MOOCs, Seminare und Onlinekurse

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ich.kurs 2013 - ein nicht ganz kostenloser MOOC zum Thema Persönlichkeitsentwicklung

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Markus Jung

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blogentry-4-144309787122_thumb.jpgDie bisherigen MOOCs (insbesondere die in Deutschland über openHPI angebotenen) stammen vorwiegend aus dem technischen Bereich, häufig aus der IT bzw. dem Internet. Eine Ausnahme war hier sicherlich der MMC13, der aber als Meta-MOOC über MOOCs eh einen besonderen Status hatte.

Nun startet am im April der ich.kurs 2013, der sich als offener Online-Kurs zum Thema Coaching und Persönlichkeitsentwicklung versteht. Der Kurs umfasst sechs Einheiten und geht es vom 22. April bis 05. August 2013. Dabei werden die Themen Kommunikation, Ziele, Werte, Beliefs, Kreativität und Emotion behandelt. Einen kurzen Überblick liefert auch dieses Teaser-Video.

Jede Einheit des Online-Kurses besteht aus einem kurzen Video und einführenden Texten. Außerdem gibt es jeweils weiterführende Leseempfehlungen, Interviews mit Coachs und Experten, Übungen und Aufgaben zum Ausprobieren. Grundlage für den ich.kurs 2013 ist das ich.raum Coaching-Konzept, das von dem Diplom-Psychologen Dr. Johannes Moskaliuk entwickelt wurde.

Neben dem für MOOCs eher ungewöhnlichen Inhalt ist auch das Konzept des Kurses etwas Besonderes: Es handelt sich um den Versuch, einen MOOC als privatwirtschaftliches Bildungsangebot durchzuführen, damit also Geld zu verdienen, zumindest aber die Kosten (die mit 10.000 Euro angegeben werden) zu decken.

Während die Basis-Mitgliedschaft kostenfrei ist und alle Lehrmaterialien offen zugänglich im Internet bereit gestellt werden, muss für Zusatzleistungen gezahlt werden. Es gibt folgende Konzepte:

Mitgliedschaft Free

  • kostenlos
  • Online-Zugriff auf alle Inhalte des Kurses
  • E-Mail Info zum Start jeder neuen Einheit

Mitgliedschaft Active

zusätzlich zur Mitgliedschaft Free:

  • Papier-Heft zum Start (40 DIN A6-Seiten mit Ideen und Anregungen)
  • Zugang zur geschlossenen Kursplattform

Kosten: 12,90 Euro

Mitgliedschaft Premium

zusätzlich zur Mitgliedschaft Active:

  • Sechs weitere Papierhefte mit Ideen, Übungen und Anregungen zur jeweiligen Einheit
  • Teilnahmebestätigung

Kosten: 49,00 Euro

Dann gibt es noch ein Sonderformat Mitgliedschaft Professional, das sich an Menschen richtet, die sich im Rahmen des ich.kurs 2013 als Coach, Trainer, Berater oder Experte für die Themen des Kurses präsentieren möchten und für 49,00 Euro zusätzlich zu den Leistungen der Active-Mitgliedschaft die Möglichkeit erhalten, ein öffentliches Profil anzulegen, eigene Inhalte zu den einzelnen Themen auf der Kursplattform einzustellen und eigenen Termine und Veranstaltungen im Kalender einzutragen.

Letztlich ist es auch noch möglich als Sponsor aufzutreten. Die Kosten dafür wurden nicht veröffentlicht.

Werbung in einem MOOC?

Dass für die Anbieter professionell gemachter Online-Kurse auf Dauer auch etwas bezahlt werden muss, wenn diese nicht nur als Marketing-Aktion durchgeführt werden, kann ich nachvollziehen und den Preis für die Active-Mitgliedschaft halte ich auch für durchaus angemessen, während ich noch überlegen muss, ob ich auch bereit wäre, den Preis von 49 Euro für die Active-Mitgliedschaft zu bezahlen. Auf das Papier kann ich gut verzichten und die Teilnahmebestätigung halte ich für eher wertlos, da es keine Leistungsüberprüfung gibt und ich auch meine Anmeldebestätigung als Beleg nutzen könnte.

Was mich persönlich aber stört, sind die Möglichkeiten, die professionellen im Rahmen des Sponsorings bzw. der Profesional-Mitgliedschaft eingeräumt werden. So wie ich es verstehe, bekommen dann selbst die zahlenden Kursteilnehmer die wie auch immer gestalteten Sponsoring-Hinweise zu sehen sowie die zusätzlichen Inhalte. Nun könnte man davon ausgehen, dass diese im Optimalfall auch zusätzlichen Nutzen bringen, aber im Zweifel wird es sich wohl in erster Linie um eine Selbstpräsentation der Anbieter handeln. Und wenn das Kurskonzept "rund" ist, sind zusätzliche Inhalte ja eigentlich auch entbehrlich bzw. werden von den Teilnehmern im gemeinsamen Diskurs erstellt.

Ich überlege mir gerade, wie ich es empfinden würde, wenn zum Beispiel in den Unterlagen meines Fernkurses zum Psychologischen Berater bei Impulse noch zusätzliche Kapitel von anderen Fernschulen enthalten wären oder Sponsoring-Hinweise... Ich glaube, das würde mir nicht gefallen. Aber natürlich sind die Kosten bei Impulse auch höher (obwohl auch diese im Marktvergleich eher günstig sind) und es ist ein anderes Konzept.

Dennoch tue ich mich mit diesem Angebot etwas schwer, gerade auch was so meine bisherigen Vorstellungen von MOOCs angeht.

Veranstalter Johannes Moskaliuk ist Anfang Februar in seinem Blog wissen*3 im Beitrag Eine Wette in Sachen MOOCs ausführlich auf seine Überlegungen zum Konzept für den ich.kurs 2013 eingegangen. Zusammengefasst schreibt er dazu:

Letzlich handelt es sich beim ich.kurs 13 also um einen kostenlosen xMOOC, der um einen kostenpflichtigen cMOOC ergänzt werden kann. Die Gäste können auf alle Inhalte der Kurses kostenfrei zugreifen, wer von einer Community profitieren will, bezahlt dafür einen Teilnahme-Beitrag und erhält damit Zugriff auf den geschlossenen, moderierten sozialen Layer. Und: Wer zusätzliche etwas Handfestes will – der kann die Premium-Version des Kurses buchen, dann wird aus dem xMOOC mit kostenpflichten cMOOC Anteilen ein Premium-cMOOC inkl. Offline-Inhalten.

Nach diesem Blogbeitrag steht auch noch gar nicht fest, ob der Kurs durchgeführt wird - er beginnt nur, wenn bis Ende März entweder Zusagen über insgesamt 5.000 Euro vorliegen (durch kostenpflichtige Anmeldungen oder Sponsoring) oder es mindestens 1.000 Anmeldungen zum Kurs gibt. Bezahlt werden muss aber nur, wenn der Kurs auch wirklich durchgeführt wird.

Sehr interessant ist übrigens auch die Diskussion unter dem Blogbeitrag.

Handelt es sich hier um einen Online-Fernkurs? Ist eine ZFU-Zulassung notwendig?

Neben der Frage der "Werbung" beschäftigt mich auch die Frage, ob es sich hier wirklich um einen MOOC handelt, oder ob es nicht viel mehr ein online-basierter Fernlehrgang ist, der unter einem anderen Label läuft, das gerade modern ist. Damit verbunden wäre dann auch die Frage, ob eine ZFU-Zulassung notwendig ist. Auch darüber wird in den Kommentaren zum oben genannten Blogbeitrag diskutiert. Johannes Moskaliuk ist der Meinung, dass keine ZFU-Zulassung anfällt, da es keine Lernerfolgskontrolle gibt. Andererseits gibt es aber Mentoren zu den einzelnen Einheiten. Und diese werden ja sicherlich auch Rückmeldungen geben, zum Beispiel zu Forenbeiträgen. Ist das nicht schon ausreichend für die Notwendigkeit einer ZFU-Zulassung, vergleichbar zu Fernlehrgängen, die ohne Abschlussprüfung durchgeführt werden, sondern nur mit Einsendeaufgaben (die Einsendeaufgaben sehe ich im ich.kurs 2013 in den Forenbeiträgen). Was allerdings gut sein kann ist, dass dieser Kurs ein reiner Hobby-Kurs ist. Aber selbst dann müsste er durch die ZFU ja zumindest registriert werden, oder? Aber ich vermute mal, dass dies im Vorfeld abgeklärt wurde - die oben stehenden Gedanken sind nur meine persönlichen Überlegungen und stellen keinesfalls eine rechtliche Bewertung da.

Wer von euch ist dabei?

Wie sieht es denn mit euch aus? Habt ihr Lust, an dem Kurs teilzunehmen, und sei es nur aus Neugierde? Die Basis-Teilnahme ist ja kostenlos und eine Diskussion über die Inhalt der einzelnen Einheiten könnte ja auch an anderer Stelle, zum Beispiel hier in einer Gruppe oder in den verschiedenen Blogs stattfinden - ganz so wie es eigentlich das "c" für connectivism in cMOOCs vorsieht und wie es zum Beispiel im MMC13 praktiziert wurde. Ich selbst werde die 12,90 Euro für die Active-Mitgliedschaft investieren, da mich sehr interessiert, wie die Kursplattform aufgebaut sein wird und wie diese angenommen wird. Natürlich werde ich hier im Blog und wohl auch in ein paar Videos ausführlich über meine Teilnahme berichten. Zum Glück ist die Kursdauer auch etwas mehr gestreckt als beim MMC13 (April bis August), so dass ich hoffe, dies auch zeitlich gut hin zu bekommen. Und wer weiß, vielleicht lerne ich ja sogar noch ein bisschen was über mich?


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10 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Eine interessante Aussage zu diesem Kursangebot von MOOC-Expertin Dörte Giebel (eine der Initatoren für den MMC13 Mooc Maker Course) bei Twitter:

@fernstudium Ich hab mich entschieden: Online-Kurs ohne kostenfreien Zugang zur Lern Community ist kein #MOOC. Ich werd zum Hardliner. ;)

— Dörte Giebel (@dieGoerelebt) 26. Februar 2013

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Abgesehen davon, dass ich keine Zeit habe und mich die Inhalte nicht sehr interessieren: Mir geht es wie Frau Giebel: Ich finde, die Lern Community ist essentieller Bestandteil eines MOOC. Deshalb sollte der Zugang zudieser für mich gefühlsmässig auch 'open' sein. Gebühren finde ich angebracht für ergänzende Inhalte (wie Hefte etc.), allfällige persönliche Kursbetreuung (sowas wie Einsendeaufgaben etc.) und Lernzielüberprüfungen (Abschlussprüfung für Zertifikat etc.).

Aber das ist nur, was mein Gefühl mir sagt. Ich finde es völlig gerechtfertigt und auch interessant, so einen Kurs anzubieten und zu sehen, wie die Resonanz ist. Gleiches gilt für die Sache mit dem Sponsoring.

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Danke für den umfangreichen Beitrag!

Zum zentralen Punkt "Werbung im MOOC": In der geschlossenen Kursplattform zu der alle ab Active-Mitgliedschaft Zugang haben gibt es keine Unterschiede zwischen den Teilnehmenden was die Rechte angeht: Jeder kann eigene Inhalte bereitstellen. Hier kann ich naturgemäß nicht sicher stellen, dass da auch Werbung für sich selbst oder Produkte drunter ist, so wie das ja in einem "echten" MOOC auch der Fall ist.

Die Professionals haben Schreibzugriff zum Kursblog unter ichkurs.de/blog, die eigentlich Kursinhalte sind separat erreichbar unter ichkurs.de/einheiten Damit kann ich als Nutzer also entscheiden, was ich will: Nur "offiziellen" Kursinhalt, oder Blog inkl. Rauschen von Professionales. Das ist allerdings mit der Unterscheidung Kursplattform vs. geschlossene Kursplattform auf der Webseite ichkurs.de nicht so ganz klar formuliert, wir passen das an!

P.S.: Die Frage nach der Finanzierung von Web 2.0-Angebote habe ich schonmal in Bezug auf Facebook umfangreich diskutiert: http://www.wissenmaldrei.de/vergessen-im-netz-wird-es-nicht-geben/ passt ein bisschen.

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Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für die Erläuterungen. Insbesondere die klare Trennung zwischen Kursblog und Lerninhalten finde ich gut und sinnvoll. Ich werde jetzt den Kurs mal auf mich zu kommen lassen und sicherlich hier weiter von meinen Eindrücken berichten.

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das freut micht! Ich habe großes Interesse an Rückmeldung/Kritik/Verbesserungsvorschlägen ... immer her damit!

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Ich habe mich jetzt auch für den ich.kurs angemeldet (kostenlose Mitgliedschaft). Bin mal gespannt... Würde mich freuen, wenn wir uns dann hier im Forum ein bisschen austauschen könnten.

Viele Grüße!

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Markus Jung

Geschrieben

Hallo Mauzi,

das ist ja super, dass du auch mit dabei bist :-) Wir sollten uns auf jeden Fall auch hier im Forum dazu austauschen. Soll ich eine Gruppe dafür einrichten? Vielleicht machen dann ja noch mehr mit?

Viele Grüße

Markus

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Hallo Markus,

die Idee mit der Gruppe ist super! Fände es auch toll, wenn noch mehr Leute von hier mitmachen würden :thumbup:

Viele Grüße!

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Ich wäre gern dabei...habe mich für die Premium-Mitgliedschaft angemeldet.

LG

Sarah

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Markus Jung

Geschrieben

Hier ist unsere Gruppe:

http://www.fernstudium-infos.de/groups/kurs13.html

Ich habe sie öffentlich eingestellt - jeder kann also mitmachen und die Beiträge sind auch öffentlich einsehbar. Ein geschlossenes Forum gibt es ja schon innerhalb des Kurses. Oder was meint ihr? - Können wir ja auch in der Gruppe selbst noch diskutieren.

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      Angebote der Uni
       
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      Die Module
       
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      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
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      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.