Meine Fernstudien an der WBH

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Ehrgeiz

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Engel912

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Man hat es nicht leicht. Da ich mcih für das Fernstudium (wie wohl auch jeder andere) sehr bewusst entschieden habe, ist mein Ehrgeiz, am Ende auch anständige Noten im Bachelor-Zeugniss stehen zu haben, ziemlich groß.

Manchmal habe ich allerdings das Gefühl, dass genau dieser Ehrgeiz mir im Wege steht, wenn es darum geht, auch mal vorwärts zu kommen.

Bestes Beispiel war erst mal Mathe: knapp 6 Monate, nachdem ich die ersten Hefte bekommen habe, hab ich meine Klausur geschrieben. Hinbekommen hätte ich das auch schon 2 - 3 Monate früher - aber halt nicht ganz so "perfekt". den Mut zur Lücke zu haben, ist mir nicht in den Sinn gekommen.

Gleiches scheint jetzt im FAch GPI (Programmieren und Algorithmen) zu sein. Mein Ehrgeiz sagt, ich muss alles begreifen um wieder eine 1,X zu haben.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: muss das denn sein? Kann man nciht einfach sagen "eine 3,X reicht dicke - dafür steckst du 4 Wochen weniger Arbeit rein"?

Für mich ist das - nachdem ich in der Schule überhaupt keinen Ehrgeiz hatte - derzeit unvorstellbar. Ob ich mich da umerziehen muss, ist noch die Frage ... So stehe ich mir allerdings im Moment irgendwie selbst im Weg und komme nciht wirklcih voran.


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9 Kommentare


Kenn' ich...

Nach dem man merkt das man schaffen kannst gut zu sein, entwickelt man schnell den Ehrgeiz.

Für dieses Semester hatte ich auch absolut unrealistische Zeile - nach dem ersten Fach das ich trotz irre viel Zeit nicht so drauf hatte wie ich es wollte kam der erste Dämpfer.

Beim zweiten Fach hab ich mich sehr reingehangen und hatte dann mit einer dummen Prüfung zu kämpfen ... und nun ... nun ist es für mich gar nicht mehr so unvorstellbar wie für Dich im Moment.

Ich bin momentan mit den Fernstudiumsnerven leicht am Ende und fahre die Minimalstrategie für Statistik (dort kann man es sich leisten) und eine sehr moderate Vorbereitung bei Mathe - Wirtschaftsinformatik habe ich z.B. noch gar nicht angefangen. Nur so schaffe ich es die Belastung zu entzerren - allerdings ist bei Dir sicher der Umstand zu bedenken, das Du Dir selbst die Klausurtermine legen kannst, somit verleitet das bei leichtem Perfektionismus sicher auch lieber mal mehr zu lernen als es bräuchte.

Vllt. kannst Du in einem Fach, das Dir eher liegt mal ein Experiment machen und es mal mit einem Mittelweg versuchen - evtl. führt das dann zu einem Ergebnis das Dich doch noch zufrieden stellt. ;)

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Vllt. kannst Du in einem Fach, das Dir eher liegt mal ein Experiment machen und es mal mit einem Mittelweg versuchen - evtl. führt das dann zu einem Ergebnis das Dich doch noch zufrieden stellt.

..."und führe mich nciht in Versuchung" ;)

Du hast aber recht - ich hatte mir das schon für OPM (das im Endeffekt Projektmanagement betrifft und mir eigentlich liegen sollte) könnte ich das mal testen. ICh denk mir aber halt, wäre doch schade wegen der eigenen Faulheit, da nicht ne super Note rauszuholen, wenn einem der Stoff so liegt.

und das Klausurtermine selbst legen können ist zwar eigentlcih ein fetter Vorteil - aber irgendwie neige ich dazu, lieber nochmal 4 Wochen dranzuhängen, als dann "zu früh" schreiben zu müssen. Ich hoffe mal, das pendelt sich noch ein - ich hab ja erst 2 Klausuren geschrieben.

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Dein Ehrgeiz ist klasse .. nun kommt aber das "aber"

Du wirst 10 Jahre brauchen bist du fertig bist, .. es kommen auch bei euch bestimmt noch stressigere Semster mit 3 Klasusuren + 3 B Aufgabe pro Semster, dann brauchst du schon für die Klausuren 18 Monate ;-)

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nicht ganz ;) für BWL hab ich nur 2 Monate gebraucht (im Endeffekt hätten da auch 2 Wochen gereicht ... ich hab halt das Anmelden verpennt ... und mir dann bisschen Zeit gelassen ;)

Bei mir darf man nciht vergessen, dass ich nach der MAtheklausur nicht mehr in die Puschen gekommen bin. DAmals hatte ich so ein richtiges Motivationstief und hab über 2 Monate nicht mehr viel gemacht ;)

Wir werden sehen ... wenn ich zeitlich garnciht mehr hinkomme kann ich ja was ändern :)

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Ich kenne das auch von mir. Einmal ne gute Bewertung zu bekommen spornt an für die nächsten Aufgaben.

Aber es gibt eben Fächer, die einem liegen, welche die man gut lernen kann und solche, bei denen der "Mut zur Lücke" eben die einzige Alternative ist.

Ich habe das für mich erst vor ein paar Tagen beschlossen, und seitdem bin ich auch irgendwie aus meinem Motivationsloch am aufsteigen, will sagen, es get wieder jeden Tag besser...

An dein Motivationstief kann ich mich noch gut erinnern, war ja auch ein Blogeintrag hier.

Aber hey, du bist jetzt gut motiviert, hast das wesentliche wieder erfasst, und nur darauf kommts an.

Ich denke auch, man muss nicht immer alles wissen, man muss nur wissen, wo man nachschauen kann ;)

lg

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Also für mch wär das echt nichts, wenn ich mir die Prüfungstermine aussuchen könnte. Auch wenns jetzt schon mal knapp wird mit der Vorbereitung, tun mir die festen Prüfungstermine aber gut. Ich glaube, ich würde sonst nie fertig werden... : )

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Hi Mella,

für mich ist das - eigentlich - auch nichts, ich brauch immer so ein bisschen den Tritt in den Hintern um was zu tun.

Am Anfang hatte ich damit auch extreme Schwierigkeiten. Inzwischen geht es aber muss ich sagen. Vorteil ist für mcih, dass ich im Notfall auch entsprechend flexibel auf Änderungen meiner Arbeit reagieren kann - was für mcih als Freiberufler unheimlich wichtig ist, weil der Kunde König ist (und somit vorgeht).

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Ich legen immer sofort nach der Klausur den neuen Termin fest, dann habe ich ein klares Ziel .. wenn alle Stricke reissen kann man den Termin canceln.

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Bei uns ist das so, der Kunde steht im Mittelpunkt... und daher immer im Weg :-)

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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.