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Wie neu!

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Sandra82

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Ich bin zwar kein Erstsemestler mehr, fühle mich aber so, denn eigentlich kann ich das, was ich letztes Semester gemacht habe, unter Ulk verbuchen.

Ok, so schlimm war es nicht, aber da nun mein Kleiner in die Kita geht habe ich ich täglich:

5 (!!) wundervolle Stunden OHNE STÖRUNG (!!) zum Lernen!

Das heißt, ich weiß jetzt wieder, was Konzentration bedeutet! Ich muss kein Ohr mehr wie ein Radar ins Haus richten, während ich lese, und ich muss meine Augen weder nach links noch nach rechts drehen, um in deren Winkel zu sehen, was das Kind macht.

Anfangs war es komisch, da ich bei jedem Vogelgezwitscher meinte, das Baby zu hören und ich mich wirklich erstmal an die Ruhe gewöhnen musste.

Es ist jetzt ein ganz anderes Lernen als vorher und es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Ich habe mit M1 von vorne angefangen und es geht täglich vorwärts. Meine Lernmethode hab ich nun auch gefunden (hatte ja genügend Zeit, um auszuprobieren):

1. Kapitel (oder Abschnitt) entspannt aber konzentriert lesen und verstehen

2. Karteikarten schreiben

3. nochmal den Text lesen

4. Karteikarten durchgehen

Dann bin ich erstmal fertig und werde zur Klausurvorbereitung die Karten benutzen.

In Moodle schau ich jetzt nicht mehr so viel rein, denn erstens kostet das wertvolle Zeit (ich muss die 5 Stunden ja effektiv nutzen!) und zweitens sind die Leute da in diesem Semester echt mit Feuereifer dabei, jeden einzelnen Satz aus dem Skript zu zerfleddern. Es scheint schon vielen ein echtes Anliegen zu sein, Widersprüche innerhalb eines Kapitels zu finden und diese anzuprangern - nöööö, da verbringe ich die Zeit lieber mit lernen.

So. Also die letzten Wochen waren anstrengend, weil zuerst mein großer krank war, als er gesund wurde, war mein kleiner krank, dann hat mein großer einen Rückfall gehabt und ist nur knapp einer Lungenentzündung entwischt, also waren sie gemeinsam krank, der kleine geht seit Montag wieder in die Kita und der große ist noch zuhause, bis der Arzt grünes Licht gibt. Aber der Schatz beschäftigt sich wunderbar alleine, so dass Mama echt Zeit zum Lernen hat. Trotzdem bin ich die letzten Wochen ganz schön aufm Zahnfleisch gekraucht.

Dazu fällt mir gerade noch folgender Scherz ein, ich kann es mir nicht verkneifen (kam die Tage irgendwo im Fernsehen und spricht mir manches mal aus der Seele):

Sie: mein größter Traum wäre es, einmal 2 süße, liebe Kinder zu haben.

Freundin: aber du hast doch 4!

Sie: Eben!!

(Ich hab zwar nur drei, passt aber trotzdem!):lol:

So, nun werde ich mich mal auf den Weg machen und alle meine Kinderchen einsammeln (Kita und Hort). Mir qualmt auch ganz schön der Kopf, da ich heute Kuhn, Lakatos und Herrmanns durchgenommen habe.


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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!