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(Kurzer) Zwischenbericht über mein Bachelor-Studium an der DIPLOMA Hochschule in Bonn

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Hallo zusammen,

da man im Internet noch sehr wenige Erfahrungsberichte über die DIPLOMA und insbesondere zum Studienzentrum Bonn findet, möchte ich an dieser Stelle meine ersten Erfahrungen berichten.

Als Ausbilder (IHK) und staatlich geprüfter Betriebswirt studiere ich seit ca. 7 Monaten als sog. Quereinsteiger an der DIPLOMA Hochschule in Bonn. Dort bin ich im Bachelor-Fernstudiengang "Betriebswirtschaft" eingeschrieben und konnte auch schon einige Prüfungen ablegen. Angerechnet wurden mir insgesamt 80 ECTS und an Prüfungsleistungen konnte ich binnen eines Semesters 64 ECTS ablegen. Letzteres war wirklich sehr anstrengend, da normalerweise 64 ECTS mehr als 1/3 eines Bachelor-Studiums mit 180 ECTS ausmachen. Mein Ziel war es aber von Anfang an, dass ich sämtliche Klausuren, Hausarbeiten, Referate und Projektarbeiten nach nur zwei Semestern ablege, damit ich anschließend mit der Bachelor-Thesis beginnen kann.

Angerechnet wurden mir also folgende Module:

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Da es an der DIPLOMA Hochschule nur Modulprüfungen gibt, welche mehrere Fächer in einer Klausur umfassen, so können auch nur ganze Module angerechnet werden. Das Studienmodul "Methodische Grundlagen" umfasst z. B. die Fächer "Mathematik" und "Wissenschaftliches Arbeiten". Dieses Modul wird normalerweise nicht angerechnet, wenn man staatlich geprüfter Betriebswirt ist. Zwar ist das Fach "Mathematik" bei den staatlich geprüften Betriebswirten aus NRW mit dem Bachelor-Curriculum der DIPLOMA identisch, jedoch fehlt bei den staatlich geprüften Betriebswirt das Fach "Wissenschaftliches Arbeiten", so dass dann das komplette Modul nicht angerechnet wird. Da ich jedoch zuvor an der Euro-FH studiert habe, konnte ich meine absolvierte Hochschulleistung im Fach "Wissenschaftliches Arbeiten" nachweisen und deshalb anrechnen lassen. Außerdem möchte ich hier zum Ausdruck bringen, dass nicht jeder staatlich geprüfter Betriebswirt gleich ist und deshalb die selben Leistungen anerkannt werden müssen. Das wissen die Hochschulen natürlich, so dass jede Prüfung ganz individuell verläuft.

Bisher konnte ich folgende Prüfungsleistungen ablegen:

blogentry-20423-144309786564_thumb.png

Mein aktueller Notendurchschnitt beträgt zur Zeit 1,5. Des Weiteren fehlen mir "nur" noch drei Modulprüfungen in Statistik, Marktforschung und Internationale BWL, sofern ich Controlling auch bestanden habe :confused:. Danach könnte ich schon mit der Bachelor-Arbeit anfangen. Aber bis dahin konzentriere ich mich ausschließlich an die noch drei bevorstehenden Modulprüfungen.

Wie sehen die (schriftlichen) Modulprüfungen aus?

Wie bereits erwähnt umfassen die schriftlichen Modulprüfungen mehrere Fächer. Das Studienmodul "Unternehmensführung und Marketing" umfasst z. B. nicht nur die Fächer Unternehmensführung und Marketing, sondern auch Insolvenzrecht. Aus diesen drei Fächern wird dann eine zusammenhängende Klausur mit 120 Punkten und einer Dauer von 120 Minuten erstellt. Da die Zeit wirklich sehr knapp ist, sollte man sich auch wirklich gut auf die Prüfung vorbereiten, da man für jeden Punkt nur eine Minute Bearbeitungszeit hat. Viele werden nicht immer fertig. Manchmal gehörte ich auch selbst dazu, was dann ärgerlich ist. Vor allem dann, wenn man die anderen Fragen - wofür dann keine Zeit mehr war - eigentlich beantworten konnte.

Die DIPLOMA legt als FH sehr viel wert darauf, dass die wissenschaftlichen Theorie auch verstanden und angewendet wird, so dass sehr viel Transferwissen in den Klausuren abverlangt wird. Man muss also die wissenschaftliche Theorie verstanden haben und dieses Wissen fächerübergreifend anwenden können, da oftmals 50 % der Fragen aus Fallstudien bestehen und 50 % aus Theoriefragen. Wer also bei der DIPLOMA nur auswendig lernt, wird auf Dauer nicht viel Erfolg haben.

In einigen Fächern sind auch Referate (z. B. Kommunikation I), Hausarbeiten (z. B. Finanzen), Berichte (z. B. Berufspraxis) oder Projektarbeiten zu erstellen und zu präsentieren. Diese finden während des Semesters statt, während die schriftlichen Klausuren alle am Ende eines Semesters abgelegt werden müssen. In Kommunikation III gab z. B. nur eine mündliche Prüfung bestehend aus Financial Management in englischer Sprache und interkulturelles Management in deutscher Sprache.

Was hat mir bisher gut gefallen, was weniger?

Sehr gut gefällt mir das Studienkonzept als Ganzes. Die Professoren und Dozenten bringen immer sehr viel Wissen mit und arbeiten Teilweise selbst in der freien Wirtschaft. Die freiwilligen Präsenzveranstaltungen an Samstagen finden 1 - 2 Mal im Monat in kleine Gruppen statt von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr mit max. 30 Fernstudenten. Hier kann man das gelernte aus den Studienheften vertiefen und verfestigen. Des Weiteren sind die Professoren und Dozenten alle über die Online-Plattform der DIPLOMA oder per Email erreichbar. Eine Antwort habe ich beispielsweise immer binnen 24 Std. erhalten. Das ist finde ich spitze.

Weniger gut ist die Studienorganisation speziell für Quereinsteiger. Hier wird man meiner Meinung nach einfach ins kalte Wasser geschmissen. Ich musste also selber zusehen, welche Module, Präsenzveranstaltungen, Klausuren, Hausarbeiten, etc. wann und wie belegt werden mussten und hatte mich in den ersten 2 Wochen ausschließlich mit der Studien- und Prüfungsorganisation der DIPLOMA beschäftigt und meine eigene Studienplanung entworfen. Hätte meine Frau mich in dieser Zeit nicht ständig motiviert, dann hätte ich wahrscheinlich vor lauter Aufregung mein Fernstudienvertrag aufgelöst und hätte wo anders studiert. Vielen Dank mein Schatz :001_wub: !

Lässt sich das Studium mit Beruf und Familie vereinbaren?

Grundsätzlich ja, da sämtliche Prüfungsleistungen und Präsenzveranstaltungen an Samstagen stattfinden! Allerdings ist der Studienaufwand nicht zu unterschätzen und sollte unbedingt im privatem Umfeld abgesprochen werden. Meine Frau unterstützt mich sehr und freut sich über jede bestandene sowie gute Note.

Was war bzw. ist meine schwierigste Phase im Fernstudium?

Die abgeschlossene Klausurphase und mein neues Semester! Der Grund: Meine Frau musste schwangerschaftsbedingt wegen Hyperemesis Gravidarum plötzlich ins Krankenhaus, so dass ich mich während meiner ganzen Klausurphase allein um unsere 15 Monate kleinen Tochter, um meine Frau und nebenbei noch ums Studium kümmern musste. Zum Glück hatte ich noch 15 Resturlaubstage die ich auch noch sehr kurzfristig nehmen konnte, um diese schwierige Situation zu meistern. Meine Frau ist seit einer Woche wieder zu Hause, auch wenn Sie noch nicht ganz fit ist versucht sie mich weiterhin zu unterstützen. Dennoch bin ich jetzt erstmal lieber für meine Familie da und warte bis es meiner wieder Frau besser geht. Das Studium muss jetzt eben ein bisschen warten, da meine Familie immer an erster Stelle steht. Zur Not mache ich auch erst nach einem Semester mit dem Studium weiter, wenn wir entbunden haben. Schauen wir mal...! Das einzig positive ist, dass es dem ungeborenen Kind hervorragend geht.

Wie lautet mein Zwischenfazit?

Abgesehen von meinen persönlichen Umständen und der nicht ganz so guten Studienorganisation für Quereinsteiger, kann ich das Studium an der DIPLOMA mit bestem Wissen und Gewissen weiterempfehlen. Das Studium, wahrscheinlich so wie fast jedes Hochschulstudium, ist zwar sehr umfangreich und anspruchsvoll, aber dafür bekommt man sehr viel Wissen vermittelt und zwar sowohl über die Studienhefte als auch im Rahmen der Präsenzveranstaltungen. Zudem finde ich die DIPLOMA mit ihren Studienkonzepten sehr innovativ, siehe z. B. virtuelles Studium. Im internen Bereich konnte ich sogar schon die neuen Studiengänge finden die aktuell noch in der akkreditierungsphase sind. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber es sind einige Studiengänge bei, die es im Fernstudium bisher noch nie gegeben hat. Die DIPLOMA ist eben anders, wirbt nicht viel und das gefällt mir eben!

Ich hoffe, dass ich mit meinem "Zwischenbericht" weiterhelfen konnte und freue mich auch - in einer ruhigen Minute - die ein oder andere Frage zu beantworten.

Schöne Grüße,

COGiXO


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3 Kommentare


Hallo,

dein Bericht liest sich gut und ich gratuliere dir für die bestandenen guten Prüfungen. Es macht den Anschein als ob du wirklich ein überzeugter Diploma-Student bist.

Danke für deinen Zwischenbericht.

Gruß

wt15309

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Hallo wt15309,

vielen Dank für dein Feedback.

Überzeugt bin ich in der Tat! Das Studium macht mir auch wirklich Spaß und ich hoffe, dass ich schon bald weiter machen kann :rolleyes: .

LG,

COGiXO

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Forensiker

Geschrieben

Wie funktionierte das mit den Anrechnungen? Was musstest Du vorlegen und was gab es dann als Note?

Oder stand dann im Bachelor-Zeugnis nur "bestanden" ?

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      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 6
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • krypt0lady
      Von krypt0lady in Studymania 7
      Diese Woche kamen endlich meine Abschlussdokumente und damit habe ich nun nach dem BSc (hons) Mathematics, den ich an der OU studierte, auch das Kapitel Fernstudium an der isits mit einem MSc Applied IT Security hinter mich gebracht. Damit habe ich zwei Studiengänge per Fernstudium erfolgreich abgeschlossen und erfreue mich der lernfreien Wochenenden. :-)
       
      Die Zeit bis zur Abgabe der Masterarbeit ist wie im Fluge vergangen und ich war froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden hatte, denn die Masterarbeiten an der isits müssen mind. 25% technisch sein, das hieß in meinem Fall viel programmieren. Inzwischen habe ich den Job gewechselt und kann berichten, dass der Abschluss dabei auch ein Thema war.
       
      Ein kleines Schmankerl hat der Abschluss noch: da der Studiengang an der Ruhruni Bochum der Fakultät Elektrotechnik zugeordnet ist, darf man sich Ingenieur bzw. Ingenieurin nennen. ;-)