Ein Traum wird wahr!

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Glücklich bis zum Anschlag!

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LillyRocks

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So, liebe Freunde der gepflegten Fernstudienunterhaltung. Heute endlich gibt es wieder einen Blogbeitrag von mir. Eigentlich wollte ich den schon gestern verfassen, aber da ich total durchgedreht bin und aus dem Häuschen war, konnte ich mein Vorhaben leider nicht realisieren.

Fakten:

-Am 27.11.2012 hatte ich vorfristig (15.12.2012 war offizieller Termin) meine Bachelorarbeit zum Thema: "Das Krankenhaus 2025 - Megatrends und ihre Folgen" abgegeben.

-Vorgestern stand das Ergebnis im Notenblatt und gestern kamen die vom Dekan des Fachbereiches abgezeichneten Gutachten zur Bachelorarbeit.

-Den beiliegenden Widerspruchsverzicht habe ich heute versandt.

-Die Erstprüferin hat ihre Bewertung bereits am 09.12.2012 an die Hochschule geschickt, der Zweitprüfer am 20.01.2013, vom Dekan abgezeichnet wurde am 28.01.2013.

-Das Gutachten der Erstprüferin ist sehr umfangreich und erstreckt sich auf zwei kleingeschriebenen DIN-A-4-Seiten. Für mich war es sehr lehrreich, dieses GA zu lesen. Es wurde zwei Sätze aufgegriffen, die besser bzw. genauer hätten sein können. Alles in allem steckt aber wahnsinnig viel Lob darin, was mich natürlich sehr freut.

-Das GA des Zweitprüfers ca 1/3 der Textmenge im Vergleich zum Erstgutachten. Es wird inhaltlich nicht so tief gegangen wie beim GA der Erstprüferin, enthält aber alle relevanten Punkte.

-Beide Gutachter loben vor allem die Qualität, Quantität und qualifizierte Auseinandersetzung mit den Quellen, den durchgehend vorhandenen roten Faden und hervorragende Argumentationslinie. Bei den formalen Kriterien werden alle Punkte mit absolut fehlerfrei und ausgezeichnet bewertet.

Wie oft habe ich mir das in den letzten Wochen vorgestellt! Ich öffne mein Notenblatt im WebCampus, die Zeile der Bachelor-Arbeit ist endlich grün markiert und hinten steht eine schöne schöne Note. Und dann gibt es nur noch Freude. Keine Enttäuschung, kein grämen, einfach nur echte, pure, ausgelassene Freude. Ich habe mit anderen FI´lern mitgefiebert und als eeeeeeeendlich die Note von Chillie kam, da dachte ich: wooooooow! Eine 1,1 in der Bachelorarbeit! Unfassbar! ich würde ausrasten, wenn ich so eine Note bekommen sollte. Dann HannoverKathrin mit 1,5! Heidewitzka! Bei solchen Vorlagen ist es gar nicht so einfach, ruhig zu bleiben, obwohl ich im Studium immer versucht habe, meine eigene Linie zu verfolgen und mich nicht verrückt machen zu lassen, gab es doch ab und zu Dinge, die mich nervös gemacht haben. In 90% Prozent der Fälle, habe ich falsch gelegen, was die Ergebnisse betraf. Meistens habe ich mich selbst heillos unterschätzt, aber ein paar Mal war ich auch bitter enttäuscht - bei Noten, bei denen andere Studenten sich total gefreut hätten. Wenn ich an Rechnungswesen denke, bekomme ich heute noch Gänsehaut. Eine 2,7 und für mich ist fast die Welt untergegangen. Unglaublich, wie viel ich für dieses Fach gelernt hatte, wie viel Zeit und vor allen Disziplin und Anstrengung ich aufbringen musste. Und dann so eine Note, für mich unglaublich schlimm.

Eines der schwersten Dinge in diesem Studium war für mich, auch solche Leistungen als super anzuerkennen, mir klar zu machen, dass ich als absolute Mathematik-Idiotin mit dieser Leistung wirklich zufrieden sein kann. Dass es nicht normal ist, Vollzeit zu arbeiten, Überstunden zu machen und im Studium in Regelstudienzeit ständig Top-Leistungen zu vollbringen. Aber heute und hier, an diesem Schreibtisch, an dem ich so viele Stunden Studienzeit verbracht habe, bin ich sehr sehr stolz, auf jede einzelne Leistung. Denn wenn man sich und seine Leistung als schlecht einstuft, ist es ja immer hilfreich, das Gefühl zu objektivieren. Also habe ich mal eine kleine Notenstatistik erstellt und festgestellt, dass ich außer einmal immer weit über dem Durchschnitt lag. Sogar bei Rechnungswesen, die Durchschnittsnote war 3,3. Außer einer Menge Stoff habe ich in diesem Studium eine Menge über mich selbst gelernt. Vor allem, mich und meine Gedanken zu reflektieren, mich bewusst selbst zu pflegen und Vertrauen in mich selbst zu haben. Und allein deswegen hat es sich gelohnt. Jede einzelne Stunde.

Da ich weiss, dass es hier ein paar Menschen gibt, die sich für den Ausgang des Studiums in Zahlen interessieren, hier noch ein paar Fakten zur Note:

-Anfang dieser Woche rief ich in HH an, um zu fragen, ob die Gutachten schon da seien. Mir wurde gesagt, ja, eingegangen am soundsovielten und dann war Stille. Plötzlich hörte ich ein lautes "Boooooaaaaahhhh! Was für eine Note!" in der Leitung. Ich bin fast durchgedreht aber ich hab mich nicht getraut, nach der Note zu fragen. Die Dame hat mir dann gleich zweimal zur tollen Leistung gratuliert und ich hab mich schon ein bisschen dolle gefreut.

-Seit zwei Tagen habe ich das Ergebnis ja schriftlich und irgendwie bin ich immer noch ein bisschen ungläubig. Gestern habe ich sogar darüber nachgedacht, ob sich die Dozenten vielleicht vertippt haben, als sie die Note eingetragen haben.

:001_wub:Also, lange Rede, kurzer Sinn. Es ist eine gigantische, unfassbare, wunderschöne, verrückte, total abgefahrene, wahnsinnige, krasse und sehr sehr gut aussehende :thumbup::thumbup: 1,0 :thumbup::thumbup: geworden! "Somit ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel die Gesamtnote 1,0." Was für ein schöööööner Satz! Für die Endnote bedeutet das, dass ich meinen Best-Case erreiche und mit 1,3 abschließe. Ich kann es nicht glauben! Juhu!Juhu!Juhu!Juhu!Juhu!Juhu!:001_wub:

Ich habe mir vorgenommen, mich mindestens zweimal jeden Tag für drei Wochen über dieses abgefahrene Spitzenergebnis zu freuen. Das muss gefeiert werden, gestern habe ich damit angefangen und es war sehr sehr schön, lustig und ausgelassen. Nach viel Arbeit kommt jetzt viel Entspannung und bewusste Belohnung.

ABER: Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr mich hier so schnell los werdet. Weitere Infos zu gegebener Zeit.

Machts gut, bis bald,

Eure vor Freude total ausgeflippte Lilly.


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15 Kommentare


Wahnsinn! Ich gratuliere! Boah, das ist echt ein tolles Ergebnis :thumbup:

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Wow, wow, wow Lilly! Ich freue mich mit dir, eine grandiose Leistung. Herzlichen Glückwunsch Streber! :thumbup:

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Wow! Davon kann man ja nur träumen. Und du hast deinen Traum verwirklicht! Glückwunsch! :thumbup1:

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Hast Du jetzt wirklich Chilli getoppt! Meinen allerherzlichsten Glückwunsch!!!!!!!!!!

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Herzlichen Glückwunsch zur Traumnote! Vielen Dank für das tolle Foto, deine Freude ist richtig ansteckend!

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Wahnsinn!!! Was für ein tolles Ergebnis. Chapeau!!!

Und das Foto spricht Bände! Wie schön! Da kann man sich nur mitfreuen!

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Willkommen im Club ;) SO soll die Note einer Arbeit aussehen, an der man monatelang gearbeitet hat - für die man geschwitzt hat - für die man meterdicke Bücher gelesen hat - für die man so manche private Aktion hat sausen lassen - mit der man sich herumgeschlagen hat - die man am liebsten zwischendurch ins Feuer geworfen hätte - bei der man manchen Satz 7mal umgestellt hat ...

... und auf deren Note man weitaus länger gewartet hat als auf jede andere Note im Studium.

Herzlichen Glückwunsch zur tollen Leistung! Du darfst mit Recht STOLZ sein!

und nicht zu vergessen:

STREBERIN!

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Wow, Herzlichen Glückwunsch zu dieser gigantischen Leistung!!! Ich hoffe, du feierst ordentlich!!

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Un-fucking-fassbar!!!

und

Glückwunsch!

Außer einer Menge Stoff habe ich in diesem Studium eine Menge über mich selbst gelernt.

Dafür geb ich Dir übrigens eine höchstpersönliche 1,0!

P.S: Streeeeeber ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Das ist wohl nicht mehr zu toppen - Wahnsinn :-) Ganz herzlichen Glückwunsch!

Un-fucking-fassbar!!!

Wie bitte? ;-)

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Vielen vielen Dank Euch allen für die lieben und zahlreichen Glückwünsche!!! Das ist ja, wie noch eine 1,0 zu bekommen :001_wub:

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HannoverKathrin

Geschrieben

Wow da hab ich am Wochenende ja richtig was verpasst :)

Mit etwas Verspätung aber trotzdem ebenso herzlich: HERZLICHEN GLUECKWUNSCH !!!

Super dass du dich und deine Erwartungen derartig übertreffen konntest. Mit der 1,0 hast du den gelungenen Abschlusspunkt gesetzt. Ich freu mich für dich!

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    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 3
      Hallo,
      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
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      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.