Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Eintrag Nr. 339

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HannoverKathrin

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Die vergangene Woche war ich auf einem Seminar zum Thema Selbstverantwortung/-management und bin mit einem "vollen" Kopf zurückkommen. Das alles werd ich jetzt erstmal verarbeiten und mir Gedanken über die Umsetzung machen. Ich muss nämlich eine Sache klar zugeben:

Mir ist langweilig !!!

Das Studium hat zwar nicht so viel Zeit in meinem Leben beansprucht (Lernzeit netto ~ 9 Std/Woche), aber es hat ein riesiges Loch hinterlassen. Für die 9 Stunden habe ich vermutlich mit Pausen 13 Stunden brutto verbraten. Selbst wenn ich nicht mit dem Studium beschäftigt war, war es irgendwie immer in meinem Kopf und hat keine Langeweile aufkommen lassen.

Es muss ein Hobby/Beschäftigung her. Unbedingt.

Früher habe ich mich häufiger mit dem Fernseher beschäftigen können, das erscheint mir nun eher als Strafe, als als Geschenk (ich hab es allerdings noch nicht ausprobiert, ich WEISS eh, dass nur Mist läuft).

Früher konnte ich auch einfach mal eine halbe Stunde aus dem Fenster starren, ohne dass mir langweilig war. Ich habe die Pause vom Studium einfach genossen (naja, bis auf die kleiner Streber-Stimmer in meinem Kopf die immer schimpfte...).

Jetzt ist irgendwie alles anders und ich frage mich wie mein Leben 2008 war.

Trotz allem habe ich im Moment aber ein klares Statement: Nochmal Fernstudium? - Nein, danke!

Im Moment fehlt es mir absolut an Lust und Motivation mich wieder derartig einzuspannen und vorgegebene Sachen zu lernen. Wenn ich jetzt die Mitteilung einer abgelehnten Bachelorarbeit erhalten würde, wäre es ein echter Rückschlag...

Aber ich höre nichts von meiner Bachelorarbeit. Morgen sind genau 8 Wochen rum. Also tatsächlich ab der Abgabefrist gerechnet, nicht von der tatsächlichen Abgabe.

Nach 5 Tagen Seminar-Abwesenheit kam ich nach Hause und stöberte Neugierig durch die Post. Ich hatte ja die Vermutung, dass genau zu meiner Abwesenheit der wichtige Brief kommt.

Es kam tatsächlich ein Brief: aber es war leider nur der Studierendenausweis.

Und so heißt es weiterhin Warten. Warten, während sich andere bereits über ihr Studienende richtig freuen können.

...ich will auch...


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11 Kommentare


aber es hat einen riesiges Loch hinterlassen

Hilfe! Ich habe Aaaaaaaangst, dass es mir auch so geht :scared:!!!!

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Also ich hab das Loch gut gefüllt - allerdings halten mich jetzt alle Leute für ein bischen bekloppt weil ich jetzt im Dunkeln und bei Wind und Wetter laufen gehe, anstatt im Dunklen und bei Wind und Wetter am Schreibtisch zu sitzen.

Da soll mal einer die Welt verstehen. :lol:

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Also ich hab das Loch gut gefüllt - allerdings halten mich jetzt alle Leute für ein bischen bekloppt weil ich jetzt im Dunkeln und bei Wind und Wetter laufen gehe, anstatt im Dunklen und bei Wind und Wetter am Schreibtisch zu sitzen.

ich hab mal gerüchteweise gehört, dass es auch Leute gibt, zu dieser Zeit irgendwie auf der Couch liegen, Tee oder ähnliches trinken und es sich einfach nur gut gehen lassen.......:blushing:

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ich hab mal gerüchteweise gehört, dass es auch Leute gibt, zu dieser Zeit irgendwie auf der Couch liegen, Tee oder ähnliches trinken und es sich einfach nur gut gehen lassen.......:blushing:

die sind doch bekloppt :ohmy: ... :blink: ... :lol:

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Also bei mir ging es danach auch nicht ohne Beschäftigung. Anfangs hab ich die freie Zeit genossen und Freunde getroffen, Konzerte, Kino, Sport....aber nach ein paar Monaten bin ich in ein Loch gefallen und dann wollte ich wieder "strukturiert" was machen...was ich dann mit Musikunterricht auch umgesetzt habe. Musik machen nimmt mittlererweile fast genauso viel Zeit ein, wie im Fernstudium. Wahrscheinlich weil ich den Ehrgeiz vom Fernstudium auf mein Hobby übertragen habe :)

Kathrin, du findest bestimmt was passendes...zu überlegen, was man mit der neu zur Verfügung stehenden Zeit alles anstellen kann, ist ggf. auch sehr spannend !

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Bei mir ist das Problem ich packe immer mehr Hobbys rein und habe kaum noch Zeit zu studieren, jetzt spiele ich seit 8 Wochen 1-2 mal die Woche noch Badminton.

Dann noch 3-4 mal ins Fittnessstudio, Gott sei Dank fällt Radfahren aktuell flach , sonst wäre es kritisch mit der Thesis ;) Also in ein nach dem Studiumloch falle ich nicht:lol:

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Bei Dir ist es wahrsch. so, Udo, dass Du ohne Studium plötzlich zu viele Hobbys hast ;)

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HannoverKathrin

Geschrieben

An ein Musikinstrument hatte ich ja auch schon gedacht (Schlagzeug :D), aber das ist definitiv etwas langfristiges und muss eben mit Ehrgeiz betrieben werden. Diese längerfristige Bindung hat mich doch eher abgeschreckt. Außerdem weiß ich noch nicht so genau wie es sich privat in den nächsten Monaten weiterentwickelt. Evtl. wird er hier auch Veränderungen geben.

Morgen meld ich mich auf jeden Fall erstmal beim Fitnessstudio an. :thumbup:

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Morgen meld ich mich auf jeden Fall erstmal beim Fitnessstudio an.

Da geht es hin, das Geld dass Du jetzt nicht mehr an die HFH überweist :D

Diese längerfristige Bindung hat mich doch eher abgeschreckt.

Naja bei einer richtigen "Berufung" macht man das ja i.d.R. freiwillig - ein Hobby würde ich nicht unter dem gleichen "Zwang betreiben wollen wie das Fernstudium.

Unterm Strich kann man vieles auch gebraucht wieder loswerden, meine extrem umfangreiche Fotoausrüstung habe ich auch locker wieder verkaufen können (und es auch nicht bereut, nach dem Studium ist das nicht mehr das gleiche)

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      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.