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BA - Vol. 3

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sasa

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Irgendwann kommt der Punkt, an dem man schier verzweifelt, aufgeben möchte, die Bücher in die Ecke pfeffert, die Notizen zerreißt und auf sämtliche Autoren und Fachleute schimpft, auf die man sich beruft - passender: berufen möchte.

Es gibt in meinem Fall ein Modell, welches Zuschauer in bestimmte Gruppen einteilt (Fan/ Anhänger, Fachkundiger und Konsument). Es beschreibt, welche Gruppe auf welche Art und Weise mit einem Verein, einem Team oder einem Sportler verbunden sind, welche Motive und Ziele sie mitbringen und was bei Niederlagen oder Unzufriedenheit passiert. Für meine Arbeit ist das natürlich essentiell, weil sich somit auch feststellen lässt, welche Zuschauergruppe in den letzten Jahren abhanden gekommen ist, welche Ursache das hat, wie man sie wiederbekommt und möglichst auch noch langfristig binden kann.

Dieses Modell stammt schätzungsweise aus den 70ger Jahren, genaueres lässt sich nicht sagen. Der Name des Autors auch, allerdings keine Quelle. Beziehungsweise: gleich ZWEI Quellen, die immer wieder zitiert werden. Allerdings stimmt bei der einen die Seitenzahl nicht, bei der anderen das Jahr des Zitates nicht. Mir scheint, als hätte sich da mal einer vertan, und alle anderen hätten diese falsche Angabe abgeschrieben. Lässt sich ganz gut nachvollziehen - aber was stimmt jetzt?!

Eine falsche Angabe möchte ich natürlich nicht in meiner Arbeit haben, eine unvollständige auch nicht. Und Mach-2-aus-1 ist auch keine Lösung.

Und nun?

PS: der sportwissenschaftliche Katalog der Uni Tübingen spuckt keine der beiden Primär-Quellen aus, das Internet auch nicht.


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3 Kommentare


Hmmm... hast du für so einen Fall keinen Ansprechpartner an der Hochschule? Du hast hier ja einen "klassischen" Fall von einer-schreibt-vom-anderen-ab gefunden - wie damit umgehen? Ich denke, das muss "man" nicht einfach wissen, da darf man sich Beratung holen.

An die Quellen direkt (Verlage, Journal, Autor) kannst du dich nicht wenden?

Es ist natürlich total blöd, mit sowas möchte man seine Zeit nicht vertrödeln.

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Leider nein. Der eine Beitrag ist in einer Zeitschrift erschienen, die es erstens gar nicht mehr gibt, und die zweitens ihre Datenbank erst seit 1980 führt. Der andere Beitrag ist in einem Sammelwerk anlässlich einer Konferenz erschienen und somit auch nicht mehr zu finden. Wie gesagt, den einen Auszug findet man wörtwörtlich überall, aber mit immer den gleichen falschen Angaben.

Der Witz ist: bei dieser Recherche ist mir aufgefallen, wie viele Leute wortwörtlich von anderen abschreiben! Und ich rede hier von wissenschaftlichen Arbeiten, von der Studienarbeit bis zur Habilitation, wo in 4 oder 5 Arbeiten von unterschiedlichen Personen von unterschiedlichen Hochschulen 2 DIN A 4 Seiten mehr oder weniger identisch sind! Gleiche Anzahl an Sätzen, nur vielleicht hier und da mal die Satzstellung oder Zeichensetzung geändert oder mal ein neuer Nebensatz eingefügt. Ohne Quellenangabe... Das unterschiedliche Leute auf Grund einer bestimmten Theorie zum gleichen Schluss kommen - ok, kann man akzeptieren. Aber so eine extreme Übereinstimmung?!

Langsam denke ich, dass die zu Guttenbergs usw. eigentlich nichts besonderes, sondern eher die Regel sind...

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Kannst du in der Arbeit nicht anmerken, dass es sich um Sekundärquellen handelt und die Primärquellen nicht mehr existieren?

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