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Meine Fernstudien an der WBH

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Für die Schule lernen wir!

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Engel912

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Meine letzte Matheklausur ist ziemlich genau 3 Jahre her :thumbup: Die vorletzte 4,5.

Ich war damals jeweils extrem gut vorbereitet! Grenzwerte, Stetigkeiten, Ableitungen, Integrale - alles kein Problem! Außer Statistik lag und liegt mir Mathe eigentlich. Im Abitur hatte ich Mathe-LK und hab in Bayern damals mit einer 1 abgeschlossen (zumindest im Abi ;))

Man kann also eigentlich behaupten, dass ich mich gut mit Mathe auskenne.

Gestern war nun der Sohn eines meiner besten Freunde zu Besuch. Der junge Mann ist 19, relativ frischer Student der Elektrotechnik an einer Universität und hat mit der Geschwindigkeit und Qualität der dortigen Lehre sichtlich Probleme.

Da wir während seiner Schulzeit schon ab und zu mal die Aufgaben zusammen angesehen hatten, war es für mich eine Freude, zu versuchen, ihn wieder zu unterstützen.

ABER: ich hab sowas von keinen Plan mehr - was ich persönlich extrem erschreckend finde :ohmy:

Die einfachen Sachen konnte ich eigentlich noch ... dann haben wir aber versucht, die Regel von de l'Hospital umzusetzen - und schon war es vorbei. Die Regel selbst konnte ich noch erklären - auch, worauf man achten musste, damit sie überhaupt greift. Aber als wir dann die etwas doofe Funktion ableiten wollten, war es bei mir vorbei. Früher habe ich direkt gesehen, welche Ableitungsform man nehmen musste (Kettenregel, Substitution, Produktregel ...) und mich sprangen nach den vielen Monaten der Übung auch die möglichen Vereinfachungen von Funktionen direkt an ...

Inzwischen ist das alles wieder WEG! Eine der Funktionen war x^x ... eine andere hatte einen bösen Cosinus und die nächste war mit der Euler'schen Zahl ...

Ich war schon stolz, dass ich wusste, wie Sinus und Cosinus sich zueinander verhalten - und dass man ggf. mit Hilfe der Umformung zum Tangens aus Cosinus einen Bruch erzeugen konnte, für den die de l'Hospital-Regel greifen könnte.

Gelernt habe ich daraus, dass ich mir nicht einbilden brauche, dass aus dem Studium irgendwas länger hängenbleiben wird. Schließlich habe ich bei keinem Fach (ausser Programmierung!) so viel Zeit investiert als in den beiden Mathemodulen.

Schade eigentlich!

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7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das liegt daran, das das Wissen keine Zeit hat sich zu setzten .. lernen -> Prüfung schreiben -> vergessen , geht mir auch so.

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Meine persönliche Theorie dazu: Man muss ein gutes Stück über das hinaus lernen, was man später (gelegentlich) braucht.

Braucht jemand Mathe ständig, dann beherrscht er auch das "höchste Level" dessen, was er gelernt hat. In sehr vielen Berufen braucht man Mathe aber nur gelegentlich und nur auf tieferem Niveau. Damit das "Gelegenheitsniveau" aber bombensicher sitzt, muss man weitergelernt haben. Und zwar soweit, dass dieses "Gelegenheitsniveau" auch in "kompliziertem Umfeld" problemlos abrufbar ist. Somit hat sich zwar nicht das höchste Level, das man gelernt hat, gesetzt, aber das Wissen zwei, drei Level drunter.

So muss ich als Grundschullehrerin an sich keine Integrale und nicht mal Gleichungen mit mehreren Unbekannten beherrschen. Um aber Bruchrechnen oder Dreisätze ganz und gar durchschauen und auch erklären zu können, muss ich weiter gelernt haben - weil das "höhere" Wissen auch vertieftere Einsichten bietet.

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An dem Argument ist was dran, da ich kaum was vom Bachelor (ausser dem Titel)brauche, verfliegt das Wissen, aber mein Masterwissen benötige ich sehr oft, daher sitzt es tiefer und fester.

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Ich denke es liegt nicht nur am "dass das Wissen sich nicht setzen kann" (UdoW), sondern auch einfach daran, dass das Wissen nicht angewendet wird. Beim Sport o. ä. sieht das jeder: wenn man lange nicht trainiert hat, bekommt man schnell Muskelkater oder man kann weniger Leistung abrufen als sonst.

Bei geistiger Leistung ist es ähnlich, auch die rostet ein wenn man sie nicht regelmäßig trainiert.

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die Regel von de l'Hospital umzusetzen - und schon war es vorbei. Die Regel selbst konnte ich noch erklären - auch, worauf man achten musste, damit sie überhaupt greift.

Das du das noch konntest, finde ich alleine schon beachtlich. Habe ich im Studium auch gemacht, klar. Aber ich wüsste jetzt überhaupt nicht mehr, was es damit auf sich hat. Allerdings hat mir Mathe auch selten wirklich Spaß gemacht und ich war froh, als ich nach Abschluss des Grundstudiums nicht mehr so viel damit zu tun hatte.

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@Markus: ich hab natürlich meine Formelsammlung zu Rate gezogen. Aber wenn man es von dem Standpunkt aus betrachtet: ja, war schon sehr beachtlich, weil ist ja alles schon sehr lange her! Und selbst die Formelsammlung muss man ja anständig interpretieren können - und ich wusste tatsächlich noch, dass in einer meiner Klausuren eine Funktion dran kam, die die Voraussetzungen für die Regel von de L'Hospital NICHT erfüllte ...

Die Aussage von Kathrin trifft es aber am besten: wenn man es nicht trainiert, dann rostet das Mathewissen genauso ein wie alles andere ... sehr schade, dass man es nicht häufig benötigt. Außer Statistik fand ich Mathe zwar schwierig und anstrengend, hatte aber trotzdem viel Spaß dran!

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