Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    685
  • Kommentare
    5.309
  • Aufrufe
    16.697

Zieleinlauf im Fernstudiums-Marathon

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
chillie

172 Aufrufe

So... jetzt werde Ihr euch denken, warum um Himmels willen denn noch ein Zieleinlauf, wo das Foto-Finish schon längt abgeliefert wurde. Das gibt es ja bekanntlich nur im Ziel, als Beweis dafür wer der Erste, der Beste, der Schnellste war.

Tja - zum einen nehme ich es jetzt mal nicht so genau, zum anderen habe ich eine so passende Geschichte zum Abschluss zu erzählen, dass man es dafür mal nicht so genau nehmen braucht. Wie bei so vielen Dingen im Leben, ergeben Dinge ja plötzlich hinterher einen Sinn. Realistisch betrachtet ist es natürlich eher so, dass man im Nachhinein Zusammenhänge zwischen Dingen herstellt, die man vorher nicht kennen konnte. Stichwörter sind der Placebo-Effekt oder die Selbsterfüllende Prophezeiung.

Aber egal ... ob nun eher esoterisch oder nüchtern Sachlich... ich mag einfach wenn eine Geschichte rund ist! Und nachdem ich inzwischen mehrfach aufgefordert wurde doch meinen Blog sauber abzuschließen... die Geschichte also rund zu machen, komme ich dem nun endlich nach. Ein anderer Grund ist auch, dass ich unbedingt Drohbriefe vermeiden möchte.

Nun kann man sich ja die Frage stellen, "...was will uns der chillie nach 679 Blogbeiträgen und 3.669 Forenbeiträgen denn noch sagen." ... Ja, stimmt! Aber wie heisst es so schön, es ist sicher schon alles gesagt nur noch nicht von jedem ;).

Der Grund warum ich so lange für den Abschlußblog gebraucht habe ist allerdings nicht darin zu finden, dass ich so lange überlegen musste was es zu schreiben gab. Zum einen beinhaltet dieser Blogpost ja auch die lange angekündigte Überraschung am Ende des Beitrags (die hat wirklich etwas Zeit gekostet) ... zum anderen war ich aber auch einfach mal froh, die ganze Fernstudiererei hinter mir lassen zu können. Und genau dieses hinter mir lassen, hat nun dazu geführt, dass dieser Abschlußbeitrag etwas anders aussieht, als ich es Anfangs selbst dachte. Mit genügend Abstand möchte ich keine Pros und Contras aufzählen oder auf lustige Anekdoten hinweisen, sondern ich möchte einen Kreis schließen und einen Lebensabschnitt entsprechend würdigen ... sowie einen sauberen Schnitt machen.

Bevor ich aber zum Winter 2012 komme blicke ich zurück. Und zwar gut 7 Jahre. Im Herbst 2005 hatte ich die Kündigung für einen Job erhalten, der mir keinen Spaß mehr machte, obwohl ich es mir lange eingeredet hatte. Ich war frustriert, da ich nicht wusste wo ich hin möchte, was ich gut kann und was mir lange Freude bereiten könnte. Die Folge war ein Loch ... das groß genug war um einen 2005er-chillie erstklassig darin zu verschlucken. Damals fiel unbemerkt der Startschuß für einen Marathon ... nein, es war schon eher ein 100km Ultra-Marathon.

Nun war es aber nicht nur, dass ich im Jahr 2005 nicht wie ein Marathonläufer aussah ... nein, Ausdauerleistungen waren - so dachte ich - damals nicht mein Ding.

Vielleicht einer der Gründe warum ich den Job damals verloren habe, langfristige Ziele verfolgen machte mir keinen Spaß - ich suchte den kurzen Kick. Deswegen verlor ich auch berufliche Ziele aus den Augen und zwar so weit, dass ich bereit war alles über den Haufen zu werfen und neu anzufangen ... also wenigsten theoretisch. Denn wer Ausdauer nicht kennt, läuft erst gar nicht los... weil es ja anstrengend werden könnte.

Also meldete ich mit zum 5km-Lauf ...in Form eines berufsbegleitenden Weiterbildungsangebots zum Wirtschaftsfachwirt IHK... an. Unbemerkt war ich schon die Ultra-Marathon-Distanz unterwegs, aber mit dem falschen Tempo!

Einer der Gründe warum ich dort Einstieg lagen ganz klar in der Anstrengungsvermeidung und dem Gedanken, dass ich längere Anstrengungen nicht durchhalten würde. In diesem Fall sicher auch eine selbsterfüllende Prophezeiung... aber eine die mich die nächsten Jahre immerhin antreiben würde.

Für mich erstaunlich konnte ich mich aber 9-10 Monate motivieren. Ich tauchte fast immer auf, arbeitete mit, fuhr die 40km einfach auch bei schlechtestem und schönsten Wetter.

Zum Ende hin traf dann die selbsterfüllende Prophezeiung ein - mich verlies die Lust und die Motivation. Obwohl ich viel hineingesteckt hatte, lernte ich nur halbherzig in den letzten Wochen und sah mich einem Problem ausgesetzt, dass mich beinahe wie ein Dämon verfolgt hat. Egal ob Schulabschluss oder Ausbildung - zum Ende hin ging mir die Luft... oder eher die Lust aus. Meine Leidensfähigkeit war klein ... Leiden ist unangenehm auch wenn das Ziel noch so nah ist. Darum zuckte ich mit den Schultern, dachte mir "wird schon" und kam mit einem blauen Auge durch, wie auch hier.

Nachdem ich also erst zu schnell war, dann zu langsam irgendwie angekommen war... war mir klar. So etwas mache ich nie wieder. Es war anstrengend, nervenaufreibend, kostet Zeit - Geld - und Mühe. Kommt mir gar nicht mehr in die Tüte, schwor ich mir Ende 2006 als alles vorüber war.

Zwischenzeitlich hatte ich einen neuen Job gefunden, der natürlich fast das gleiche war wie der alte. Mein Ziel war, Job machen und über die Runden kommen - und (aufgepasst) ... nicht länger als 1-2 Jahre da zu bleiben, denn ... so meinte ich ... langfristige Ziele & Co. sind ja nichts für mich (Anm. der Red.: ich arbeite immer noch bei dem Unternehmen!).

Also trottete ich gering motiviert auf der Ultra-Marathonstrecke dahin, nachdem ich mir selbst vorher bewiesen hatte, dass sowas doch nichts für mich ist.

Zwischenzeitlich hatte ich mir ein paar Marathonunterlagen angefordert ... ich wollte beim Fernstudienlauf starten. Eindeutig nicht einfach ... 42km Distanz... puh, ganz schön lang... das kann doch nur anstrengend werden - die Pläne landeten in der Schublade mit dem vermerk "später".

Später kam schneller als gedacht, denn das Leben versetzte mir einen derartigen Tritt, dass mir klar war, dass ich etwas ändern muss. Trotz eines Ziels und trotz hoher Motivation fürchtete ich mich aber vor der langen Zeit, die mir bevorstehen würde. Mein Plan war einfach ... aber für mich nachvollziehbar. Die 42km schaffst du niemals im Leben, sagte ich mir ... mach einfach etwas schneller und in 21km ist alles vorbei.

Dass das Ziel aber in 42km entfernt steht, das war mir leider nicht klar, als ich dann an der HFH startete... ich war jung, motiviert und es war am Anfang so leicht.

So frisch wie ich war legte ich bekanntlich ein mords Tempo hin, dass mir teilweise selbst schon schwindelig wurde. Nach 3 Semestern hatte ich schon 10km und für mich somit die Hälfte zurückgelegt. Allerdings war plötzlich die Luft raus - in dieser Zeit hab ich einen großen Teil meines Pulvers verschossen. Ich rang nach Luft, mir brannten die Beine und als bekennender Faulpelz suchte ich eher nach Abkürzungen um zum Ziel zu kommen.

Damals las ich hier im Forum und im Blog oft den von mir zitierten Marathonvergleich. Viele andere Studenten hatten mich darauf hingewiesen, dass ich das Tempo so nicht weiter gehen kann. Ich würde Puste brauchen, Ausdauer um am Ende überhaupt anzukommen und nicht vorher schon auszuscheiden. Damals war mir das allerdings trotz der vielen gut gemeinten Ratschläge so nicht klar - logisch, hatte ich mich doch schon so viele male vorher genau um diese Anstrengung drücken können und konnte ausweichen oder ... noch schlimmer ... mir einreden, dass 80% eines erreichten Ziels auch ganz OK sei.

Nun ist es im Jahr 2012 doch tatsächlich so, dass ich mich dafür entschieden habe in meiner Freizeit längere Strecken zu laufen. Für einen Anfänger wie mich, sind die längeren Strecken natürlich deutlich unter 42km, aber auch dafür benötigt man Ausdauer. Einfach im Wald stehen bleiben und 8km wieder nach Hause gehen, nur weil es etwas anstrengend war, ist kein Spaß - und wenn man seinen Aktionsradius erweitern will, muss man sich herausfordern und langsam (!) immer mehr und weiter laufen. Heißspornige Versuche hier etwas übers Knie zu brechen führt dann entweder dazu, dass einem genau dieses Knie weh tut... oder dass man sich irgendwo abholen lassen muss. Beides nichts für mein Ego.

Was aber passierte zwischen 2009 und 2012 ... zwischen dem Fernstudenten, der sich fast an dem viel zu kurz gefassten Ziel verbrannte und der jetzt als Absolvent genau das als Hobby tut, was er sich selbst immer ausgeredet hatte?

Das ist das große Geheimnis MEINES Fernstudiums. An anderer Stelle schrieb ich bereits, dass sich damals-chillie und heute-chillie sicher kaum wiedererkennen würden. Immerhin hat sich doch so einiges geändert.

Heute mache ich einen Job, den ich vor 7 Jahren sicher verflucht hätte und niemals für so ein Ziel überhaupt den Finger krumm gemacht hätte. Damals war ich für Zeitplanung und Struktur zu faul und baute darauf, dass alles schon so kommt wie es soll - heute kann ich verlässlich planen und auch genau das vermitteln. Heute habe ich berufliche Ziele über den jetzigen Job hinaus, damals dachte ich, dass die Ziele von allein kämen.

Damals waren "die anderen" diejenigen die mich motivierten, ich wollte das was andere hatten. Ein Haus, einen schicken Wagen vor der Tür... und und und. Heute bin ich bei mir angekommen und messe mich nicht an Fremden sondern an meinen Zielen.

Damals war ich ein Couchpotatoe - heute habe ich zu 2005 fast 40kg abgenommen und mein Leben auf den Kopf gestellt ... alles Dinge für die man die lange Puste braucht!

Um mir klar zu machen, warum man die lange Puste braucht, warum man sich die Kräfte einteilen sollte und dabei so schnell, wie es nur geht voran zu kommen, war das nächste Loch das folgte. Die anstehende Geburt meines Sohnes warf mich mal wieder in ein Loch, wenn auch ein kleiners.

Für mich erschien es wie ein toller Ausstiegspunkt - immerhin wäre ich ja nicht wirklich "schuld" gewesen, wenn ich es jetzt sausen lies. Darum drehte und wendete ich das Studium um es zu erleichtern, zu verkürzen.

Der größte Fehler wäre wohl damals gewesen, einfach weiter zu machen. Ich hatte mich auf der Ultra-Marathonstrecke verirrt und war erschöpft.

Das einzig richtige, das was mich irgendwie wieder in die Spur setzte und was vielleicht auch der Grund war für mich zu akzeptieren, dass schnell nicht immer das beste sein muss, war also die Pause. Ich blieb stehen - nahm mir Zeit für meine Familie - nahm mir Zeit für mich - nahm mir die Elternzeit um daheim zu blieben - nahm mir die Auszeit vom Studium - nahm mir Auszeit vom Blog und Forum.

Und genau dort fand ich das, was mich bis in den Dezember 2012 geführt hat. Ab da wird meine Geschichte so langsam rund.

Mit Rückkehr aus der Elternzeit konnte ich den Job wechseln und seitdem noch einmal aufsteigen. Ich habe mein Gehalt extrem verbessert und habe einen tollen Verantwortungsbereich. Ich habe mich für meine Familie entschieden und für meinen Sohn viel Zeit geopfert, damit ich das Studium schaffen kann ohne ihm die wenige Zeit die ich mit ihn hatte zu verkürzen... und in das Studium fand ich auch mit neuem Elan zurück.

Ich konnte die letzte Etappe angehen. Erholt und mit der richtigen Motivation bestückt ging es jetzt voran. Langsamer - manchmal nur im Gehtempo - aber kein einzige mal mehr blieb ich stehen. An manchen anspruchsvollen Stellen wollte ich natürlich wieder stehenbleiben, weil es doch so verdammt anstrengend ist, wenn man so lange unterwegs ist, aber es blieb beim jammern, beim zetern, beim schimpfen und beim motzen... ich blieb in Bewegung und habe für mich gelernt, dass es nicht immer nur schnell sein kann und nicht immer nur angenehm.

Nach der langen Zeit lief ich dann endlich im Ziel ein ... ein 100km Ultra-Fernstudienmarathon, der auf den vielen kleinen Etappen so unterschiedlich gelaufen ist und schlussendlich zu einem grandiosen Ergebnis geführt hat.

Wie man an meinen Schilderungen erkennen kann, beruht mein Stolz aber viel mehr auf die ganze Leistung, auf den Lebensabschnitt und vor allem auf dem was ich mir selbst bewiesen habe, als auf der 1,2. Die ist schon lange wieder vergessen (ehrlich) - aber die Lektion, die ich über mich gelernt habe, daran denke ich tatsächlich so gut wie jeden Tag.

Ich habe mir selbst beigebracht, dass Anstrengung nicht schlimm ist, dass Arbeit sein muss, dass auch Leiden Teil des Weges ist und dass jeder kleine Schritt ein Beitrag zum Ziel ist auch wenn es noch so weit weg erscheint.

Dass ich als neues Hobby den Langstreckenlauf für mich gewählt habe, ist eigentlich nur ein Zufall. Aber im Rückblick ist es doch schön, dass die Geschichte so einen geschlossenen Kreis ergibt. Besser hätte ich es im voraus auch nicht planen können :thumbup:.

Vielen Dank fürs lesen und damit ist mein Blog nach mehr als 5 Jahren nun tatsächlich am Ende. Vielleicht melde ich mich ja doch mal noch für einen Fernstudienmarathon an ... aber man soll ja erst mal regenieren und neue Form aufbauen. Wahrscheinlicher ist, dass ich vorher wirklich 42,195km laufen werde, bevor ich noch mal studiere.

Für alle die es bis hier durchgehalten haben, oder heruntergescrollt haben, noch der Hinweis auf eine kleine Auswahl meiner liebsten Blogbeiträge um nicht ganz das Thema zu verfehlen.

Zu guter letzt aber noch das Feuerwerk. Nach 3 Semestern hatte ich eine Entscheidung getroffen keine Zahlen-Daten-Fakten zu veröffentlichen, weil ich darauf nicht verzichten wollte. Für alle Interessierten, Neugierigen, Dauer-Blogleser und alle da draussen im Internet füge ich für euch das Weiter mit Bildung Factbook bei. Da mir die jetzige Version schon so viel Zeit gekostet hat, sind viele viele Statistiken die ich gern gemacht hätte leider nicht dabei, dennoch hoffe ich, dass ihr viel Spaß daran habt.

Macht's gut!

Viele Grüße

Daniel


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


14 Kommentare


MarcoNellessen

Geschrieben

Ohne Worte... *Gänsehaut* DANKE chillie das gibt Kraft und motiviert...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich bin sehr beeindruckt.

(In Regensburg gibt es einen schönen, flachen Marathon. Falls du jemals eine Unterkunft dafür brauchst: melde dich - auch mit Anhang. Wir wohnen an der Strecke und sind geübte Fans. Ähm... Ironman hätten wir auch im Angebot).

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
HannoverKathrin

Geschrieben

Du bist DER Statistik-Gott ;)

In Verbindung mit dem Factbook (das hat immerhin auch verbale Ausführungen und nicht nur bunte Bilder) wirklich eine runde Sache!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

@ Regensburg bin ich morgen, bei der Gräfin auf den Weihnachtsmarkt und lass mit eine Feuerzangenbowle schmecken ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Schönen Gruß an die Gräfin, UdoW.

Flacher Marathon in Regensburg und dann Challenge in Roth - es gibt immer was zu tun ;)

Vielen Dank für die Zusammenfassung, chillie! Viel Spaß mit der gewonnenen Freizeit. Ich schätze da findest du guten Ersatz für das Studium ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Da kann ich nur meinen Hut vor dir ziehen und mich verneigen, Hochachtung ehrlich!;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich habe letzte Woche erst wieder ne Stunde in deinem Blog gelesen.

Herzlichen Glückwunsch nochmal und vielen Dank für die Unterstützung in meinem Vorankommen!

Die Zahlen Daten und Fakten werde ich mir nach Abgabe meiner DA komplett reinziehen ; )

Jetzt isses rund, aber ich hoffe trotzdem noch auf weitere Beiträge von dir!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Ich wusste doch, dass du nochmal eine Doktorarbeit schreiben würdest - und das jetzt sogar in so kurzer Zeit :-) Vielen Dank für diesen umfassenden Rückblick. Ich denke, dieser Beitrag wie auch dein Blog insgesamt wird noch manches Mal zitiert werden und etlichen Studierenden weiterhelfen.

Es wäre schön, wenn dein Abschied kein vollständiger ist und du Bestandteil der Absolventen-Community von Fernstudium-Infos.de bleibst und vielleicht sogar in deinem Blog dann und wann mal berichtest wie es dir so ergeht.

Naja, und irgendwann kommt dann bestimmt ja eh noch ein Master ;-)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

"Naja, und irgendwann kommt dann bestimmt ja eh noch ein Master ;-) "

Ich würd da auch wieder wahnsinnig gerne mitlesen!

Vielen Dank dir Chillie für die vielen Worte in den Jahren,

auch ich hab mit dir mitgefiebert und gehofft, dass alles gut geht.

Aber noch eine Bitte: Magst ein letztes Mal deiner Ente die Weihnachtsmütze aufsetzen? ;-)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Da kann ich nicht nein sagen - die Ente ist wieder neu be-mützt.

Ich bin auf jeden Fall nicht verschwunden, aber die letzten Monate haben denke ich schon deutlich gemacht, wie mein Aktivitätsniveau hier im Forum in nächster Zeit aussehen wird.

Ob es im Blog weitergeht ... hm ... vielleicht wirklich um mal ein fernstudienrelevantes Feedback zu geben, aber aktuell gibts da nicht viel zu sagen.

Aktuell bin ich eher am grübeln ob ich nicht doch an anderer Stelle blogge - aber große Entscheidungen brauchen Zeit ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Einfach nur toll! Das am Abend vor der nächsten Klausur zu lesen motiviert ungemein! Jetzt muss ich aber schnell schlafen ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Langfristig auf jeden Fall... so kurzfristig nur für mich, nicht für die Klausur ;)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Danke, chillie, für diesen Abschluss. Ich habe deinen Blog immer gerne gelesen...und ich muss dir in einem recht geben: auch ich habe in meinem Fernstudium mehr gelernt als nur Wissen - sondern auch viel über mich selbst. Und es hat mich sehr überrascht, dass auch du 2005 in dein Studium gestartet bist - auch ich habe zum Sommersemester mit dem Studium begonnen. Mit dem studieren hab ich allerdings später angefangen...aber auch das hab ich gelernt.

mach's gut chillie :thumbup:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 3
      Hallo,
      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.