Blog COGiXO

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    4
  • Kommentare
    15
  • Aufrufe
    828

(Kurzer) Zwischenbericht über mein Bachelor-Studium an der DIPLOMA Hochschule in Bonn

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
COGiXO

173 Aufrufe

Hallo zusammen,

da man im Internet noch sehr wenige Erfahrungsberichte über die DIPLOMA und insbesondere zum Studienzentrum Bonn findet, möchte ich an dieser Stelle meine ersten Erfahrungen berichten.

Als Ausbilder (IHK) und staatlich geprüfter Betriebswirt studiere ich seit ca. 7 Monaten als sog. Quereinsteiger an der DIPLOMA Hochschule in Bonn. Dort bin ich im Bachelor-Fernstudiengang "Betriebswirtschaft" eingeschrieben und konnte auch schon einige Prüfungen ablegen. Angerechnet wurden mir insgesamt 80 ECTS und an Prüfungsleistungen konnte ich binnen eines Semesters 64 ECTS ablegen. Letzteres war wirklich sehr anstrengend, da normalerweise 64 ECTS mehr als 1/3 eines Bachelor-Studiums mit 180 ECTS ausmachen. Mein Ziel war es aber von Anfang an, dass ich sämtliche Klausuren, Hausarbeiten, Referate und Projektarbeiten nach nur zwei Semestern ablege, damit ich anschließend mit der Bachelor-Thesis beginnen kann.

Angerechnet wurden mir also folgende Module:

blogentry-20423-144309786563_thumb.jpg

Da es an der DIPLOMA Hochschule nur Modulprüfungen gibt, welche mehrere Fächer in einer Klausur umfassen, so können auch nur ganze Module angerechnet werden. Das Studienmodul "Methodische Grundlagen" umfasst z. B. die Fächer "Mathematik" und "Wissenschaftliches Arbeiten". Dieses Modul wird normalerweise nicht angerechnet, wenn man staatlich geprüfter Betriebswirt ist. Zwar ist das Fach "Mathematik" bei den staatlich geprüften Betriebswirten aus NRW mit dem Bachelor-Curriculum der DIPLOMA identisch, jedoch fehlt bei den staatlich geprüften Betriebswirt das Fach "Wissenschaftliches Arbeiten", so dass dann das komplette Modul nicht angerechnet wird. Da ich jedoch zuvor an der Euro-FH studiert habe, konnte ich meine absolvierte Hochschulleistung im Fach "Wissenschaftliches Arbeiten" nachweisen und deshalb anrechnen lassen. Außerdem möchte ich hier zum Ausdruck bringen, dass nicht jeder staatlich geprüfter Betriebswirt gleich ist und deshalb die selben Leistungen anerkannt werden müssen. Das wissen die Hochschulen natürlich, so dass jede Prüfung ganz individuell verläuft.

Bisher konnte ich folgende Prüfungsleistungen ablegen:

blogentry-20423-144309786564_thumb.png

Mein aktueller Notendurchschnitt beträgt zur Zeit 1,5. Des Weiteren fehlen mir "nur" noch drei Modulprüfungen in Statistik, Marktforschung und Internationale BWL, sofern ich Controlling auch bestanden habe :confused:. Danach könnte ich schon mit der Bachelor-Arbeit anfangen. Aber bis dahin konzentriere ich mich ausschließlich an die noch drei bevorstehenden Modulprüfungen.

Wie sehen die (schriftlichen) Modulprüfungen aus?

Wie bereits erwähnt umfassen die schriftlichen Modulprüfungen mehrere Fächer. Das Studienmodul "Unternehmensführung und Marketing" umfasst z. B. nicht nur die Fächer Unternehmensführung und Marketing, sondern auch Insolvenzrecht. Aus diesen drei Fächern wird dann eine zusammenhängende Klausur mit 120 Punkten und einer Dauer von 120 Minuten erstellt. Da die Zeit wirklich sehr knapp ist, sollte man sich auch wirklich gut auf die Prüfung vorbereiten, da man für jeden Punkt nur eine Minute Bearbeitungszeit hat. Viele werden nicht immer fertig. Manchmal gehörte ich auch selbst dazu, was dann ärgerlich ist. Vor allem dann, wenn man die anderen Fragen - wofür dann keine Zeit mehr war - eigentlich beantworten konnte.

Die DIPLOMA legt als FH sehr viel wert darauf, dass die wissenschaftlichen Theorie auch verstanden und angewendet wird, so dass sehr viel Transferwissen in den Klausuren abverlangt wird. Man muss also die wissenschaftliche Theorie verstanden haben und dieses Wissen fächerübergreifend anwenden können, da oftmals 50 % der Fragen aus Fallstudien bestehen und 50 % aus Theoriefragen. Wer also bei der DIPLOMA nur auswendig lernt, wird auf Dauer nicht viel Erfolg haben.

In einigen Fächern sind auch Referate (z. B. Kommunikation I), Hausarbeiten (z. B. Finanzen), Berichte (z. B. Berufspraxis) oder Projektarbeiten zu erstellen und zu präsentieren. Diese finden während des Semesters statt, während die schriftlichen Klausuren alle am Ende eines Semesters abgelegt werden müssen. In Kommunikation III gab z. B. nur eine mündliche Prüfung bestehend aus Financial Management in englischer Sprache und interkulturelles Management in deutscher Sprache.

Was hat mir bisher gut gefallen, was weniger?

Sehr gut gefällt mir das Studienkonzept als Ganzes. Die Professoren und Dozenten bringen immer sehr viel Wissen mit und arbeiten Teilweise selbst in der freien Wirtschaft. Die freiwilligen Präsenzveranstaltungen an Samstagen finden 1 - 2 Mal im Monat in kleine Gruppen statt von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr mit max. 30 Fernstudenten. Hier kann man das gelernte aus den Studienheften vertiefen und verfestigen. Des Weiteren sind die Professoren und Dozenten alle über die Online-Plattform der DIPLOMA oder per Email erreichbar. Eine Antwort habe ich beispielsweise immer binnen 24 Std. erhalten. Das ist finde ich spitze.

Weniger gut ist die Studienorganisation speziell für Quereinsteiger. Hier wird man meiner Meinung nach einfach ins kalte Wasser geschmissen. Ich musste also selber zusehen, welche Module, Präsenzveranstaltungen, Klausuren, Hausarbeiten, etc. wann und wie belegt werden mussten und hatte mich in den ersten 2 Wochen ausschließlich mit der Studien- und Prüfungsorganisation der DIPLOMA beschäftigt und meine eigene Studienplanung entworfen. Hätte meine Frau mich in dieser Zeit nicht ständig motiviert, dann hätte ich wahrscheinlich vor lauter Aufregung mein Fernstudienvertrag aufgelöst und hätte wo anders studiert. Vielen Dank mein Schatz :001_wub: !

Lässt sich das Studium mit Beruf und Familie vereinbaren?

Grundsätzlich ja, da sämtliche Prüfungsleistungen und Präsenzveranstaltungen an Samstagen stattfinden! Allerdings ist der Studienaufwand nicht zu unterschätzen und sollte unbedingt im privatem Umfeld abgesprochen werden. Meine Frau unterstützt mich sehr und freut sich über jede bestandene sowie gute Note.

Was war bzw. ist meine schwierigste Phase im Fernstudium?

Die abgeschlossene Klausurphase und mein neues Semester! Der Grund: Meine Frau musste schwangerschaftsbedingt wegen Hyperemesis Gravidarum plötzlich ins Krankenhaus, so dass ich mich während meiner ganzen Klausurphase allein um unsere 15 Monate kleinen Tochter, um meine Frau und nebenbei noch ums Studium kümmern musste. Zum Glück hatte ich noch 15 Resturlaubstage die ich auch noch sehr kurzfristig nehmen konnte, um diese schwierige Situation zu meistern. Meine Frau ist seit einer Woche wieder zu Hause, auch wenn Sie noch nicht ganz fit ist versucht sie mich weiterhin zu unterstützen. Dennoch bin ich jetzt erstmal lieber für meine Familie da und warte bis es meiner wieder Frau besser geht. Das Studium muss jetzt eben ein bisschen warten, da meine Familie immer an erster Stelle steht. Zur Not mache ich auch erst nach einem Semester mit dem Studium weiter, wenn wir entbunden haben. Schauen wir mal...! Das einzig positive ist, dass es dem ungeborenen Kind hervorragend geht.

Wie lautet mein Zwischenfazit?

Abgesehen von meinen persönlichen Umständen und der nicht ganz so guten Studienorganisation für Quereinsteiger, kann ich das Studium an der DIPLOMA mit bestem Wissen und Gewissen weiterempfehlen. Das Studium, wahrscheinlich so wie fast jedes Hochschulstudium, ist zwar sehr umfangreich und anspruchsvoll, aber dafür bekommt man sehr viel Wissen vermittelt und zwar sowohl über die Studienhefte als auch im Rahmen der Präsenzveranstaltungen. Zudem finde ich die DIPLOMA mit ihren Studienkonzepten sehr innovativ, siehe z. B. virtuelles Studium. Im internen Bereich konnte ich sogar schon die neuen Studiengänge finden die aktuell noch in der akkreditierungsphase sind. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber es sind einige Studiengänge bei, die es im Fernstudium bisher noch nie gegeben hat. Die DIPLOMA ist eben anders, wirbt nicht viel und das gefällt mir eben!

Ich hoffe, dass ich mit meinem "Zwischenbericht" weiterhelfen konnte und freue mich auch - in einer ruhigen Minute - die ein oder andere Frage zu beantworten.

Schöne Grüße,

COGiXO


1 Person gefällt das
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


3 Kommentare


Hallo,

dein Bericht liest sich gut und ich gratuliere dir für die bestandenen guten Prüfungen. Es macht den Anschein als ob du wirklich ein überzeugter Diploma-Student bist.

Danke für deinen Zwischenbericht.

Gruß

wt15309

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo wt15309,

vielen Dank für dein Feedback.

Überzeugt bin ich in der Tat! Das Studium macht mir auch wirklich Spaß und ich hoffe, dass ich schon bald weiter machen kann :rolleyes: .

LG,

COGiXO

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Forensiker

Geschrieben

Wie funktionierte das mit den Anrechnungen? Was musstest Du vorlegen und was gab es dann als Note?

Oder stand dann im Bachelor-Zeugnis nur "bestanden" ?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 13
      Hallo liebe Blogleser,
       
      hier ganz druckfrische Informationen aus meinem Mitarbeiterentwicklungsgespräch:
      Der Master geht von Arbeitgeberseite her klar!
       
      Für die Pflicht-Präsenztage bekomme ich Dienstbefreiung, das Anerkennungs-Praktikum darf ich in unserer Einrichtung absolvieren (falls von Seiten der Diploma/MEU zulässig) und die Masterarbeit darf ich auch hier schreiben. Außerdem wird mir unser Ltd. Psychologe während des Studiums für fachliche Fragen zur Seite stehen.
      Nur Geld gibt´s keines. Womit ich aber leben kann, da die Studiengebühren ja als Werbungskosten geltend gemacht werden können.
       
      Jetzt bleibt nur noch die Hürde, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Genaue Infos gibt es aber leider noch nicht. Die Diploma geht davon aus, dass es in zwei Wochen soweit sein wird.
       
       
      Drückt mir die Daumen!
       
      So long...
      Forensiker
    • WibbSi
      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)