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Naturwissenschaft in der Schule

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Rumpelstilz

39 Aufrufe

Hier eine knappe Zusammenfassung des 'science curriculum'-Aufsatzes, den ich gestern und heute gelesen habe:

Unterricht in Naturwissenschaften ist traditionell als Vorbereitung auf weiterführende Studien ausgerichtet. Im Gymnasium werden diese Fächer so unterrichtet, dass die (guten) Schüler auf ein naturwissenschaftliches STudium an der Uni vorbereitet sind.

In der Grundschule haben diese Fächer einen sehr kleinen Stellenwert, da in der 'science'-Szene überwiegend davon ausgegangen wird, dass man eine solide Grundlage vor allem in Mathe haben muss, um z.B. Physik überhaupt zu verstehen.

Diese Situation führ dazu, dass die naturwissenschaftlichen Fächer als "schwierig" gelten und vor allem "gute" Schüler dazu angeregt werden, sie auf der gymnasialen OBerstufe zu belegen. Die hegemoniale Rolle, die lange Zeit die Sprachen hatten, wurde in der zweiten Hälfte des 20.Jh von den Naturwissenschaften übernommen: 'Gut' in diesen Fächern sind vor allem Schüler, die generell 'gut' in der Schule sind.

In der Folge sind die Fächer für weniger gute Schüler langweilig bis nicht nachvollziehbar. Die Lehrer sehen sich mit gelangweilten und überforderten Schülern konfrontiert.

Es wird plädiert für einen naturwissenschaftlichen Unterricht, der nicht überwiegend auf abstrahierten und realitätsfremden Laborexperimenten unter optimierten Bedingungen beruht. Anstatt dessen soll ein 'erzählerischer' Ansatz gefunden werden, in dem versucht wird, zu erklären, wie die Natur funktioniert - anstatt dies stets nur zu berechnen.

Die Zielsetzung soll nicht nur sein, die Schüler auf ein akademisches Studium vorzubereiten, sondern als informierter Bürger an Diskussionen, die naturwissenschaftliche Kenntnisse erfordern (z.B. genetisch veränderte Pflanzen, Nuklearkraft, Impfungen,...) teilzunehmen.

So, das ist sehr knapp und auch nur ein Auszug. Leider muss ich jetzt in die Arbeit und muss mir das 'Gedanken machen' darüber etwas aufschieben.


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10 Kommentare


Fernstudienakademie

Geschrieben

Danke für den spannenden Bericht!

Ich meine, mal vor einigen Jahren einen Aufsatz (?) oder einen Zeitungsbericht (?) gelesen zu haben, dass diese Zurückhaltung bei naturwissenschaftlichen Themen in der Grundschule oftmals an den Interessen der Grundschüler vorbei geht.

Auf eine Kurzformel gebracht:

In der Grundschule würden sich Grunschüler sehr für Naturwissenschaft interessieren, sie "müssen" sich aber vornehmlich mit der Entwicklung ihrer Sozialkompetenz und "sozialen Themen" beschäftigen (was natürlich auch enorm wichtig ist...)

In den weiterführenden Schulen ist es dagegen anders herum: Die Schüler würden sich gerne mit sozialen Themen beschäftigen, "müssen" sich aber vermehrt mit naturwissenschaftlichen Fragen auseinander setzen.

Leider habe ich die Quelle nicht mehr parat - auch ist es ja nicht so, dass es nur "den" Schüler gibt, den nur ein einziges Thema interessiert. Da hat natürlich jeder Schüler ganz individuelle Interessen. Aber ich glaube, dass an der Tendenz schon etwas dran sein könnte.

Wie siehst Du das, Rumpelstilz?

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Ich sehe einen weiteren Aspekt. Deutsche Grundschullehrer sind überwiegend weiblich und selber genau in der beschriebenen Tradition erzogen. Das verlorene naturwissenschaftliche Interesse dieser Mehrheit schlägt dann in der Ausrichtung der gesamten Grundschule durch. Die Mädchenquote sank bei uns mit dem Anteil an Mathematik (Biologie->Chemie->Physik), an Mädchengymnasien ist die Verteilung vielfach ausgeglichener :confused:

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Naturwissenschaften werden an der Schule eher vernachlässigt. Dafür sind mehr Laberfächer drin. so gesehen hat sich alles verschlechtert.

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Danke für eure Rückmeldungen, das ist ja sehr spannend und bereichernd! (gerne mehr...)

Meine eigene Erfahrung ist, dass ich mich bis etwa 14 Jahre sehr für Naturwissenschaften interessiert habe. Ich bin z.B. oft in technische Museen , zu "Wissenschaftstagen" gegangen, habe entsprechende Bücher aus der Bib geliehen etc.. Als ich in der Schule dann endlich Physik etc. hatte, war ich nach kurzer Zeit sehr enttäuscht: Die Einführung in jedes Thema (z.B. Strömungslehre) fand ich immer interessant, da man versucht hat (sich) zu erklären, warum welche Dinge passieren. Nach kurzer Zeit sollte man dann aber alles berechnen. Und bei diesem Rechnen ging es nicht mehr um die Realität, sonder stets um irgendwelche angenommene Idealzustände. Für mich hatte das nichts mehr damit zu tun, wie die Dinge sind. Ich habe den "Kontakt" zu dem, was passiert, verloren. Vermutlich hätte ich gebraucht, dass man nicht nur "science" lernt, sondern auch "über science": Warum Modelle, warum Idealzustände, welche Schlüsse werden daraus gezogen, etc.

Die Idee, die Fernstudienakademie skizziert finde ich sehr interessant. Natürlich ist es extrem ausgedrückt, aber ein Ausgleich (mehr Naturwissenschaften in der Grundschule, mehr Sozialwissenschaft auf der Oberstufe) wäre sicher interessant. Falls dir die Quelle zufällig mal noch in den Sinn/in die Finger kommen sollte, ich wäre also interessiert!

Und ja, auch Wasserfalls Bemerkung finde ich völlig richtig. Ich bin genau so eine Grundschullehrerin. Naturwissenschaften waren bei uns in der Ausbildung praktisch kein Thema. Was mir auch noch auffällt: Wenn etwas naturwissenschaftliches gemacht wird in der Grundschule, dann wird es oft sehr sprachlastig aufgearbeitet. Das ist ein Nachteil für viele naturwissenschaftlich interessierte SchülerInnen.

Das ist für mich der Punkt, der Jedis Aussage noch am nächsten kommt. Ansonsten kann ich diese nicht recht nachvollziehen. Wo siehst du mehr "Laberfächer" als Naturwissenschaften und im Vergleich zu wann "früher"?

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@Rumpi

Ich meinte das Verhält der Stunden von Mathe+Nawi mit geisteswiss. Fächern.

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Welche Schulstufe meinst du da und hast du einen (ungefähren) Vergleich von heute mit "früher"? (Ich komme aus der Schweiz, bei uns mag das anders sein).

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@Rumpi

Ich meinte eigentlich das nach der Grundschule. Da gibt es weniger Mathe und Naturwissenschaften als andere Fächer.

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Für Physik, Mathe und Chemie habe ich mich erst nach dem Gymnasium (Bayern) begeistern können. Und zwar genau dann, wenn es einen praktischen Bezug zu meinem Leben hatte. Wenn ich Dinge verstehen wollte. Da habe ich mir schon oft gewünscht, dass ich in der Schule besser aufgepasst hätte. An "Science" in der Grundschule (bayerische Dorfschule) kann ich mich nicht erinnern. Wir hatten HSK Heimat- und Sachkunde, da haben wir z.B. auch über heimische Tiere und Pflanzen gelernt. HSK war ein absolutes Lieblingsfach. Auf dem Gymnasium verschwand die Lust. Da gab es keine praktischen Erfahrungen mehr. Nur noch Theorie. Ich kann mich an kein einziges Experiment erinnern. Das war auch bei Freunden, die auf andere Gymnasien gingen. Wir haben uns da neulich im Bekanntenkreis darüber unterhalten. Praktische Naturwissenschaften hatten nur die Hauptschüler und Realschüler. Mein Freund, der in Hamburg zur Schule ging, schwärmt von dem Unterrricht in den Naturwissenschaften, da sie immer sehr viel auf eigenen Faust experimentieren durften.

Im Sinne von Lernen zu Lernen, finde ich es angebracht weniger Theorie zu pauken, aber dafür Neugier auf Science zu wecken. Zumindest bis Ende der Mittelstufe. In der Oberstufe spezialisiert man sich ja eh, da kann man Schülern wahrscheinlich auch die dazugehörige Theorie näher bringen und sie so auf ein Studium vorbereiten.

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Alles sehr interessant.

Ich kann mir auch vorstellen, dass es zum Teil eine Personal/Geld Sache ist (wie so oft). Es ist einfacher die Schüler in die Bänke zu setzen und Theorie beizubringen, als ein Labor zur Verfügung zu stellen oder mit ihnen hinaus in die Natur, etc. zu gehen (in welchem Fall vor allem für Jüngere mehr Aufsichtspersonal benötigt wird). Ausflüge zu wissenschaftlichen Museen kosten auch Geld.

Ich bin sicher, dass es wie in den obigen Kommentaren erwähnt eine Philosophie Sache ist.

Ich habe auch selbst erlebt, dass es grosse Unterschiede gibt wie Jungen und Mädchen an die NaWis herangeführt werden. Ich hoffe, dass es heutzutage weniger Unterschiede gibt.

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Interessant in diesem Aufsatz war, dass eben gerade nicht für Labore und Museen plädiert worden ist. In den 70ern (es ging da um Australien) seien vielen Gymnasien teure Labore eingerichtet worden, deren Nutzen bestritten wird. In Laboren würden winzige Ausschnitte aus den Naturwissenschaften in völlig abstrahierten Situationen ausprobiert, die weder einen Bezug zum Leben noch zu dem, was im normalen Schulzimmer gelehrt wird, hat. Und ich muss sagen: in meinem Fall war das genau so.

In dem Aufsatz wurde für einen "erzählerischer" Ansatz plädiert. Soweit ich es verstanden habe, geht es darum, die Dinge zu erklären und nicht gleich zu berechnen.

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      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
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      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
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      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 5
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link