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Ich hab die Nase voll und das Schicksal kann mich mal

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Sandra82

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Schicksalsschläge verfolgen mich und meine Schul- und Berufsbildung ist von jeher verflucht gewesen.

- kurz vor den Abiturprüfungen habe ich erfahren, dass meine Mutter bösartigen Brustkrebs hat

- am Morgen meiner Ausbildungsabschlussprüfung ist mein Vater mit einer Lebervergiftung (von Medikamenten) ins Krankenhaus eingeliefert worden und wurde ins künstliche Koma versetzt

- kurz vor den ersten Prüfungen in meinem ersten Semester Wirtschaftsrecht ist meine Nichte gestorben

- kurz vor der ersten Modulprüfung im Psychologie Studium stirbt meine Mutter

Das ist aber noch nicht alles, denn ich liege ja anscheinend noch nicht genug am Boden. Nein, gestern wurde mein Hund eingeschläfert. Das war jetzt das I-Tüpfelchen auf meinem Elend und ich hadere gerade mit dem Schicksal. Was soll das bloß alles?

Montag ist die Klausur und ich habe gestern nicht einen Handschlag getan. Ich muss immer noch eine Vorlesung schauen und immer noch den Bib Kurs machen, und immer noch alles einmal wiederholen.

Ich kann nur hoffen, dass es nachher zum Bestehen reicht. Auf eine gute Note brauche ich jetzt gar nicht mehr hinarbeiten. Ich habe weder Lust noch Muße zum Lernen und ich hoffe einfach nur, dass jetzt niemand mehr stirbt.

Geknickte Grüße:(


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9 Kommentare


:( Das klingt wirklich sehr unschön. Ich kann gut verstehen, wie es dir geht. Vor einem halben Jahr sind meine Katze und meine Uroma am selben Tag gestorben und ich habe danach erstmal eine Woche lang gar nichts für die Uni geschafft. Ich denke, dass es sehr verständlich ist, wenn du jetzt nicht mehr viel lernst. Ich drücke dir die Daumen, dass die Klausur trotzdem gut klappt und hoffe, dass du dich gut von deinem Hund verabschieden konntest.

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Rumpelstilz

Geschrieben

Phu, was soll man da sagen?

Ich wünsche dir viel Kraft- und dass du dich in der Klausur ganz auf das Gelernte konzentrieren kannst. Und sonst natürlich - mehr Glück!

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Das ist ja alles ziemlich heftig. Du hast jedes Recht dich so zu fühlen. Du wärest nicht menschlich wenn du anders reagieren würdest. Mach dein Bestes und sei lieb zu dir selbst. Dann klappt was klappt, und du brauchst dir (jetzt oder später) keine Vorwürfe zu machen. Es ist schlimm, wenn Familie (ja, ein Hund gehört dazu!) einen verlisst. Und es ist ok zu trauern. Wenn du Zeit brauchst brauchst du Zeit, Klausur hin, Klausur her.

Vielleicht kannst du ja bald auf die Suche nach dem Kämpfer in dir gehen, um den Fatalismus mit 'und jetzt werd' ich dem Schicksal mal zeigen, daß ich nicht so einfach unterzukriegen bin' zu ersetzen. Denke vielleicht mal an alle die Gründe, warum du studierst. Denke an deine Kinder, an alle die positiven Sachen die dir im Leben bleiben. Das hilft vielleicht ein bisschen mit der Perspektive für die Klausur.

Alles Gute!

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Oje ich kann es teilweise nachvollziehen, meine Vater ist einen Tag vor meinen IHK-Prüfungen verstorben, ich wollte schon hinschmeißen, meine Mutter meinte ziehe es durch dein Vater wäre stolz auf dich. Ich drück dir die Daumen

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Ich danke euch sehr.

Ich habe ja viel gelernt und hoffe einfach mal, dass da genug hängen geblieben ist. Wenn nicht, dann ist es auch nicht so dramatisch, dann muss ich eben nochmal schreiben. Aber schreiben UND bestehen werde ich auf jeden Fall, egal, was passiert. Ich kann und will das Studium auf keinen Fall aufgeben, es liegt mir viel zu sehr am Herzen.

@ Zitrone: Ja, ich hab mich schon verabschiedet. Die Entscheidung zu treffen, dass dem Leben des Tieres ein Ende gesetzt werden muss, ist nicht einfach, aber notwendig. Mir wäre es lieber gewesen, dass er von allein eingeschlafen wär. Aber laut Tierärztin war es die richtige Entscheidung, alles andere hätte nichts gebracht. Er war zwar erst 11, aber Westis sind wohl generell überzüchtet.

Heute gehen meine Kinder (2 davon) zu ihrem Vater bis Montag abend, so dass ich nur den kleinen zuhause habe und am Wochenende vielleicht nochmal meine Zusammenfassungen lesen kann.

Danke für eure lieben Worte!

@ enthusiast: Du hast recht, man muss immer an das Positive denken! Das werde ich auch während der Klausur versuchen. Einfach das Lachen der Kinder im Kopf haben, dann klappt das schon :-)

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egal was man in so einem Moment sagt, es sind nicht die passenden Worte :crying:

wünsche dir viel Kraft diese Zeit zu meistern, so erfolgreich als möglich durch die Prüfungen zu kommen und dann hoffentlich bald wieder Licht am Horizont zu sehen....

viel Kraft

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Ich finde es bewundernswert, dass du trotz allem so weit gekommen bist und auch jetzt an deinem Studium festhältst! Ich kenne genug Menschen, die alles auch nur bei einem dieser Vorkommnisse hingeschmissen hätten und haben. Also drücke ich dir am Montag ganz besonders fest die Daumen!

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Ich kenne das mit der Entscheidung. Meine Katze musste ebenfalls eingeschläfert werden. Von alleine hätte sie wahrscheinlich noch länger gelebt aber dabei auch immer gelitten. Gut, dass du dich verabschieden konntest.

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mamawuschel

Geschrieben

Da ich ein total emotionaler Mensch bin fühl dich einfach unbekannterweise von mir mal gedrückt, du schaffst das auch wenn es manchmal unmöglich erscheint.

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      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.