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Fernlehrgang SachbuchautorIn: Mit Binsenweisheiten zum Experten?

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Fernstudienakademie

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Derzeit scheint es regelrecht in Mode gekommen zu sein, dass praktisch jeder Experte – oder jeder, der sich dazu berufen fühlt – ein Sachbuch schreibt bzw. ein solches schreiben will. Das ist ja im Prinzip auch richtig so und eine gute Idee – und ein wenig hoffen wir von der Fernstudienakademie ja auch darauf, dass der ein oder andere "Exepertenstatus-Affine" diesen Lehrgang bei uns bucht, um ein solches Buchprojekt unter unserer kompetenten Begleitung anzugehen. So ist jedenfalls der Plan! ;)

Sachbücher, die die Welt nicht braucht

In einer kleinen Glosse im Spiegel haben sich vor Kurzem Jörg Achim Zoll und Monika B. Paitl ziemlich bissig mit diesem aktuellen Trend der Sachbuchschreiberei auseinander gesetzt. Quintessenz der beiden Autoren: Es gibt derzeit an jeder Ecke Sachbücher, die die Welt nicht braucht, die keinen Erkenntnisgewinn mit sich bringen und eigentlich nur noch aus ungeordneten Lebensweisheiten und Anekdötchen mitteilsamer Möchtegern-Autoren bestehen.

"Instantbücher"

Für diese neue Gattung der (oft nur als E-Book und im Selbstverlag veröffentlichten) Sachbuchliteratur bringen die beiden Autoren den schönen Begriff der "Instantbücher" in die Diskussion ein. Dabei handelt es sich um Bücher, die meist in Windeseile geschrieben und von den Lesern ebenso schnell konsumiert werden, ohne dass sie einen langfristig erkennbaren Nährwert mit sich brächten.

Bücher als Marketinginstrument

Bei solchen Veröffentlichungen verkommt ein Sachbuch zu einem reinen Marketinginstrument. Nun stellt sich vielleicht so mancher die Frage: "Na und? Was ist daran so schlimm?" Ich finde es absolut nachvollziehbar und richtig, wenn ein Buch auch zu Marketingzwecken genutzt wird. Ein Autor muss sich schließlich überlegen, ob sich die Mühe, ein Sachbuch zu schreiben, für ihn tatsächlich lohnt und rechnet.

Allerdings wird ein Buch, das keine Tiefe und keinen wirklichen Nutzen für die Leser mit sich bringt, diese nicht wirklich begeistern. Wer in seinem Sachbuch nur ausgelutschte Lebensweisheiten von sich gibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Leser (und potenziellen Kunden) irgendwann doch zu den wirklichen "Experten" in der Branche abwandern, die Spannendes und Profundes zum Thema zu Papier gebracht haben.

Anne Oppermann


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8 Kommentare


KanzlerCoaching

Geschrieben

Vor allem wird der Aufwand steigen, den man treiben muss, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Vermutlich werden sich auch die Kriterien der Leser verändern, wann sie etwas als "relevant" wahrnehmen.

Und wenn ich mir dann anschaue, dass der Trend der Suche bei vielen in Richtung "Rezept, preiswert und schnell zu konsumieren" geht, dann ...

:angry:

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Ich denke, mit dem steigenden Aufwand hast Du Recht. Ein Sachbuchautor, der z.B. heutzutage nicht beim Social Web mitmischt, kann gegen seine webaffinen Kollegen nicht mehr wirklich ankommen.

So hat er auch die Chance, auf die besonderen Wünsche und Bedürfnisse seiner Zielgruppe schon während des Schreibprozesses eingehen zu können. Und das muss nicht unbedingt immer hin in Richtung "leicht verdauliche Patentrezepte" gehen.

Ich denke, eine ganze Menge (Ratgeber-) Leser sind durchaus bereit, eine Menge Zeit in ihr individuelles Projekt, zu dem sie ein bestimmtes Buch lesen, zu investieren. Dafür muss der Autor aber auch wirklich klar machen, warum es sich denn lohnt, nicht ausschließlich das Patentrezept von Autorenkollege XY anzuwenden. ;)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Die Antwort halte ich leider für etwas zu kurz gegriffen, Anne.

Die Frage ist doch, welcher Aufwand in Abwägung zu welchem Ergebnis stehen soll oder darf.

- Wie viele Bücher will und muss man beispielsweise verkaufen?

- Wie viele Aufträge sollen aufgrund des Buches entstehen?

- Wie groß darf der Aufwand in Richtung Marketing maximal gehen? Und wie dauerhaft kann, darf und muss jede Aktion sein?

Wenn man das Gesamtpaket anschaut und dann die Entwicklung abschätzt, die durch eine steigende Anzahl von mehr oder weniger relevanten Veröffentlichungen entsteht, dann wird ein Schuh draus.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Ich weiß jetzt nicht, ob ich Dich ganz richtig verstanden habe.... Darum mal ein Deutungsversuch ;)

Diese Frage, ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt/gelohnt hat, ist ganz schwierig.

Ich weiß z.B. nicht, ob und wenn ja, wie viele Leser meiner Bücher zu echten (zahlenden) Kunden wurden. Wahrscheinlich eher wenige...

Trotzdem lohnt sich der Spaß für mich: Ich habe einen gewissen "Namen" in der Branche und komme somit mit Branchenkollegen eher in Kontakt (ohne mein ersters Buch hätte Markus mich wahrscheinlich z.B. gar nicht richtig einordenen können *g*).

Und ohne diese zwei Bücher in der Hinterhand hätte ich auch diesen wunderbaren Fernlehrgang ;) gar nicht schreiben können.

Wenn man also nach reinen Buchungszahlen bei der Fernstudienakademie, die durch das Buch generiert wurden, geht, oder auch wenn man das relativ geringe Autorenhonorar in Erwägung zieht, hat sich der Aufwand eher nicht gelohnt.

Wenn man dagegen die anderen "Goodies" hinzurechnet (Branchenkontakte, Erfahrungen in Sachen Autorenschaft und und und) lohnte sich der Spaß dann doch. Und diese "Goodies" hätte ich bestimmt nicht bekommen, wenn ich es damit hätte bewenden lassen, unwichtige Anekdoten aus meinem bisherigen Leben in die Welt herauszupusten, also wenn ich ein "Instantbuch" geschrieben hätte.

"Instantbücher" sind zwar bestimmt flotter geschrieben als Bücher mit einer gewissen Informationsdichte. Aber sie kosten trotzdem Zeit und Mühe. Mein Ansatz wäre dann: Liefert lieber "echte" Qualität ab, die auch von der Öffentlichkeit als solche honoriert wird, als dass ihr ein Wischi-Waschi-Buch abliefert, das wirklich keinen Menschen vom Hocker reißt, das aber trotzdem einen gewissen Schreibaufwand kostet. Wenn schon, denn schon! ;)

Lange Reder kurzer Sinn: Ob sich das Schreiben eines Buches für einen Autor tatsächlich lohnt, kann nur jeder selbst entscheiden. Und der Aufwand wird sich m.E. nur dann lohnen überhaupt können, wenn man eine gewisse Qualität abliefert.

Wenn Du mal eine (vorläufige) Rückschau auf Dein eigenes Buchprojekt wagst: Hat sich der Aufwand, ein qualitativ hochwertiges Buch zu schreiben, für Dich gelohnt? Steht dieser noch in einem überzeugenden Verhältnis zu den Zielen, die Du mit dem Buch errreichen wolltest?

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Wenn Du so Deine Ziele definiert hast vor oder auch während des Schreibens, dann hat sich ja der Aufwand für Dich gelohnt. Und der Zeitpunkt Deines ersten Buches war sicher auch früh genug gewählt, um darin eine Langfristperspektive zu sehen, denn Du hast es ja bis zum Rentenalter noch eine Weile länger hin als ich.

"Gelohnt" hat sich bei mir der Aufwand eher weniger. Da ich ja aber auch keine so konkreten Ziele gehabt habe wie "mehr Kunden" oder "zahlungskräftigere Kunden" ist das auch nicht weiter tragisch. Ich wollte wissen, ob ich es kann, und dann habe ich es in der Zeit, die mir zur Verfügung stand, geschrieben.

Effekte sind da, ähnlich wie Du sie beschreibst, auch ein gewisser Zuwachs an Kunden. Aber wenn man neben Social Media nicht Geld in die Hand nimmt für Werbung (oder der Verlag aktiv ist), dann gelingt da kein großer Durchbruch.

Ich meine auch nicht, dass sich das Schreiben nicht lohnt. Es gibt viele Gründe, es zu tun. Nur wer denkt, er könne quasi halbautomatisch hinterher sich und seine Familie besser ernähren, der sollte Aufwand und Nutzen in ein Verhältnis setzen, bevor er viel Zeit investiert.

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Markus Jung

Geschrieben

Ja, solche Bücher gibt es - sogar zum Thema Fernstudium....

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Hat es sich denn für Sie gelohnt, Herr Jung? In der Relation von Aufwand und Ergebnis?

Denn Sie sind ja vom Anspruch her auch kein Dünnbrett- oder gar Pappkartonbohrer in Sachen Inhalt!

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Markus Jung

Geschrieben

Zum Thema Fernstudium meinte ich mit "solchen Büchern" auch nicht den Ratgeber von Anne Oppermann und mir... Das ist zwar vom Umfang her auch überschaubar und wird auch schon mal als "Broschüre" bezeichnet, aber inhaltlich denke ich durchaus kompetent und aus dickem, festen Holz...

Und ja, der Aufwand hat sich gelohnt. Und zwar sehe ich das so, wie es auch Anne erschildert. Die Erlöse aus den Buchverkäufen sind nebensächlich und rechtfertigen den Aufwand sicherlich nicht, aber ansonsten hat das Buch schon viele Möglichkeiten eröffnet, zum Beispiel was die Berücksichtigung von den Medien angeht. Außerdem kommt es mir stets darauf an deutlich zu machen, dass Fernstudium-Infos.de sich von den zahlreichen Infoportalen positiv abhebt - und auch dazu ist das Buch als Beleg sehr hilfreich.

Aber auch den Spaß-Aspekt, der bei Ihnen durchklingt, habe ich so empfunden. Nicht in jedem Moment während des Projekts, aber schon immer wieder mal und insbesondere, als das Buch dann fertig war und ich es in Händen halten konnte. Ein schönes Gefühl, etwas geschafft zu haben :-)

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      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
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