MOOCs, Seminare und Onlinekurse

  • Einträge
    36
  • Kommentare
    169
  • Aufrufe
    1.232

Benötigen MOOCs eine ZFU-Zulassung?

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Markus Jung

79 Aufrufe

Wie viele andere Fragen rund um MOOCs lässt sich auch die Frage nach der ZFU-Zulassungspflicht für MOOCs nicht mit einem klaren "ja" oder "nein" beantworten. Dies liegt vor allem daran, dass es verschiedene Arten von MOOCs gibt, die unterschiedlich gestaltet sind.

Im Wiki zum MMC13 gibt es einen sehr ausführlichen Beitrag zur ZFU-Zulassung, der zu einem großen Teil von Dörte Giebel verfasst wurde, die schon seit vielen Jahren in Sachen Fernunterricht unterwegs ist. Ich selbst habe den Artikel auch in einem kleinen Punkt zu den Hobby-Kursen ergänzt und werde beobachten, wie er sich weiter entwickelt.

Kurzgefasst müssen die gleichen Kriterien geprüft werden, die auch für andere Weiterbildungen untersucht werden müssen:

1. Gibt es einen Vertrag?

2. Ist das Angebot kostenpflichtig?

3. Wird überwiegend über die Distanz gelernt/gelehrt?

4. Findet eine Lernerfolgskontrolle statt?

Da alle vier Kriterien erfüllt sein müssen, fallen die bisher in Deutschland angebotenen Kurse nach meiner Einschätzung nicht unter die ZFU-Pflicht, da die Angebote ohne formellen Vertrag angeboten werden (teilweise ist ja eine Teilnahme sogar ohne Anmeldung möglich) und die Kurse kostenfrei sind. Das Kriterium "Distanz" hingegen dürfte meist erfüllt sein, sofern nicht komplett mit Live-Onlinevorlesungen gearbeitet wird. Eine Lernerfolgskontrolle/Betreuung gibt es bisher allenfalls in Ansätzen.

Im Moment gibt es im Bereich MOOCs aber viele Entwicklungen und bei einigen Überlegungen (zum Beispiel Prüfungen kostenpflichtig unter Aufsicht anzubieten, was dann sicherlich auch einen Vertrag in irgendeiner Form erfordern würde) kann ich mir gut vorstellen, dass dadurch eine ZFU-Zulassungspflicht entstehen könnte. Daran merkt man dann auch, dass MOOCs (vor allem xMOOCs, bei denen die Wissensvermittlung im Mittelpunkt steht) vom Konzept des Fernunterrichts manchmal gar nicht so weit entfernt sind.

Zu überlegen ist dann auch immer noch, ob es sich nur um einen reinen Hobby-Kurs handelt, für den dann allerdings (wenn die sonstigen oben genannten Kriterien erfüllt sind) immer noch eine ZFU-Registrierung statt einer Zulassung anfallen würde.

Der o. g. Wiki-Eintrag kommt dann auch zu dem Fazit:

Erst wenn die Betreuung und Lernerfolgskontrollen im Rahmen eines MOOCs kostenpflichtig angeboten werden, muss über einen Antrag auf Zulassung bei der ZFU-Zulassung nachgedacht werden.

http://howtomooc.org/wiki/index.php/ZFU-Zulassung


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


4 Kommentare


Fernstudienakademie

Geschrieben

Interessanter Beitrag... ;)

Ich persönlich habe bei der ZFU im Moment den Eindruck, dass die Grenzen, welche Lehrangebote zu den "Hobby-Kursen" gezählt werden, recht eng gezogen werden. Wenn auch nur ein "Hauch" von berufsbezogener Wissensvermittlung zu spüren ist, besteht die ZFU-Pflicht recht schnell.

Ich finde das - im Sinne des Verbraucherschutzes - auch ganz gut so...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

In den letzten Monaten (11/12-01/13) wurden vor allem Kurse von Laudius ohne Zulassung als Hobby-Kurse registriert:

- Kreative Schmuckgestaltung

- Exel 2007/2010

- Windows 7

- Autotechnik für Anfänger

- Elektronik für Anfänger

- Modernes Stricken

Und ein ganz exotischer Kurs der SESCHAT Fernschule für Ägyptologie UG: Hieroglyphen III

Bei dem Excel-Kurs hat mich das rein von der Überschrift schon erstmal erstaunt, weil ich hier doch auch einen Bezug zur beruflichen Nutzung sehen würde.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Fernstudienakademie

Geschrieben

Das haut mich jetzt doch um ;)

Gerade in der letzten Zeit kam bei Gesprächen mit der ZFU eher das gegenteilige Konzept zum Ausdruck, dass also sehr viele Kursideen den ganz normalen Zertifizierungsprozess durchlaufen sollten, weil sie eben keine Hobbykurse sind.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Wäre interessant, da mal die Hintergründe der ZFU zu kennen. Andere Anbieter haben ja auch Kurse zum Beispiel zu Excel im Programm, die eine Zulassung und nicht nur eine Registrierung haben.

Ich kann ja jetzt nur spekulieren und könnte mir vorstellen, dass die Laudius-Kurse so an der Oberfläche bleiben, dass diese als Hobbykurse durchgehen. Wenn man sich allerdings die Inhaltsübersicht zum Excel-Kurs anschaut, liest sich das gar nicht so oberflächlich, Auszug:

Grundlagen zur Programmbedienung

Grundlagen der Tabellenkalkulation

Mathematische Rechenoperationen

Die Zellformatierung

Von der Rechenoperation zur Funktion

Die Ausfüllfunktionen

Anpassen von Tabellenstrukturen

Erweiterte Funktionen

Verweise

Mathematische und Statistische Funktionen

Arbeiten mit Arbeitsmappen

Ausdruckgestaltung

Namen als Zelladressierungen

Vielleicht ist es auch die relativ kurze Kursdauer (4 Monate)? - Aber das alleine kann ja eigentlich auch kein Argument sein - aber wie gesagt, sind wir hier eh im Berich der Mutmaßungen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • FeThe
      Von FeThe in SRH Riedlingen: Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) 5
      Es waren verrückte zwei Monate. Eine einzige Begegnung im Supermarkt (kitschig wie im Hollywood-Film) kann plötzlich alles durcheinander bringen. Und dann wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie viel Zeit das Fernstudium doch kostet.
       
      Irgendwie konnte ich mir die Zeit in den ersten Semestern gut organisieren. Das lag einfach daran, dass ich mich kaum nach jemandem richten musste. Der Arbeitgeber ist flexibel, ich bin in keinem Verein aktiv, der mir feste Termine vorschreibt, meine Familie wohnt so weit weg, dass ich den Kontakt häufig nur per Telefon pflege und auch meine Freunde nehmen so viel Rücksicht, dass sie mir bei Hausarbeiten und Klausurvorbereitung in keinster Weise „im Weg stehen". So war es kein Problem die Abende der Woche mal beim Sport oder mal vor der Studienbriefen zu verbringen. Ich kam gut durch und konnte meine selbst gesteckten Ziele einhalten.
       
      Doch dann kam der (zugegeben positive) Windstoß, der mein Kartenhaus-Zeitkonstrukt zusammenbrechen ließ. Plötzlich war da ein neuer Mensch mit dem man gern Zeit verbringen und ihn in den Alltag integrieren möchte. Und dann fällt auf, dass dafür im Fernstudien-Konstrukt gar kein richtiger Platz ist. Alle Wochentage waren mit Arbeit bis zum frühen Abend und mit Sport und Studium am Abend reserviert. Die Tage am Wochenende am Vormittag mit Studium, ab Nachmittag mit Freunden und Unternehmungen.
       
      In der Euphorie musste das Fernstudium in den letzten Wochen dann ganz hinten anstehen. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, weshalb das Kartenhaus gerade neu zusammengesetzt wird. Mein Respekt vor denen, die neben sich selbst und ihrer Motivation noch den Partner, Kinder und den vielleicht nicht ganz so flexiblen Arbeitgeber organiseren müssen, ist gehörig gewachsen.
       
      Und mein Stolz darauf, hoffentlich im nächsten Jahr das Fernstudium abzuschließen, wird sicher auch nicht weniger werden
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker
       
    • 0x6C23
      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
      Viele Probleme brachten mich vor einiger Zeit dazu das Gymnasium zu verlassen - meine wahrscheinlich dümmste Idee seit langem. Ich ging also auf die Realschule um wenigstens die mittlere Reife zu erlangen und danach zu entscheiden, wie es weiter geht. Ich war ehrlich gesagt total unterfordert, die Probleme in meinem Privatleben waren zudem noch immer präsent. Ich war sehr selten in der Schule, des öfteren wurde ich von einer Klassenarbeit in der ersten Stunde überrascht und obwohl ich kaum etwas vom Unterrichtsstoff mitbekam schrieb ich meistens die beste Arbeit. Schon witzig, das man als Klassenbester das Zeugnis verweigert bekommt, da man zu oft gefehlt hat. Ein Hoch auf das deutsche Schulsystem.
       
      Richtig. Mittlere Reife? Nope. Was tun? Externenprüfung! Also ging ich kurz darauf total unvorbereitet zur Externenprüfung und bestand diese auch. Da ist sie also, die mittlere Reife. Sie bringt mir jedoch nicht allzu viel, also muss es ein Abitur sein. Ich wollte schon immer Studieren, abgesehen von der Möglichkeit sich mit einer goldenen Idee selbständig zu machen ist das Studium der einzige Weg zum Erfolg. 
       
      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
      Themenschwerpunkte Mathematik: Fünf DinA4 Seiten. Geschichte? Biologie? ... Ich finde alles, nur nicht dass was ich finden will. Vielleicht findet es jemand weniger kompliziert als ich, oder hat schon mal einen solchen Plan erstellt und wäre dazu bereit mir weiterzuhelfen.
       
      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich.