wäre es sicherlich, wenn Du diese "Faktenlernerei" nicht schon fast als "Blödsinn" (meine Interpretion... ;)) begreifst, sondern eher als Chance, neue Lerntechniken zu üben.

Viel Erfolg!

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Richtig helfen kann ich dir nicht. Ich kann dir nur sagen, dass das ein Problem ist, das viele sehr gute Schüler haben: Sie kommen locker bis zum Abi, einfach durch mitmachen im Unterricht und durch verstehen der Zusammenhänge.

Dann kommen sie ins Studium und plötzlich reicht das nicht mehr... Nun stehen sei vor der Situation, dass sie nie (auswendig- bzw. Fakten-)lernen gelernt haben. Und oft ist die Zeit zu knapp, um in Ruhe verschiedene Techniken zu erproben und herauszufinden, was für einem gut funktioniert.

Wenn ich auswendig lernen muss, dann versuche ich mir "Brücken" zu bauen: Zum Beispiel kann ich mir gut merken, wieviele Unterpunkte gelernt werden müssen und ordne diese beispielsweise alphabetisch. Dann merke ich mir erst mal A-F-M-S (für die Anfangsbuchstaben der Definitionen) - und dann die dazugehörenden Sätze.

Allegemein versuche ich zuerst zu verkürzen, mir eben die Anzahl der zu merkenden Punkte zu merken, ein Stichwort für jeden Punkt, dann erst den Satz. Ob das für irgend jemand anders taugt, weiss ich nicht.

Es kann sein, dass du erst mal einen Gang runterschalten musst und dich eine Weile ganz bewusst nur mit dem Thema lernen auseinandersetzt (scheinst du ja eh zu machen). Gut ist es immer zu wissen, welcher Lerntyp man am ehesten ist von der Sinneswahrnehmung her.

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Ich lerne egal mit welcher Technik (Zusammenfassung, Mindmap, Karteikarten) in dem ich die Dinge die ich lernen muss verknüpfe.

Entweder in dem ich mir die konkrete Situation im Betrieb vorstelle (oder in einem anderen Betrieb den ich einmal gesehen habe und wo es passt) ... oder in dem ich mir vorstelle, dass um was es geht zu tun.

So habe ich bspw. bei internationaler Unternehemnsführung die schrecklichen Phasen der Entsendung gelernt - in dem ich mir vorgestellt habe, ich werde entsendet und durchlaufe diese Phasen dann.

Diese Technik habe ich nie entwickelt - gelernt habe ich in der Schule und der Ausbildung auch nicht, dort habe ich aber vllt. das ganze nur nicht so bewußt wahrgenommen wie jetzt. Durch den Fokus daruf habe ich natürlich vieles optimiert - so habe ich bewußt die Lerntechniken variiert, so gut wie keine aufeinanderfolgende Klausur habe ich mit der gleichen Technik bearbeitet.

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Zum Auswendiglernen von Fakten muss ich mich bewegen oder bewegt werden. Ein Spaziergang mit Karteikarten in der Hand wirkt bei mir Wunder. Ebenso hilft Bahnfahren oder Beifahrer im Auto sein. Alternativ hilft im Raum auf und ab gehen, aber da werde ich zu leicht von anderen Dingen (Staubflocken, und andere "dringende" Hausarbeit) abgelenkt. Auf einer Parkbank sitzen funktioniert auch nicht. Ich brauche also einerseits eine Umgebung, die mich abhält andere Dinge zu tun und andererseits muss ich irgendwie in Bewegung sein. Dabei murmel ich meistens leise vor mich hin. Das Aussprechen scheint also auch irgendwie zu helfen. Das Abfragen durch eine andere Person hilft mir dann letzte Lücken zu schliessen. Da fühle ich mich in der Pflicht mein Hirn auf Touren zu bringen, damit die andere Person ihre Zeit nicht vergeudet. Ich kann mir auch gut merken, wo etwas auf meiner Zusammenfassung steht. Schon oft sind mir Dinge in der Prüfung wieder eingefallen, wenn ich mir meine Zusammenfassung bildlich vorstelle. Ich sehe dann die Seite vor mir und kann mir anhand bekannter Stellen, die momentan unbekannten Stellen genau vorstellen und irgendwie kommt dann oft der Geistesblitz.

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Markus Jung

Geschrieben

Ich kann dein Problem sehr gut nachvollziehen, da ich auch nicht (gut) auswendig lernen kann. Was mir da wohl unbewusst im Wege steht ist häufig auch, dass ich eigentlich gar nicht auswendig lernen will, weil sich mir der Sinn nicht erschließt.

Wenn ich es dennoch muss, gehe ich meist folgenden Weg:

1. Ich schreibe viel, sehr viel. Und zwar handschriftlich. Also Zusammenfassungen, von diesen evtl. dann nochmal wichtige Schritte auf Karten oder schwierige Aufzählungen immer wieder neu.

2. Zeiteinsatz, zum Beispiel mit Karteikarten, bis zum "erbrechen". Da mir auch die üblichen Techniken (bildlich machen etc.) nicht so sehr helfen, bleibt es letztlich nur, sich den Stoff rein zu pauken. Direkt vor den Prüfungen intensiviere ich das dann nochmal.

Besser ist es, wenn ich etwas gar nicht auswendig lernen will, sondern mich aus Interesse mit einem Thema beschäftige. Dann bleibt oft erstaunlich viel hängen, selbst an Detailwissen. Dieses "Wollen" kann man zwar nicht erzwingen, aber doch versuchen, sich das Thema und die Fakten selbst interessanter zu machen, zum Beispiel indem man noch ein bisschen drum herum recherchiert und sich damit beschäftigt.

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