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Pflicht und Kür

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Lumi

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"Du bloggst ja gar nicht mehr!", musste ich mir vorhin von meinem Freund anhören. Und recht hat er ja schon irgendwie. :blink:

Letzte Samstag habe ich meine erste Klausur geschrieben und die Vorbereitungen in den Tagen davor bestanden hauptsächlich aus "Kleinstlerngelegenheiten". Danke Rumpelstilz, für dieses schöne Wort! Vor dem Frühstück 30 Minuten den Stoff vom Vortag rekapitulieren. Beim Müsli mampfen die Karteikarten vertiefen, die so gar nicht in meinen Kopf wollen. Auf dem Weg zur U-Bahn, in der U-Bahn, beim Warten auf die S-Bahn, in der S-Bahn, auf dem Weg zur Arbeit: immer hatte ich die Karteikarten zur Hand. In der Mittagspause, in der Arbeit beim Warten auf einen Daten-Upload, auf dem Rückweg nach Hause: Karteikarten, Karteikarten, Karteikarten. Nach dem Abendessen fragte mich mein Freund ab. Wahrscheinlich hätte er in der Klausur besser abgeschnitten als ich. :thumbup: Selbst auf dem Weg zur Klausur ging ich noch die Karten durch. Hilft mir gegen aufkommende Nervosität. Es ist also kein Wunder, dass ich nach der Klausur in die U-Bahn einstieg, mein Bündel Karteikarten aus der Manteltasche zog und mich erst nach einer Weile fragte, "Was machst du da eigentlich gerade???"

Mit der Klausur bin ich ganz zufrieden. Ich wage mich mal an eine Prognose: eine 3 sollte es locker sein, eine 2 ist durchaus möglich. Ich bin sehr gespannt, wie gut ich mich einschätzen kann.

Ich konnte mit einer Frage in der Klausur so gar nichts anfangen. Na klar, erst mal habe ich alle anderen Fragen beantwortet. Mich dann noch mal an der Frage versucht. Weiterhin sehr schwammig. Mir fiel nichts und alles dazu ein. Daher erst mal alle anderen Fragen Korrektur gelesen. Nochmal 10 Minuten hin- und hergedacht. In meinen Augen, war die Frage so offen formuliert, dass 75% des Lernstoffes irgendwie "passend" war, aber das Ganze war nur 6 von 100 Punkten wert. Ich habe mich dann entschieden, mit dem ersten Schwung Kommilitonen, die für ihre Mathearbeit nur 90 Minuten Zeit hatten, abzugeben. Anstatt die mir noch zustehenden 30 Minuten auszunutzen.

Ich habe im WBH-internen Studiengangsforum schon eine interessante Meinung dazu von Dominic bekommen. Nämlich, das man versuchen sollte auf jeden Fall etwas zu schreiben. Wie haltet ihr das, schreiben auf Teufel komm raus? Hoffen, dass der Korrektor in den 10 Seiten Geschmier etwas Richtiges findet? Oder könnt ihr auch mit ruhigen Gewissen aufstehen und abgeben?


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5 Kommentare


gern geschen :blushing:

Ja, ich bin auch für "auf jeden Fall etwas hinschreiben". Allerdings nicht 10 Seiten. Ich versuche immer, aus der Sicht des Korrektors zu denken (bin schliesslich Lehrerin): Steht nichts = 0 Punkte. Steht etwas Falsches = 0 Punkte. Steht ein bisschen was Richtiges = 1 Punkt. Also: falscher als nichts kann es nicht sein.

Stehen jedoch 10 Seiten Quatsch da, die ich als Korrektor lesen muss, so kann mich das ärgern (bis: ich fühle mich verarscht). Dann kann es schon sein ,das man bei den anderen Antworten unbewusst einen strengeren Masstab anlegt. Sofern das möglich ist, passiert natürlich nicht bei allen Fächern.

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Naja ich würde auch was hinschreiben. Wo nichts ist kann man auch nichts finden.

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Richtig. Ich würde auch immer was hinschreiben. Bei 6 Punkten halt keine 10 Seiten, sondern nur 5-6 Sätze (unbestimmter Länge :rolleyes:) ...

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Ich gehöre auch zu den Menschen, die lieber gar nichts hinschreiben, als irgendwelchen Schrott. Neulich hatte ich zb die Frage 'was sind Trigger und welche kennst du' -> ich weiß nicht was das ist, also kenne ich auch keine. Die Frage blieb also leer.

Wenn ich eine leise Ahnung habe, was die Frage sein könnte, schreibe ich das schon hin. Aber auch eher kurz als zu lang. Ganz offensichtlich falsches würde mich als Korrektor nerven, (will der mich veräppeln?)

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Also ich versuche mir dann immer was aus den Fingern zu ziehen. In meiner letzten Prüfung hat das wirklich gut funktioniert. Da bin ich von knapp über 50% ausgegangen und war schlussendlich bei 84%.

Aber wirklich Romane würde ich auch nicht schreiben.

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