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Beruflich bewegt sich momentan einiges. Aus einem wunderbaren miteinander und füreinander der Mitarbeiter wurde innerhalb eines halben Jahres ein Klima von Null-Fehlertoleranz und damit ein gegeneinander. Wie auch, wenn man Fehler macht, muss man diese schnellstmöglich vertuschen und weiterschieben, damit man seinen Kopf rettet. Eine kleine Gruppe von 'Aufrechten' ist geblieben, die Unzufriedenheit aber entsprechend groß.

Zusätzlich war das letzte Jahr extrem verlustreich und die einstimmige Meinung ist, dass sich der Mutterkonzern früher oder später für eine Abwicklung der Tochter, meinem Arbeitgeber, entscheiden wird.

Um diese Situation zu retten, hat der Mutterkonzern eine erneute Umstrukturierung beschlossen. Es weiß bisher niemand, wie diese aussehen wird und als Termin wurde bisher Anfang April genannt. Die letzte große Umstrukturierung ist ja auch erst rund ein halbes Jahr alt.

Mein Vorteil ist, dass ich Anfang Januar ein desaströses Projekt übernommen habe. (Kleine Anekdote: ein 'hohes Tier' ist vor versammelter Mannschaft ausgeflippt und hat den Projektleiter angeschrien und beschimpft. Das war aber noch im letzten Jahr. ) Ich scheine mich in dem Projekt bisher recht gut verkauft zu haben und bekomme Lob von allen Seiten. Den Ruf des 'Machers und Retters' habe ich inzwischen konzernweit. Das stärkt meine Position und somit habe ich derzeit keine Angst vor möglicher Arbeitslosigkeit. Die Frage ist eher, wie lange ich die derzeitige Situation noch mitmachen möchte. Ohne meinen Teamleiter, der Führungsqualitäten hat, die ich bisher nie erlebt habe, hätte ich mir schon lange etwas neues gesucht.

Zusätzlich hatte ich im Laufe der Woche ein Gespräch mit einem Personalberater. Angeregt wurde dies durch unseren Firmenvorstand (also der Tochtergesellschaft) um im Rahmen der Umstrukturierung besser argumentieren zu können. Ich habe also die Chance genutzt und alles auf den Tisch gepackt, was mir auffällt, was ich als negativ empfinde, wo ich Probleme sehe und welche Gründe ich dafür ausmache. Die Zusage war, dass alles Besprochene nur anonymisiert verwendet wird. Und selbst wenn es nicht so sein wird, kann ich mit den Konsequenzen leben.

Positiv für mich war auch, dass meinem Teamleiter das Betreuungsproblem mit meiner Tochter bewusst ist. Ihm war in dem Gespräch wichtig, dass der Berater dazu meine Meinung einfängt. Mein Teamleiter und ich waren uns aber einig, dass es nichts bringt jetzt ein Gespräch über die Möglichkeiten in einem Jahr zu sprechen, wenn einfach nicht klar ist, wie es in vier Wochen aussehen wird.

Aber das Problem ist bekannt und auf dem Tisch, bei passenden Rahmenbedingungen werden wir sicher darüber sprechen.

Auch konnte ich die fehlende Planungssicherheit (ich weiß meistens nicht, was in 24h sein wird) anbringen. Das Problem ist bekannt und wird spätestens nach der Umstrukturierung angegangen, weil meinem Teamleiter wichtig ist, dass ein Privatleben stattfindet.

Momentan habe ich also den Eindruck, dass meine Hauptbaustelle, die berufliche Belastung, sich langsam bewegt. Nicht von heute auf morgen, aber Wunder sind eben nicht so einfach zu realisieren. Ich baue da einfach auf meinen Teamleiter, dass er mit mir zusammen dann schon Möglichkeiten finden wird.

Das Studium wird also weiter eine Nebenbeschäftigung bleiben. Der Abschluss verzögert sich vermutlich ein wenig, da ich aber erst im fünften Fachsemester bin, mache ich mir da keine großen Gedanken.

Gerade bearbeite ich die Module Organisationsentwicklung (sehr einfach) und Anwendungsprogrammierung (eigentlich auch einfach, aber etwas höherer Druck -> es wäre peinlich, wenn ich mit 3,x etwas bestehe, wofür ich recht gut bezahlt werde).

Finanzwirtschaft wird dann die nächste größere Baustelle, da ich dort ja schon einmal durchgefallen bin (und auch angetreten war). Meinen Lernplan werde ich entsprechend anpassen müssen.

In Hagen habe ich mich zurückgemeldet, aber nichts neues belegt. Das wird vermutlich auch noch länger so bleiben. Ich lese zwar immer mal wieder etwas in den Skripten, aber wirklich klausurfit bin ich da noch lange nicht. Vielleicht schreibe ich da in einem Jahr eine Prüfung, vielleicht noch später.

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